Pin It

In der gegenwärtigen Corona-Krise gibt es Menschen, die daran glauben, dass durch Gebete der Corona-Virus besiegt werden kann. Deshalb wurde sogar zu einem Weltgebetstag aufgerufen, bei dem alle Vertreter der verschiedensten Religionen aufgerufen wurden, dafür zu beten, dass Gott eingreift und dem Mensch im Kampf gegen den Corona-Virus hilft (weiterlesen). Ich hatte bereits an anderer Stelle herausgestellt, dass die Vorstellung, wir könnten durch Gebete Gott dazu bringen, in unser Weltgeschehen einzugreifen, auf einem zumindest aus meiner Sicht falschen Gottesbild beruht (weiterlesen).

Ich denke, dass es zumindest Wunder in dem Glauben, dass Gott aktiv in einem Einzelfall eingreift und jemand gesunden lässt, nicht gibt. Diese Vorstellung, Gott greife direkt in unser Weltgeschehen ein, resultiert aus der Vorstellung eines patriarchalen Weltbildes von einem allmächtigen Vater, der „seine Kinder“ in gewisser Weise lenkt, zum Guten leiten will und schützend seine Hand über sie hält. Stellen wir uns vor, ein Vater hätte zwei Kinder. Eines der Kinder ist zurückhaltend, nicht ständig etwas haben wollend, das andere aber sehr fordernd, das seinen Vater nicht in Ruhe lässt, bis sein Wunsch erfüllt wird. Würden wir diesem Vater nicht einen schlechten Erziehungsstil vorwerfen, dem quengelnden Kind nachgegeben zu haben? Wenn wir diese Analogie auf das Verhältnis zwischen Gott und dem Menschen übertragen, dann hieße es: Gott gewährt den Menschen, die sich mit Gebeten flehentlich an ihn wenden, eher einen Wunsch als jemand, der sein Schicksal schweigend erträgt. Dies ist mit meinem Gerechtigkeitsempfinden nicht vereinbar. Trotzdem gibt es immer wieder Berichte von Menschen, die behaupten, dass sie durch Gebete für einen Angehörigen oder auch für einen fremden Menschen dazu beigetragen haben, dass der Kranke wider Erwarten gesund geworden ist. Es entstehen nun zwei Fragen: Wie sind die scheinbar wundersamen Heilungen zu erklären?  Welche anderen Faktoren als die des Eingreifens eines allmächtigen Gottes können eine Rolle gespielt haben?

  • Wundersam erscheinende Heilungen könnten auf nicht voll verstandene Naturgesetze zurückzuführen sein. Der bereits metastasierte Krebs könnte z. B. deshalb sich wieder zurückgebildet haben, weil die scheinbar aussichtslos erscheinende Prognose eines Arztes auf falschen Annahmen beruhte. Er geht von der Annahme aus, dass Krebszellen dem universell erscheinenden Gesetz folgen: Vermehre dich um zu überleben! Vielleicht haben die Krebszellen es „eingesehen“, dass sie sich mit ihrer endlosen Vermehrung dadurch ihr eigenes Grab schaufeln, denn wenn sie es übertreiben, stirbt der Mensch an der Krankheit und damit die Krebszellen auch. Es gibt Patienten, die gelernt haben, mit ihren Krebszellen in ihrer Innenschau in Kontakt zu treten und versuchen auf mentalen Weg ihnen klar zu machen, dass ihre endlose Vermehrung ein „Selbstmordprogramm“ ist und schließen mit ihnen ein „Stillhalteabkommen“: Ich lasse euch am Leben, aber dafür hört ihr auf, euch ständig unkontrolliert zu vermehren. Dass Zellen eine eigene Intelligenz haben, ist eine relativ neue Einsicht in der Biologie, die vor allem von dem Zellbiologen Bruce Lipton vertreten wird („Intelligente Zellen“: weiterlesen). Er ist ein Vertreter der neu entwickelten Epigenetik, wonach die Umkehrung des Verhältnisses von Genen zur Aktivität der Zelle postuliert wird: Nicht die Gene steuern die Vorgänge der Zelle, sondern es ist eher so, dass die Eigenintelligenz der Zelle die Gene steuert, wobei sie bestimmte Gene aktiviert oder abschaltet. Das bedeutet für das Beispiel der Krebszellen, dass die Aktivierung der Gene, die auf die Vermehrung ausgerichtet ist, zuungunsten der eigentlichen Aufgabe der Zelle etwa als Muskel- oder Knochenzelle zu erfüllen, angeschaltet wurde. Der Annahme der Eigenintelligenz der Zellen, die über der Genetik steht, geht auf den Grundgedanken zurück, dass der Geist über der Materie herrscht. Dass da etwas dran ist, zeigt ein einfaches Experiment: Wird einer hypnotisierten Person eine kalte Münze auf die Hand gelegt und der Hypnotiseur suggeriert ihr, dass es sich um eine Münze handele, die vor Hitze glühe, dann entwickelt sich auf der Hand der Versuchsperson eine Brandblase. Übertragen auf das Beispiel mit den Krebszellen könnte dies heißen: Wenn jemand fest daran glaubt, dass die Krebszellen entweder wieder zu normalen Zellen umfunktioniert werden oder verschwinden können, dann wäre dies im Erfolgsfalle auf diese Suggestion zurückzuführen. Die heutigen schulmedizinischen Behandlungen gehen in der Regel auf der materiellen Basis gegen die Krebszellen vor, in dem sie diese mit Strahlen, Chemie oder mit dem Skalpell versuchen zu bekämpfen; mentale Prozesse, die sowohl an dem Entstehen der Krebszellen als auch an in ihrem Verschwinden beteiligt sein könnten, werden meistens ignoriert. Werden die Krebszellen aber mental beeinflusst, unterstützt durch Hypnoseverfahren oder Autosuggestion, und gleichzeitig das Immunsystem gestärkt, in dem es die „widerspenstigen“ Zellen, die egoistisch an ihrem fremd- und letztendlich selbstzerstörerischen Programm festhalten, bekämpft, kann eine Therapie erfolgreich beeinflusst werden. Wunderheilungen könnten also auf noch nicht ausreichend erforschte Faktoren zurückgeführt werden. Sie wären aber dann im eigentlichen Sinne keine Wunder, weil sie doch noch durch natürliche Prozesse, die aber bisher nicht genügend erkannt wurden, erklärbar sind.
  • Wunderheilungen als Eingreifen der jenseitigen Welt: Neben der Annahme, dass nicht alle Naturgesetze voll verstanden wurden und deshalb manche Heilungen als wunderhaft uns anmuten, könnte unter Berücksichtigung eines eher spirituellen Weltbildes, das ich an anderer Stelle schon einmal dargestellt habe (weiterlesen), auch die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, dass jenseitige Wesen mitunter in unsere Welt eingreifen und sowohl konstruktiv als auch destruktiv wirken können. Die Destruktivität als ein Merkmal des Bösen habe ich bereits erläutert, als ich auf die Frage eingegangen bin, woher die Corona-Viren eigentlich kommen (weiterlesen). Denn es erscheint aus meiner Sicht völlig absurd anzunehmen, dass die Ausbreitung des Corona-Virus über die ganze Welt allein auf dem Infektionswege (Tröpfchen- oder Schmierinfektion) vonstattengegangen sein soll, denn wie sollen sie so schnell in die entlegensten Winkel der Erde gelangt sein (auch z. B. dorthin, wohin kein Flugverkehr stattfindet). Ich glaube eher, dass die Viren gleichzeitig überall in unsere Welt invasiv „eingeschleust“ wurden durch eine Art „Involution“ (jenseitige Wesen schaffen diese Viren und lassen sie in dieser Welt erscheinen). Und wie negative, zerstörerisch wirkende jenseitige Wesen in unsere Welt eingreifen, ist es genauso gut möglich, dass dies durch positive, aufbauend wirkende Wesen geschieht.  Als Beispiel dieser positiv wirkenden Wesen soll hier die Arbeit eines im Jenseits noch lebenden (!) Arztes Dr. Fritz fungieren, der in Brasilien in Form von dort medial begabten Menschen gewirkt hat. Der Elektroingenieur Rubens de Farias in Brasilen, der unter der Anleitung  dieses angeblich deutschen Arztes, Dr. Adolph Fritz (ein im 1. Weltkrieg gestorbener Arzt), der den Körper dieses Brasilianers übernimmt, und diesen in einem hypnotischen Zustand versetzt, so dass dieser von seinen eigenen Handlungen nichts mitbekommt, ist ein solcher Wunderheiler. Dieser Wunderheiler, der überhaupt keine medizinischen Kenntnisse besitzt, behandelt vor allem Brasilianer, die nicht genügend Geld haben, um sich einen „normalen Arzt“ leisten zu können (ansehen) . Rubens de Farias ist nun bereits in (weiterlesen) der 3. Generation tätig, denn dieser legendäre jenseitige deutsche Arzt operiert schon 50 Jahre lang aus dem Jenseits. In der ersten Inkarnation benutzte er den Staatsangestellten Za Arigo, der 1971 starb. Erst in den 80iger Jahren tauchte Dr. Fritz wieder auf, damals übernahm er den Körper des in einem tranceähnlichen Zustand befindlichen Gynäkologen aus Recife, Edson Queiroz. Dieser Arzt operierte ohne Beachtung von hygienischen Vorschriften und offensichtlich in einem veränderten Bewusstseinszustand (ansehen).  Auch seine Sprechweise verändert sich: „Er spricht sehr langsam mit schwerer Zunge ein Portugiesisch mit deutschem Tonfall. Der Augenlidschlag tritt stark betont in Erscheinung.“ (weiterlesen). Bei den Operationen wurden auch keine Narkosemittel verwendet, sondern der feste Glaube an Gott soll eine schmerzfreie Operation ermöglicht haben. Die Schmerzfreiheit erklärt er so: "Die Geister nehmen den Menschen allen Schmerz, sie verhindern, dass Bakterien in die Wunde eindringen und lassen die Schnittstellen verheilen."  (weiterlesen).
  • Der Sieg des Geistes über den Körper: Eines der hermetischen Gesetze lautet, dass der Geist das Primäre ist, die Materie das Sekundäre. Alles, was existiert, war also als Vorstellung, Idee oder als Bewusstsein vorhanden, bevor es eine materielle Form angenommen hat (weiterlesen). Diese Vorstellung widerspricht der naturwissenschaftlichen Meinung, die die Evolution als einen Vorgang beschreibt, bei der zuerst die Materie in ganz primitiven Bausteinen vorhanden war, aus denen heraus sich dann erst – nach dem auch das Gehirn als Träger des Geistes entstanden war – das entwickelt hat, was als Bewusstsein bezeichnet wird. Die Umkehrung, dass eigentlich der Geist das Ursprüngliche ist, dem die Materie folgt, bedingt dann auch eine andere Vorstellung des Lebens und seiner Erscheinungen. Alles, was dann im materiellen Kosmos in Erscheinung tritt, hat dann bereits vorher in geistiger Form schon existiert. Diese Vorstellung hatte bereits der griechische Philosoph Platon in seiner "Ideenlehre" entwickelt, wonach in der unsichtbaren Welt eine "Urform" geistiger Art besteht, die als "Vorlage" für die diesseitige Form fungiert. Die geschaffenen (inkarnierten) Entitäten haben sich zum Teil verselbständigt und leben aber ein nicht ganz vom geistigen Ursprung unabhängiges Leben. Der Geist oder im Plural „die Geister“ beeinflussen nach wie vor das Leben im materiellen Kosmos. Bleiben wir als Menschen und in gewisser Weise auch Tiere und Pflanzen in Kontakt mit unserem geistigen Ursprungsort, kann immer eine Art „Rückkoppelung“ stattfinden, in dem mit Rückgriff auf die „geistige Matrize“ eine Korrektur der materiellen Form stattfindet, was auch z. B. die Heilungsprozesse erklären kann. Denn wenn Wunden entstehen, ist es so, als ob das Gewebe sich nach der geistigen Vorlage (Idealform) etwa der Haut wieder zurückbildet und die Zellen abermals so angeordnet werden, wie sie ursprünglich gedacht waren. Der Biologe Rupert Sheldrake hat dies mit den „morphischen Feldern“ versucht zu erklären: Danach besteht seiner Vorstellung nach von jeder Lebensform eine idealtypische Vorlage, nach der dann auf der materiellen Ebene das einzelne Lebewesen sich ausrichtet (weiterlesen). Dies könnte z. B. erklären, warum bei Eidechsen nach Abtrennen des Schwanzes dieser sich wieder vollständig neu zurückbildet. Eine Bestätigung dieser Annahme kann auch darin gesehen werden, dass bei einer „Kirlian-Fotographie“ (das russische Forscherehepaar Kirlian hatte die hochfrequente Ausstrahlung von Körpern entdeckt, nachdem diese Strahlung benannt wurde) der Strahlenkranz eines vollständigen Blattes auch dann noch vorhanden ist, wenn ein Teil des Blattes entfernt wurde. Eine Heilung eines kranken Teils eines Körpers könnte dann als eine Replikation der geistigen Vorlage auf der materiellen Ebene interpretiert werden. Dies kann dann auch stattfinden, wenn ein Organ sich durch eine Krebserkrankung verändert hat: Der Patient stellt sich dann in einem Art hypnotischen Zustand den Zustand des gesunden Organs vor und versucht damit die Regeneration herbeizuführen.

Helfen uns die Überlegungen um das, was wir Wunder nennen, besser zu verstehen? Nicht ganz. Etwas fehlt noch und da kommt doch noch Gott ins Spiel. Jesus Christus hatte durch seine Wunder (Aussetzung von Naturgewalten, Heilungen, Totenerweckungen) deutlich gemacht, dass in einem Gottesreich nichts unmöglich ist. Wunder sind somit die im Gottesreich „normalen“ Vorgänge, weil eine über die materielle Welt hinausgehende geistige Welt diese steuert und beherrscht. Wunder sind also aus unserer Sicht „übernatürlich“, weil sie auf der Basis der in unserer irdischen Welt herrschenden Gesetze nicht verstanden werden, aber im Reich Gottes, das unsere Welt umschließt, normal: Der Geist wird dort nicht durch die Materie „ausgebremst“, sondern herrscht absolut über diese. So gesehen sind Wunder, die uns in unserer Welt begegnen, eben ein Fingerzeig, ein Indiz für diese für uns transzendente Welt, die wir (noch) nicht verstehen. Gott muss dabei nicht immer selbst  höchstpersönlich aktiv werden, sondern er hat aus meiner Sicht die „göttlichen Gesetze“ so gestrickt, dass sie wirksam werden können, ohne dass es jeweils immer wieder Einzelentscheidungen seinerseits bedarf. Und er hat seine Helfer, deren Heimat in der geistigen Welt ist (Engel) und die schützend und bewahrend auch in unserer Welt tätig sind (Schutzengel) oder er hat auf der Erde Menschen gefunden, die bereit sind, in seinem Sinne zu mitzuarbeiten.

© beim Verfasser

     

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren