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Eine Koinzidenz bezeichnete C. G. Jung (Weggefährte von Sigmund Freud) das Zusammentreffen von Ereignissen, Situationen oder Begegnungen,  für deren Zustandekommen es aber keine ursächlichen Bedingungen gibt. Sie verdichten sich zu einem Gesamtbild, das sinnvoll erscheint. Von einer besonderen Art der Koinzidenzen um das Bild von Jesus soll hier berichtet werden:

  • Das Gemälde „Prince of Peace“: Akiane Kramarik ist eine Künstlerin, die in den USA lebt. Sie wurde am 09.07.1994 als Tochter eines nicht-praktizierenden katholischen Christen aus den USA, der vor seiner Heirat in den Ghettos von Chicago gelebt und als Koch gearbeitet hatte, und ihrer aus Litauen stammenden Mutter geboren (weiterlesen). Die Familie lebte in Mount Morris in Ilinois in ärmlichen Verhältnissen. Ihre Wohnung stand ständig unter Wasser und es waren kaum Möbel oder gar Spielzeuge vorhanden, so dass die Kinder ihre Spielsachen aus gefundenen Materialen herstellten. Die Familie bestand noch aus zwei weiteren früher geborenen Brüdern. Die Gegend war unsicher, denn in der Nachbarschaft wurde ein Mord begangen und der Hund der Familie wurde fast durch einen Schuss getötet. Ein Nachbar verbrannte sogar absichtlich seinen Müll direkt neben ihrem Haus, so dass sie beinahe dadurch zu Schaden gekommen wären. Um die Familie ernähren zu können, wanderten die Kinder sogar von Tür zu Tür, um Nahrungsmittel zu erbetteln, weil der Vater wegen des Genusses vergifteten Wassers krank wurde und nicht mehr arbeiten konnte. Die Mutter aber war mit ihrer Selbständigkeit immer erfolgreicher, konnte so die Familie ernähren und sogar so viel Geld aufbringen, dass die Familie nach Missouri umziehen, dort ein großes Haus kaufen und bewohnen konnte. Mit vier Jahren hatte Akiane erstmals Träume und Visionen vom Himmel. Obwohl ihre Mutter eine Atheistin war, hörte diese ihren Geschichten zu, die sie davon erzählte. Sie begann dann, diese Visionen aufzeichnen, so z. B.  auch zwei Lichtwesen, die in ihren Visionen begegnet sind, wobei ihr es aber nur gelang, einen dieser Engel zu skizzieren (das andere Lichtwesen, das sie hätte malen wollen, war aber Jesus, den sie später als „Prince of Peace“ malte). Das Haus, in dem sie gewohnt hatten, verkaufte die Mutter, die auch noch ihr Geschäft aufgab, um dann mehr mit der Familie leben zu können, insbesondere  sich mehr um Akiane zu kümmern, weil sie langsam anfing zu glauben, was Akiane ihr vom Himmel erzählte. Im Alter von fünf Jahren verschwand Akiane spurlos und auch die Polizei konnte sie nicht finden. Plötzlich tauchte sie nach vielen Stunden mitten in einer Baumansammlung wieder auf. Sie war, wie sie selbst berichtet, in der Zeit ihrer Abwesenheit nicht auf der Erde (sondern im Himmel?). Nach diesem Vorfall konnte sie nicht aufhören, in Pastellfarben das zu malen, was sie in dieser Zeit gesehen hatte. Ganze Nächte hatte sie damit zugebracht; tagsüber hatte sie sich von den Anstrengen erholt und geschlafen. Als sie dann in die Schule ging, verschwanden die Visionen, die sie während der Abwesenheit von der Erde hatte und das Interesse an der Kunst erlahmte. Ihr dritter Bruder wurde geboren und die Familie stand zu dieser Zeit fast vor dem Bankrott, so dass sie am 11.09.2001 (!) nach Colorado  zogen, wo sie ein kleines Haus mieten konnten.  Dort begann Akiane wieder zu malen, was ihr aber nicht so richtig gelang, so dass sie sich auf das Schreiben von Gedichten konzentrierte. Als die Familie wegen einer Arbeitsstelle, die ihr Vater  fand, nach Idaho umzog, wo sie mit acht Jahren wieder mit dem Malen begann, ging sie nicht wieder zur Schule – sie wurde zu Hause unterrichtet bzw. unterrichte, wie sie sagte, sich selbst (ansehen).  Sie meint, dass Jesus selbst sie aufgefordert hat, ihre Eindrücke und Visionen, die bereits ab dem vierten Lebensjahr begannen und sie auch während ihrer Abwesenheit von der Erde hatte, zu malen (weiterlesen). Sie begann immer mehr, ihre Gemälde mit Öl- oder Acrylfarben aufs Papier zu bringen. Auf diese Weise sind über 200 Gemälde entstanden. In dieser Zeit erinnerte sie sich auch an ihre erste Vision von Jesus, die sie mit vier Jahren hatte, aber sie glaubte nicht, diese malen zu können. Deshalb entschied sie sich dafür, einen ganzen Tag lang dafür zu beten, dass das richtige Modell eines Tages vor ihrer Tür erscheinen möge. Bereits am nächsten Tag gegen Mittag schellte ein Mann an der Haustüre, der von einer Freundin ihr vorgestellt wurde. Er entsprach zwar nicht ganz genau ihrer Vorstellung, die sie von Jesus hatte, als sie vier Jahre alt war, aber er schien ihr trotzdem als Modell geeignet, weil er immerhin zwei Meter groß und von Beruf Zimmermann (!) war. Insgesamt 40 (!) Stunden hatte sie zugebracht, um das Bild zu erstellen. Das Bild wurde von einem eingeschalteten Makler gestohlen und verkauft  und erst nach 16 Jahren in einem Banksafe in Australien wieder gefunden(ansehen). Ihr blieb die ganze Zeit nur ein Foto und eine Reproduktion des Bildes (weiterlesen). Das Bild konnte zwischenzeitlich für die Familie zurückerobert werden und wurde für 850.000 US Dollar verkauft.

In dieser Geschichte stecken drei Koinzidenzen, die merkwürdig erscheinen: Der Umzug der Familie am 11.09.2001 nach Colorado war auch gleichzeitig der Tag, an dem der Anschlag auf das World-Trade-Centers stattfand. Auch die Zahl 40 taucht auf: Es ist die Zeit (40 Stunden), die Akiane für das Bild benötigte, um es fertig zu stellen. Man erinnere sich: Jesus war auch 40 Tage in der Wüste um zu fasten, 40 Tage dauerte auch die Sintflut und 40 Jahre waren die Juden unterwegs, um in das gelobte Land zu gelangen. Auch die Tatsache, dass das Modell von Jesus Zimmermann war (der Vater von Jesus, Joseph, soll laut Evangelium Zimmermann gewesen sein, bei dem auch Jesus sein Handwerk gelernt hatte) besticht durch seine überraschende Übereinstimmung mit dem Evangelium.

  • Colton Bulpo: Die zweite Koindzidenz, die im Zusammenhang mit dem Bild von Jesus geschah, handelt von einem kleinen Jungen namens Colton Burpo. Der Junge hatte mit vier Jahren (!) eine eitrige Blinddarmentzündung, die notoperiert werden musste, weil ein anderer Arzt die Schwere der Krankheit nicht erkannt hatte. Während der Operation hatte der Junge eine Nahtoderfahrung. Die Erlebnisse, die der Junge hatte, wurden von dem Vater, Todd Burpo, einem evangelischen Pastor, niedergeschrieben und 2010 als Buch unter dem Titel „Haeven ist for real“ herausgegeben, das später auch in Deutschland unter dem Titel „Den Himmel gibt´s echt“ erschien. Hierin werden die Erlebnisse von Colton Burpo wiedergegeben, die z. B. von der Begegnung mit dem vorher verstorbenen Großvater oder von einer im Mutterleib verstorbenen Schwester, von der er zuvor nichts erfahren hatte, handeln. Eine in diesem Zusammenhang wichtige Information ist die, dass Colton davon berichtete, ihm sei im Himmel auch Jesus begegnet. Als ihm der Vater mehrere Jesus-Bilder präsentierte, erkannte Colton Jesus aufgrund des Bildes von Akiane und meint, dass so auch Jesus im Himmel ausgehen habe (weiterlesen).

Auch hier fällt mir auf, dass die Erlebnisse des kleinen Colton in demselben Alter (4 Jahre) stattfanden, als auch Akiane ihre Visionen vom Himmel und Jesus hatte.

  • Turiner Grabtuch: Die dritte Koinzidenz handelt von dem Turiner Grabtuch. Dieses Grabtuch handelt zunächst einmal ganz wertfrei erzählt von einem gekreuzigten Mann, der verschiedene Wundmale zeigt, die alle eine verblüffende Ähnlichkeit mit den Berichten in den Evangelium über die erlitten Verletzungen von Jesus Christus haben. An anderer Stelle habe ich bereits schon über die Frage geschrieben, ob dieses Grabtuch echt ist, d. h. tatsächlich das Grabtuch sein könnte, in das Jesus nach der Kreuzigung gelegt worden war (weiterlesen) und diese Frage bejaht. In diesem Zusammenhang ist vor allem das Negativbild von dem Gesicht des Gekreuzigten interessant. Die Bilder von Akiane Kramarik und vom Turiner Grabtuch können miteinander verglichen werden, wobei verblüffende Ähnlichkeiten festzustellen sind. Dies gelingt am besten, wenn durch eine Computeranimation diese beiden Bilder abwechselnd übereinander geblendet werden (ansehen).  
  • ISA-Mosaik:  Eine weitere Koinzidenz tauchte mit der Entdeckung eines Mosaiks in der Türkei auf. Der  Privatforscher Phil Dayvault entdeckte 2002 in einem archäologischen Museum in Sanliurfa (Türkei) ein Mosaik, das sowohl eine verblüffende Ähnlichkeit aufweist mit dem Bild, das Akiane von Jesus gemalt hat, als auch mit dem Negativfoto des Kopfes vom Turiner Grabtuch (weiterlesen), insbesondere dann, wenn man es durch Computeranimation übereinander legt (ansehen). Das Mosaik wird deshalb ISA-Mosaik genannt, weil im Koran der Name von Jesus ʿĪsā ibn Maryam lautet (weiterlesen).
  • Volto Santo: Die vierte Koinzidenz ist das Abbild von Jesus Christus auf einem Tuch, das „Volto Santo“ genannt wird. Dieses aus Muschelseide hergestellte 17,5 cm breite und 24 cm lange Tuch, das in der Kapuziner Kirche in Manopello (Italien) zu sehen ist, soll sich ebenfalls wie das Turiner Grabtuch im Grab von Jesus befunden haben (weiterlesen). Auch hier gibt es eine verblüffende Übereinstimmung der Gesichtszüge mit denen auf dem Grabtuch (ansehen, ab 5. Minute). Dieses Bild soll wie auch das Turiner Grabtuch nicht durch einen Künstler entstanden sein, der das Gesicht mit Farbe auf das Tuch gemalt hat, sondern auf bisher unerklärliche Weise. Auf jeden Fall sollen sie gleichzeitig entstanden sein. Die Übereinstimmung wurde erstmals von Schwester Blandina Paschalis Schlömer vom Orden der Trappistinnen beobachtet und dokumentiert (weiterlesen). Sie erklärt das Zustandekommen der Deckungsgleichheit der beiden Tücher in der Weise, dass das Volto Santo mit der Hand auf das Gesicht von Jesus gelegt und danach das Turiner Grabtuch darüber gebreitet worden sein sollen. Wenn jeder einzelne  Punkt der beiden Bilder,  etwa in der Nähe der Augen, miteinander verglichen werden, kann man aufgrund der entdeckten Einzelheiten (ansehen, ab 7. Minute) die Deckungsgleichheit erkennen.
  • Eigenes Erlebnis: Ich habe in meinem Wohnzimmer ein Ausdruck des Bildes von „Prince of Peace“ in meinem Bücherregal stehen. Vor kurzem ist mir aufgefallen, dass ich den Eindruck habe, als ob der Blick genau auf mich gerichtet ist. Ich bin darauf hin aufgestanden, um mir das Bild von verschiedenen Perspektiven anzusehen (mal von der Wohnzimmertür aus in einem Winkel von 45 Grad von rechts und dann von der Balkontür aus auch ungefähr 45 Grad von links – also eine Veränderung von ca. 90 Grad). Dabei hat sich der Eindruck des direkten Blickkontaktes nicht geändert. Es scheint so, als ob das Bild jedes Mal die gleiche Ansicht zeigt, obwohl dies objektiv nicht der Fall sein kann.

Oben: Bild von rechts aufgenommen, das Schwarz-weiß-Foto darunter ist die Negativ-Darstellung des Kopfteils des Turiner Grabtuches.

Oben: Bild von links aufgenommen, das Schwarz-weiß-Foto darunter ist die Negativ-Darstellung des Kopfteils des Turiner Grabtuches.

Oben: Bild von unten aufgenommen, das Schwarz-weiß-Foto darunter ist die Negativ-Darstellung des Kopfteils des Turiner Grabtuches.

Sind diese Koinzidenzen alles reine Zufälle?

© beim Verfasser

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