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Als es im ZDF noch vielleicht möglich war, neutral über ein Problem zu berichten, zeigte das ZDF einen Film von Rita Knobel-Ulrich mit dem Titel „Ein Staat – zwei Welten? Einwanderer in Deutschland“. Er ist tatsächlich über die ZDF-Mediathek abrufbar bis zum 08.07.2020 (ansehen). Dieser Film, der in 2016 ausgestrahlt wurde, kann auch über youtube gesehen werden (ansehen ) und zeigt relativ ungeschminkt die Probleme durch eingewanderte Muslime in Deutschland, die in Parallelgesellschaften enden.  Die Autorin des Beitrages ist promovierte Politologin und über die Knobel-Ulrich Filmproduktion immer noch tätig. Ich will versuchen, für das Auftauchen dieser Parallelgesellschaften Gründe zu finden und ihre Merkmale herauszustellen:

  • Masseneinwanderung aus fremden Kulturen: Es ist so trivial, aber von Teilen der Gesellschaft so schwer zu akzeptieren: Wenn Menschen aus fremden Kulturen per Asylrecht nach Deutschland einreisen und auf eine geschichtlich gewachsene Gesellschaft mit einer auch durchaus leidvollen Geschichte treffen, deren Mitglieder sich nach jahrelangen Ringen in demokratischen Prozessen auf bestimmte Standards verständigt haben, dann können diese Menschen diese gemeinsamen Erfahrungen nicht teilen. Sie haben sie weder selbst erlebt noch wissen sie von ihren Eltern darüber Bescheid. Diese Erfahrungen können nicht per „Deutschkurse“ über „Rechtsbildungsunterricht“, eine Art Einführungskurs in unser Rechtssystem, wie dies in Bayern oder Rheinland-Pfalz an Flüchtlinge mit Bleibeperspektive (weiterlesen) angeboten wird, beigebracht werden. Es fehlt die emotionale Komponente, die nur im unmittelbaren Kontakt mit Personen erfahren werden kann, die die gleichen Sozialisationserfahrungen machen.
  • Konfrontation unterschiedlicher Kulturen: Mit der Einwanderung von Personen bestehen dann keine Probleme, wenn sie aus Ländern kommen, die ähnliche Rechts- und Sozialstrukturen wie Deutschland haben. Dazu gehören vor allem Personen aus dem europäischen Ausland, sofern sie eher westlich geprägten Standards unterworfen sind, weniger aus osteuropäischen Ländern wie etwas Bulgarien oder Rumänien. Auch die Menschen, die als Aussiedler aus den Ländern der ehemaligen UdSSR eingewandert sind, haben keine großen Integrationsprobleme verursacht. Sie haben die gleichen Werte, weil sie offen oder verdeckt christliche Glaubensüberzeugungen haben, gehören zur gleichen weißen Rasse (ein Begriff, der in linken Kreisen schon verpönt ist) und haben auch ähnliche Familienstrukturen sowie eine Schulbildung und Ausbildung, die zumindest zum Teil anerkannt werden(weiterlesen). Anders sieht es bei den Personen aus, die aus muslimischen Ländern wie Syrien, Afghanistan oder aus Nordafrika einreisen. Sie kommen mit völlig anderen Sozialisationserfahrungen nach Deutschland und deshalb auch mit anderen Wertvorstellungen, die mit unserer westlichen Kultur unvereinbar sind:
    • Keine Gleichberechtigung von Mann und Frau: Die schwer von den Frauen erkämpfte Gleichberechtigung wird von den Menschen, die in vom Islam dominierten Ländern aufgewachsen sind, nicht anerkannt. Hier herrschen patriarchale Strukturen, wobei nicht nur die Väter über die eigenen Frauen und Töchter herrschen, sondern auch die Brüder über die Schwestern.
    • Koran steht über allem: Muslimen ist es streng untersagt, sich anderen Kulturen und Religionen unterzuordnen, weil dem islamischen Glauben eine Art „Alleinherrschaftsanspruch“ zukommt. In unserer westlichen Kultur gibt es zumindest nach den Verfassungen eine strikte Trennung von Religion und Staat. Damit ist unsere Kultur in etwa der römischen Kultur verwandt, die auch eine multireligiöse Einstellung hatte – bis Kaiser Konstantin den christlichen Glauben zur Staatsreligion erklärte. Diese in westlichen Kulturraum übliche „Religionsfreiheit“ gibt es islamischen Ländern nicht. Wer nicht den islamischen Glauben hat, gilt als „Ungläubiger“. Deshalb erkennen Muslime nicht das Grundgesetz an, weil sie sich dem Koran als absoluter Wahrheit unterwerfen.
    • Verachtung westlicher Kultur: Die eigene empfundene Überlegenheit, weil man meint die „richtige Religion“ zu haben, drückt sich in der Verachtung unseres liberalen Rechtsstaates aus, der den Menschen so viel Freiheit lässt, wie dies aufgrund rechtlicher Vorschriften möglich ist. Diese freiheitliche Einstellung wird als Schwäche empfunden und verachtet.
    • Nichtanerkennung des westlichen Rechtssystems: Muslime haben ihre Scharia als ein eignes Rechtssystem. Sie erkennen das Rechtssystem Deutschlands nicht an und schalten i.d.R. „Friedensrichter“ ein, die bei Konflikten von verfeindeten Familien oder anderen Gruppierungen vermitteln. Die deutsche Justiz und die Exekutivorgane (Polizei, Ordnungsamt) werden nicht respektiert.
    • Clanstrukturen: Was in Deutschland vielleicht noch im vorigen Jahrhundert möglich war, ist in muslimisch geprägten Ländern fast der Regelfall, dass nämlich die Familie mit ihren vielfältigen Verwandtschaftsstrukturen, die über mehrere verzweigte Verwandtschaftsgrade gehen, einen sehr hohen Stellenwert hat. Es gibt eine Art „internes Wertesystem“ in diesen Familien, das ein übergeordnetes Rechtssystem darstellt, in dem es abgelehnt wird, dass das Individuum einem abstrakt formulierten Normensystem unterworfen ist. Recht ist dann oft dann in Augen der Clanmitglieder anerkannt, was dem Clan nützt oder die Ehre der Familie rettet oder wieder herstellt. Der so genannte "Ehrenmord" ist ein Beispiel dafür, dass das interne Rechtssystem über dem abstrakten Normensystem der deutschen Gesellschaft, in der sie leben, steht. Die Clans sind oft auch hierarchisch strukturiert – und sind somit ein Ebenbild der patriarchalen Strukturen in den Kleinfamilien.
  • Schwacher Rechtsstaat: Unser Rechtsstaat ist auf eine in unserer Gesellschaft ausgehandelten Konsenskultur aufgebaut, die von Muslimen meistens abgelehnt wird. Hier herrscht oft noch das „Gesetz des Stärkeren“. Die Erfahrungen von Menschen, die aus zum großen Teil totalitären staatlichen Systemen kommen, haben dieses Verständnis als Überlebensprinzip heranreifen lassen: Nur wer sich rücksichtslos durchsetzte, hatte in diesen eine Überlebenschance. Mit diesem Verhaltensrepertoire und einer gewaltbereiten Einstellung treffen sie auf ein deutsches Rechtssystem, in dem das Gewaltmonopol beim Staat liegt und ein „Faustrecht“ nicht anerkannt ist. Hier stoßen unüberbrückbare Gegensätze aufeinander. Gerade wenn Frauen die staatliche Gewalt verkörpern, wird dies von männlichen Muslimen nicht anerkannt. Die entsprechenden Erfahrungen hatte Tania Kambouri in ihrem Buch „Deutschland im Blaulicht – Notruf einer Polizistin“ (weiterlesen) niedergeschrieben. Der Rechtsstaat kann nur dann mit den Problemen fertig werden, wenn die Regeln klar und unmissverständlich kommuniziert und durchgesetzt werden. Daran mangelt es leider oft, weil ein falsch verstandene „Toleranz“ gegenüber dem fremden Wertesystem gezeigt wird – die aber nur als Schwäche interpretiert wird.

 

Die Parallelgesellschaften existieren dort, wo Einwanderer bereits die Majorität stellen und sich rigoros gegenüber der Gesellschaft, in der sie leben, durchsetzen und die von ihnen selbst eingeforderte Toleranz anderen gegenüber nicht selbst praktizieren.

© beim Verfasser

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