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Regionalflughäfen sind wirtschaftlich bedeutende Infrastruktur und gehören in staatliche Verantwortung. Bund und Länder haben allerdings ihre Hausaufgaben seit 5 Jahrzehnten nicht gemacht. Eine langfristig tragfähige Luftverkehrskonzeption, zu der natürlich eine bedarfsgerechte staatliche Investitionsplanung und Investitionsentscheidung für die Regionalflughäfen gehört, fehlt bis heute.

Dies rächt sich jetzt in der Krise. Kommunen und Privatwirtschaft können diese wertvolle und wirtschaftlich unverzichtbare Infrastruktur auf Dauer nicht betreiben und krisenfest unterhalten.

Mit der unausweichlichen Insolvenz des Paderborner Flughafens werden nun Fakten geschaffen. Kreise und Kommunen, sowie die regionale Wirtschaft sind die Leidtragenden.

Die Insolvenz und die vorerst vollständige Einstellung des Flugbetriebs ist aus unsrer Sicht der einzig gangbare Weg. Eine „Schrumpfkur“, wie sie im Kreis Paderborn noch diskutiert wird, ist keine marktgerechte Lösung. Ein geschrumpfte „Rest-Flughafengesellschaft“ wäre weder im Privatfluggeschäft noch im Sektor der Regionalflughäfen konkurrenzfähig und wirtschaftlich tragfähig. Es sollte vielmehr versucht werden, die bestehende Planfeststellung des Flughafengeländes zu modifizieren, um die Option einer Reaktivierung des Flughafengeländes als Regionalflughafen in ein bis 2 Jahrzehnten erneut zu prüfen.
Eine Planänderung sollte insoweit geprüft und angestrebt werden, um für eine solche Übergangszeit zeitlich begrenzte und „reversible“ Nutzungen, etwa im Energiesektor oder im Forschungsbereich zu ermöglichen.

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