Pin It

In der Corona-Krise wird uns erklärt, dass wir auf etwas Freiheit verzichten müssten, um dafür ein Stück Sicherheit zu gewinnen. Um den Corona-Virus einzudämmen, gelten Kontaktverbote und andere Beschränkungen, die uns auf dem Verordnungswege diktiert werden. Dabei stellt sich für mich die grundsätzliche Frage: Wie viel ist uns die Sicherheit wert? Oder anders gefragt: Was kostet uns die Sicherheit?

  • Künstliche Dualität von Sicherheit und Unfreiheit: Es wird so getan, als ob Sicherheit mit Unfreiheit erkauft werden müsse oder anders gesagt: Nur wer Unfreiheit in Kauf nimmt bekommt dafür Sicherheit. Dieser Dualismus ist künstlich und wird von Machthabern erzeugt, um die Unfreiheit schmackhaft zu machen. Dabei wird diese Unfreiheit in kleinen Häppchen, fast unmerklich eingeschränkt: da noch eine Regel zum Kontaktverbot, etwa 1,50 Meter vom Nachbar halten, da noch mal die Regel, den Mund-Nasen-Schutz aufzuziehen, das sind doch nur Kleinigkeiten, denn die große Freiheitsbeschränkung der Ausgangssperre wird nicht verhängt. Ach, wie dankbar die Menschen dann plötzlich sind dafür, dass diese schlimme Variante der Maßregelung nicht kommt und nur der Abstand eingehalten und die Masken aufgezogen werden müssen. Das bisschen Unfreiheit kann doch jeder hinnehmen – dafür bekommen wir doch Sicherheit vor dem „Killervirus“. Die spannende Frage ist doch: Wovor sollen wir denn geschützt werden und brauchen wir dazu strikte staatliche Kontrolle? Und welche Sicherheit erhalten wir für die Freiheitseinschränkungen?
  • Fressen und gefressen werden: Wenn wir uns das Geschehen in der Natur ansehen, geht das Überleben der einen Art immer zu Lasten einer anderen. Man sagt auch: Leben lebt vom Leben. So gesehen ist das eigene Überleben immer daran gekoppelt, dass wir ein anderes Leben vernichten. Die Mikroorganismen wie Bakterien oder Viren können nur überleben, in dem sie andere Organismen befallen und dabei auf deren Kosten überleben. Unser Immunsystem schützt uns davor, dass wir nicht „bei lebendigem Leibe“ aufgefressen werden. Sobald wir für immer unsere Augen schließen, ist das ein Freudenfest für Bakterien, weil ihnen nun ein ungehinderter Zugang zu allen Nährstoffen geboten wird, ohne dass dabei ihnen die lästigen Abwehrkörper in die Quere kommen. Viren haben es da etwas schwerer, weil sie keinen eigenen Stoffwechsel haben und auf eine lebende Zelle angewiesen sind, in die sie sich einnisten können. Dies trifft auch für Corona-Viren zu. Sie benötigen für ihre Vermehrung Wirtszellen, die sie für ihre Vervielfältigung umfunktionieren. Sie fressen sich regelrecht in den befallenen Organismus hinein und zerstören dabei gesundes Gewebe. Wir spüren dabei am eigenen Leibe, dass wir genauso als Nahrungsquelle für diese Spezies dienen, wie uns fast selbstverständlich andere Tiere und Pflanzen zu Nahrungszwecken zur Verfügung gestellt werden – von der Nahrungsmittelindustrie. Dabei sind wir nur die Abnehmer der zur Verfügung gestellten Waren. Die „Drecksarbeit“ des Tötens von Tieren und der „Diebstahl“ der tierischen Produkte überlassen wir anderen. Nur wer vegan lebt, der kann von sich behaupten, dass durch ihn keine anderen Lebewesen zu Schaden kommen, denn er nimmt nur die Lebensmittel zu sich, die die Natur „freiwillig“ hergibt, da nicht nur auf Fleisch verzichtet wird, sondern auch tierische Produkte wie Eier und Milch nicht verwendet werden (Eier werden den Hühnern und Milch den Kühnen „geklaut“). Unser Organismus ist also eingebunden in die Kette des Fressens und Gefressenwerdens wie jedes andere Lebewesen auch. Der Mensch muss sich an den Gedanken gewöhnen, dass er nicht immer am Ende der Nahrungskette steht, sondern auch selbst Opfer sein kann. An dieser naturgemäßen Gesetzmäßigkeit kann auch der Staat nichts ändern. 
  • Selbstschutz durch Immunsystem: Um nicht selbst Opfer vor „Fressfeinden“ wie z. B. Viren zu werden, hilft uns nur unser eigenes Immunsystem. Dieses Immunsystem ist die wirksamste Waffe im Kampf ums Überleben. Die Hygiene stellt gewissermaßen den Versuch dar, die Anzahl der Angreifer zu dezimieren. Sie ist wie die Vorhut in einer Armee, die versucht, den Feind beim Aufbau eines Angriffes zu stören. Es ist illusorisch zu glauben, wir könnten immer alle Krankheitserreger vernichten, sondern wir können z. B. durch Händewaschen und Trennung des Schmutzwassers vom Brauchwasser nur die Keimzahlen verringern. Selbst die von Schulmedizinern empfohlene Impfung stellt keine eigene Maßnahme dar, sondern dient allein dazu, durch Konfrontation des Organismus mit abgeschwächten Erregern, die Abwehrkräfte für einen wirklichen Angriff vorzubereiten und zu schulen. Der Körper lernt die Erreger dadurch kennen, bildet entsprechende Abwehrzellen und ist dann für den Ernstfall gewappnet. Ob diese Maßnahme wirklich so wirksam ist, wie es uns immer wieder erzählt wird, ist zumindest umstritten (weiterlesen), denn die Nebenwirkungen und Impfschäden werden leider nicht ernst genommen und zu wenig untersucht.
  • Staatliche Fürsorge: Der Staat hat die Aufgabe, in dem Gemeinwesen für die Bedingungen zu sorgen, die ein Überleben des einzelnen ermöglichen. Hierzu zählen im Hinblick auf die Gesundheit der Bevölkerung: Bereitstellen von sauberem Trinkwasser, Entsorgung der Fäkalien, Sicherstellung der Transportwege für die Versorgung mit ausreichenden Lebensmitteln, Bereitstellen von der Gesundheit dienenden Versorgungseinrichtungen (Krankenhäuser, Krankentransport, ärztliche Versorgung). Darüber hinaus muss er sicherstellen, dass bestimmte Krankheiten sich nicht epidemisch ausbreiten. Das Infektionsschutzgesetz regelt die hierzu in Deutschland die notwendigen Maßnahmen. Mehr bedarf es eigentlich nicht. Oder man kann auch sagen: Wenn der Staat über diese Fürsorgemaßnahmen hinaus eingreift, beschränkt er dadurch die Freiheitsrechte des einzelnen und riskiert, dass durch diese Eingriffe nicht kontrollierbare Nebeneffekte auftreten, die kontraproduktiv sind.
  • Staatliche Allmacht in der Corona-Krise: Seit Ausbruch der Corona-Krise wurden über 20 Bundesgesetze, und 17 Verordnungen auf Bundesebene erlassen, hinzukommen noch zahlreiche Verordnungen durch die Länder (weiterlesen). Diese „Regelungswut“ hat bereits Kollateralschäden verursacht, die aber wiederum auf dem Gesetzeswege vertuscht werden wie etwa durch das „Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht“, das vor allem die Antragspflicht auf Eröffnung von Insolvenzverfahren bei Eintritt der Zahlungsunfähigkeit aufhebt (weiterlesen). Diese Antragspflicht obliegt vor allem Kapitalgesellschaften (AG, GmbH), aber auch Vereinen, wenn die Insolvenztatbestände eingetreten sind (eingetretene oder drohende Zahlungsunfähigkeit). Durch das Insolvenzaussetzungsgesetz werden die Organe (Vorstände) dieser juristischen Personen von dieser Verpflichtung entbunden (weiterlesen) und auch die Gläubiger benachteiligt, weil deren Rechte auf Anfechtung von Zahlungen im Zustand der eingetretenen Zahlungsunfähigkeit ausgesetzt werden. Damit werden die durch den „Lockdown“ verursachten wirtschaftlichen Probleme der in Zahlungsschwierigkeiten geratenen Unternehmen verdeckt und einfach in die Zukunft verschoben. Es ist zu vermuten, dass diese Gesetze den sofortigen Zusammenbruch der Wirtschaft verhindern sollen, was die Akzeptanz der Corona-Maßnahmen hätte noch mehr sinken lassen. Um die Corona-Gesetze, hier wurde zumindest formalrechtlich das Parlament noch gefragt, und die zahllosen Verordnungen des Bundes und der Länder durchsetzen zu können, wurden umfangreiche Bußgeldkataloge entwickelt, die z. B. in NRW bis in eine Höhe von 25.000 EUR gehen (weiterlesen). Hiermit überschreitet die Staatsgewalt die zulässige Grenze der grundgesetzlichen Freiheitsrechte, weil die mit Bußgeldern sanktionierten Maßnahmen gegen von einer Infektion nicht betroffene Menschen gerichtet sind - das Infektionsschutzgesetz sieht nur freiheitsbeschränkende Maßnahmen gegen Kranke vor. Die Corona-Maßnahmen sind in der Wirksamkeit zumindest umstritten und führen in der Konsequenz zu einem staatlich verordneten Niedergang vieler Bereiche der Wirtschaft, sofern sie nicht unmittelbar „systemrelevante“ Teile enthalten: Kulturbetriebe, Freizeitindustrie, Schaustellergewerbe, Gastronomie, Profisport und Dienstleistungsbetriebe. Der Staat sorgt mit seinen Maßnahmen selbst dafür, dass nicht nur die Grundrechte der freien Berufsausübung unterbunden werden, sondern auch, dass dadurch die Haupteinnahmequellen durch Steuerausfälle beschnitten werden. Gleichzeitig versucht er künstlich die Konjunktur durch Finanzhilfen anzukurbeln. Eine fragwürdige Mischung aus gleichzeitigem Bremsen und Gas geben haben die staatlichen Gewalten entwickelt, die kontraproduktiv sind. Dabei wird fleißig an der Illusion genäht, dass der Staat als schützender Vater mit seinen freiheitsbeschränkenden Maßnahmen doch nur „das Beste“ für seine Bürger will.  
  • Ein böser Verdacht: Es kommt der Gedanke auf, dass es den Inhabern staatlicher Gewalt gar nicht primär darum geht, die Menschen vor gefährlichen Infektionsgefahren zu schützen. Es gärt langsam überall der Verdacht, dass hinter dem Vorwand des Schutzes der Bevölkerung diejenigen, die die Macht haben, diese für sich selbst nutzen wollen, um ihre Macht zu erhalten und auszubauen. Es geht das Gerücht um, dass an dem Modell eines totalitären Staates gebastelt wird, an dem einige Gefallen finden, die ihre Allmachtphantasien ausleben möchten (weiterlesen). Für den vermeintlichen Schutz vor Gefahren verlangt der totalitäre Staat die totale Unterordnung der Bürger unter die staatliche Gewalt. Freiheitseinschränkungen sollen für die vermeintliche Sicherheit hergegeben werden. Um die Mär der suggerierten Sicherheit zu nähren, müssen die Gefahren, die durch diese Maßnahmen eingedämmt werden, hochgespielt werden. Die realen Gefahren sind aber nur verhältnismäßig gering, da ja nur ca. 0,2 % der Bevölkerung von der Corona-Infektion betroffen sind (weiterlesen), wobei unterschlagen wird, dass nur ein Bruchteil der Infizierten auch tatsächlich krank werden. Die Mainstream-Medien sind bei dieser propagandistisch aufbereiteten Panikmache involviert und es stellt sich die Frage, ob sie noch die kritische Distanz zum Geschehen und zu den Machthabern einhalten (weiterlesen). Ich glaube, dass diese schon längst ihre eigene Identität aufgegeben haben und die dort tätigen Journalisten sich nicht mehr der Allgemeinheit verpflichtet sehen und damit ihrer Hauptleserschaft täuschen, die man nur auffordern kann, die Abonnements der in diesen Verlagen gedruckten Zeitungen zu kündigen.

 

Sicherheit und Freiheit dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Wenn die Freiheit verloren geht, ist auch die Sicherheit nicht mehr gewährleistet, weil der Bürger vor dem vermeintlichen Beschützer, dem allmächtigen Staat, nicht mehr sicher ist, da dieser in seiner Übergriffigkeit über Gebühr die Freiheitsrecht einschränkt und Menschen ihrer Persönlichkeitsrechte beraubt. Es gilt also beides zu verteidigen: Freiheit und Sicherheit. Wir können uns nicht mehr auf den Staat verlassen, sondern müssen uns wieder auf uns selbst besinnen und die Verantwortung für unser Leben selbst in die Hand nehmen. Diese Verantwortung kann uns keiner abnehmen (weiterlesen). Der Staat muss aufhören, Erwachsene wie kleine Kinder zu erziehen, in dem er alles verbietet, was ihnen schaden könnte.

 

© beim Verfasser

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren