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Wenn man sich die alten Kulturen ansieht, wie z. B. das Ägyptische Reich oder das Römische Reich, dann endeten diese leider nicht ruhmreich, sondern in einem Niedergang ihrer Kultur und der Selbstauflösung. Blüht uns das gleiche Schicksal?

  • Dekadenz: Der Niedergang der alten Kulturen endete eigentlich fast immer in einem Fiasko. Nach einer Phase des Aufschwungs und der wachsenden Kultur folgte dann der Versuch, das erreichte Niveau irgendwie zu halten. Aber diese „Plateau-Phase“ dauerte nicht ewig und irgendwann brach die Kultur zusammen und die errungenen Standards gingen verloren. Diese als Dekadenz bezeichnete Abwärtsbewegung hatte mehrere Gründe, die anhand dem Untergang des Römischen Reiches deutlich gemacht werden soll:
    • Korrupte Eliten: Die Eliten des Landes, die im Überfluss lebten und in diesen Reichtum auch schamlos zur Schau stellten, befanden sich im krassen Gegensatz zu der Verelendung der unteren Schichten der Bevölkerung. Diese Verelendung fraß sich wie ein Krebsgeschwür in die Mittelschicht hinein und ließ dann irgendwann den notwendigen Unterbau eines prosperierenden Staates wegbrechen. Dieses Wegbrechen wurde von den Führungsschichten nicht bemerkt oder einfach ignoriert. Solange sie ihre Macht ausüben und ihren Wohlstand erhalten konnten, ließ sie das Wegbrechen der Basis der Gesellschaft kalt. Ihre eigene Gesinnung, sofern überhaupt eine vorhanden war, verkauften sie für Macht und Wohlstand.
    • Einbrechen unterentwickelter Kulturen: Gerade das Römische Reich war von den „Barbaren des Nordens“ überrascht worden, denn die germanischen Stämme, die in ihrer kulturellen Entwicklung weit hinter der des Römischen Reiches lagen, brachen in das Territorium um das Mittelmeer ein und brachten Chaos mit sich. Der Grund für diese Einwanderung waren klimatische Gründe, denn die als „Römisches Optimum“ bezeichnete Warmphase ging zu Ende und es wurde in Europa kälter. Also machten sich die Germanen auf den Weg in den Süden.
    • Christen als Kulturfeinde: Unsere Vorstellung vom Römischen Reich ist leider von der dekadenten Phase geprägt, die allzu gern von Hollywood für Monumentalfilme als Hintergrundgeschichte genutzt wurde, als eine „kleine Sekte“ für Unruhe sorgte: die Christen. Leider ist dadurch ein falscher Eindruck entstanden, denn das römische Rechtssystem war hoch entwickelt und hatte eine tolerante Ausprägung, nach der eigentlich jeder seine Religion so ausüben konnte wie er wollte, solange dadurch nicht der innere Friede des Reiches gefährdet wurde. Die Christen aber ließen dies nicht gelten und wollten sich dem nicht unterordnen, was dann zu der allgemein bekannten Christenverfolgung führte. Ihr Siegeszug setzte die Staatsführung so unter Druck, dass sie irgendwann nachgab und unter dem Kaiser Konstantin im 4. Jahrhundert das Christentum zur Staatsreligion erklärte – mit weitgehenden Zugeständnissen im Hinblick auf Reichtum und Machtbefugnisse an die neu gegründete Staatskirche, die bis in die heutige Zeit reichen.
    • Verlust der Staatsraison: Die Schwäche des einheitlichen Staatsgebildes machten sich die von den Römern unterdrückten Völker zunutze und begehrten gegen die Vorherrschaft Roms auf. Der Verlust der Einheit des Reiches und das Auseinanderfallen des Staates waren vorprogrammiert. Der Grund des Souveränitätsverlustes war auch auf die Abnahme der Staatsraison, also das Unterordnen der eigenen Interessen unter denen des Staates, zurückzuführen, die bereits mit der Dekadenz der Eliten begann und sich dann durch alle gesellschaftlichen Schichten hindurchfraß.
  • Auflösung: Nach der Dekadenz folgt dann die endgültige Auflösung des Staates. Niemand hält sich mehr an gemeinsame Werte oder Normen und Gesetzesübertretungen sind an der Tagesordnung. Dieser Auflösungsprozess mit Plünderungen, Hausbesetzungen und täglichen Überfällen und Gewalttaten geht dann bis zum bitteren Ende weiter, an dessen Ende nur noch das „Faustrecht“ gilt und der Rechtsstaat seine Macht endgültig verloren hat.

Blüht uns also das gleiche Schicksal wie dem Römischen Reich? Es gibt leider auch in unserem Land Parallelen, die nicht zu übersehen sind, denn unsere Eliten verhalten sich nicht viel anders als die in Rom: Der Machterhalt und die Sicherung der eigenen Pfründe sind wichtiger als der Erhalt des Wohlstandes des ganzen Volkes und man schottet sich immer mehr ab von dem „gemeinen Volk“, das manchmal auch als „Pack“ beschimpft werden darf. Auch das Einbrechen von fremden Kulturen durch die Massenmigration zeigt überraschende Parallelen zu den römischen Verhältnissen, als die Germanen in das Reich eindrangen. Menschen aus dem Nahen Osten oder Afrika, die aufgrund ihrer Sozialisation und Bildung eigentlich nicht zu dem Standard der westlichen Kultur passen, fluten unsere Städte und führen auch zu einem Bildungsabfall. Vor allem die Einreise aus islamischen Ländern erinnert doch verblüffend an die invasive Vermehrung derer, die im Römischen Reich irgendwann dominieren sollten: Christen. Könnte dem „christlichen Abendland“ irgendwann das ähnliche Schicksal ereilen? Wenn durch massive Erhöhung der Zahl der Muslime irgendwann der Druck zu groß wird, könnte der Islam zumindest auf die gleiche Stufe wie die christliche Religion gestellt werden. Und der Verlust der Staatsraison ist doch schon heute zu beobachten, denn Partikularinteressen setzen sich immer mehr durch, weil die zahlreichen Lobbyverbände, die für ihre Klientel sorgen, nicht nach dem Gemeinwohl fragen und die Parteien mit ihren im weitesten Sinne korrupten Politikern das böse Spiel mitmachen. In den Städten können jetzt schon Unruhen festgestellt werden, die anarchistische Züge haben. Das Privateigentum wird nicht mehr geachtet und die staatliche Autorität, verkörpert durch die Ordnungskräfte, wird verachtet. Eigene Normensysteme der Parallelgesellschaften stellen sich gegen die des Staates und führen zu einer weiteren Auflösung des Rechtsstaats, der seinen Herrschaftsanspruch anscheinend immer mehr aufzugeben bereit ist.

 

Die Verfallserscheinungen unserer Kultur in Deutschland sind unübersehbar und ähneln leider sehr denen des Römischen Reiches. Ereilt uns vielleicht das gleiche Schicksal?

 

© beim Verfasser

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