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Coronagelder für Mitarbeiter im Bundestag sind Unsinn. Ich spende das Geld lieber der Paderborner Arbeitslosenhilfe!

Die zum Teil sehr strengen Lockdown-Verordnungen der Bundesregierung haben vielen Berufszweigen de facto ein Berufsverbot erteilt. Millionen von Arbeitnehmern sind unbefristet in Kurzarbeit geschickt worden, Prämien, Überstunden und Schichtzulagen sind weggefallen. Gastronomen, Hoteliers, Taxifahrer, Busunternehmer etc. stehen vor dem finanziellen Ruin.
Zusätzlich fehlt vielen Familien der dringend benötigte 450-Euro-Job in der Gastronomie, im Einzelhandel oder im Kultursektor.

Ich als Mitarbeiter eines Bundestagsabgeordneten habe arbeitsmäßig von dieser Pandemie genau wie die meisten meiner Kolleginnen und Kollegen nichts mitbekommen, trotzdem soll ich – wie alle Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst – „eine einmalige Corona-Sonderzahlung zur Abmilderung der zusätzlichen Belastung durch die Corona-Krise“ [1] bekommen. Natürlich gibt es Berufsgruppen im Öffentlichen Dienst wie Angestellte in der Pflege, Mitarbeiter des Gesundheitsamtes, Erzieher, Lehrer etc., die direkt mit der Corona-Pandemie in Kontakt treten
müssen und ein erhebliches Risiko ihre Gesundheit und ihre Familie tragen.


Da die Corona-Sonderzahlung für Mitarbeiter des Bundestages absolut absurd erscheint, rufe ich dazu auf, diese an gemeinnützige Vereine wie die Tafeln, die Arbeitslosenhilfe, den Kinderschutzbund, die Caritas etc. zu spenden, um das Geld sinnvoll und eben an die wirklich hilfsbedürftigen Mitbürger in Deutschland weiterzugeben.
Ich bitte daher, dass alle Empfänger dieser Corona-Zulage, sich selbst überprüfen, ob ihnen denn wirklich so eine Zulage zusteht, also ob man ein direktes Pandemie-Risiko beim Arbeitsplatz hat, oder dieses Geld eben an wirklich Hilfsbedürftige gespendet werden kann.

Quelle:
[1]: https://unverzichtbar.verdi.de/++file++5f96ee5f9a1a8425abac6a3f/download/201025_%20TV
%20Corona-Sonderzahlung%202020.pdf

Kommentare  

0 #1 Günther Birkenstock 2020-12-04 17:57
Hierzu fällt mir der so genannte Matthäus-Effekt ein ("Denn wer hat, dem wird gegeben werden."Mt. 25,29): Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen. Ich gehe davon aus, dass das Geld nicht "verweigert" werden kann, so dass es konsequent erscheint, den "Mehrgewinn" weiterzubeben. Gut so! Dem müssten nicht nur viele folgen, sondern dieses Gebaren des Dienstherren öffentlich "gebrandmarkt" werden.
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