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Zu der Frage über das Leben nach dem Tod gibt es kontroverse Ansichten, die weniger auf konkret fassbaren Fakten beruhen, sondern eher auf vorgefassten Meinungen hierzu, die je nach Weltanschauung entweder in Richtung Pro oder Kontra gehen. Um es vorweg zu sagen: Ich tendiere zu der Annahme, dass es ein Leben nach dem Tod gibt und werde mich im Folgenden darauf konzentrieren, Belege für diese Annahme zu nennen. Es wird also keine „ausgewogene“ Betrachtung werden, weil ich nach meinen bisherigen Recherchen hierzu diese Annahme am plausibelsten ansehe.

  • Subjektives Empfinden: Wenn jemand gefragt wird, ob er sich vorstellen könne, nicht mehr da zu sein, also nicht mehr zu existieren, dann wird er sicher sagen, dass er dies nicht könne. Es ist für jeden eigentlich nicht vorstellbar, nicht mehr am Leben zu sein. Selbst wenn wir schlafen – oft „der kleine Tod“ genannt“ – sind wir uns selbst nicht bewusst, aber in unseren Träumen existieren wir weiter, agieren so, als ob wir wach wären. Aber sich selbst zu vergessen, unser eigens Ich ausgelöscht zu sehen, liegt außerhalb unserer Vorstellungskraft. Aber, nun ist es nicht so, dass das als Argument gebraucht werden kann in dem Sinne zu sagen: Was ich mir nicht vorstellen kann, kann nicht existieren. Aber es gibt so etwas wie eine „Plausibilitätsannahme“: Wie einleuchtend kann es für uns sein zu sagen: Wir leben nur einmal, tauchen kometenhaft auf und verschwinden wieder auf Nimmerwiedersehen. Es klingt sehr unplausibel, fremdartig, nicht zu uns gehörig, so dass wir eine solche Annahme subjektiv ablehnen. Dieses subjektive Empfinden ist kein starkes Argument, aber zumindest ein Indiz, das in die richtige Richtung weisen kann. Haben wir und auch „Alles-was-ist“ vielleicht schon immer existiert?
  • Interview mit einem Außerirdischen: Es gibt eine Annahme, die auf der harten Alternative beruht: Entweder es gibt etwas, was existiert oder es gibt nichts. Man könnte auch fragen: Warum gibt es nicht nichts? Gibt es überhaupt die harte Alternative der Existenz oder Nicht-Existenz oder wie es sich Hamlet gefragt hat: „Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage.“ (weiterlesen) Ich bin „per Zufall“ auf ein Interview mit einem Außerirdischen gestoßen, der auch zu solch existentiellen Fragen interviewt wurde. Es stammt aus dem „Projekt Blue Book“ (1953 – 1969) aus den USA, in dem angeblich Kontakt mit Außerirdischen unterhalten wurde. Aber lassen wir dieses Alien selbst zu Wort kommen[1]:

Interviewer (I): „Du sagtest du kennst den Ursprung des Universums, hast aber nie eine Erklärung gebracht. Also ich frage dich wieder, wie wurde das Universum erschaffen?“

Außerirdischer (A): „Du bist nicht in der Lage, dies zu verstehen oder zu akzeptieren…. Das Universum wurde nicht geschaffen.“

I: „Aber man kann nicht etwas aus dem Nichts schaffen.“

A: „Das ist korrekt.“

I: „Also nur ein Schöpfer (Gott) kann etwas aus dem Nichts schaffen.“

A: „Das ist falsch.“

I: „Du hast dir eben selbst widersprochen.“

I: „Du hast dir eben selbst widersprochen.“ Nichts, definitionsgemäß existiert nicht….Da Nichts nicht existieren kann, ist alles, was bleibt, die Existenz. Existenz ist unendlich. Sie hat kein Ende und keinen Anfang und daher auch keinen Erschaffer.“

I: Aber du sagtest, das Universum hat einen Ursprung.“

A: „Ja.“

I: „Na also. Ich habe dich beim Lügen ertappt.“

A: „Das Universum ist nicht die Existenz. Es ist ein winziger Teil des Lebens.“

I: „Okay, jetzt redest du Blödsinn. Nochmals, wie wurde das Universum wie durch ein Wunder erschaffen?“

A: „Das Universum ist ein spontanes Ereignis und unvermeidlich in der Ewigkeit der Existenz. Jedes Ereignis, kann, wird und ist passiert. Dieses Universum einbezogen. Es gibt eine unendliche Anzahl von Universen. Nicht alle können so genanntes Leben beherbergen. Dieses Universum ist durch Zufall, ausgeglichen. Und bietet gelegentlich Lebensraum für so genanntes Leben.“

Dieser „Außerirdische“ führt uns die „Denkfalle“ vor Augen[2]:

Wir denken, wenn es etwas gibt, kann es nur das Gegenteil, dass etwas nicht gibt, geben. Es gäbe also nur die Polarität von Sein und Nicht-Sein.

Demzufolge müsse irgendjemand (Gott) aus dem Nichts etwas erschaffen haben.

Er behauptet aber, dass es nur das Sein (Existenz) gibt und nicht Nichts.

Daraus folgert er:

Dann gibt es auch keinen Anfang (Urknall) und auch kein Ende, sondern nur ewiges Sein.

Das Universum, in der wir leben, wäre also nur ein Resultat der ewigen Existenz, in dem Leben entstanden ist.

  • Nahtoderfahrungen[3]: Es gibt inzwischen sehr viel Dokumente zu Nahtoderfahrungen, deren wesentlichen Aspekte hier in der Zusammenschau dargestellt werden sollen. Die Nahtoderfahrungen behandeln Ereignisse, die in der Nähe des Todes erlebt werden und folgende Merkmale beinhalten:
    • Austritt aus dem Körper (außerkörperliche Erfahrung).
    • Begegnung mit bereits Verstorbenen oder anderen „nicht-physischen“ Wesen.
    • „Tunnelerfahrung“, Flug durch einen Tunnel (Strudel, Sog, Spirale) und Eingehen in das Licht.
    • Nicht-Kommunikationsmöglichkeit mit „Lebenden“.
    • Nicht-Begrenzung durch Materie (Wände sind kein Hindernis), „Nicht-physische“ Fortbewegung im Raum.
    • Blick nach drüben“: Von düsteren Gegenden („Höllenerfahrungen“) über schöne Landschaften („Sommerland“) bis hin zu lichtvollen Welten („Himmel“).
    • Lebensrück- und Lebensvorschau
    • Bewertung von Lebensereignissen und Beurteilung auf einer Metaebene (Verstehen des Sinns der Ereignisse des Lebens).
    • Begegnung mit „Lichtwesen“ oder  nur einem Licht (Engel, Gott) und Gefühl der unbedingten Akzeptanz  (Liebe).
    • Erleben einer Grenze (das Überschreiten bewirkte eine „Nicht-Rückkehr“).
    • Wunsch „drüben“ zu bleiben.
    • Rückkehr in den materiellen Körper nach eigenem Wunsch („ich habe noch eine Aufgabe“) oder durch Rat jenseitiger Wesen („du hast noch was zu erledigen“).

Eine interessante Nahtoderfahrung[4] hatte eine Pamela Reynolds während dem Öffnen der Schädeldecke (Operation wegen eines Aneurysmas): „Meine Position, von der aus ich alles beobachtete, lag ungefähr auf Schulterhöhe des Chirurgen. Es war eine normale Wahrnehmung, sie war klarer, gezielter und schärfer als übliches Sehen…Ich erinnere mich an das Instrument des Chirurgen, es sah aus wie der Griff einer elektrischen Zahnbüste…Ich hörte, dass sie von einer Säge sprachen, aber was ich sah, glich eher einem Bohrer.“ Die Beschreibung der Knochensäge entsprach dem, was der Chirurg auch später bestätigte. Sie hörte noch, wie jemand sagte, ihre Arterie in der Leiste sei zu eng und ein anderer empfahl ihr, es an der anderen Seite zu versuchen. Danach wurde ihr Blut aus dem Gehirn abgeleitet, indem zusätzlich ihr Kopf hoch gelagert wurde und die Körpertemperatur bis auf 14 Grad herabgesenkt. In dieser Zeit hatte sie die Begegnung mit ihren Großeltern, die ihr sagten, sie müsse wegen ihrer Kinder zurückkehren. Ein interessanter Aspekt der Nahtoderfahrungen ist, dass Menschen, die blind waren, während der Nahtoderfahrungen sehen konnten. Pim van Lommel, ein holländischer Kardiologe, hat hierzu eine große prospektive Studie vorgelegt, die er in seinem Buch „Endloses Bewusstsein“ (weiterlesen) festgehalten hat. Die Hypothese ist nun, dass die Nahtoderfahrung sich vom Sterben nur dadurch unterscheidet, dass bei einer Nahtoderfahrung die Rückkehr in den physischen Körper erfolgt, beim Sterben eben nicht und der Lebensfaden („Silberschnur“ genannt) reißt. Die Weiterexistenz der Seele wird durch einen anderen Körper („Astralkörper“) gewährleistet, für den unsere materielle Welt kein Hindernis darstellt.

  • Nachtodkontakte: Es gibt Menschen, die geben an, dass sie nach dem Tod eines nahen Angehörigen Erlebnisse hatten, die darauf hindeuten, dass diese versuchen, mit ihnen Kontakt aufzunehmen. Hierbei benutzen diese die uns bekannten Sinnesorgane, auf die sie einzuwirken scheinen, um diese Kontakte herzustellen.[5] Hier einige Aussagen dazu:
    • Hören „Er sagte: 'Papa, alles ist in Ordnung.' Das war seine Stimme, klar und deutlich. ... Es war so, als säße er auf dem Rücksitz“.
    • Tastwahrnehmungen: „Auf einmal spürte ich, dass eine kleine Hand sanft meine Wange berührte“).
    • Geruchswahrnehmung: „Auf einmal war da überall ihr Duft, unverwechselbar und intensiv“).
    • Partielle oder vollständige Erscheinungen: „Als dieses Licht sich öffnete, sah ich meines Vaters Gesicht und ein wenig von seinen Schultern“.
    • Telefonischer Nachtodkontakt: „Wegen eines Ausbaus der Straße war bei uns der Telefonanschluss unterbrochen. ... Als das Telefon in der Küche läutete, nahm ich ab. Zuerst hörte ich nur ein Geräusch, doch dann kam eine Stimme immer näher. Es war Vater, er sagte: 'Hilda, ich liebe dich.' ... Ich lief nach draußen und fragte den Ingenieur, ob wir schon telefonieren können. Er verneinte: 'Die Kabel liegen hier und sind noch nicht angeschlossen’.
    • Physikalische Phänomene: Beeinflussung von Gegenständen oder elektrischen Geräten: „Ich lag im Bett und sagte: 'Papa, lass mich wissen, ob es ein Leben nach dem Tod gibt.' Da erlosch das Schlafzimmerlicht. ... Und dann sagte ich: 'Gut, zeig mir, Papa, ob du noch hier bist.' Da ging das Licht wieder an. Als ich einige Nächte später im Bett lag und an meinen Vater dachte, erlosch das Licht wieder. Das geschah auch in den folgenden Nächten, immer dann, wenn ich an Vater dachte.“
  • Geistererscheinungen: Die bisherigen Ausführungen legen nahe, dass das, was wir metaphysisch Seele nennen, nach dem Tod weiter existiert. Nun kann es sein, dass manche Seelen nicht den Weg ins Jenseits finden und somit erdgebunden bleiben. Die Gründe hierfür können sein: [6]
    • Plötzlicher Tod (Unfall, Ermordung); es wird nicht verstanden, dass man „tot“ ist.
    • Unverständnis; es wird auf dem Glauben beharrt, dass es keine höheren Dimensionen gibt, man wartet „auf den jüngsten Tag“.
    • Starke Bindung an die physische Welt durch Süchte oder durch Besitztum.
    • Unerfüllte Wünsche.
    • Anhaltende Trauer der Hinterbliebenen.
    • Karmische Gründe: Rache und das Nichtvergebenkönnen von Schuld.

Die „armen Seelen“, wie sie in der katholischen Kirche genannt werden, versuchen dann immer noch in ihrer gewohnten Umgebung zu wirken, indem sie Spukphänomene auslösen. Hat jemand ein Haus bezogen, in dem ein Mensch auf tragische Weise ums Leben kam, dann kann es passieren, dass diese arme Seele immer noch glaubt, im physischen Sinne am Leben zu sein. Sie versucht dann den neuen Besitzer durch Auslösen von Poltergeistphänomenen (Bewegung von Gegenständen, Geister-Erscheinungen, Beeinflussung elektrischer Geräte) zu erschrecken, um damit den neuen Hausbesitzer zu vertreiben.

Es gibt auch sehr viel Berichte von Geistererscheinungen, die nach dem Erdbeben und dem Tsunami im Jahr 2011 in Japan aufgetreten waren. Diese Geister hatten wohl noch nicht begriffen, dass sie gestorben waren, sondern hielten sich immer noch in ihrer gewohnten Umgebung auf und ließen sich z. B. im Taxi mitnehmen oder erschienen nahen Angehörigen (ansehen).

  • Besetzungen: Man kann sich auch vorstellen, dass verstorbene Menschen nicht vollständig in das Jenseits wechseln und lieber wieder einen physischen Körper besitzen wollen. Man spricht dann von Besetzungen durch Geister, die versuchen, eine Person in ihrem Sinne zu beeinflussen. Sie ähneln auf dieser Weise Viren, die auch versuchen, ihre Erbsubstanz in Wirtszellen einzuschleusen, um diese in ihrem Sinne umzupolen. Ein in den USA früher lebender Psychiater, Dr. Wickland (1861- 1945), dessen Frau ein Medium war, konnte durch sie erfahren, dass viele seiner Patienten von diesen körperlosen Verstorbenen gequält wurden. Seine Frau stellte den Kontakt her, in dem sie ihren Körper einer körperlosen Seele zur Verfügung stellte, damit ihr Mann mit dieser reden konnte. Er versuchte dem Verstorbenen, der einen seiner Patienten besetzt hatte, der dann Stimmen hörte oder ungewöhnliche Verhaltensweisen (Alkohol trinken, obwohl früher nie davon getrunken) zeigte, dann zu erklären, dass er im physischen Sinne nicht mehr Leben sei und nicht mehr versuchen sollte, andere in seinem Sinne zu beeinflussen. Dr. Carl Wickland hat seine Erfahrungen in seinem Buch „30 Jahre unter den Toten“ (weiterlesen) beschrieben. Besetzungen müssen differentialdiagnostisch von Schizophrenien (psychische Krankheit durch Stoffwechselstörung im Gehirn) oder Multiplen Persönlichkeiten (abgespaltene Seelenteile verselbständigen sich) unterschieden werden. Eine Unterart der Besetzung ist die Besessenheit, bei der davon ausgegangen wird, dass sich ein negatives Geistwesen (Dämon) eines menschlichen Körpers bemächtigt.
  • Reinkarnation: Der Glaube ist in den fernöstlichen Ländern (China, Indien) stark verbreitet und gehört dort zum festen Glauben (Hinduismus, Buddhismus). Im christlichen Glauben wird allerdings diese Hypothese seit dem Konzil von Nicäa im Jahr 325 n. Chr. verworfen und die Behauptung, dass es eine Vorexistenz der Seele gibt, unter einen Bannfluch gestellt. Die Lehre von der Präexistenz der Seele vor der Geburt ging auf Origenes (185 – 254 n. Chr.) zurück, der davon ausging, dass die Menschen einstmals im Rahmen von der Gesamtschöpfung durch Gott geschaffen wurden, aber dann von ihm abfielen und deshalb auf Erden leben müssten (weiterlesen). Es gibt zahlreiche Belege für Rückerinnerung vor allem von Kindern im Kindergartenalter, die von einer vorgeburtlichen Existenz berichten. Ein besonders herausragender Fall ist der eines Jungen in den USA, der behauptete, im zweiten Weltkrieg als Kampfpilot der USA von der japanischen Artillerie abgeschossen worden zu sein. James Leininger, geb. 10.04.1998, wachte schon in seinem 3. Lebensjahr von schweren Alpträumen gequält auf, in denen er träumte, dass er mit einem Flugzeug von Japanern abgeschossen und abgestürzt sei, aber das Flugzeug nicht verlassen konnte. Auf die Frage nach der Art des Flugzeuges gab er an, dass es deine „Corsair“ war und er von einem Schiff (Flugzeugträger) mit dem Namen „Natoma“ gestartet sei. Als seinen Vornamen gab er – so wie sein jetziger Vorname – James an. Der Vater war anfänglich skeptisch, ging aber der Sache nach, ob die Angaben des Sohnes stimmen könnten (weiterlesen). Da der Vater, Bruce Leininger, ein Christ war, glaubte er deshalb nicht an Reinkarnation, wurde aber eines Besseren belehrt, weil alle Angaben, die sein Sohn machte, sich bestätigten. Er fand heraus, dass es tatsächlich einen James Huston gab, dessen Kriegskamerad, Jack Larsen, noch lebte. Der Fall James Leininger ist deshalb von Bedeutung, weil James gegen die Überzeugung des Vaters immer wieder seine Version seines Lebens als Fliegerpilot wiederholte und sich nicht davon abbringen ließ (ansehen). Vor allem im fernöstlichen Sprachraum, wie z. B. Indien, wurden sehr viele Untersuchungen zur Reinkarnation von dem amerikanischen Psychiater Ian Stevenson (1918 – 2007) durchgeführt, der u. a. feststellte, dass Muttermale eines Kindes auf die Verletzung in einem früheren Leben zurückzuführen waren. Die Muttermale befanden sich dort, wo eine Kugel oder eine Waffe in den Körper eingedrungen war und in der Vorinkarnation zum Tod führte.
  • Medien: Medien sind Personen, die in der Lage sind, Kontakt zu Verstorbenen aufzunehmen. Dies hat eine lange Tradition, die bereits ins Alte Testament zurückreicht. Der Gott des Alten Testaments hatte zwar verboten, Tote zu befragen (5. Mose 18, 9-13), aber was verboten ist, hat die Menschen noch nie davon abgehalten, der eigenen Neugier zu folgen, um zu versuchen, Kontakt mit dem Jenseits herzustellen. König Saul suchte Kontakt zu einer Totenbeschwörerin („Hexe“ von Endor), die ihm helfen sollte, herauszufinden, warum er im Krieg gegen die Philister so große Probleme hatte. Er konnte so über diese Frau zu dem zuvor verstorbenen Propheten Samuel Kontakt aufnehmen, der ihm eröffnete, dass er sein Leben in der Schlacht verlieren würde, so dass sein Reich an König David fallen sollte (weiterlesen). Heutzutage gibt es auch Menschen mit der besonderen Begabung, Verstorbene zu sehen und auch mit ihnen Kontakt aufnehmen. Dies scheint eine besondere Begabung zu sein, die bereits von Kindheit an vorhanden ist, die sich dadurch zeigt, dass Kinder Verstorbene sehen und mit ihnen reden können; auch das Sehen der „Aura“ ist ihnen möglich. Eine lange Tradition gibt es in England (weiterlesen), das in dieser Hinsicht toleranter ist als Deutschland, wo auch Geistheiler heute sogar neben Ärzten tätig sind. Der Spiritismus blühte dort so richtig in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf (bekannt wurden z. B. die Geschwister Fox), in dem Medien Kontakte zu Verstorbenen aufnahmen durch Séancen, wobei diese auch ihren Körper als Ausdrucksmittel zur Verfügung stellten. Von dort aus schwappte die Welle nach Europa, z. B. nach Frankreich, wo Allen Kardec (1804 – 1869) erstmals mit diesem Phänomen theoretisch auseinandersetze und seine Erkenntnis in den beiden Büchern „Buch der der Geister“ (1857) „Buch der Medien“ (1861) festgehalten hat (weiterlesen). Auch in Deutschland fasste der Spiritismus Fuß, wo es auch zwei bekannte christliche Mystiker gab, nämlich Johannes Greber (1874 – 1944), der das Buch „Der Verkehr mit der Geisterwelt, seine Gesetze und sein Zweck“ (weiterlesen) herausbrachte und Jakob Lorber (1800- 1864), der sich als der „Schreibknecht“ Gottes sah und zahlreiche christlich inspirierte Bücher schrieb. Heutzutage gibt es auch Medien, wie z. B. der Schweizer Pascal Voggenhuber (weiterlesen, geb. 1980), der auch über Youtube seine Medialität in öffentlichen Veranstaltungen unter Beweis stellt (ansehen); er hat seine medialen Fähigkeiten in England, dem Ursprungsland des Spiritismus, ausbilden lassen. Aus England kommt das Medium Paul Meek (ansehen), der in öffentlichen Veranstaltungen die Kontakte mit Verstorbenen vor den Augen und Ohren des Publikums herstellt. Im amerikanischen Sprachraum wird gern von „Channeling“ gesprochen. Ein bekanntes Medium war Jane Roberts (1929 – 1984), durch die eine jenseitige Entität mit dem Namen Seth gesprochen haben will (weiterlesen).
  • Sinnfrage: Die Frage nach dem Fortbestehen nach dem Tod ist unlösbar mit der Sinnfrage verbunden. Kann das Leben einen Sinn haben, wenn es mit dem Tod endet? Wenn alles, was wir in einem Leben erdacht und geschaffen haben, nur ein flüchtiges Etwas ist, dann könnten wir doch fragen: Warum müssen wir überhaupt etwas schaffen? Wäre es dann nicht besser, gar nichts zu tun und nur einfach abzuwarten, was von allein geschieht? Wenn es einen Gott gibt, dann müsste er doch in einer ähnlichen Lage sein. Wenn – entgegen der Ansichten dieses eingangs erwähnten Außerirdischen – doch ein Gott die Welt erschaffen hat, wie es alle Schöpfungsmythen einschließlich der Bibel behaupten, dann wäre es absurd, wenn er zuließe, dass alles wieder im Nichts verschwindet. So ist also die Todesfrage oder die Frage, warum überhaupt etwas entstanden ist, mit der Existenz eines Erschaffers verbunden. Man könnte auch sagen: Wenn ein Gott als das Absolute, nicht durch etwas anderes bedingtes Etwas existiert, auf den die sichtbare und unsichtbare Welt zurückgeht und besteht, dann wäre es völlig absurd, dass alles wieder im Nichts verschwände. Dann wäre das, was wir Tod nennen, also das absolute Beenden einer Daseinsform, etwas völlig Unsinniges. Sinn kann nur dann bejaht werden, wenn alles was existiert, nur eine Form, eine Daseinsweise darstellt, die sich wandelt, ändert, vorübergehend von der Bühne verschwindet, so wie es in einem Theaterstück der Fall ist, aber niemals völlig ausgelöscht wird. So gesehen, hängen die Sinnfrage, die Gottesfrage und die Todesfrage in der Weise zusammen: Entweder es können alle drei Elemente bejaht werden oder in ihrer Negation verneint werden. Es gibt also ein hartes Entweder-Oder: Alles hat nur dann einen Sinn, wenn ein Gott, der alles erschaffen hat, nicht zulässt, dass alles wieder im Nichts verschwindet. Ich nenne diesen engen Zusammenhang dieser Annahmen „heilige Trias“ (weiterlesen). In der Negation formuliert: Das Leben und alles was existiert, wenn es dem Tod geweiht ist und es keinen Gott gibt, hat dann absolut gesehen keinen Sinn.

Wenn die Unsterblichkeit der Seele als Tatsache angesehen würde, hätte dies weitreichende Konsequenzen für unser Leben. Das gegenwärtig dominierende Weltbild, das vom materialistischen Denken geprägt ist, würde zusammenbrechen und damit auch die Kontrollierbarkeit der Menschen abnehmen, denn die Angst vor dem Tod ist das stärkste Argument, mit dem man Menschen disziplinieren kann. Wenn aber eine immerwährende Wiederkehr der Seele in vielen Formen die Regel ist, dann hätten diejenigen keine Macht mehr, die nach einem „verkorksten Leben“ mit der ewigen Hölle drohen (kath. Kirche) oder die mit der Angst vor dem Tod diktatorische Regime aufbauen. Auch die gegenwärtige Corona-Krise nährt sich aus der Angst vor dem Tod, womit der Abbau unserer Freiheitsrecht leichter durchsetzbar erscheint. Dieses hätte ein Ende, weil die Menschen diese Angst vor dem Tod verlören und sich dann nicht mehr von einem autoritären Staat einschüchtern ließen. Wer die Angst vor dem Tod verliert, der verliert alle Ängste.

© beim Verfasser

 

[1] https://www.youtube.com/watch?v=XkOmTFObZBg

[2] Guenther.birkenstock.de :Evolution oder Schöpfung,  https://cdn.website-editor.net/fe35026c78fc4ba9a5a55b7f2f4caf1a/files/uploaded/Evolution%2520oder%2520Sch%25C3%25B6pfung.pdf

[3] Guenther.birkenstock.de: Nahtoderfahrungen, https://cdn.website-editor.net/fe35026c78fc4ba9a5a55b7f2f4caf1a/files/uploaded/Das%2520Leben%2520nach%2520dem%2520Tod_8pLMPpIIRxC2iCj0QQhJ.pdf

[4] Guenther.birkenstock.de:  https://cdn.website-editor.net/fe35026c78fc4ba9a5a55b7f2f4caf1a/files/uploaded/Nahtoderfahrung%2520-%2520Indiz%2520f%25C3%25BCr%2520ein%2520Leben%2520nach%2520dem%2520Tod.pdf

[5] Guenther.birkenstock.de: Gibt es ein Leben nach dem Tod, https://cdn.website-editor.net/fe35026c78fc4ba9a5a55b7f2f4caf1a/files/uploaded/Das%2520Leben%2520nach%2520dem%2520Tod_8pLMPpIIRxC2iCj0QQhJ.pdf

[6] Guenther.birkenstock.de: https://cdn.website-editor.net/fe35026c78fc4ba9a5a55b7f2f4caf1a/files/uploaded/Das%2520Leben%2520nach%2520dem%2520Tod_8pLMPpIIRxC2iCj0QQhJ.pdf

 

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