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Auch auf die Gefahr hin, dass ich als Chauvinist oder Macho angesehen werde, muss ich doch mal „ablästern“ über einen Frauentyp, der mir in besonderer Weise in meinem Leben manchmal begegnet ist: die Schreckschraube. Als Syndrom bezeichnet man in der Medizin ein Aufeinandertreffen von Symptomen, die für eine Krankheit typisch sind. Nicht alle der folgenden Merkmale des Schreckschraubensyndroms müssen vorhanden sein, aber sie bilden einen Anhaltspunkt dafür, dass man tatsächlich eine Frau vor sich hat, die an diesem Syndrom leidet; leidet ist vielleicht der falsche Ausdruck, denn leiden tun leider meistens die anderen, die ihr begegnen oder die mit ihr leben müssen.

  • Alles - nur nicht Frau: Es gibt Frauen, die lehnen alles ab, was sie mit dem Weiblichen in Verbindung bringen könnte und betonen, um dies zu verhindern, genau das Gegenteil. Die Schönheit als etwas, was eigentlich dem Weiblichen innewohnt, wird meistens kaschiert durch die Vermeidung aller Auffälligkeiten, die auf das Frausein hindeuten könnten. Aus rund und wohlgeformt wird flach oder eckig, aus lieblich und hold, garstig und borstig. Vom äußeren Image bis zur Wesensart wird alles, was früher Frauen für sich selbst reklamierten und von Männern bewundert wurde, möglichst verborgen, verbogen, verdeckt und verdreckt. Die dem weiblichen Körper von der Natur aus gegebenen Rundungen wird nichts abgewonnen, sondern alles getan, damit diese nur ja nicht auffallen. Die für das Weibliche früher typisch gehaltene Elemente des Lieblichen, Anschmiegsamen, des Mütterlichen oder Fürsorglichen wird etwas entgegengesetzt, was diese Eigenschaften ins Gegenteil verkehren. Das Liebliche wird zum Garstigen, das Anschmiegsame zum Kratzbürstigen, das Mütterliche zum Stiefmüttlerlichen und das Fürsorgliche zum Beherrschenwollende umgewandelt.
  • Feindbild Mann: Das für die Schreckschraube erstrebenswerte ist das, was sie eigentlich ablehnt, nämlich männliche Tugenden wie Durchsetzungsfähigkeit, Dominanz und Härte. Mit dieser Haltung tritt sie dem Mann gegenüber und fordert ihn heraus, glaubt, ihm den Platz in den Hierarchien der Welt streitig machen zu können. Wo dies nicht Anhieb gelingt, versucht sie ihn zu attackieren, in dem sie ihn öffentlich in seinen vermeintlichen Facetten übertriebener männlicher Eigenschaften verunglimpft. Ihm wird nicht selten eine ständige Kopulationsbereitschaft unterstellt, ihm ständig nur die Lüsternheit angedichtet, so als ob er den ganzen Tag nur an dasselbe denken würde: Sex. Primitiv, hirnlos, „schwanzgesteuert“ und undifferenziert in den Emotionen, wird er zum Monster hochstilisiert. Wenn dieses Feindbild nicht fruchtet, wird eine andere Strategie gefahren: Er wird zum „Weichei“ erklärt, das nicht „Manns genug“ ist, sich zu behaupten, wird als Pantoffelheld angesehen, der nur seine Ruhe haben will, ohne sich irgendwie zu bemühen, sowohl in puncto Beruf etwas zu erreichen als auch gegenüber Frauen sich irgendwie ins Zeug zu legen. Der Mann, das feindliche Wesen, das die Welt verdorben hat mit seiner ewigen Sexsucht auf der einen Seite oder seiner laschen Schlafmützigkeit auf der anderen Seite, wird gerne in dieser einseitigen Polarität dargestellt.
  • Schutzbedürftigkeit: Wenn Frauen nicht punkten können mit wirklichen Fähigkeiten, kommen diese Schreckschrauben mit der „Hilfsbedürftigkeitsnummer“: Ja, als Frau hat man es doch in unserer von Männern dominierten Welt nicht leicht. Deshalb steht mir ein Bonus zu, den ich hiermit als Frau einfordere. Das kann die bekannte „Frauenquote“ sein, die mir einen Vorteil im Wettbewerb geben soll. Das kann aber auch die absurde Forderung sein, dass mir immer einen Vertrauensbonus geschenkt wird, was heißen soll: Steht eine Aussage von einem Mann der einer Frau gegenüber, dann soll die von einer Frau von vornherein als gültiger angesehen werden. Denn Männer sollte man eben nicht trauen, haben sie doch in der Geschichte so oft gelogen. Und wenn es brenzlig wird, dann fordere ich auf, dass ich zuerst gerettet werde, denn ich bin als Frau für den Erhalt der Gesellschaft allemal wichtiger als ein Mann. Welch eine verlogene Sache: Die Frau will „ihren Mann stehen“ und im Konkurrenzkampf mithalten, reklamiert aber für sich einen Bonus, nur weil sie weiblich ist. Wo ist da die Logik?
  • Keine Logik – nur Intuition: Das Denken der Schreckschraube ist nicht immer logisch. Dies wird durch das ersetzt, was sie mit stolzer Brust als „weibliche Intuition“ bezeichnet. Intuition ist für sie der ultimative Rechtfertigungsgrund für alles, vor allem dann, wenn es schief läuft, denn man hätte auf ihre weibliche Intuition vertrauen sollen. Statt stringenter Gedankengänge folgen sprunghafte Ideenfolgen „ohne Sinn und Verstand“, denen der Mann aber immer folgen können muss. Und weil er dann das eben oft nicht kann und er eine gewisse Folgerichtigkeit dessen, was die Frau von sich gibt, vermisst, wird ihm dann vorgeworfen, er könne sie nicht verstehen. Denn das wirkliche Verstehen, so glaubt sie zu wissen, sei das ihr von der Göttin der Inspiration übertragene Vorrecht und beruhe auf der typisch weiblichen Intuition.
  • Verdeckte Aggressionen: Die Schreckschrauben alter Fasson sind die Nörglerinnen, die meinen, ihren Ehemann noch erziehen zu müssen. Diese „gut gemeinten Absichten“ verkehren sich aber in der Realität ins Gegenteil und werden zu einer mit kleinen Sticheleien – der direkte Frontalangriff wird gescheut – versehenen Angriffstaktik. Während die Nörglerin einfach nur nervt, ist die Intrigantin von einem ganz anderen Kaliber, denn sie versteht es geschickt die Fäden im Hintergrund zu spinnen, um dann mit einem finalen Akt meistens die verhassten Männer zur Strecke zu bringen, in dem diese über die vielen Fallstricke stürzen, die zuvor fein säuberlich versteckt von der Frau verlegt wurden. Die schwarze Witwe ist wie die im Tierreich nur darauf aus, den Mann nach einem Liebesakt (im übertragenen Sinne) zu "verspeisen". Es können auch bei der menschlichen Ausgabe dieser Spezies auch mehrere solcher Liebesakte sein, aber am Schluss bleibt der Mann auf der Strecke, nicht selten mit Hilfe von Gift, das sie klammheimlich dem Essen beigemischt hat. Nicht selten ist es die blanke Habgier, die die schwarze Witwe antreibt.
  • Sammel- und Versammlungstrieb: Vielleicht stammt es auch der Urzeit der Menschheit, als noch viel von allem gebraucht wurde, was man dann in der Not verbrauchen konnte: es ist der Sammeltrieb, der die Schreckschraube auszeichnet. Sie sammelt alles, weil etwas niedlich, süß oder einfach schon zu dem passt, was man schon hat. Ganze Regale mit überflüssigen Dingen zu füllen ist anscheinend so etwas wie eine angeborene Leidenschaft. Ein ganzes Arsenal an Schuhen befindet sich schon im Schuhschrank, aber es muss unbedingt noch ein Paar gekauft werden. Der Kleiderschrank ist voller Klamotten, aber die Schreckschraube meint, sie habe nichts zum Anziehen. Frauen brauchen, um ihren Sammeltrieb zu befriedigen entweder einen reichen Mäzen, der sie durchfüttert oder selbst genügend Geld, um diesen Trieb zu erfüllen. Gepaart mit dieser Sammelleidenschaft ist auch der Versammlungstrieb, denn wo eine Frau auftaucht, dauert es nicht lange, bis sich eine weitere dazugesellt und aus dem Paar wird auch schnell ein Trio. Am liebsten ist ihr der bunte „Hühnerhaufen“ von Frauen, die mit ständigem Gegackere sich die neuesten Neuigkeiten erzählen, wobei am liebsten über Männer oder nicht anwesende Geschlechtsgenossinnen gelästert wird. Die Tiefsinnigkeit der Unterhaltung ist nicht das Ziel der Gespräche, sondern das Erzeugen eines Stimmengewirrs, das der Schreckschraube das sichere Gefühl gibt, unter Gleichgeschlechtlichen zu sein. Auch bei Demos mit lauter Frauen ist sie gern dabei, wobei sie dann mit anderen Geschlechtsgenossinnen Parolen skandiert, die meistens mit dem Vorsatz beginnen: Wir fordern. Vor allem ist man gern dann gegen alles, was nicht dem eigenen Erlebnis- und Vorstellungshorizont entspringt, wie es etwa bei den „Omas gegen Rechts“, die gegen die „bösen Rechten“ – meistens Männer gemeint – protestieren.

Schreckschrauben gibt es viele, nach meinem Geschmack zu viele und es scheinen – da kann ich mich vielleicht auch täuschen – immer mehr zu werden. Sie füllen inzwischen auch die politische Arena mit ihren Gleichgesinnten und werden stets dem ähnlicher, den sie eigentlich als Feindbild ausgemacht haben: dem Mann. Schreckschrauben müssen auch nicht immer so schrecklich sein, wie sie hier facettenhaft beschrieben wurden. Sie tarnen sich mitunter sehr gut und können ihre wahren Absichten gut kaschieren. Der Mann ist gewarnt und sollte auf der Hut sein.

© beim Verfasser

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