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Ist der gegenwärtige Ansatz zur Bekämpfung gegen das SARS-2-Virus völlig falsch? Die Maßnahmen zielen darauf ab, Menschen voneinander zu trennen, ihnen die Kontakte zu verbieten, Ansammlungen zu vermeiden und sie wie isolierte Einzelwesen zu behandeln. Wie wäre es, statt den Weg der Isolation zu gehen, den umgekehrten Weg einzuschlagen?

  • Der Faktor körperliche Nähe: Durch "Zufall" stieß auf ein Video von zwei Zwillingsschwestern, die am 17.10.1995 zwölf Wochen zu früh im Massachusetts Memorial Hospital in Worcester im Staate Massachusetts auf die Welt kamen, nur 1 KG bei der Geburt wogen und deshalb in Brutkästen gelegt wurden[1]. Dadurch sollte die gegenseitige Infektion vermieden werden. Die beiden Zwillingsschwestern entwickelten sich aber ungleich. Während Kyrie Jackson sich normal entwickelte, schwächelte ihre Zwillingsschwester Brielle immer mehr. Sie bekam Atemprobleme, lief blau an und bekam Anfälle. Die negative Entwicklung erreichte ihren Tiefpunkt, so dass sich die Krankenschwester Gail dazu entschloss, die gut entwickelte Kyrie zu ihrer kranken Zwillingsschwester zu legen. Dann wurde beobachtet, dass diese ihren kleinen Arm um sie legte, worauf sich die Atmung von Brielle normalisierte und die Körpertemperatur, die vorher abgesunken war, wieder auf Normalwerte anstieg. Obwohl es für beide Zwillinge in dem Brutkasten etwas eng war, ließ man die Zwillinge zusammen aufwachsen und beide entwickelten sich normal weiter. „Ein Mythos war geboren: Drei Wochen alte Schwester rettetet mit einer Umarmung ihren Zwilling. Die Wunderkraft der menschlichen Berührung. Mittlerweile ist körperliche Nähe für Frühchen übrigens auf vielen Krankenhausstationen Standard, und auch unter dem Begriff „Känguru“-Methode bekannt“[2].Den Körperkontakt der „Frühchen“ mit der Mutter zu erlauben, obwohl dies unter Hygienebedingungen eigentlich bedenklich ist, hat sich inzwischen etabliert. Diese Methode geht auf den Arzt Edgar Rey Sanabria, ein Professor für Neonatologie an der Nationalen Universität in Bogota, der Hauptstadt von Kolumbien, zurück, der sie entwickelt hatte, um den Mangel an Inkubatoren, Betreuungspersonal und weiteren Mitteln zu mindern, wobei die frühgeborenen Kinder regelmäßig in Hautkontakt mit der Mutter gebracht wurden, um sie warmzuhalten und zu stillen[3]. Die körperliche Nähe ist nicht nur für den normal geborenen Säugling überlebenswichtig, sondern scheint eine generelle Überlebensbedingung für Primaten zu sein, zu denen die Menschen, rein biologisch gesehen (!) gehören. Das haben Untersuchungen in den 50iger Jahren gezeigt, als Rhesusäffchen von ihren Müttern getrennt wurden. Der US-Psychologe Harry Harlow, ein knallharter Behaviorist – für diese Richtung der Psychologie existierte das Wort Liebe nicht, es zählte nur die durch Konditionierungen beobachten Verhaltensweisen – hatte diese Experimente durchgeführt. Als „Ersatzmütter“ stellte er den Rhesusäffchen eine Mutter aus Draht, aber mit einer anmontierten Flasche mit Milch zur Verfügung, und eine Ersatzmutter aus Fell. Die Rhesusäffchen nahmen zwar kurz Milch von der „Drahtmutter“, flüchteten aber sofort zu der „Stoffmutter“[4]. In diesem Film kann man dies noch einmal sehr gut beobachten.[5] Die „Stoffmutter“ wurde insbesondere in Situationen aufgesucht, in denen Furcht künstlich erzeugt wurde.
  • Lockdown – ein grausames Experiment? Die gegenwärtige Lockdown-Politik mutet fast schon wie dieses grausame Experiment des emotionslosen Behavioristen Harlow an. Doch diesmal ist es nicht ein Psychologe, sondern sind es Politiker, die, von der Spitze der Hierarchie angefangen bis hinunter in die tiefen Ebene der Kommunalpolitik, ein unmenschliches Experiment durchführen mit dem Gedanken: Können wir durch Isolation von Menschen ein Virus besiegen? Nun sind wir nicht mehr auf der Stufe des Kleinkindalters und deshalb nicht mehr in der Weise auf körperlichen Kontakt angewiesen wie ein Säugling, aber Menschen brauchen die soziale Nähe, um normal aufzuwachsen. Lässt man Menschen isoliert voneinander aufwachsen, werden sie krank, anfällig für Infektionskrankheiten und auch andere Krankheiten wie Krebs oder Alzheimer. Unser Immunsystem reagiert paradoxerweise so, dass es zwar unter einer akuten Bedrohung mobilisiert wird – wahrscheinlich, um mögliche Verletzungen rasch reparieren zu können - aber unter Dauerstress schwächelt, sodass Krankheitserreger eher eine Chance haben. Die Zahl der Immunzellen im Blut sinkt und natürliche Killerzellen sind inaktiver[6]. Als Stressoren, unter denen die Menschen im Dauer-Lockdown leiden, sind im Wesentlichen zu nennen die Existenzbedrohung durch Öffnungsverbote bzw. Verbot der freien Berufsausübung, Erschwerung des Kontaktes zu anderen Menschen durch Kontakt- und Versammlungsverbote, Distanzlernen in den Schulen, erschwerte Betreuungssituationen in den Kitas, erschwerte Beratungssituationen in allen sozialen Einrichtungen, die darauf angewiesen sind, im direkten Kontakten mit Notleidenden zu sein. Hinzu kommt die ständige Angst- und Panikmache durch die Medien, die neben den Politikern einen großen Teil dazu beitragen, dass dieses „Lockdown-Experiment“ auf diese Weise durchgeführt werden kann. Diese Stressoren schwächen gerade das Immunsystem, auf das wir im Kampf gegen Krankheitserreger angewiesen sind.
  • Paradigmenwechsel: Die Frage ist, wie es anders gehen könnte. Es muss ein – wie man in der Wissenschaft sagen würde – Paradigmenwechsel erfolgen. Der Grundgedanke, der allen Maßnahmen zugrunde liegt, fußt auf zwei Prämissen: Das Virus ist so gefährlich, dass es uns töten könnte und wir müssen alles dafür tun, um die Weitergabe des Virus zu vermeiden. Die Grundannahmen des Paradigmenwechsels müsste aber lauten:

Das SARS-Virus ist ein Erreger von vielen Erregern, die die Menschen schon immer bedroht haben.

Wir können nicht ausschließen, dass sich dieses Virus weiter bei den Menschen verbreitet.

Wir müssen die Bedingungen optimieren, die dazu führen, dass die Menschen dieses Virus mit ihrem eigenen Immunsystem bekämpfen.

Die Folgerungen aus diesen Prämissen müssten also sein, dass wir dieses SARS-2-Virus in seiner Bedeutung relativieren – nicht verharmlosen. Wir stehen in einem ständigen Wettbewerb um die Überlebensmöglichkeiten auf unserem Planeten mit vielen Organismen. Viren, Bakterien und Parasiten sind genauso Lebewesen, die um ihre Daseinsberechtigung kämpfen wie wir auch. Nehmen die Menschen Rücksicht auf andere Lebewesen, wenn wir uns vermehren? Töten wir nicht auch Lebewesen, um uns davon zu ernähren? Dieses finden wir selbstverständlich, weil wir uns als die „überlegene Spezies“ ansehen. Aber wir sind – rein biologisch (!) gesehen – per se nicht besser oder schlechter als andere Lebewesen auf unserem Planeten. Viren wollen auch nur überleben und suchen, da sie keinen eigenen Stoffwechsel kennen, Wirtszellen, wo sie sich vermehren können. Unser Körper bekämpft, sicher mit guten Recht, alles, was in ihn „ungenehmigt“ eindringt, als feindlich eingestuft wird. Dafür hat er ein Immunsystem, das diese Eindringliche bekämpft. Dieses Immunsystem hat sich so weit entwickelt, dass es lernfähig ist, d. h. in der Lage ist, Veränderungen der Eindringlinge zu identifizieren und zu bekämpfen, auch wenn sie mutiert sind. Diese Art „Polizei“ partroulliert ständig in unserem Körper und macht Eindringlinge ausfindig, markiert sie und schickt verschiedene Einsatzkräfte an die Einsatzstellen. Einige Zellen sind in der Lage, die Eindringlinge zu deaktivieren (T-Zellen), andere sind sogar in der Lage (Fresszellen) sie zu „verspeisen“ und aus dem Körper auszuscheiden (Eiter), wobei sie sich selbst opfern. Nur dieses Immunsystem kann uns wirklich schützen. Impfungen können an sich überhaupt nichts ausrichten, denn sie können nur die Abwehrkräfte des Immunsystems „mobilisieren“. Sie wirken i.d.R. mit abgeschwächten oder getöteten Erregern als Stimulanz für eine Mobilmachung oder Notfallübung für den Ernstfall. Das Immunsystem kann durch drei entscheidende Faktoren gestärkt werden:

Gesunde Ernährung mit allen nötigen wichtigen Stoffen, die der Körper benötigt.

Ausreichende Bewegung, um den Körper bis in die letzten Zellen mit genügend Sauerstoff zu versorgen.

Schlechten Stress vermeidende Umweltbedingungen.

  • Schlussfolgerungen: Die gegenwärtige Lockdown-Politik bewirkt gerade das Gegenteil. Die wirtschaftliche Lage von vielen Menschen wird bewusst verschlechtert. Es wird ein ungesunder Stress erzeugt, der das Immunsystem schwächt, statt es zu stärken. Dadurch verschlechtert sich auch die Ausgangssituation. Wenn ein wirklicher Paradigmenwechsel umgesetzt werden soll, sollte folgendermaßen vorgegangen werden:
    • Beendigung des Lockdown: Alle Lockdown-Maßnahmen müssen beendet werden. Die Menschen müssen wieder ihre Freiheit zurückerhalten das zu tun, was sie gerne möchten. Dadurch würden die durch den Lockdwon verursachten Stressfaktoren minimiert werden können. Da das Virus sich ziemlich diffus vermehrt, ist es völlig unsinnig, die ursprünglichen Überträger ausfindig zu machen. Wir müssen akzeptieren, dass es sich ausbreiten kann und niemand ist schuld, wenn er es an andere Personen weitergibt.
    • Gesundheitskampagne: Eine breit angelegte Kampagne müsste zu der Frage angelegt werden: Wie bleibt man möglichst lange gesund? Nur ein kleines Beispiel hierzu: Statt vor der Tagesschau die Börsennachrichten zu bringen würde ein kurzer Werbespot über gesunde Ernährung gezeigt oder zu gymnastischen Übungen aufgefordert werden, die jemand für die Zuschauer am Bildschirm vorführt. Wer noch die guten alten Zeiten kennt, wird sich noch an die Serie „Der 7. Sinn“ erinnern, in dem auch in einem kleinen Spot den Autofahrern gute Tipps gegeben wurde, auf was sie z. B. in der kalten Jahreszeit achten sollten oder dass Frauen am Auto manchmal Probleme haben (wirkt heute eher witzig) [7]. Zu der Gesundheitskampagne gehörte auch selbstverständlich dazu, über erfolgreiche Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu informieren.
    • Mutmachnachrichten: Der Journalist lebt heutzutage von dem Grundsatz: Nur eine schlechte Nachricht ist eine gute Nachricht. Statt immer nur die Negativschlagzeilen zu produzieren, sollten Nachrichten gebracht werden über Menschen, die Krisen erfolgreich gemeistert haben. Sollte über Covid-Erkrankungen berichtet werden, dann müsste bitte auch Geschichten gebracht werden von Menschen, die die Krankheit gut überstanden haben.
    • Veränderung der sozialen Kultur: Nicht nur Säuglinge brauchen die Nähe der Mutter, sondern auch wir Menschen brauchen einander, sind als soziale Wesen auf den Kontakt mit anderen Menschen angewiesen. Wir haben z. Z. – bei vielen vereinsamten Menschen leider nicht mehr – noch halbwegs den intimen oder familiären Kontakt zu nahe stehenden Menschen. Was wir noch brauchen ist der Kontakt mit Menschen gleicher Gesinnung, bei der eine Atmosphäre des Vertrauens entsteht. Diese Kontakte müssen wieder neu aufgebaut und gepflegt werden. Diese Vertrautheit entsteht nur durch unmittelbaren Kontakt in einem überschaubaren Rahmen im Hinblick auf die Anzahl der Personen. Diese müssen wieder verstärkt ausgebaut werden auf lokaler Ebene, wo Menschen sich tagtäglich begegnen. Durch die Lockdown-Maßnahmen wurden diese völlig blockiert.

Es ist völlig klar, dass wir nicht völlig blindlings vorgehen und alle Vorsichtsmaßnahmen über Bord werfen müssen. Das hieße ja, man würde von einem Extrem in das andere fallen. Selbstverständlich sollten alle Vorsichtsmaßnahmen im Hinblick auf die Hygiene beachtet werden, die dazu beitragen, die Übertragung des Virus zu vermeiden. Das Erkennen, dass Hygienemaßnahmen die Ansteckung mit Krankheitskeimen verringern können, hat uns dahin gebracht, wo wir heute sind. Aber sie müssen in einem Rahmen stattfinden, der für die Menschen akzeptabel und erträglich ist.

© beim Verfasser

 

[1] https://www.youtube.com/watch?v=kkvVD9KEm8w

[2] https://www.welt.de/vermischtes/article131576801/Die-Umarmung-die-die-Welt-seit-Jahrzehnten-ruehrt.html

[3] https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4nguru-Methode

 

[4] https://www.dasgehirn.info/handeln/liebe-und-triebe/liebe-ein-grundnahrungsmittel

[5] https://www.youtube.com/watch?v=OrNBEhzjg8I

[6] https://www.tk.de/techniker/magazin/life-balance/stress-bewaeltigen/stress-immunsystem-2006916

 

[7] https://www.youtube.com/watch?v=RpTRwlCfkds

 

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