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Es geht mit Deutschland bergab. Das ist die Folge einer jahrelangen falschen Politik, die sich in der Corona-Zeit noch verschärft hat: noch unsozialer, autokratischer, erbarmungsloser. Dabei scheint sich das Wetter in diesem Frühjahr der Stimmung im Land angepasst zu haben: Kalt und ungemütlich ist es.

  • Wachsende Ignoranz der politischen Kaste: Fernab vom Alltagsstress führen Politiker ein Leben in Wohlstand, haben sie doch immer aufgrund ihres Status als politischer Beamter ein sicheres Einkommen, unabhängig davon, wie schlecht es anderen Menschen im Land geht, die um ihre Existenz kämpfen müssen. Egal wie unfähig sie sind: Sie sind immer abgesichert und bleiben im Amt, auch wenn sie Fehler machen, schadet ihnen das nicht. Sie leben in einer Art Elfenbeinturm ohne jede Rückkoppelung mit dem „gemeinen Volk“, manchmal fühlen sie sich sogar davon belästigt. Die „Bürgerinnen und Bürger“ sind für sie nur interessant, wenn sie zur Wahlurne gehen sollen, um ihre „Volksvertreter“ zu wählen. Dabei werden die Wahllisten in den Hinterzimmern der Parteien fernab von Wählern aufgestellt, so dass der Wähler überhaupt keinen Einfluss darauf hat, wer denn nun in das jeweilige Parlament einziehen wird. Auf diese Weise ist eine politische Kaste entstanden, die sich als „etwas Besseres“ dünkt und sich gerne in den „Erklärmodus“ begibt, um dem dummen Wahlvolk mal wieder die Welt zu erklären. Aus der Politikverdrossenheit ist schon längst eine Politikerverdrossenheit geworden.
  • Willfährige Medien: Wer gehofft hat, dass die Presse und das Fernsehen den Politikern mal so richtig einheizt und dem abgehobenen, selbstgefälligen Politikbetrieb mal tüchtig aufmischt, sieht sich getäuscht, denn die „Hofberichterstatter“ stellen die Fragen, die weder kritisch noch investigativ sind und nur als Stichworte dienen, damit die Politiker und die Komparsen der Regierungssprecher ihre Sprechblasen entfalten können, die inhaltsleer und nichtssagend sind. Man könnte vorhersagen, dass die Zeitungen irgendwann nur noch als Einwickelpapier für Abfälle gut sind und wenn die Generation einmal ausgestorben sein wird, die die Tageszeitungen nur noch wegen der Lokalnachrichten und der Todesanzeigen kaufen, können die Verlage ihre Tore endgültig schließen. Wer braucht noch diese Zeitungen?
  • Bürger als Schlafschafe: Es ist die „schweigende Mehrheit“ im Land, die uns den Garaus macht, weil sie an Hypnose oder Gehirnwäsche erinnernde Propaganda der Mainstreammedien anscheinend Gefallen findet und sich bereitwillig einlullen lässt: Alles was sie von diesen vermittelt bekommen, halten sie für die Wahrheit. Sie kuscheln sich auf dem Sofa in ihre warmen Wolldecken und lassen sich von mäßig intelligenten Unterhaltsprogrammen des Fernsehens einschläfern. Sie merken es nicht, dass sie belogen werden, weil sie sich in ihrer privaten Wohlfühlblase abgekapselt haben. Sie haben keine eigene Meinung, weil die ihnen via Fernsehen und Gazetten geliefert wird – sie brauchen sie nur als eigene ausgeben und glauben auch noch, dass es wirklich ihre eigene sei. Solange der Kühlschrank voll ist und es im ALDI noch was zu kaufen gibt, ist für sie die Welt in Ordnung. Bedürfnisreduktion auf das Wesentliche ist ihre Devise: eine wie sie meinen gute Fernsehunterhaltung, ein paar Dosen Bier zu einem Fußballspiel – auch wenn keine Zuschauer zu sehen sind – und die Meinungsmacher wie Illner, Maischberger oder Lanz liefern ihnen alles frei Haus (sieht man mal von den Rundfunkbeiträgen ab). Sie sind es letztendlich, die allen in den Arm fallen, die für Freiheit und den Erhalt der Grundrechte kämpfen. Sie machen lieber alles mit, damit sie ihre „bürgerliche Ruhe“ haben. Sie laufen sogar auf den Straßen mit Atemschutzmasken herum, um ja nicht aufzufallen und joggen auch mit Maske.  
  • Intoleranz und Ignoranz: Die wachsende Ignoranz der „bürgerlichen Mitte“ und der vom links-grünen Zeitgeist angesteckten ewig jungen Protestler, die sich schon längst mit dem System arrangiert haben, besorgen den Rest. Es wird alles ignoriert, was nicht in ihr Weltbild passt: Wachsende Armut der „Abgehängten“ und zunehmende Ungleichverteilung der Reichtümer der Welt, die sich die modernen Raubritter mit Hilfe der Politiker unter den Nagel reißen. Die Solidarität beschränkt sich auf reine Lippenbekenntnisse und Parolen, die so abgedroschen wie verlogen sind. Die „Gutmenschen“ mit ihrer Scheinheiligkeit bemühen sich um Flüchtlinge, während in ihrer Stadt gleichzeitig Menschen auf der Straße leben und Rentner mit Flaschenpfand ihre spärliche Rente aufbessern müssen. Zu Feinden werden diejenigen erklärt, die die wachsenden Probleme durch Massenmigration verbalisieren, weil sie diese ihr schönes Weltbild zerstören. Die Toleranz gegenüber den idealisierten so genannten Flüchtlingen kehrt sich um in Intoleranz gegenüber denen, die hier nicht mitmachen wollen. Auch wer die Regierungsmaßnahmen zur Bekämpfung der so genannten Corona-Krise nicht gutheißt, wird als Egoist niedergemacht und bei der Obrigkeit gemeldet, falls er gegen die Regeln verstößt. Wer nicht glaubt, dass alles getan werden muss, um die drohende Klimakatastrophe abzuwenden, wird ausgegrenzt. Mit Schildern und Transparenten marschieren die Wohlstands-Kids dieser ignoranten Mittelschicht auf den Straßen und fordern zu Opfern auf, verreisen aber gleichzeitig mit ihren Eltern ins Ausland, um dort Urlaub zu machen. Der schöne Schein und das „gute Gefühl“, etwas für die Umwelt getan zu haben, sind wichtiger als konkrete Taten.
  • Systemler: Die Angepassten sind die wirkliche Gefahr für unser Land. Sie überleben immer und in jedem System, weil sie sich wie Fettaugen verhalten, die in jeder Suppe stets oben mitschwimmen. Diese „Systemler“ stellen das rein physische Überleben über jede Art von absoluter Moral. Moral ist für sie ein Relikt aus alter Zeit, als die Menschen noch an den „lieben Gott“ geglaubt haben. Für sie ist alles „relativ“: Die Lebenseinstellung, moralische Grundsätze, Glaubensüberzeugungen oder allgemein gesagt Weltanschauungen. Alles muss entsprechend angepasst werden, damit es für das eigene Überleben dienlich ist. Der grenzenlose Opportunist ist der Prototyp des „Systemlers“, der bar jeder moralischen Gesinnung nur den eigenen Vorteil im Blick hat, dem alles entsprechend angepasst wird. Sie sind sicher auch gute Christen, die sonntags die Messe besuchen, sind im Kirchenvorstand, weil dies opportun ist, falls man damit eben entsprechende Vorteile hat durch Anerkennung, Ansehen und Zugehörigkeit zur Gemeinde. In einem anderen gesellschaftlichen Kontext, wenn man in einem atheistischen Umfeld lebt, wird schnell die Natur, Umwelt oder das Klima zum Götzen gemacht, Hauptsache man ist dabei. Risiko eingehen, für eigenen Überzeugungen einstehen, das ist etwas für Phantasten, sondern das perfekte Funktionieren in dem Räderwerk des gesellschaftlichen Betriebes ist angesagt. Deshalb ist der „Systemler“ auch gern Beamter oder Angestellter im öffentlichen Dienst, denn dort kann er in dem geschützten Rahmen staatlicher Fürsorge in Ruhe vor sich hinleben. Sie sind in der heutigen Zeit die willigen Helfer der Politiker, die mit einschränkenden Maßnahmen den Menschen ihre Grundrechte nehmen.

Wann gehen bei uns die Lichter aus? Wann werden auch diejenigen wach, die als Mitläufer möglichst unauffällig ihr Leben in Ruhe genießen wollen? Spätestens wenn es für das Geld nichts mehr zu kaufen gibt, weil die Lieferketten zusammengebrochen sind, wenn der Fernseher plötzlich ausgeht, weil kein elektrischer Strom mehr da ist, werden sie vielleicht wach. Aber dann kann es schon zu spät sein.    

© beim Verfasser

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