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In einem früheren Artikel bin ich bereits auf die ZASAS-Regel eingegangen und habe die einzelnen Elemente erläutert[1]. Nun will ich den Versuch unternehmen, diese Regel auf die heute Corona-Krise anzuwenden.

 

[1] https://perikles.tv/1615-die-zasas-regel

  • Z wie Zu(sammen)gehörigkeit: Der Mensch lebt in Gemeinschaft mit anderen – entweder in realen Kontakten oder virtuell einem vorgestellten Raum. Dies ist auch in der Corona-Krise von Bedeutung. Denn hier scheint sich eine Spaltung zu vollziehen, die sich quer durch alle Gruppen zieht: „Befürworter“ der Bewältigung Corona-Krise und „Gegner“ dieser Politik. Dazwischen scheint sich eine Gruppe zu etablieren, die man vielleicht am besten mit „Skeptiker“ bezeichnen könnte.
    • Befürworter: Die Befürworter sind diejenigen, die sich an das gesellschaftliche System, in dem sie leben, bestens angepasst haben. Ich nenne sie die „Systemler“[1], die in und von dem System leben. Politisch gesehen sind es diejenigen, die ihre treue Gefolgschaft zum „System Merkel“ bekannt haben. Dieses System besteht aus einem Netzwerk von „Seilschaften“ von Menschen, die aneinander hängen wie eine Bergklettermannschaft, die mit Seilen aneinander gebunden sind. Stürzt einer ab, wird er von den anderen abgefangen und gehalten. Stürzen aber zu viele ab, dann besteht die Gefahr, dass alle abstürzen, deshalb werden lieber die Sicherheitskontakte gekappt, also so genannte Freunde fallen gelassen, um das System selbst nicht in Gefahr zu bringen. Voraussetzung für diese Mitgliedschaft ist der absolute Gehorsam gegenüber der Führung, die sich in der derzeitigen Bundeskanzlerin manifestiert. Sie bestärken sich gegenseitig in ihren Ansichten, die auf mehreren Behauptungen beruhen: 1. Das Corona-Virus ist ein besonders tödliches Virus. 2. Allein ein positives Ergebnis in dem PCR-Test reicht aus, um eine Infektion mit dem Corona-Virus nachzuweisen. 3. Die Menschen müssen vor sich selbst durch Beschränkung von sozialen Kontakten und Einschränkung von Freiheitsrechten geschützt werden. 4. Nur die Impfung gegen das Corona-Virus bringt uns die Rettung. Es ist ein Glaubenssystem, das dem Dogma-Kanon der katholischen Kirche ähnelt, welches nicht hinterfragt werden darf. Wer dies dennoch tut, gefährdet das gesamte System und wird dann lieber abgetrennt, so dass sein Fall in die Tiefe das System rettet.
    • Gegner: Die Gegner sind nicht so in einem festen System eingebunden, wie es bei den Befürwortern der Fall ist. Die Verbindungen sind locker und sowohl virtuell via Internet vorhanden als auch in konkreten Kontakten zueinander. Auch sie haben ein Glaubenssystem das aus mehreren Annahmen besteht: 1. Das Corona-Virus ist vergleichbar mit anderen Viren und hat keine besondere Gefährlichkeit. 2. Der PCR-Test ist ungeeignet eine zweifelsfreie Infektion nachzuweisen. 3. Ein Schutz der Menschen kann nur durch individuelle Vorsichtsmaßnahmen gewährleistet werden, nicht durch kollektiv verordnete Zwangsmaßnahmen. 4. Die Impfung ist gefährlich, weil die Zeit für die Entwicklung des Impfstoffes zu kurz war, um zu gewährleisten, dass die Nebenwirkungen und Folgeschäden keine Gefahr darstellen.
    • Skeptiker: Diese Gruppe liegt zwischen den beiden Extremen. Auch sie treffen gewisse Annahmen, von denen sie ausgehen: 1. Sie leugnen nicht die Gefährlichkeit des Corona-Virus, sie sind aber der Auffassung, dass das Virus vergleichbar ist mit anderen Viren wie z. B. die Influenza-Viren. 2. Sie sehen den PCR-Test nur als ein Kriterium zur Feststellung einer Corona-Infektion an, dem noch andere Untersuchungen folgen müssen, um zu einer verlässlichen Diagnose zu gelangen. 3. Es sind kollektive Maßnahmen notwendig, da es sich um ein globales Problem handelt, aber diese Maßnahmen müssen stets auf ihre Verhältnismäßigkeit hin überprüft werden, ob die Kollateralschäden größer sind als der Nutzen. 4. Die Impfung kann als ein Baustein zur wirksamen Prophylaxe angesehen werden. Daneben sehen sie der Stärkung des Immunsystems als einen wichtigen weiteren Schritt an. Sie glauben, dass wir das Corona-Virus nicht vernichten können, sondern lernen müssen, damit zu leben.
  • Autonomie: Die gegenwärtige restriktive Politik sieht eine Reihe von Maßnahmen vor, die die Selbstbestimmungsrechte der Bürger in erheblicher Weise einschränken. Der Obrigkeitsstaat hat sich voll entfaltet und sieht die Menschen als Untertanen an, die unfähig sind, autonom zu bestimmen, wie sie sich und andere schützen können. Hierbei werden die Bürger wie kleine Kinder behandelt und ihnen Vorschriften gemacht, die ihre Freiheitsrechte massiv einschränken. Die Strategie der Entmündigung, wie man sie nennen könnte, passt zu dem „System Merkel“, das sich inzwischen so weit von der Lebenswirklichkeit der Staatsbürger entfernt hat, dass eine Rückkoppelung nicht mehr stattfindet, d. h. dass kein Abgleich mehr stattfindet zwischen dem, was man beschließt und den Auswirkungen auf diejenigen, die von den Maßnahmen betroffen sind. Diese Abgehobenheit resultiert aus der absoluten Unabhängigkeit als Staatsbeamte, die eine von der jeweiligen Leistung abgekoppelten Besoldung vorsieht. Menschen in der rigorosen Weise in ihren Selbstbestimmungsrechten zu schneiden, erscheint nur möglich, wenn diese in steter Angst gehalten werden, so dass die getroffenen Maßnahmen als Rettungsbojen erscheinen, an denen man sich festklammern kann. Eine willfährige, regierungsfreundliche Presse macht bei diesem Spiel weitestgehend mit und liefert die entsprechenden Berichte, um das Angstniveau hoch zu halten. Das quasi staatliche Fernsehen blendet eifrig alles aus, was nach Kritik an den staatlichen Maßnahmen aussehen könnte. Auch die Ärzteschaft ist in dieses Geschehen eingebunden und ihre Standesvertreter erweisen sich als willige Helfer in diesem perfiden Spiel, bei dem die Bürger als Patienten in der alten Abhängigkeitsbeziehung zum Arzt gehalten werden sollen. Nicht der mündige Patient, der kritische Fragen stellt und damit sein Selbstbestimmungsrecht demonstriert, ist gefragt, sondern der den Empfehlungen der „Ständigen Impfkommission“ folgende, brave Patient, der alles tut, was der gute „Onkel Doktor“ sagt. Fragen hinsichtlich der Wirksamkeit und Gefährlichkeit der Impfstoffe sind nicht erwünscht. Wenn es dann nach der Impfung Probleme gibt, steht der Geschädigte sehr schnell alleine da – und kein Arzt will dann damit etwas zu tun haben.
  • Sicherheit: Das Bedürfnis nach Sicherheit habe ich in materielle Sicherheit, Integritätssicherheit und Sicherheitsschutz unterschieden.
    • Materielle Sicherheit: Die schleppende Auszahlung von Hilfsgeldern für diejenigen, die durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind[2], ist nur ein Indiz dafür, dass der Staat seine Aufgabe vernachlässigt, die Bürger im materiellen Sinne abzusichern, wenn er durch Maßnahmen geschädigt wird, die er selbst verursacht hat. Durch den „Lockdown“ werden wirtschaftliche Existenzen vernichtet und Firmen in die Insolvenz getrieben. Vor allem das Auslaufen der Aussetzung  der Insolvenzantragspflicht, die am 30.04.2021 geendet hat, wird sich absehbar in der Weise auswirken, dass vermehrt den Unternehmen nur noch der Weg in die Insolvenz bleiben wird[3]. Was eigenartigerweise nicht in dieses Bild passt ist, dass trotz der zunehmenden Notlage die Empfänger von ALG-II-Leistungen nicht zu-, sondern abgenommen haben von 4.3 Mio. im Jahr 2013 auf 3.8 Mio. im Jahr 2020[4]. Geht es den Menschen doch nicht wirtschaftlich so schlecht wie angenommen? Vor allem der Rückgang der Sanktionen[5] – persönliche Vorsprachen sind wegen der Corona-Vorschriften nicht immer einzuhalten, es reichen auch Telefonkontakte auf Einladungen der Jobcenter hin – helfen den Betroffenen weiter. Die spannende Frage muss aber lauten: Kommt das „dicke Ende“ erst noch, weil eine Kettenreaktion zu befürchten ist wenn zahlreiche Selbständige und kleine Firmen Pleite gehen, Lieferketten irgendwann zusammenbrechen und viele dann arbeitslos werden?
    • Integritätssicherheit: Die Verletzung der körperlichen Unversehrtheit erreicht in Corona-Zeiten eine neue Dimension, denn auch die Maßnahmen zur Feststellung einer Testung (Nasenrachenabstrich) als auch die Impfung stellen eine Verletzung dieses Rechtes dar, sofern keine Einwilligung erfolgt ist. Gegen den Willen der Betroffenen, das muss immer wieder betont werden, sind sowohl Testung als auch Impfung (noch) nicht möglich[6]. Aber Verweigerer müssen mit negativen Folgen rechnen. Gerade die Testverweigerung in den Schulen kann zu Nachteilen führen, in dem Eltern unter Druck gesetzt werden, dass sie die Einwilligung zur Testung geben. Einige Schulämter drohen mit Kindesentzug durch das Jugendamt, um Eltern einzuschüchtern, wie dies durch das Schulamt in Hanau geschehen ist[7], was aber von dem „Fernsehanwalt“ Alexander Bredereck scharf kritisiert wird[8].
    • Sicherheitsschutz: Hier hat die Polizei in der letzten Zeit doch eine unrühmliche Rolle des Durchsetzers von Corona-Regeln übernommen und auch die Proteste von Menschen gegen die Maßnahmen oft strikt unterbunden, so dass man durchaus von einer künstlichen Kriminalisierung[9] der Bevölkerung sprechen kann. Die Frage muss dann schon erlaubt sein, wer dann durch diese Maßnahmen geschützt werden soll. Auch die Ordnungsämter haben eine Schlüsselrolle, in dem sie Menschen in Quarantäne stecken können und die Überschreitung der diversen, inzwischen unübersichtlich gewordenen Ge- und Verbote der Corona- Verordnungen durchzusetzen. Für wessen Sicherheit stehen dann diese Organe der Exekutive? So gesehen werden sie eher zu Instrumenten der Unterdrückung durch einen totalitär werdenden Obrigkeitsstaat als dass sie die Bevölkerung von anderen, wirklichen Gefahren (Kriminalität) ausreichend schützen.
  • Anerkennung/Ansehen: Diese Bedürfnisse sind verwandt, aber nicht deckungsgleich.
    • Anerkennung: Die Anerkennung von Leistungen in Corona-Zeiten steht in Gefahr verloren zu gehen dadurch, dass Menschen daran gehindert werden, ihren Beruf auszuüben. Gerade in der Kultur-Branche können Künstler nicht auftreten vor einem Publikum und andere müssen, weil sie nicht „systemrelevant“ sind[10], ebenfalls auf Anerkennung verzichten. Das kann dazu führen, dass solche Menschen anfälliger werden für psychische Erkrankungen (z. B. Depressionen), deren Relevanz aber im politischen Alltag keine Rolle zu spielen scheinen. Auch die Anerkennung, so merkwürdig das klingen mag, als „Maskenträger“ könnte für viele eine Rolle spielen, diese anzuziehen, auch wenn sie davon nicht überzeugt sind. Die Atemschutzmaske mutiert immer mehr zu einem Art Kennzeichen dafür, zu der Gruppe zu gehören, die dem Mainstream folgen. Wer sich weigert, auch wenn er ein ärztliches Attest nachweisen kann, wird sehr schnell zum Außenseiter. Selbst am Arbeitsplatz ist das Maskentragen ein „Statussymbol“ von Systemkonformität geworden, wer sich weigert, auch bei Vorliegen eines ärztlichen Attestes, eine Maske zu tragen, hat kein Recht auf eine Beschäftigung am Arbeitsort und auch nicht im Homeoffice, so das LAG Köln in einem Urteil (LAG Köln, Urteil vom 12.4.2021, Az: 2 SaGa ½)[11]. Der Anpassungsdruck nimmt überall zu, sich dem Diktat der Corona-Diktatur zu beugen. Die Anerkennung als vollständiges Mitglied der Gesellschaft wird immer mehr in Frage gestellt, wer hier nicht mitmacht.
    • Ansehen: Hohes Ansehen genießen heute diejenigen, die sich anpassen und alles mitmachen, was gefordert wird, oder die den Mut haben, dagegen zu halten. Die Extrempositionen gewährleisten am ehesten einen hohen Status. Die „Systemler“ sind im Ansehen bei denjenigen immer noch hoch im Kurs, die sich an das Corona-Diktat angepasst haben. Deshalb genießen Merkel, Kretschmann, Söder und Habeck immer noch positive Bewertungen bei Umfragen[12]. Während auf der anderen Seite Bhakdi und Wordag diejenigen sind, die bei ihren Anhängern hohes Ansehen genießen. Das Ansehen hängt von der Außenwirkung ab und von der jeweiligen Bezugsgruppe, auf die sich die Repräsentanten beziehen und ihre Anhängerschaft haben. Politiker, die den harten Kurs vertreten, kommen bei denjenigen gut an, die schon immer für einen „starken Staat“ waren und sich gerne mit diesem identifizieren; es sind Menschen mit einem „autoritären Charakter“, wie Erich Fromm sie nannte[13] . Diese Menschen neigen zu einem hohen Maß an Konformität gegenüber der Obrigkeit aus Angst vor der Freiheit des Einzelnen, sie wollen „Recht und Ordnung“ aufrechterhalten, um ihr enges Verständnis von der Welt, in der alles streng geordnet und geregelt ist, aufrecht zu erhalten. Sie grenzen deshalb auch diejenigen stark aus, die nicht in ihr Weltbild passen. Diese Intoleranz führt zu einer Diffamierung und Denunziation – was heute wieder sehr verbreitet ist, nämlich andere wegen Corona-Verordnungsverstößen zu „verpfeifen“ – anderer Menschen, die nicht ihrer Meinung sind.
  • Sinn: Was ist der Sinn der Corona-Maßnahmen? Vielleicht wird hierzu wenig nachgefragt und die Politiker, die die Maßnahmen durchsetzen, glauben immer im Recht zu sein.
    • Wahrheit: Wer weiß denn schon alles über dieses Corona-Virus, geschweige denn, welche Maßnahmen richtig sind? Woher diese Viren überhaupt kommen, ist schon eine Frage, die nur schwer zu beantworten ist und wo die Wissenschaftler an die Grenzen ihres Verständnisses von der Wirklichkeit geraten[14]. Ob es überhaupt Viren gibt, wird z. B. von dem Biologen Stefan Lanka bestritten, der sogar einen Prozess gegen die Auslobung eines Preisgeldes von 100.000 EUR gewonnen hatte, wonach derjenige dieses Geld bekommen solle, der den Nachweis eines Masern-Virus nachweisen könne[15].  Da Viren nur schwer zu fassen sind, da sie nur mit speziellen Mikroskopen sichtbar gemacht werden können[16], sind sie immer noch ein Rätsel. Streng genommen gehören sie nicht zu den Lebewesen im engeren Sinne, da sie keinen eigenen Stoffwechsel haben. Sie können sich nur parasitär in einer Wirtszelle vermehren. Man kann annehmen, dass sie nicht primär töten wollen, weil sie ja damit sich selbst umbrächten; sie wollen nur auf der Basis eines Fremdorganismus überleben. Ob die Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus auf Wahrheiten beruht, kann getrost bestritten werden, denn auf diesem Gebiet, was die Wirksamkeit von Maßnahmen anlangt, gibt es – wie so oft – befürwortende oder als ablehnende Studien[17]. Das Hauptproblem ist das Isolieren eines Faktors („Lockdown“), der auch noch unterschiedlich definiert werden kann und dessen Wirksamkeit bei unterschiedlichen Volkswirtschaften zu jeweils auch verschiedenen Maßnahmen und Wirkungsweisen führt. „Freilandstudien“ sind eben keine Laborexperimente, wo die Isolation eines zu untersuchenden Faktors leichter gelingen kann. In Deutschland fehlt es aber an einer grundlegenden, wenn auch nur ansatzweise vorhanden, wissenschaftlichen Begründung der deshalb willkürlich erscheinenden Inzidenzwerte (warum z. B. 100 und nicht 200), so dass die Vermutung nahe liegt, dass die Entscheidungen politisch und nicht wissenschaftlich begründet sind. Die Bundeskanzlerin hat es ja selbst so formuliert, dass es letztendlich so begründet wurde[18].
    • Aufgabe und Erfolg: Wie sieht es aus mit den notwendigen „Kosten-Nutzen-Analysen“ zu den Corona-Maßnahmen? Hierbei kann man zwei grundsätzliche Strategien fahren: Entweder man vertritt einen utilitaristischen Standpunkt (Utilitarismus = Nützlichkeit) oder den deontologischen (Deon = das Erforderliche, Gesollte) Standpunkt[19]. Vertritt man einen utilitaristischen Standpunkt, dann könnten die Zahlen von Schäden gegeneinander ausgewogen werden (Zahlen von Schäden durch Corona-Viren vs. Zahlen von Schäden durch Lockdown-Maßnahmen). Konkret hieße das, man summierte die Zahlen der durch das Virus direkt geschädigten Menschen (Kranke, Getötete) und die der durch die Maßnahmen geschädigten Bürger (Vernichtung wirtschaftlicher Existenzen, indirekte gesundheitliche Schäden durch vermehrt auftretende psychosomatische oder psychiatrisch zu diagnostizierende Krankheiten, Suizide) und käme dann unter Gewichtung der einen oder anderen Faktoren zu irgendeinem Ergebnis. Oder man vertritt einen deontologischen Standpunkt (bekanntester Vertreter I. Kant), dann verbiete es sich, solche Vergleiche durchzuführen, sondern jedes einzelne Schicksal hätte für sich ein moralisches Gewicht durch die Verletzung bestimmter Werte, die den Individuen zugesprochen werden. Um zu einigermaßen vernünftigen Kosten-Nutzen-Analysen kommen zu können, sollte erstens eine breite Datenbasis vorhanden sein und zweitens aus verschiedenen Blickwinkeln (medizinische, soziale, psychologische und ökonomische) diese analysiert werden. An beiden mangelt es offensichtlich in Deutschland. Aber auch jeder Einzelne muss sich darüber Gedanken machen, ob der Nutzen der Impfung (der vermeintliche Schutz vor schwerer Infektion) im angemessenen Verhältnis steht zu dem Risiko einer nicht von vornherein absolut sicher abschätzbaren Nebenschädigung durch den Impfstoff.
    • Bedeutung: Welche Bedeutung hat die Gesundheit für uns selbst und was ist sie uns wert? Das wäre die Frage, die im Hinblick auf die Bedeutung der Corona-Krise zu stellen wäre. Ist, wie dies uns die Regierung uns immer wieder erklärt, die Gesundheit wirklich so wichtig, dass wir dafür ständig auf Freiheitsrechte verzichten wollen? Welche Bedeutung hat in diesem Zusammenhang das Schicksal eines einzelnen Menschen? Ist es legitim, um vermeintlich eine höhere Sicherheit im Hinblick auf die Infektion mit dem Corona-Virus zu haben oder zumindest auf den Verlauf einer damit einhergehenden Krankheit, uns weiterhin dem Corona-Diktat zu beugen? Wollen wir in einer Gesellschaft leben, in der eine Minderheit von Experten über das Schicksal der Mehrheit der Bürger eines Staates entscheiden? Es kommt wie so oft auf die Relation an[20]: Die Bedeutung der Corona-Infektionsgefahr und der damit verbundenen Risiken müssen abgewogen werden im Hinblick darauf, was wir dafür opfern wollen.
    • Ziel: Was ist unser Ziel im Hinblick auf die Bewältigung der Corona-Krise? Dabei sollten auch die Ziele der politischen Akteure überprüft werden. Geht es ihnen wirklich nur um die „Volksgesundheit“ oder gibt es doch noch „Hintergedanken“, die darauf hinauslaufen, ein „gehorsames und willfähriges Volk“ zu bekommen, das widerspruchslos alles mit sich machen lässt. Wie eng liegen die Ziele derer, die die Impfseren herstellen zu denen, die darüber entscheiden, ob und welche Impfstoffe angewandt werden?
    • Vollkommenheit: Sollte unser Ziel des Lebens die 100 %ige Sicherheit sein? Der „vollkommene Impfschutz“ ist nicht zu erreichen. Das Leben bleibt nicht ohne Risiko. Wir können immer nur versuchen, Risiken zu minimalisieren. Ist es überhaupt erstrebenswert, einen vollkommenen Schutz zu erreichen?
    • Höheres Selbst: In der Corona-Krise sind wir auf weise Entscheidungen angewiesen. Unser „Höheres Selbst“ als der Kern unserer über die irdischen Grenzen vorhandenen Identität könnte uns helfen, auch die Corona-Krise zu bewältigen. Wenn wir uns nur an das diesseitige Leben klammern, müssen wir unweigerlich scheitern, weil wir dann in der Kurzsichtigkeit des Materialismus enden.
    • Religiosität: Die Kirchen hätten eigentlich jetzt eine sinnvolle Aufgabe zu erfüllen, aber nach meiner Meinung versagen sie kläglich, weil sie sich auf die materielle Hypothese des rein physischen Überlebens in der Corona-Krise stützen und sogar durch ihre prominenten Vertreter die Impfung propagieren[21]. Echte Religiosität ist in Wahrheit ein mystischer Vorgang, bei dem der Versuch unternommen wird, die diesseitige Welt im Lichte einer höheren metaphysischen Welt zu beurteilen. Und darin kann das Virus nur als ein Indiz für eine Welt gedeutet werden, die in ihrer Dualität zwischen dem, was wir das Gute nennen und dem, was wir das Böse nennen, gefangen gehalten wird. Wir sind mehr als nur unser Körper, der der Gefahr durch Viren ausgesetzt ist. Wir sind geistige Wesen, die potenziell in der Lage sind, die Grenzen zu sprengen, die unser irdisches Dasein aufzulegen scheinen.

 

Der Checkup anhand der ZASAS-Regel kann sowohl individuell als auch gesellschaftlich durchgeführt werden. Ich habe versucht, eine – wahrscheinlich nur angerissene – Gesamtschau zu liefern.

© beim Verfasser     

 

[1] https://perikles.tv/leserbriefe/644-das-individuum-und-das-system

[2] https://www.wiwo.de/politik/deutschland/langes-warten-auf-die-hilfsgelder-coronahilfen-so-steht-es-um-die-auszahlungen/27111250.html

[3] https://www.heuking.de/de/news-events/fachbeitraege/auslaufen-von-covinsag-und-wkv-schutzschirm-sowie-die-schleppende-auszahlung-der-ueberbrueckungshilfe.html

[4] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1396/umfrage/leistungsempfaenger-von-arbeitslosengeld-ii-jahresdurchschnittswerte/

[5] https://www.waz.de/politik/hartz-iv-deutlich-weniger-sanktionen-wegen-corona-id232024069.html

[6] https://perikles.tv/1610-corona-was-tun-gegen-testung-im-impfung

[7] https://www.fr.de/rhein-main/main-kinzig-kreis/hanau-ort66348/corona-testpflicht-schule-schulamt-hanau-drohung-kindesentzug-90468181.html In dem Schreiben des Schulamtes heißt es: „Kommen die Erziehungsberechtigten den ihnen hier obliegenden Pflichten nicht nach oder verweigern sie diese, sind sie darauf hinzuweisen, dass in diesem Fall das Jugendamt zwecks Inobhutnahme des Kindes bzw. der/des Jugendlichen verständigt werden muss“.

[8] https://www.youtube.com/watch?v=PgynAdUnoAQ

[9] https://perikles.tv/1565-die-kriminalisierung-der-bevoelkerung-durch-corona-massnahmen

[10] https://perikles.tv/philosophie-und-religion/1521-hilfe-ich-bin-nicht-systemrelevant

 

[11] https://www.haufe.de/personal/arbeitsrecht/coronavirus-maskenpflicht-am-arbeitsplatz-trotz-attest_76_534002.html

[12] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1817/umfrage/noten-fuer-spitzenpolitiker/#professional

[13] https://de.wikipedia.org/wiki/Autorit%C3%A4rer_Charakter

[14] https://perikles.tv/gesundheit-und-soziales/1386-woher-kommen-die-corona-viren

[15] https://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Lanka

[16] https://www.mpg.de/14660538/corona-virus-wirt-interaktion-iscat

[17] https://www.online-zfa.de/fileadmin/pdfs-free/ZFA_03_2021_Besonderer_Artikel_.pdf

[18] https://www.youtube.com/watch?v=VJ2cAGtJ4KY

[19] https://www.iwkoeln.de/studien/iw-kurzberichte/beitrag/dominik-h-enste-theresa-eyerund-kosten-nutzen-abwaegungen-in-der-corona-krise-466272.html d

[20] https://perikles.tv/philosophie-und-religion/1560-es-kommt-auf-die-relation-an

[21] https://perikles.tv/1611-das-wort-zum-sonntag-als-propaganda-plattform-fuer-das-impfen

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