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Die Apartheid in Südafrika[1], bei der Weiße gegenüber Schwarzen bevorzugt wurden, ist längst verschwunden, aber sie lebt in Corona-Zeiten wieder neu auf. Längst ist es vorbei, Menschen wegen eines Merkmals auszugrenzen, sei es wegen der Hautfarbe, wegen des Geschlechtes, wegen seiner sozialen Herkunft oder aufgrund einer Behinderung. Darauf achten die Tugendwächter besonders und glauben hier einen Feldzug zur Bekämpfung der angeblichen Ungleichbehandlung von Menschen mit einem „benachteiligten Geschlecht“ (Frauen) oder Herkunftsmerkmal (Migrant) führen zu können. Nun gilt es in Corona-Zeiten anscheinend als gesellschaftlich legitim, Menschen wegen des negativen Merkmals des Nicht-geimpft-Seins auszugrenzen. Was steckt dahinter?

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Apartheid

  • Impfung als Rettung: In der Medizin gilt es als das ultimative Mittel gegen Infektionskrankheiten: Impfung. Die angebliche Erfolgsgeschichte der Impfung gegen die Ausbreitung der Infektionskrankheiten wie die Pest, Kinderlähmung oder Masern, wird immer wieder bemüht, um auch nun gegen diejenigen vorzugehen, die sich weigern, die Impfung als Rettung vor dem Corona-Virus zu akzeptieren. Das Impfen im klassischen Sinne sah immer eine Implementierung eines abgeschwächten oder getöteten Erregers vor, der dann eine Alarmreaktion des Immunsystems provozierte, die zur Bildung von Antikörpern führte. Dieses Paradigma wurde aber bei den genbasierten Impfungen gegen das Corona-Virus verlassen, um eine neuartige Wirkungsweise zu induzieren, bei der die Körperzellen genötigt werden, die so genannten Spike-Proteine zu produzieren, mit dessen Hilfe die Corona-Viren an den Zellen andocken. Gegen diese sollten dann die Antikörper gebildet werden. Da diese Art der Impfung noch nicht genügend erforscht ist, wurde auch nur eine vorläufige bzw. bedingte Zulassung der Impfstoffe verkündet. Dies bedeutet, dass wir uns immer noch in einer „Erprobungsphase“ befinden, die eigentlich vor der endgültigen Zulassung eines Impfstoffes stattfinden müsste. Aber was jetzt getan wird, ist eine Erprobung unter nicht kontrollierten Bedingungen. Alle, die sich gegen das Corona-Virus impfen lassen, müssten eigentlich in regelmäßigen Abständen noch einmal untersucht werden im Hinblick auf die Fragen, ob sie erfolgreich (schützt sie vor Infektion oder Erkrankung) war und welche mögliche Nebenwirkungen (nicht erwünschte Reaktionen auf den Impfstoff) sie hat. Dies geschieht allerdings nicht, denn es findet keine regelmäßige Kontrolle – nicht einmal in Stichproben – statt. Stattdessen basieren die Meldungen an das Paul-Ehrlich-Institut auf dem Zufallsprinzip: Nur wer tatsächlich über negative Wirkungen klagt, zu seinem Arzt geht oder diese selbst meldet, wird in der Rückmeldung erfasst. Da aber die Ärzte, welche die Impfung durchgeführt haben, an diesen Meldungen kein Interesse haben, da dies nicht in ihr Konzept von der Impfung als Erfolgsmodell passt und möglicherweise die Frage auftaucht, ob er selbst in der Haftung steht, unterbleiben vielfach die Meldungen. Das „Dunkelfeld“ nicht gemeldeter Nebenwirkungen dürfte deshalb groß sein. Das Narrativ, dass die Impfung die Rettung in der so genannten Corona-Pandemie darstellt, wurde von Anfang an verkündet. Dieses infrage zu stellen, bedeutete, dass dieses Märchen als ein solches u. U. entlarvt  würde. Um dies zu verhindern, wird nicht unabhängig und wissenschaftlich korrekt geforscht, sondern eine Propaganda-Maschinerie in Gang gesetzt, bei der die Unumstößlichkeit der Behauptung, die Impfung könne uns vor der Corona-Pandemie schützen, aufrecht erhalten werden muss. Dieses Muss bedingt eine mehr oder weniger bewusste Ignoranz gegenüber den Gefahren der neuartigen Impfung selbst und gegenüber der Effektivität der Impfung als solche.
  • Impfapartheid: Die Apartheid in Sachen Impfung ist in vollem Gange. Die Scharfmacher in der Politik wie Markus Söder und auch die noch amtierende Kanzlerin verkünden die allgemeine Ächtung der Nichtgeimpften als ein legitimes Mittel. Manch andere, eigentlich immer auf Seiten der Minderheiten kämpfende Politiker, wie etwa Robert Habeck, sind „voll auf Linie“ mit den Scharfmachern und verkünden, dass Geimpfte mehr Rechte haben werden[1]. „Jutta Dittfurth, ehemaliges Mitglied bei den Grünen, verkündet über Twitter, dass Menschen, die sie sich nicht impfen lassen würden und erkrankten, kein Mitgefühl zu erwarten hätten“.[2] Die Grünen haben ja sowieso ihre Lieblingsminderheiten, die sie hofieren und denen sie gerne jede Sonderrechte zubilligen, wozu die „Corona-Leugner“, wie diejenigen verächtlich genannt werden, die sich dem Narrativ der Regierung nicht anschließen, nicht gehören. Die Nichtgeimpften sind also die neuen Schwarzen, die nun geächtet werden dürfen. Die so genannte „Drei-G-Regel“, wonach nur Geimpfte, Genese und negativ Getestete ihre Grundrechte zurückbekommen sollen, verstößt gegen jeden Grundsatz der Gleichbehandlung aller Menschen und gegen die Menschenwürde. Die Nichtgeimpften sollen nun von verschiedenen sozialen Begegnungsmöglichkeiten ausgeschlossen werden und auch in der privaten Wirtschaft nimmt die Impfapartheid Fahrt auf, wenn etwa Arbeitgeber bereits zwischen Geimpften und Nicht-Geimpften unterscheiden oder aber Fluggesellschaften, wie die Lufthansa, schon den Impfpass oder ähnliche Dokumente zur Beförderung vorschreiben[3]. Zwar verkündet der BGB, dass der Arbeitgeber den Arbeitnehmer nicht zur Impfung zwingen könne[4]. Aber de facto läuft es auf die Impfpflicht am Arbeitsplatz, vor allem im Gesundheitsbereich, hinaus, was Pflegekräfte zu spüren bekommen oder Ärzte, die zumindest moralisch unter Druck gesetzt werden[5].
  • Widersprüche und Ungereimtheiten: Aber ist diese Impfapartheid in der Sache überhaupt gerechtfertigt?
    • Logischer Fehlschluss: Nein, denn wenn die Impfung tatsächlich so erfolgreich wäre, wie es verkündet wird, dann bräuchten die Geimpften doch vor den Nichtgeimpften keine Angst haben. Sie hätten doch den Schutz durch die Impfung, so dass die Ausgrenzung gar nicht notwendig ist. Bei keiner anderen Infektionskrankheit wird zwischen Geimpften und Nichtgeimpften unterschieden, was aber eigentlich logischerweise zu fordern wäre, wenn die Geimpften vor den Nichtgeimpften geschützt werden müssen. Eigentlich müsste es doch umgekehrt sein: Die Nichtgeimpften müssten Angst vor der Ansteckung durch Geimpfte haben, weil sie ja ungeschützt sind. Aus diesem Grund bevorzugte es die Kabarettistin Simone Solga, lieber in ein Lokal zu gehen, in dem sich Nicht-Geimpfte, die nicht positiv getestet wurden, befinden, als in ein Lokal mit Geimpften, die nicht mehr getestet werden (aber infektiös sein können)[6]. Diese eigentlich logische Überlegung ist aber nicht Gegenstand der offiziellen Lesart des Märchens von der „Impfung als Rettung“, weil dann die ganze Argumentationskette zusammenbrechen würde.
    • Löcher im Narrativ „Impfung als Rettung“: Die Behauptung der Rettung der Menschheit vor dem „Killer-Virus“ durch die Impfung ist löchrig geworden. Diese Löcher zu stopfen ist Hauptaufgabe jener Kräfte, die dieses Narrativ aufrechterhalten wollen. Welche Löcher machen sich bemerkbar? Spätestens seit die so genannte Delta-Variante aufgetaucht ist, scheinen die neuen Impfstoffe ihre Wirksamkeit verloren zu haben. Die „Impfdurchbrüche“, wie sie dann genannt werden, tauchten vor allem in Gebieten auf, in denen man sehr erfolgreich im „Durchimpfen“ war. In Israel wurden vermehrt Krankheitsausbrüche beobachtet – etwa 10 % der Geimpften sollen sich doch mit dem Covid-Virus infiziert haben[7], aber auch in Deutschland sind diese zu beobachten. Dieses Phänomen wird vor allem mit dem Auftauchen neuer Virusvarianten (Delta) erklärt, so dass bereits eine „Booster-Impfung“ als dritte Impfung empfohlen wird und mit dem Nachlassen der Wirkung der Impfungen[8]. Schuld an diesen erneuten Infektionen sind aber nicht die Impfungen selbst, die vielleicht nicht so wirksam sind, wie behauptet wird, sondern mal wieder die Menschen, die sich haben impfen lassen: Die Impfung wähnte sie in einer Sicherheit, die die Impfung suggeriert, so dass die Geimpften leichtsinniger werden und sich leichter einem Infektionsrisiko durch zu enge Kontakte und mangelnde Atemschutzmasken aussetzen[9]. Moment mal: War nicht immer davon die Rede, dass die Geimpfte wieder „ihr normales Leben“ zurückerhalten sollten? Davon ist jetzt keinesfalls mehr die Rede, denn die Abstandsregeln und andere Hygieneregeln sollten weiter beachtet werden und vor allem das „Maskentragen“ als ein öffentliches Erkennungszeichen: Wir befinden uns in einer Pandemie von nationaler Tragweite. Wer weiß was passieren würde, wenn diese Maske aus unserem Alltag verschwände.
    • Corona-Toter ist nicht gleich Corona-Toter: Die Statistiken zu den Corona-Toten könnten ebenfalls aufschlussreich sein, denn bisher war die Verlautbarung des RKI die (Herr Lothar Wieler am 23.03.2020), dass bei jedem Toten, bei dem eine Corona-Testung positiv ausgefallen ist, als Todesursache „Covid-19“ angegeben würde, auch wenn jemand unter Fremd- oder Eigeneinwirkung gewaltsam stirbt[10]. In der Todesursachenstatistik, die jedes Jahr vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht wird, kommt es aber auf das Grundleiden an (vom Arzt im Totenschein angegeben), das zum Tode geführt hat, so dass mit einer Aufbauschung der bisherigen Zahlen zu den Corona-Toten gerechnet werden muss. Stirbt also jemand an einem plötzlichen Herztod, der auf die Grunderkrankung eines Herzinfarktes oder einer Herzinsuffizienz zurückzuführen ist, bei dem auch eine Corona-Infektion festgestellt wurde, so kann dieser nicht als Corona-Toter gerechnet werden. In ähnlicher Weise geht auch die WHO vor[11]. Nach der vorläufigen Veröffentlichung der Zahlen des Statistischen Bundesamtes für 2020 (92 % aller Sterbefälle sind ausgewertet) sind 30.161 Personen „an“ Corona (83 %) und 6155 „mit“ Corona (17%) gestorben[12]. Hiergegeben behauptet das RKI, dass 41.476 Personen an dem Corona-Virus verstorben sind. Die Unterschiede können mit der unterschiedlichen Datenbasis begründet werden (Statistisches Bundesamt: Diagnoseschlüssel im Totenschein, RKI: Meldungen nach dem Infektionsschutzgesetz)[13]. Schaut man nach England, so ist im Hinblick auf die Wirksamkeit der Corona-Impfung folgendes interessant: Von den insgesamt 92.029 Fällen mit der festgestellten Infektion mit der Delta-Variante des Corona-Virus, die in dem Zeitraum von Februar 2021 bis Juni 2021 erfasst wurden, starben 117 Personen nach festgestellter Infektion, davon waren 50 Personen zweifach geimpft und 44 Personen nicht geimpft[14].
    • Tod durch Impfung: Um dieses Thema machen alle Verfechter der „Corona-Impfung als Rettung“ einen weiten Bogen. Seit der Pathologe der Uni Heidelberg, Peter Schirmacher, gefordert hat, dass Patienten, die im zeitlichen Zusammenhang (zwei Wochen nach Impfung) mit einer Corona-Impfung gestorben sind, obduziert werden sollen[15], sind die Impfanhänger alarmiert. Nach den von ihm durchgeführten 40 Obduktionen von Todesfällen mit unklarer Todesursache, für die in 24 Fällen ein Zwischenergebnis vorliegt, war zu einem Drittel als Hauptgrund der Todesursache die Impfung angegeben worden. Er vermutet, dass die so genannte „Dunkelziffer“ – Fälle, bei denen die Todesursache die Impfung sein könnte, aber nicht festgestellt würde - recht hoch sei. Er geht davon aus, dass Geimpfte nicht unter einer klinischen Beobachtung stehen und deshalb eine natürliche Todesursache angegeben würde, obwohl der Tod im Zusammenhang mit der Impfung stehen könne. Selbst wenn eine unklare Todesursache angegeben sei, aber die Staatsanwaltschaft keine Fremdeinwirkung sieht, könne dann die Bestattung ohne vorherige Obduktion vorgenommen werden[16]. In der offiziellen Statistik des Paul-Ehrlich-Instituts wird angegeben, dass bis 30.06.2021 insgesamt 1029 Todesfälle gemeldet wurden. Dass Impfungen zum Tode führen kann, ist den Impfbefürwortern, zu der auch die STIKO gehört, nicht recht, so dass kein Interesse besteht, hierzu nähere Untersuchungen, insbesondere Obduktionen bei unklarer Todesursache, vorzunehmen.

Solange die Impfung nicht systematisch wissenschaftlich erforscht wird im Hinblick auf ihre Wirksamkeit, ihrer schädlichen Nebenwirkungen und Spätfolgen bis hin zum Tod durch Impfung, ist die Priorisierung von Geimpften nicht gerechtfertigt und die dadurch praktizierte Impfapartheid gegenüber Nichtgeimpften ohne eine ausreichende Begründung.

© beim Verfasser

 

[1] https://1bis19.de/gesellschaft/impf-apartheid-auf-dem-vormarsch/

[2] https://1bis19.de/gesellschaft/impf-apartheid-auf-dem-vormarsch/

[3] https://www.lufthansa.com/it/de/informationen-fuer-geimpfte-und-genesene.html

[4] GBB: Der Arbeitgeber kann eine solche Impfung grundsätzlich nicht verlangen, es sei denn, sie ist gesetzlich für bestimmte Beschäftigtengruppen vorgeschrieben. Dies ist bei der Corona-Schutzimpfung nicht der Fall. Der Grundsatz der Freiwilligkeit gilt auch mit Blick auf § 23a IfSG. https://www.dgb.de/themen/++co++986b431a-8c8e-11eb-980b-001a4a160123

[5] https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/120045/Coronaschutzimpfung-fuer-Medizinstudierende-im-Praktischen-Jahr-wichtig

[6] https://www.youtube.com/watch?v=IN7SNFNwZRY&t=268s, Min. 2.10

[7] https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-impfdurchbrueche-delta-100.html

[8] https://www.sciencemediacenter.de/alle-angebote/fact-sheet/details/news/impfdurchbrueche-bei-covid-19/

[9] https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/corona-leichtsinn-nach-der-impfung-fuehrt-zu-neuinfektionen-17498128.html

[10] https://www.heise.de/tp/features/Wer-zaehlt-als-Corona-Toter-5035504.html?seite=all

[11] https://www.heise.de/tp/features/Wer-zaehlt-als-Corona-Toter-5035504.html?seite=all

[12] https://www.tagesschau.de/inland/corona-tote-107.html

[13] https://www.tagesschau.de/inland/corona-tote-107.html

[14] https://dr-wiechert.com/newsletter/gesundheitsnewsletter-vom-03-07-2021-kommentiertes-patienteninterview-neues-zu-covid-nw-impfungen-long-covid-vorteile-des-3-d-vektor-ekgs/#3

[15] https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/studie-impftote-100.html

[16] https://www.zentrum-der-gesundheit.de/news/gesundheit/covid-19/corona-todesfaelle

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