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Die gegenwärtige Lage in Deutschland ist angesichts der anstehenden Probleme, die uns vorwiegend die Politiker eingebrockt haben, die in den letzten Jahren an der Macht waren, nicht rosig. Dies mündet bei mir in einen gewissen Überdruss gegenüber dem politischen Establishment und denjenigen, die hiervon profitieren. Hinzu kommt, dass mit dem zunehmenden Alter ich mich frage: Worauf kommt es eigentlich an und sollte ich mich tatsächlich mit diesem Geschehen überhaupt noch beschäftigen. Aber gehen wir der Reihe nach:

  • Sieg der Dummheit: Diejenigen, die sich für sehr klug halten, sind es am Ende überhaupt nicht, weil sie in ihrer Selbstüberschätzung die wesentlichen Dinge übersehen. Dummheit, wie sie einmal Esther Vilar definiert hat[1], ist die Summe von mangelnder Phantasie und Einfühlungsvermögen. Nach ihrer Ansicht sind diejenigen überlegen, die sich für schlau halten, weil sie in einer selbst gebildeten Blase leben, die sie abhebt von der „breiten Masse“ und deshalb glauben, ihre hoch geschätzte Intelligenz befähige und erlaube es ihnen, einen Sonderstatus einzunehmen, der sie dazu berechtigt, nie nachgeben zu müssen, sondern stets ihren Willen anderen aufzwingen zu können. Wo andere – die eigentlich Klugen, weil sie sich nicht nur um ihr eigenes Ego drehen, sondern sich um andere Sorgen machen und sich in deren Lage aufgrund ihrer so definierten Intelligenz versetzen können – nachgeben, machen sie weiter. Der Ausgang der Wahl zum deutschen Bundestag zeugt von diesem Sieg der Dummheit, weil diejenigen, die uns die Suppe – Mischung aus Corona-Krise mit einhergehendem Totalitarismus, Flüchtlingsinvasion mit spezifischer Kriminalität und Entwicklung von Parallelgesellschaften, Zerstörung des Mittelstandes, marodes, auf Gewinn ausgerichtetes Gesundheitssystem – eingebrockt haben, leider vom Wähler nicht abgestraft wurden. Wie konnte ein Karl Lauterbach tatsächlich ein Direktmandat für den Bundestag ergattern[2] und Hans-Georg Maaßen nicht[3]? Wie konnte eine SPD mit einem Finanzminister Olaf Scholz so nach oben gepuscht werden? Wie konnten die Grünen auf einen so hohen Stimmenanteil kommen? Wenn die Wähler wachsam gewesen wären, hätten sie der AfD die Stimmenmehrheit geben und als Ergänzung die Parteien „dieBasis“ oder die „Freien Wähler“ wählen müssen, um den anderen Parteien das Vertrauen zu entziehen, die dieses missbraucht haben. Die Dummen, die das perfide Spiel der Mächtigen nicht durchschauen, wählen die Dummen, könnte man flapsig formulieren.
  • Keine Reue, keine Skrupel: Wer in Deutschland nach oben gelangen will, muss das moralische Rüstzeug eines Mafia-Bosses haben und die Dreistigkeit eines gewissenlosen Despoten. Diejenigen, die in Deutschland in den Machtpositionen sitzen, kennen keine Reue, weil sie kein Gewissen oder diese innere Stimme zum Schweigen gebracht haben. Wenn Frau Merkel behauptet, dass in der Corona-Krise im Großen und Ganzen nichts schief gelaufen sei[4], sie also alles richtig gemacht habe, zeugt dies von dieser moralischen Abgestumpftheit, die keine Reue kennt. Ein Olaf Scholz maßt sich an, ein Bundeskanzler zu werden, obwohl er als Bürgermeister von Hamburg 47 Millionen Steuerforderungen gegen die Hamburger Warburg Bank hat verjähren lassen[5]. Wie kann er dann vielleicht einmal seinen Amtseid mit ruhigem Gewissen ablegen, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden? Christian Lindner, der zwar feststellt, dass die politischen Schnittmengen mit der CDU am größten sind, will trotzdem seine Partei in eine „Ampelkoalition“ mit Grünen und SPD führen[6] und einmal mehr die FDP als „Umfallerpartei“[7] erscheinen zu lassen. Die Verlockung der Macht ist doch zu groß, um da sich zu verweigern. Armin Laschet ist Opfer seines Opportunismus geworden, weil er – wie Frau Merkel – sich dem jeweiligen Zeitgeist angepasst, gegen die AfD gewettert, die Klimahysterie und den Kurs der „scheinlinken“ Politik mitgemacht hat, die gegen die eigenen Interessen der Deutschen gerichtet ist. Wer sich in das Schlepptau der Bundeskanzlerin begibt, darf sich nicht wundern, dass er dann am Ende abgehängt wird. „Wärst du doch in Düsseldorf geblieben, du wirst nie ein Kanzler sein“[8], könnte man jetzt singen.
  • Ausgrenzung statt Integration: Der alte Spruch „teile und herrsche“[9] bewahrheitet sich einmal mehr, weil die Politiker einen Sündenbock ausgemacht haben, auf den die Schuld der Corona-Krise geschoben wird. Die „Ungeimften“ werden ausgegrenzt, weil sie die angeblichen Treiber der Pandemie seien. Beweise hierfür werden nicht vorgelegt, so dass die im Strafrecht übliche Unschuldsvermutung hier nicht greift. Fest steht, dass die Regierung ihr eigenes Versagen und ihre Lügen – Niedergang der Wirtschaft durch Lockdown, Inflation, „Intensivbettenlüge“[10] – damit kaschieren will. Es droht nach der „Drei-G-Regel“ irgendwann die „Zwei-G-Regel“ und vielleicht die „Ein-G-Regel“, weil die Testung nicht mehr kostenlos sein soll und die Genesenen schon nach 6 Monaten ihren Status als Genesene verlieren und sich dann fragen, ob sie sich lieber impfen lassen. Alle Impfnebenwirkungen und Impfschäden werden beharrlich negiert und Alternativen zur Impfung totgeschwiegen[11]. Es droht eine weitere Spaltung der Gesellschaft, die bereits in der Flüchtlingsfrage, der Genderpolitik und der Klimawandelhypothese gespalten ist. Die Militanz der „Rechthaber“ von der „linken“ Seite, die einen totalitären Alleinvertretungsanspruch für die angebliche Wahrheit (Deutschland muss seine Grenzen für Flüchtlinge öffnen, die Genderdiktat mit entsprechender „Kunstsprache“ ist unabdingbar, der Bekämpfung des Klimawandels hat absolute Priorität vor anderen politischen Zielen, wie z. B. Erhaltung von Industriezweigen die einen hohen Energiebedarf haben) proklamieren, ist unübersehbar. Ein Volk – Ein Terminus, der von linker Seite gerne verneint wird – wird gespalten und somit leichter beherrschbar.
  • Totalitarismus statt Individualismus: Steuern wir auf einen totalitären Staat zu, in dem das Individuum nichts mehr zu sagen hat und die Menschen wie Laborratten durch Anreize und Bestrafung konditioniert werden? Die individuelle Freiheit war in der westlichen Welt lange das Credo, für das gekämpft und das dem Kommunismus mit seinem Totalitätsanspruch als Vorbild vorgehalten wurde. Inzwischen scheint es eine neue Allianz zu geben, nämlich zwischen dem Finanzkapitalismus, bei dem keine reellen Werte geschaffen, sondern nur durch Finanzspekulationen und Unternehmensbeteiligungen Gewinne erzielt werden, und der Planwirtschaft sowie der sozialistischen Steuerung der Gesellschaft. Der „Urkommunismus“ ist anscheinend ausgestorben, lebt aber in abgewandelter Form einer Über-Steuerung der Gesellschaft und Wirtschaft durch staatliche oder super-nationale Eingriffe weiter. Der Einzelne mit seiner individuellen Kreativität, der Motor und Erfolgsgarant des Kapitalismus im Sinne einer Realwirtschaft ist, in der durch den Einsatz von Kapital und Menschenkraft etwas geschaffen wurde, gerät in das Fangnetz von bürokratischen Vorschriften. Die staatlichen Förderungen für bestimmte gewollte Produkte erzeugen Wettbewerbsverzerrungen, die zu Lasten derer gehen, die sich dem Diktat der supernationalen Organisationen (z. B. Europäische Union) nicht beugen wollen. Wer etwa nicht den Klimawandel bejaht und Produkte entwickelt, die nicht der Bekämpfung dieses Klimawandels dienen, hat geringere Chancen auf Fördergelder. Das Individuum mit seinen eigenen Zielvorstellungen, Ideen und Marktstrategien geht in dem Dickicht des globalen Netzwerkes von politischen und wirtschaftlichen Interessen unter. Mehr noch: Es ist nicht mehr gewünscht. Der Individualismus wird zur reinen Fiktion in einer Welt, die in jeder Hinsicht totalitärer wird, was sich deutlich in der zunehmenden gleichgeschalteten Vorgehensweise in der Corona-Krise in Politik und Wirtschaft zeigt.  
  • Was wichtig ist: Was hält die Menschen aufrecht und hoffnungsvoll in die Zukunft schauen? Sie brauchen einen Halt, der ihnen Zuversicht für die Bewältigung der Probleme des Alltags gibt. Welche Forderungen sollten gestellt werden?
    • Rückkehr zum Individualismus: Jedem Einzelnen sollte es überlassen bleiben, welche Ziele er für sein Leben für wichtig und richtig hält. Der Bevormundungsstaat gehört abgeschafft und stattdessen sollte ein Modell gefördert werden, welches die Selbstverantwortung stärkt und jeden dazu befähigt, selbstbewusst sein eigenes Leben in die Hand zu nehmen. Die Gesundheit zu erhalten würde dann z. B. als eine individuelle Aufgabe angesehen werden, der man sich mit ganzer Kraft widmet, statt sie durch einen bevormundenden, politisierten Medizinbetrieb daran zu hindern.  
    • Realwirtschaftlichen Kapitalismus stärken: Der Kapitalismus wurde schon immer verteufelt und dabei ist er das Erfolgsmodell in den Ländern geworden, die von der Freiheit des Unternehmertums, dem Erfindungsgeist einzelner und dem möglichst moderaten Eingreifen des Staates profitiert haben. Dieser realwirtschaftliche Kapitalismus ist scharf von dem Finanzkapitalismus abzugrenzen, bei dem nur durch Spekulation und Unternehmensbeteiligungen Vermögen angehäuft wird, ohne dass dabei etwas Greifbares hergestellt oder Dienstleistungen erbracht werden. Die soziale Marktwirtschaft ist der Versuch, Kapital und Arbeit als wichtige Produktionsfaktoren miteinander so zu verbinden, dass sie etwas Produktives bewirken. Dieser gehört gestärkt und die Eingriffe des Staates in die Autonomie der Wirtschaftskreisläufe auf das Mindestmaß beschränkt.
    • Keine Meinungsdiktatur: Die Ausgrenzung Andersdenkender muss auf allen gesellschaftlichen Ebenen beendet werden. In der Politik wird die Diskriminierung vorgelebt und in den sozialen Medien umgesetzt. In der Kunst, im Sport, in den Bildungseinrichtungen, Medien und in anderen Bereichen der Gesellschaft gelten Menschen, die dem Mainstream der Meinungen nicht folgen wollen, als Störenfriede, die niedergemacht werden. Damit muss Schluss sein! Eine Demokratie lebt gerade von der Vielfalt der Meinungen, der Ideen und gedachten Zukunftsmodelle.
    • Stärkung der Familien: Die Familie ist das Kernelement der Gesellschaft, ohne sie kann eine Gemeinschaft nicht existieren. Jahrelang wurde die Familie in der Politik vernachlässigt und Ehepaare nicht ausreichend gefördert, die in eigener Verantwortung Kinder in die Welt setzen und erziehen wollen. Statt dessen wurden alle „Gegenmodelle“ – Genderwahnsinn sei Dank – bis hin zur Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren mit heterosexuellen Eheleuten propagiert und die Frauen diskriminiert, die in der traditionellen Rolle der „Nur-Hausfrau“ (hauptsächlich Ehefrau und Mutter sein wollen) ihre Hauptaufgabe sahen. Kinder wurden lieber der staatlichen Obhut überlassen, statt die Familien selbst zu befähigen, die Kinder ohne staatliche Bevormundung groß zu ziehen.
    • Lokale statt supernationale Institutionen: Die Verlagerung von gesetzgeberischer Kompetenzen über die lokalen Ebenen hinaus, so dass die nationalen Gesetzgeber immer mehr in Abhängigkeit gerieten von Vorgaben überstaatlicher Institutionen (EU, UNO), gehört zurückgeschraubt. Diejenigen, die möglichst noch nah am Menschen sind, kennen die Probleme der Bürger am besten. Deshalb müssten alle Institutionen gestärkt werden, die auf lokaler Ebene wirken. Die privaten Initiativen, die sich dort bilden, müssten unterstützt werden, weil diese am ehesten demokratische Verhaltensweisen helfen zu lernen. Die „Selbstorganisation“ könnte das Zauberwort der Zukunft sein, d. h. dass Menschen selbst lernen, ihre Probleme auf der lokalen Ebene durch private Zusammenschlüsse zu lösen.
    • Mehr direkte Demokratie: Die Schweiz macht es vor, denn dort können Grundgesetzänderungen durch das Volk bestimmt werden oder durch Volksbegehren Gesetze beschlossen werden[12]. Das Volk wurde in Deutschland weitgehend, sofern Bürger nicht bereit waren, sich in Parteien zu organisieren, von der politischen Willensbildung ausgeschlossen. „Wir wollen mehr Demokratie wagen“ war mal ein Motto von Willy Brandt in seiner Regierungserklärung[13]. Dies könnte auch ein Wahlspruch sein für die politischen Gestaltung in der Zukunft, denn die Bürger wissen selbst am besten, was für sie gut ist und nicht die gewählten „Volksvertreter“, die in den letzten Jahren sich immer weiter von ihren Wählern entfernt haben. Die abgesonderten „Berufspolitiker“, die im Leben nichts anderes als Politik betrieben haben, sind ein Ärgernis jedes demokratisch denkenden Menschen.
  • Spirituelles Fundament: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“, hatte einmal Jesus gesagt (Matthäus 4,4[14]), und damit gemeint, dass die Perspektive des Lebens verengt auf die reine Daseinsbewältigung mit seinem Kampf um die eigene Existenz am Ende in die Sackgasse führt. Ohne ein Fundament, dessen Grundlage über unser irdisches Leben hinausgeht, wird letztendlich jeder politische Versuch erfolglos bleiben, weil der Egoismus immer alles zerstören kann. Die etablierten Kirchen haben hierzu zwar im Ansatz einen Beitrag geleistet, sind aber aufgrund ihrer Verstrickung mit dem politischen Machtapparat kein Garant für eine unabhängige Unterstützung des Einzelnen auf diesem Weg[15]. Deshalb muss es eine von etablierten religiösen Strukturen unabhängige Ausrichtung im Bildungsbereich und im allgemeinen Zusammenleben der Menschen geben, die die individuelle Suche des Menschen nach der Wahrheit unterstützt und ihm in Lebenskrisen einen Halt gibt.

Was können wir erwarten? Es kann entweder nur noch schlimmer kommen, um nach einem allgemeinen Zusammenbruch des politischen Systems einen Neuanfang zu starten oder aber es kann noch „das Ruder herumgerissen werden“, um zu einer Trendwende zu kommen. So wie es jetzt ist, kann und darf es auf keinen Fall weitergehen. Es liegt an den Menschen selbst, die richtigen Weichen zu stellen.

© beim Verfasser

 

 

[1] https://www.amazon.de/bet%C3%B6rende-Glanz-Dummheit-Esther-Vilar/dp/3865690661

[2] https://www.infranken.de/ueberregional/deutschland/bundestagswahl-2021-karl-lauterbach-erringt-direktmandat-fuer-den-bundestag-art-5299749

[3] https://www.stern.de/politik/deutschland/bundestagswahl-2021--hans-georg-maassen-verpasst-einzug-in-bundestag-30776400.html

[4] https://www.tagesspiegel.de/politik/im-grossen-und-ganzen-nichts-schiefgelaufen-fehler-gehoeren-dazu-frau-merkel-und-das-eingestehen-auch/26879778.html

[5] https://taz.de/SPD-Kandidat-und-Cum-Ex-Skandal/!5798402/

[6] https://taz.de/Sondierungen-fuer-Ampel-Koalition/!5801654/

[7] https://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Demokratische_Partei

[8] https://www.youtube.com/watch?v=cqOUIPN52B8

[9] https://de.wikipedia.org/wiki/Divide_et_impera

[10] https://www.tagesspiegel.de/politik/weitere-watschen-fuer-jens-spahn-schummelei-verdacht-bei-intensivbetten-wie-es-so-weit-kommen-konnte/27278450.html

[11] https://perikles.tv/gesundheit-und-soziales/1629-corona-folgen-der-impfung

[12] https://perikles.tv/1585-volksentscheid-chancen-und-risiken

[13] https://www.deutschlandfunkkultur.de/mehr-demokratie-wagen-eine-vision-und-was-aus-ihr-geworden.976.de.html?dram:article_id=461102

[14] https://bibeltext.com/matthew/4-4.htm  

[15] https://perikles.tv/philosophie-und-religion/1410-brauchen-wir-noch-religion

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