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Donald Trump ist immer für eine Sensation gut. Nun hat er der WHO, einer Unterorganisation der Vereinten Nationen, die Finanzmittel gestrichen. Gut so, kann ich da nur sagen, denn bei Lichte besehen, hatte die Weltgesundheitsorganisation in der Corona-Krise versagt. Das Versagen lag darin, dass sie die Gefahr der Epidemie, die zuerst in China ausbrach, lange Zeit unterschätzt und heruntergespielt und sich gegen Einreisesperren aus China ausgesprochen hatte. Sie hat insbesondere versäumt, die Angaben aus diesem Land kritisch zu überprüfen (https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/usa/id_87705776/coronavirus-krise-in-den-usa-donald-trump-stoppt-zahlungen-an-who-.html). Somit hat die WHO die vielen unnötigen Toten in der Welt zu verantworten, die hätten vermieden werden können. Dies sind die Vorwürfe, mit denenTrump seine Entscheidung begründete.

Selbstverständlich kommentiert die Tagesschau diesen Schritt mit „armselig“ und „egoistisch“ (https://www.tagesschau.de/ausland/trump-who-zahlungen-105.html) und Hinterbänkler-Politiker wie z. B. Gerd Müller – der Entwicklungsminister, den keiner kennt und der in dem Bekanntheitsgrad noch hinter dem ehemaligen gleichnamigen „Bomber der Nation“ liegt – kommt auf die glorreiche Idee, dass Deutschland seine Zahlungen erhöhen solle (von welchem Geld denn bitte?). Norbert Röttgen, der auch aus der politischen Versenkung durch seine angemeldete Kandidatur für den CDU-Vorsitz herausgekrochen ist, meinte sogar, die EU oder Großbritannien sollten jetzt einspringen. Er hat aber etwas Wichtiges gesagt, nämlich dass die Kritik an der WHO, die richtig sei, nicht deshalb falsch werde, nur weil sie von Trump geäußert wurde (https://www.tagesschau.de/ausland/trump-who-zahlungen-105.html). Der Youtuber „Coach Cecil“ weist zur Recht darauf hin, dass die WHO Gelder nur zu einem Viertel von den Staaten erhalte (https://www.youtube.com/watch?v=DBiE1IuOTQE) – wobei die USA mit 15 % alleine beteiligt ist  -, aber einen großen Teil der Gelder von privaten Geldgebern stammen, wie z. B. auch von dem Multimilliardär Bill Gates, der ca. 10 % beisteuert und der „Pharma-Lobby“ „GAVI-Allianz für Impfungen weltweit“ (auch zu 75 % von Bill Gates gesponsert) mit ca. 9 % (https://www.stern.de/politik/ausland/covid-19--wird-die-who-wirklich-von-den-usa-finanziert--die-groessten-geldgeber-9216052.html). Die Gelder werden projektbezogen vergeben, so dass eine Unabhängigkeit der Weltgesundheitsorganisation nicht gewährleistet ist. Verdächtig in diesem Zusammenhang ist doch, dass Bill Gates angekündigt hat, er wolle helfen, dass binnen 18 Monaten allen Menschen ein Impfstoff zur Verfügung gestellt werden könne (https://www.tagesschau.de/ausland/gates-corona-101.html). Tut er dies aus Menschenfreundlichkeit oder stecken dahinter vielleicht auch Interessen der von ihm gesponserten Pharma-Lobby, die damit viel Geld verdienen wollen? Donald Trump hatte bereits im Jahr 2018 angekündigt: „Ich will den Sumpf trocken legen und der Sumpf wehrt sich“ (https://www.spiegel.de/politik/ausland/neue-enthuellungen-ueber-donald-trump-willkommen-in-crazytown-a-1226892.html). Mit diesem Sumpf beschreibt er den Einfluss von mächtigen reichen Familien und Einzelpersonen, die gemeinsam mit den Medien versuchen, mit ihrem Geld nicht nur Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen, sondern diese Macht auch tatsächlich auszuüben, so dass die Demokratie nur noch zur Fassade verkommt. Es scheint, dass auf diesem Hintergrund Trump die Strategie verfolgt, den Einfluss von privaten Geldgebern auch auf die WHO offenzulegen. Möglicherweise, dass ist das, was von der „Mainstream-Presse“ behauptet wird (https://www.freiepresse.de/nachrichten/welt/trump-dreht-who-mitten-in-corona-pandemie-geldhahn-zu-artikel10771846), will er damit auch sich bessere Bedingungen für seinen Wahlkampf verschaffen, in dem er durch Schuldzuweisung an die WHO von eigenen Fehler im Krisen-Management ablenkt.

Auf jeden Fall bleibt es spannend zu sehen, wie die WHO mit dieser Entscheidung umgehen wird. Auch die uneingeschränkte Solidarität mit der WHO, wie sie von vielen deutschen Politikern geäußert wurde, zu denen auch Heiko Maas zählt, ist auf jeden Fall leichtfertigt, weil sie die Versäumnisse der Weltgesundheitsorganisation ignoriert. Auf jeden Fall wäre es unverantwortlich, wenn die entstehende Lücke von dem deutschen Steuerzahler gefüllt würde.  

 

©  Büren, 16.04.2020, Günther Birkenstock

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