Das Glück ist ein flüchtiges Gut. Ich will versuchen, die besondere Art der Flüchtigkeit dessen, was viele anstreben und als Glück bezeichnen, zu charakterisieren:

Eine Koinzidenz bezeichnete C. G. Jung (Weggefährte von Sigmund Freud) das Zusammentreffen von Ereignissen, Situationen oder Begegnungen,  für deren Zustandekommen es aber keine ursächlichen Bedingungen gibt. Sie verdichten sich zu einem Gesamtbild, das sinnvoll erscheint. Von einer besonderen Art der Koinzidenzen um das Bild von Jesus soll hier berichtet werden:

Die Skepsis gegenüber der Religion ist gewachsen, vor allem gegen die institutionalisierte Religion. Dies wurde mir in der gegenwärtigen Corona-Krise sehr deutlich, als die beiden Kirchen auf der Seite des mächtigen Staates waren und ihre Gläubigen im Stich gelassen haben. Anpassung an das System, in dem und von dem diese institutionalisierte Religion lebt, ist ein Grund, die Frage zu stellen: Brauchen wir überhaupt Religion? Ich will vor allem die Gründe anführen, die gegen eine Fortsetzung dieser traditionellen Vorstellung einer von festen Glaubensdogmen, Ritualen und Machtstrukturen geprägten Religion sprechen:

In der gegenwärtigen Corona-Krise gibt es Menschen, die daran glauben, dass durch Gebete der Corona-Virus besiegt werden kann. Deshalb wurde sogar zu einem Weltgebetstag aufgerufen, bei dem alle Vertreter der verschiedensten Religionen aufgerufen wurden, dafür zu beten, dass Gott eingreift und dem Mensch im Kampf gegen den Corona-Virus hilft (weiterlesen). Ich hatte bereits an anderer Stelle herausgestellt, dass die Vorstellung, wir könnten durch Gebete Gott dazu bringen, in unser Weltgeschehen einzugreifen, auf einem zumindest aus meiner Sicht falschen Gottesbild beruht (weiterlesen).

Es herrscht nach meinem Eindruck eine Stimmung in unserem Land, die so miserabel ist, dass ich mich frage: Warum kommt es, dass anscheinend diejenigen immer siegen, die nichts Gutes im Schilde führen? Warum kommen die stets ungeschoren davon, die großen Schaden in unserer Welt anrichten, ohne dafür zur Verantwortung gezogen zu werden? Warum gibt es die vielen Mitläufer, die sich einfach auf die Seite der Sieger schlagen, ohne nach der Qualität der Moralität der Handlungen zu fragen, denen sie hinterherlaufen? Warum obsiegt anscheinend immer das, was wir das Böse nennen? Und andererseits: Warum müssen diejenigen, die mit wohlwollender Gesinnung dem anderen Gutes tun wollen, oft unsägliches Leid ertragen?

Seit der Corona-Krise finden in den Kirchen keine Gottesdienste mehr statt. Nun wollen die Kirchen ein Konzept vorlegen, nachdem sie und andere Glaubensgemeinschaften wieder diese Gottesdienste abhalten wollen – unter strengen Auflagen des Abstandsgebotes und der Hygiene, was bedeutet, dass auch keine Gesänge mehr stattfinden können. Abgesehen von dem Bedürfnis vieler Kirchenanhänger, an gemeinsamen Gottesdiensten teilzunehmen, stellt sich für mich die Frage: Dienen Gottesdienste Gott?

 

Nach eigenen Angaben überprüft die Stadt Dortmund, ein Konzert von Xavier Naidoo im September abzusagen. Weil sich der Künstler erst kürzlich wieder mit öffentlich getätigten Äußerungen gegen die Machteliten richtete und mehr als deutlich seine Meinung kund tat, ist der einstige Zuschauerliebling inzwischen zum Paria erklärt worden.

Im Jahr 2020 werden die Christen in Deutschland wegen der Corona-Krise die Auferstehung von Jesus an Ostern nicht feiern können. Selbst wenn dieses Jahr die Auferstehung von Jesus Christus nicht gefeiert werden kann, bleibt immer die Frage bestehen: Ist das, was in den Evangelien berichtet wird, wahr oder nicht? Es gibt gute Gründe dafür, dass die Evangelien wahr sind. Zunächst einmal soll aber noch der Frage nachgegangen werden, ob es außerbiblische Zeugnisse von Jesus gibt. Hier ein Liste der wichtigsten Männer, also nicht-biblischer Hinweise auf das Leben und auch Sterben von Jesus:  (https://www.youtube.com/watch?v=bmikAXC-vZg) :

  • Flavius Josephus (37 – 100 n.Chr.): Er war römisch-jüdischer Geschichtsschreiber, der die zeitgenössischen Berichte und Zeugnisse seiner Zeit dokumentierte. Hier ein Text-Auszug aus den „Altertümern“ (Testimonium Flavinum), der folgende Passage enthält (http://www.k-l-j.de/flavius_josephus.htm): „Um diese Zeit (= während der Zeit des Aufstandes gegen Pilatus, der mit Hilfe der Tempelgelder eine Wasserleitung nach Jerusalem bauen lassen wollte) lebte Jesus, ein weiser Mann, wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf. Er war nämlich der Vollbringer ganz unglaublicher Taten und der Lehrer aller jener Menschen, die mit Freuden bereit sind, die Wahrheit zu empfangen. So zog er viele Juden und auch viele Griechen an sich. Er war der Messias. Und obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte, wurden doch diejenigen, die ihn von Anfang an geliebt hatten, ihm nicht untreu, wie gottgesandte Propheten dies und tausend andere wunderbare Dinge von ihm vorher verkündet hatten. Und noch bis auf den heutigen Tag besteht der Stamm der Christen, wie sie sich nach ihm nannten, fort.“
    Jüdische Altertümer, 18,63f.
  • Tacitus (58 – 120 n. Chr.): Er war römischer Historiker und Senator. Er schrieb in seinen „Annalen“ folgendes: „Um also dieses Gerücht niederzuschlagen, schob Nero die Schuld auf andere und belegte mit den ausgesuchtesten Strafen jene Menschen, die das Volk wegen ihrer Schandtaten hasste und Chrestianos nannte. Ihr Namensgeber, Christus, war unter der Regierung des Tiberius durch den Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden…“ (https://www.begruendet-glauben.org/articles/mederacke-2018-10-antike-quellen-die-jesus-ausser-christlich-belegen/).
  • Lukian von Samosata (120 – 180 n. Chr.): Er war Satiriker und Grieche und schrieb über Jesus: „Übrigens verehrten diese Leute den bekannten Magus, der in Palästina deswegen gekreuzigt wurde, weil er diese neuen Mysterien in die Welt eingeführt hatte … Denn diese armen Leute haben sich in den Kopf gesetzt, dass sie mit Leib und Seele unsterblich werden, und in alle Ewigkeit leben würden:“ (https://www.begruendet-glauben.org/articles/mederacke-2018-10-antike-quellen-die-jesus-ausser-christlich-belegen/).
  • Sextus Julius Afriacnus (170 – 240): Er berichtet über ein Werk, das von Thallus, in dem von einer Sonnenfinsternis berichtet wurde zum dem Zeitpunkt, als Jesus starb, so dass angenommen werden kann, dass er sich mit den synoptischen Evangelien, die über den Tod von Jesus berichtet haben, auseinandergesetzt hatte (https://www.begruendet-glauben.org/articles/mederacke-2018-10-antike-quellen-die-jesus-ausser-christlich-belegen/).

 

Es gibt also außerbiblische Zeugnisse, die zeigen, dass auch andere als die frühen Christen, Jesus kannten, über seine Kreuzigung und sogar seine Auferstehung berichteten.

 

Für die Auferstehung von Jesus kann man mehrere Indizien anführen, die darlegen können, dass Jesus am Kreuz gestorben und tatsächlich auferstanden ist (https://www.guentherbirkenstock.de/neue-seite, zu Download gehen: https://cdn.website-editor.net/fe35026c78fc4ba9a5a55b7f2f4caf1a/files/uploaded/Auferstehung%2520Jesus.pdf) :  

 

  • Turiner Grabtuch: Das so genannte Turiner Grabtuch ist ein aus einem Art Leinenstoff bestehendes Tuch mit den Ausmaßen von 110cm x 436 cm, das einen Mann darstellt, der durch eine Kreuzigung ums Leben gekommen war. Dieses Grabtuch wurde lange Zeit als Fälschung gehalten und die Entstehung auf die Zeit von 1260 – 1390 datiert. Allerdings hatte bei der Radiokarbonmethode (Zerfall des C14-Kohlenstoffatoms) es eine Kontamination mit einem jüngeren Stoff gegeben, die zunächst nicht aufgefallen war. Der untersuchte Stoffteil war nach einem Brand mit einem Faden neueren Datums ausgebessert worden, was zu einer falschen Datierung geführt hat. Für die Behauptung, dass das Turiner Grabtuch tatsächlich die Abbildung von Jesus sein könnte, spricht, dass eine im Jahr 692 hergestellte Münze dem Abbild des Kopfes auf dem Grabtuch sehr ähnlich ist, dass die Darstellung der Wundmale an den Händen der anzunehmenden Tatsache von einer Durchbohrung der Handwurzel und nicht der Handteller entspricht und dass Pflanzenpollen im Gewebe gefunden wurden, die es nur in Palästina gab. Weiterhin zeigen die Wundspuren auf dem Grabtuch Details der Geißelung, der Dornenkrone, der durch Schläge verursachten Schäden im Gesicht und der Durchbohrung der Seite durch den Speer eines Soldaten, wie es in den Evangelien beschrieben wurde. Andere Textilproben zeigen, dass die Fasern aus dem Nahen Osten stammten, wie sie auch zur der Zeit von Jesus verwendet wurden. Auch die Art des Gewebes (Fischgrätmuster) entspricht dem der damaligen Zeit. Es konnte auch bisher nicht erklärt werden, wie der Abdruck des gesamten Körpers entstanden sein kann (es sind eben nicht nur Blutspuren zu erkennen, sondern auch die gesamten Körperstruktur). Ein Bemalen mit Pinsel und Farbe scheidet aus, da das Bildnis hierfür keine Anhaltspunkte bietet. Es scheint eine Art Strahlung stattgefunden zu haben, die zu dem Abbild geführt hat. Zu dieser Schlussfolgerung kam der Diplomingenieur Joachim Andrew Sacco aus Beverly Hills in einem Gespräch mit Christoph Caspari: „Es haben sich nur die Vorder- und die Rückseite des Körpers abgebildet. Die Seitenansicht fehlt. Sollte aber eine Kraft vom Körper ausgegangen sein, müßte sie überhallhin strahlen. So war klar: Die Schwerkraft mußte eine Rolle gespielt haben. Ein anderer Schlüssel war die Lage der Blutspuren im Vergleich zu den Wunden auf dem Bild. Je näher sie zum Zentrum des Bildes sind, umso näher sind sie auch zu den Wunden, und umgekehrt. Und noch etwas: Das Bild ist nur ganz schwach eingeprägt, nur auf den ganz obersten Fasern gibt es Veränderungen. Sie reichen nie tiefer als einige Mikron. Dank neuester Einsichten der Quantenmechanik konnte man eine Modellvorstellung über das Geschehen entwickeln, die mit allen erwähnten Beobachtungen in Einklang gebracht werden kann….Gemäß dieser Theorie hätte sich im Körper eine extrem unwahrscheinliche, aber aufgrund der physikalischen Gesetze denkbare Konfiguration der subatomaren Teilchen vollzogen, wodurch sich all diese Beobachtungen erklären lassen“ (https://armin-risi.ch/Artikel/Theologie/Ging-Jesus-nach-Indien.php).

 

  • Glaubwürdigkeit des Neuen Testaments: Die Evangelien sind keine mythischen Erzählungen, sondern dem Charakter nach eher mit Tatsachenberichten zu vergleichen, was sich aus dem Detailreichtum, der Benennung von konkreten Orten des Geschehens und der agierenden Personen ergibt. Den Urchristen waren die Autoren der Evangelien durchaus bekannt: Lukas war Arzt und Weggefährte von Paulus und benutzte die Aussagen von Augenzeugen (Lk. 1, 2). Johannes war selbst Jünger von Jesus, er war Augenzeuge der Kreuzigung von Jesus (Joh. 19, 35. Markus war ein Schüler (Zuhörer) von dem Jünger Petrus, der in Rom das Evangelium gepredigt hatte und der gebeten wurde, alles aufzuschreiben, was Petrus berichtet hatte. Matthäus war selbst Jünger von Jesus und als der Steuereintreiber Levi bekannt (Mk. 2,14, Mat. 9,9). Die Evangelien wurden relativ zeitnah zum Zeitpunkt der Kreuzigung und Auferstehung verfasst (40 – 90 n. Chr.) und es gibt zahlreiche Handschriften und Handschriftenteile der Evangelien, die alle mit dem heutigen Texten weitgehend übereinstimmen.
  • Tatsächlicher Tod und leeres Grab: Gelegentlich wird die These vertreten, Jesus sei gar nicht am Kreuz gestorben, sondern nur scheintot gewesen, habe sich dann im Grab erholt und wäre danach aus dem Grab geflüchtet. Populärster Vertreter dieser Theorie ist Elmar Gruber mit seinem Buch „Jesus lebte in Indien“ (https://www.amazon.de/Jesus-lebte-Indien-geheimes-Kreuzigung/dp/3548354904). Danach seien die Verletzungen, die er erlitten hat, nicht lebensbedrohlich gewesen, er habe in einem komatösen Zustand die Kreuzigung überlebt und wäre dann nach Indien geflüchtet, wo er in Kaschmir gestorben sei, dort (in Srinagar) befände sich auch sein Grab. Dagegen spricht, dass es zur damaligen Zeit keine Zweifel gab, dass Jesus tatsächlich gestorben war. Außerdem wäre es rätselhaft, wie ein so geschwächter Mann ohne Nahrung bis zum Ostersonntag überleben und den schweren Rollstein, der den Eingang der Grabeshöhle verlegte, aus eigener Kraft hätte beseitigen können. Matthäus berichtet, dass das Grab auf Drängen der Priester und Pharisäer auf Anordnung von Pilatus von römischen Soldaten bewacht wurde wegen der eigenen Prophezeiung von Jesus, er würde nach 3 Tagen auferstehen (Mt. 27,62-64). Das Grab wurde nicht nur von Soldaten überwacht, sondern zusätzlich versiegelt (Mt. 27,66). Der Siegelbruch wurde von Römern mit dem Kreuzestod bestraft. Ebenso wurde mit dem Tod die Flucht oder das Einschlafen bestraft. Es wurde nie bestritten, dass das Grab leer war. Die Soldaten berichteten den führenden Priestern die Vorkommnisse; sie wurden bestochen („sie gaben den Soldaten eine ansehnliche Summe Geld“) und sollten erzählen, „seine Jünger seien in der Nacht gekommen, während ihr schlieft und hätten den Leichnam gestohlen“(Mt. 28,11-12). Auch die Gegner von Jesus waren also überzeugt davon, dass das Grab leer war.
  • Erste Zeugen waren Frauen: Das Zeugnis von Frauen war in der antiken Welt nichts wert. Hätten also Geschichtsfälscher gewollt, dass die Auferstehung von glaubwürdigen Zeugen bekundet wurde, hätte man Männer das leere Grab entdecken lassen.
  • Jesus erschien den Jüngern: Es gibt zahlreiche Berichte von dem Erscheinen Jesus gegenüber den Jüngern. Die Berichte sind glaubwürdig, weil sie sehr viele Details enthalten. Sie vermitteln auch den Eindruck, dass der Leib von Jesus ein anderer war, als der, den er vor der Kreuzigung hatte, denn er konnte vor den Jüngern erscheinen und wieder verschwinden, ohne dass Jesus hierbei sichtbar durch eine Tür geschritten war. Dieser Körper musste also die Fähigkeit der De- und Rematerialisierung gehabt haben. Paulus bezeugt in 1. Brief an die Korinther, dass Jesus, nachdem ihn am 3. Tag „Gott von den Toten auferweckt“ hat, sich Petrus gezeigt hat und dann „dem ganzen Kreis der Zwölf. Später zeigte er sich mehr als 500 und seinen Nachfolgern auf einmal. Einige sind inzwischen gestorben, aber die meisten leben noch.“(1. Kor. 15,3-6). Der Brief wurde sehr früh geschrieben (ca. 55 nach Chr., d.h. 25 Jahre nach Tod von Jesus; die anderen Evangelien frühestens 70 Jahre nach Christus verfasst) und stellt somit ältestes „Glaubensbekenntnis“ dar.
  • Veränderung der Jüngerschaft. Alle Apostel waren zeitlebens bei der Version geblieben, dass Jesus tatsächlich auferstanden war und widerriefen diese Version auch angesichts des bevorstehenden qualvollen Todes nicht. Bis auf Johannes sind sie alle eines gewaltsamen Todes gestorben. Die Aussage von Pinchas Lapide (jüdischer Neutestamentler), entnommen Vortrag von Dr. Jürgen Spieß (https://www.youtube.com/watch?v=W8-Wy3e2iNM) beschreibt passend hierzu die Situation und das Verhalten der Jünger: „Wenn diese aufgescheuchte, verängstigte Apostelschar, die eben dabei war, alles wegzuwerfen, um in heller Verzweiflung nach Galiläa zu flüchten, wenn diese Bauern, Hirten und Fischer, die ihren Meister verrieten, verleugneten und dann kläglich versagten, plötzlich über Nacht sich in eine selbstsichere und heilsbewusste, überzeugte Missionsgemeinschaft verwandeln konnte, die viel erfolgreicher nach Ostern als vor Ostern wirkte, so genügt keine Vision oder Halluzination, um solch einen revolutionären Umschlag zu erklären. Eine solche Glaubensbewegung nur durch Autosuggestion oder Selbstbetrug in Gang zu setzen wäre ein weitaus größeres Wunder als die Auferstehung selbst. Rein logisch analysiert ist also die Auferstehung das kleinere Übel als diejenigen, die eine rationale Erklärung für die weltweiten Konsequenzen jenes Osterglaubens zu suchen. Das eigentliche Wunder ist das zum Glauben kommen jener Jesuanischer Glaubensschar, das sich – wie alle Wunder – aller exakten Beschreibungen oder mathematischen Beweisführungen entzieht. Die nachösterliche Verwandlung der Jünger schließt ebenfalls die Möglichkeit einer leiblichen Auferstehung keineswegs aus.“

 

Es gibt also sehr viele gute Gründe, den Evangelien zu vertrauen und anzunehmen, dass Jesus, wie es im Neuen Testament steht, tatsächlich am Ostersonntag auferstanden ist.

©Büren, 13.04.2020, Günther Birkenstock

 

Angesichts der gegenwärtigen Corona-Krise werden auch wieder Stimmen laut, die zum Beten auffordern (https://www.kirche-und-leben.de/artikel/corona-christen-weltweit-beten-vaterunser-mit-dem-papst/). Vor allem das gemeinsame Gebet soll Gott auffordern, den Menschen in dieser Krise zu helfen. Aber ist das sinnvoll? In allen Religionen gibt es die Empfehlung, durch Gebet mit Gott in Kontakt zu treten. Das Gebet soll ein „Eingangstor“ zur Kontaktaufnahme mit Gott öffnen. Die Frage ist doch: Wie kann tatsächlich ein Gott dieses Gebet hören und beantworten? Viele werden sofort sagen, dass dies ein Geheimnis Gottes wäre, wie er dies tut. Aber diese Antwort ist nicht befriedigend. In Diskussionen mit Gläubigen trifft man immer auf eine Mauer, wenn man mit rationalen Argumenten kommt und dann wird oft entgegnet, dass man mit vernünftigen Gedanken allein dem Geheimnis des Gebetes nicht auf die Schliche kommen könne.  Hier nun die rationalen Argumente, die ein Gebet für unglaubwürdig erscheinen lassen:

  • Gebete sind einseitig: Gläubige behaupten immer, dass Gebete erhört würden, dass man mit Hilfe des Gebetes diesen Kontakt mit Gott herstellen könne und auch dann eine Antwort bekomme – allerdings nicht so, wie bei einem normalen Gespräch mit einem Menschen, sondern durch Hinweise, die man später erfährt, durch eigenartige Zufälle, menschliche Begegnungen oder schicksalhafte Fügungen. Die Wahrheit ist aber doch eher: Wer ein Gebet zu Gott richtet, erhält keine direkte Antwort. Das Gebet ist immer einseitig, denn es redet – entweder nur in Gedanken oder verbal – immer nur einer: das ist der Mensch. Er meint, dass er erhört würde, dass nur die Antworten oft erst später erfolgten, so, als ob Gott eine gewisse Zeit brauche, um sich über das Gedanken zu machen, was der Mensch gesagt hatte.
  • Gebete sind egozentrisch: Die meisten, die zu Gott beten, haben die Absicht, Gott um die Erfüllung eigener Wünsche zu bitten, also etwas so zu fügen, dass das, was jemand selbst nicht schafft, durch Gott geschehen solle. Gott soll also der „Erfüllungsgehilfe“ sein für die eigenen Wünsche. Sicher gibt es auch verständliche Gründe, etwa der Wunsch wieder gesund zu werden, wenn man krank ist, aber es sind auch oft „oberflächliche“ Bedürfnisse die in einem Wunsch formuliert werden. Aber warum sollte dann ein allmächtiger Gott, diese Wünsche erfüllen?
  • Gebete brächten Gott in ein Dilemma. Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Gott auf einen in einem Gebet geäußerten Wunsch reagieren könnte: Er erfüllt die Wünsche und befriedigt damit die in dem Wunsch geäußerte Bitte oder er lehnt den Wunsch ab. Im ersten Fall, wenn z. B. tatsächlich eine Genesung eintreten würde nach einem geäußerten Wunsch nach Wiederherstellung der Gesundheit, dann wäre der Betende Gott dankbar; geschieht nichts, dann wird der Mensch auf Gott wütend sein. Die Frage ist doch, warum sollte Gott in dem einen Fall die Wünsche erfüllen und in dem anderen die Erfüllung verweigern? Wäre da nicht Willkür Tür und Tor geöffnet? Gott würde in die Rolle eines Herrschers gedrängt, dem man ständig in eine Dilemma-Situation bringen würde: Denn wie er auch entscheidet, er brächte sich in die Situation eines Herrschers, von dem das Schicksal von Menschen abhängig gemacht würde, so dass die einen ihm wegen der Erfüllung der Bitten huldigen, die anderen aus Wut verfluchen würden.
  • Gebete fördern magisches Denken: Wenn dann diese eigenartigen Zufälle eintreten, dass später scheinbar die geäußerten Wünsche in Erfüllung gehen, dann glauben viele, dass dies auf die Gebete zurückgeführt werden könne. Es wird dann eine gedankliche Verbindung hergestellt zwischen dem Gebet und den später erfolgten Ereignissen und eine zauberhafte Wirkung vermutet. Das ist magisches Denken. Magisches Denken hat insofern etwas mit Macht zu tun, als wir durch Ausübung magischer Rituale und auch Gebete versuchen, die Wirklichkeit in unserem Sinne zu manipulieren. Wir stellen dabei gedanklich eine Verbindung her zwischen Aktion (Beten) und beobachteter Reaktion (Eintritt des Erfolges), die aber in Wirklichkeit gar nicht existiert. Wir können leider nicht die Zeit zurückdrehen und ausprobieren, ob tatsächlich auch ohne das Beten dieselben Ereignisse eingetreten wären. Zumindest kann man aber keine direkte Ursache-Wirkungskette herstellen, so wie z. B. beim Werfen eines Pfeiles auf eine Zielscheibe: Hier ist klar, dass ich umso besser ins Ziel treffe, je genauer ich das Ziel anvisiere und je besser ich meine Bewegungen entsprechend koordiniere. Es ist klar, dass die Wirkung (Treffen) auf die vorausgegangene Handlung zurückgeführt werden kann. Bei der Herstellung der Verbindung zwischen Gebet und einer beobachteten Heilung besteht diese Beziehung nur gedanklich bzw. in unserer Vorstellungswelt, nicht aber in der Realität. Selbst wenn eine Verbesserung der Gesundheit eintritt, muss dies nicht auf eine übernatürliche Kraft eines allmächtigen Gottes zurückgeführt werden. Aus der psychosomatischen Medizin ist der Zusammenhang zwischen dem festen Glauben an die eigene Heilung und dem Erfolg von medizinischen Maßnahmen durchaus bekannt, was meistens als Placebo-Effekt bezeichnet wird. Auch ist bekannt, dass die umgekehrte Wirkung ebenfalls funktioniert: Schon die Diagnose „Krebs“ kann einen solch negativen Effekte auf die Psyche haben, dass die Widerstandskraft rapide sinkt und eine Heilung erschwert wird, was i.d.R. als Nocebo-Effekt (https://de.wikipedia.org/wiki/Nocebo-Effekt) genannt wird.
  • Gebete erzeugen Ungerechtigkeit: Nehmen wir an, jemand bittet inständig um die Gesundheit für sich oder auch für Angehörige. Diese Wünsche werden erfüllt und tatsächlich kann eine Krankheit besiegt werden. Ein anderer richtet genauso sein Gebet an Gott mit der Bitte um Gesundheit – aber der Wunsch wird nicht erfüllt. Wie würden wir dann über Gott denken? Er ist ein ungerechter Gott, denn wie kann er den einen Menschen zur Gesundheit verhelfen und dem anderen nicht, obwohl beide doch in gleicher Weise gebetet haben? Wäre dies dann nicht ein ungerechter Gott? Hier manövrieren wir Gott in die Rolle einer Mutter oder eines Vater, die von Kindern solange mit quengelnden Bitten traktiert werden, bis diese entnervt aufgeben, und um Ruhe zu haben den Bitten nachgeben.
  • Gebete als Unterwerfungsgeste: Im von Jesus übermittelten Gebet („Vaterunser“) heißt es, dass Gottes Wille geschehe und nicht der eigene (Matthäus 6, 10). Der Mensch soll also seinen eigenen Willen dem von Gott unterordnen. Jesus selbst hatte dies ja auch kurz vor seinem Tod so formuliert, indem er seinen Vater gebeten hatte, dass ihm der bevorstehende Tod und die damit verbundenen Qualen erspart bleiben sollten. Aber er beendete sein Gebet, in dem er seinen Wunsch dem Willen seines Vaters unterordnete (Matthäus 26, 39). Diese Unterwerfungsaufforderung rührt von der Idee her: Gott weiß besser Bescheid, was für den Menschen gut ist und was nicht. Dieses „Vater-Kind-Verhältnis“ ist der Grundgedanke, der sich durch das gesamte Evangelium zieht, denn Jesus spricht oft von dem „Vater“ aramäisch: Abba), den er selbst oft anrief und der angerufen werden solle. Dieses „patriarchale Gottesbild“ ist typisch für monotheistischen Religionen, die durch eine mächtige „Vaterfigur“ geprägt ist: Dieser mächtige Vater erfüllt Wünsche, wenn man ihm im Gebet darum bittet – oder auch nicht. Und die Menschen sind von ihm und seinem Willen abhängig. Jesus hat damals in dieser patriarchalischen Welt gelebt und musste – das ist meine Hypothese – die in dieser Gesellschaft bekannten Bilder vom Vater und seine Beziehung zu ihm verwenden, um verstanden zu werden. Er hat also mit Sicherheit mehr gewusst, als er den Menschen vermitteln konnte (Johannes 16,12) und war genötigt, dieses Wissen auf das Niveau der damals lebenden Menschen „heruntertransformieren“.
  • Gebete spiegeln ein autoritäres Gottesbild wider: Aus dem Unterwerfungsgedanken, der sich nicht nur in Worten ausdrückt („nicht mein Wille geschehe, sondern der deine“), sondern auch in der Körperhaltung und Gestik (beugen, knien, von unten nach oben schauend) lässt erkennen, dass Gott als unumstößlicher Herrscher („über Himmel und Erde“) angesehen wird. Auf ihn werden alle Allmachtphantasien projiziert, der aus einem Abhängigkeitsverhältnis resultiert und in dem der Mensch den vermeintlich angenommenen Willen Gottes versucht zu erfüllen, um nicht den Zorn Gotte auf sich zu ziehen. Gerade im Alten Testament wird dieser Gott als zürnender und rächender Gott dargestellt, der sogar die ganze Menschheit durch die Sintflut ausgerottet haben soll.

Am Schluss noch etwas Tröstliches: Selbst wenn Gebete als irrational angesehen werden können, bleibt noch die Frage, was sollten wir stattdessen tun? Wenn der monotheistische Gott als eine menschliche Projektion angenommen werden kann, bedeutet dies nicht, dass es ihn nicht gibt – nur nicht so, wie wir uns dies vorstellen! Gott in dieser monotheistischen Projektion bleibt immer ein unvollkommener und damit auch falsch verstandener Gott, weil ihm dann auch all die menschlichen „Unarten“ angehängt werden, die den Menschen nun mal eigen sind: Eifersucht (weil wir ihn nicht als das Wichtigste in unserem Leben ansehen, ist er sauer – 2. Mose 20,5) oder Zorn (weil wir seine Gebote übertreten haben, werden wir bestraft). Deshalb stellt der Monotheismus eine Sackgasse dar (https://www.guentherbirkenstock.de/monotheismus-gefaellig-nein-danke). Dieser „kleinkarierte“ Gott soll nach menschlicher Vorstellung auch gefälligst, wenn wir alles tun, was er will, dann wenigstens unsere Wünsche erfüllen! Wenn wir dieses Gottesbild über Bord werfen, wird damit aber Gott nicht obsolet, er kann aber dann nicht mehr durch Gebete in eine Dilemma-Situation gebracht werden oder ungerecht, weil er einigen hilft und anderen nicht. Dieses Gottesbild entstammt eben einer patriarchalen Gesellschaft, die für unsere abendländische Kultur typisch ist. Auch dann, wenn Gott als „Mutter“ verehrt würde, wie dies in matriarchalischen Kulturen typisch ist, änderte sich nichts prinzipiell, weil dies nur zu anderen, auch wieder menschlichen Projektionen führte, die wir mit einer treu sorgenden Mutter verbinden. Die Ablehnung eines dieser Gottesbilder führt aber nicht zwangsläufig zu einem Atheismus, sondern zu einer vielleicht reiferen Art der Gottessicht, die unserem fortschreitenden Bewusstsein entspricht.

Ich jedenfalls lasse mich auf das Abenteuer ein, mich nicht auf festgefahrene Gottesbilder zu verlassen, sondern habe Mut, den mühsamen Weg ins Ungewisse zu gehen, auch notfalls ohne Gebete auf den Lippen. Leider ist dieser Weg nicht angstfrei zu gehen und das Pfeifen (Beten) im Wald nicht unbedingt hilfreich. Was hilft aber dann?

  • Verstand: Wir können uns auf unseren Verstand verlassen. Nehmen wir tatsächlich an, Gott hat den Menschen erschaffen, warum sollte er ihn als ein einfältiges Wesen kreiert haben, das ständig ihn um seinen Rat (in Form eines Gebete) fragt? Bei dem Gebrauch des Verstandes habe ich die Erfahrung gemacht, dass das Denken nicht immer nur bewusst, sondern auch unbewusst erfolgt. Wenn ich mit einem Problem einschlafe, ist es manchmal auch so, dass ich am nächsten Tag die Lösung weiß – also hat mein Verstand nachts unbewusst das Problem gelöst. Dieser Verstand ist also nicht nur das „krampfhafte“ Nachdenken, sondern besteht auch im dem Zulassen des intuitiven Denkens.
  • Gottvertrauen: Das mag jetzt komisch klingen, denn warum sollte man auf Gott vertrauen, auch wenn das direkte Beten als sinnlos eingestuft wird? Jesus hat es selbst so formuliert, in dem er es als überflüssig erklärte, viele Worte zu machen, denn Gott wisse schon vorher, was für uns gut ist (Matthäus 6,8). Ist also doch Gott irgendwie immer im Spiel? Hier könnte ein Analogie helfen: Jede Körperzelle hat eine eigene Intelligenz, kann also selbst Entscheidungen treffen und ist nicht ein blinder Erfüllungsgehilfe eines genetischen Programms. Hierauf hat insbesondere der Zellbiologe Bruce Lipton hingewiesen, etwa in seinem Buch „Intelligente Zellen“ (https://www.amazon.de/gp/product/3867283079/ref=dbs_a_def_rwt_bibl_vppi_i0). Aber die Zellen sind nicht völlig unabhängig voneinander, sondern gehorchen einem „Oberboss“, und dieser ist unsere eigene Persönlichkeit, d. h. wir steuern meistens unbewusst, manchmal aber auch bewusst (ein Yogi kann z. B. die Körpertemperatur bewusst regeln, seine Atmung oder auch den Herzschlag verlangsamen usw.) die Funktionen unseres Körpers. Ähnlich stelle ich es mir vor, wenn es Gott gibt: Er steuert unser Leben so, dass alle Wesen in seiner Welt so leben, dass sie in einem gemeinsamen Miteinander gut funktionieren. Deshalb können wir uns auf uns selbst verlassen und auch auf den Chef, der alles im Griff hat – das wäre zumindest meine logische Annahme, wenn die Hypothese stimmt, dass es Gott gibt. Denn warum sollte er wollen, dass es uns schlecht geht, weil ja dann das gesamte System zusammenbrechen würde. Dieser „Systemzusammenbruch“ geschieht nämlich dann, wenn einzelne Zellen versuchen, aus der gedachten Ordnung auszubrechen. Es wäre verständlich, wenn eine Nierenzelle darum bäte (vergleichbar mit unserem Beten), dass sie von der grässlichen Aufgabe entbunden würde, ständig Giftstoffe aus unserem Körper herauszufiltern. Wenn sie es dann ohne Genehmigung nicht mehr tut, dann entsteht eine Krebszelle, die nur noch ein Programm kennt: sich selbst zu reproduzieren. Nur durch die Einordnung in die für jede Körperzelle spezifisch vorgesehene Aufgabe, ermöglicht ein störungsfreies Funktionieren. Diese Analogie kann helfen zu verstehen, woher die uns oft schicksalhaft empfundene Zuweisung von spezifischen Rollen – ähnlich wie in einem Theaterstück – und schicksalhaft anmutende Fügungen kommen kann, die manchmal nicht akzeptabel erscheinen. Sie stellen im Gesamtplan Gottes eine Notwendigkeit dar und die Akzeptanz der uns zugedachten Rolle ermöglicht dann erst die Erfüllung dieses Planes. So gesehen könnte auch der Kreuzestod von Jesus verstanden werden, der für ihn unangenehm war zu akzeptieren, der aber notwendig war, um den Heilsplan Gottes voranzutreiben.   
  • Leben ist kein singuläres Ereignis: Nahtoderfahrungen und Berichte von Medien vermitteln das Bewusstsein, dass wir nicht Einzelwesen sind, die in einem sinnlosen Universum nur eine singuläre Erscheinung darstellen (https://cdn.website-editor.net/fe35026c78fc4ba9a5a55b7f2f4caf1a/files/uploaded/Nahtoderfahrung%2520-%2520Indiz%2520f%25C3%25BCr%2520ein%2520Leben%2520nach%2520dem%2520Tod.pdf . Wir leben zwar z. Z. auf der Erde, aber unsere eigentliche Heimat scheint ganz woanders zu sein: Dort, wohin wir gehen, wenn der biologische Tod eintritt, ist unser eigentliches Zuhause. Das Leben wäre dann also mehr als nur die physische Existenz, sondern ein fortlaufender Prozess hin zu einer Vollkommenheit, die wir noch nicht erreicht haben, die aber notwendig ist, um in einer auf Vollkommenheit angelegten (jenseitigen) Welt leben zu können. Unsere physische Welt erscheint mir für dieses Vorhaben völlig ungeeignet zu sein, denn die Unlösbarkeit der Hauptprobleme (Sterblichkeit, Kampf ums Überleben und das damit verbundene Muss zum Töten anderer Lebewesen, Krankheiten) stehen diesem im Wege. Deshalb kann diese ewige Heimat nur im Jenseits liegen. Diese Zuversicht macht das Leben erträglicher und auch sinnvoller – ohne sie wäre das Leben sinnlos, weil es kein absolutes Sein im überirdischen Sinne gäbe.
  • Wir leben in geistiger Gemeinschaft mit überirdischen Wesen: Selbst Atheisten haben in Nahtoderfahrungen Erlebnisse, die darauf hindeuten, dass wir im Jenseits „Seelengeschwister“ haben, die uns nahe sind – im irdischen Leben und im Tod. Wir treffen diese dann spätestens wieder, wenn wir sterben und sind dann mit diesen vereint. Diese sind uns nahe, wenn wir in unserem Leben in schwierigen Lebenssituationen sind, wirken auf uns „inspirierend“ und helfen uns beim Übergang in die jenseitige Welt. In diesem Zusammenhang kann man auch von „Seelenfamilien“ (Varda Hasselmann) sprechen (https://www.amazon.de/Die-Seelenfamilie-Struktur-seelischer-Beziehungen/dp/3442215293). Wenn es Gott gibt, dann wäre es absurd anzunehmen, er müsse alles allein regeln. Wäre es nicht sinnvoller anzunehmen, dass er „sein Personal“ hat, das für das gute Funktionieren sorgt? Dieses Personal könnte aus nie inkarnierten Wesen bestehen (Engel) oder aus sich immer wieder im materiellen Kosmos inkarnierenden Wesen, die im ständigen Wechsel zwischen Jenseits und Diesseits einen Reifeprozess durchlaufen, der gelingen kann oder auch nicht. Gelingt dieser nicht, dann kann man „Fallwesen“ sprechen, die aus dieser göttlichen Ordnung herausgefallen sind und sich gegen das spirituelle Licht stemmen, das dann aufgrund dieses Widerstandes „Schatten wirft“, d. h. zu Zerwürfnissen und Spaltungen führt, worauf insbesondere Armin Risi hingewiesen hat (https://armin-risi.ch/Buecher/Licht-wirft-keinen-Schatten.php).  

Also: Wer beten möchte, soll es auch weiter tun. Diese Freiheit sei jedem zugestanden, aber nach meinen Überlegungen scheint es eher sinnvoll zu sein, ein ständiges „Eingebettetsein“ in eine sinnvolle Welt anzunehmen, die ein Beten, magische Rituale u. ä. mehr überflüssig erscheinen lassen. Wir können uns darauf verlassen, dass alles gut funktioniert, weil entweder alles von Anfang gut gedacht und geplant war oder müssen im Gegenteil davon ausgehen, dass alles nur dem Chaos und der Sinnlosigkeit unterworfen ist. Ich halte die erste Variante für wahrscheinlicher.

©Büren, 28.03.2020, Günther Birkenstock

Schlesien und Süd-Polen im September 2019

Willkommen in Polen, sagte der Busfahrer durchs Mikrofon als wir die Grenze in der nähe der Niederschlesischen Stadt Görlitz überquerten. Die Landschaft unterscheidet sich kaum. Weite Ebene, ein paar Windräder, die schnurgerade Autobahn. Nur die Verkehrsschilder deuteten darauf hin, dass wir uns im Nachbarland befanden.

Unsere Fahrt ging zunächst nach Breslau, auf polnisch Wroclaw. Zur rechten Seite das Riesengebirge, sagenumwoben, vom Dunst verblasst. Der hohe Skytower zeigte schon am Stadtrand an; die alte Hauptstadt der schlesischen Provinz ist eine moderne Stadt geworden. Breite Straßen, schicke Kaufhäuser, aber auch kleine Familienhäuser.

Der letzte Krieg hatte auch hier seine Spuren hinterlassen, aber die polnischen Bewohner haben sich des Erbes angenommen und die alten Patrizierhäuser rund um das gut erhaltene Rathaus zu neuem Glanz erstrahlen lassen. Auch die mächtige Jahrhunderthalle hat standgehalten und ist eines der Wahrzeichen Breslaus.  Überall wird Geschichte und Gegenwart lebendig. Unsere Stadtführerin erklärte uns, dass viele Namen und Plätze nach dem Krieg einfach auf polnisch umbenannt wurden. Das Andenken an frühere Gelehrte und Künstler der Stadt solle weiterhin erhalten bleiben und das war auch unser Eindruck.

Weiter ging die Fahrt durch das Oppelner Land. Hier hat sich bis heute eine deutsche Minderheit durch alle Zeiten seine Heimat erhalten. Etwas abseits auf unserer Route nach Süden lag die Stadt Czestochowa, zu deutsch Tschenstochau. Für jeden gläubigen Christen Polens ist dieser Wallfahrtsort ein Muss. Seit Jahrhunderten bewahrt die Festungsanlage Jasna Göra, das Paulinerkoster, das Bild der Schwarzen Madonna auf. Dem Bild werden heilige Kräfte nachgesagt. Und vielleicht ist etwas daran; die Festung selbst wurde in keinem der mittelalterlichen Kriege eingenommen.

Über Gleiwitz und Kattowitz  ging es am Annaberg vorbei. Er ist ein Symbol für den vielfachen Wechseln der schlesischen Herrscher.  

Schlesien und polnisch? Für manch einen mag dieses befremdlich klingen. Tatsächlich hat das Land in den letzten 1000 Jahren mehrfach die Herrscher gewechselt. Es gehörte polnischen Herzogen und Königen. Schweden und Austria hatten ihre Hand im Spiel bevor es Mitte des 18 Jh. an Preussen ging. 

Die größte Stadt im Süd-Westen ist Krakau  (Krakow). Der riesige Marktplatz mit den großen sog. Tuchhallen und der Marienkirche laden zum Verweilen ein. Viele Künstler und Touristen aus aller Welt sitzen in den Cafés rings herum und beobachten die bunten Pferdekutschen mit denen in Tracht gehüllten Kutschern nebst jungen Mädels.

Was kaum jemand weiß: Auch Krakau, welches schon außerhalb der Schlesischen Provinz liegt, hat ein Stück deutsche Geschichte. Die Stadt war lange die Hauptstadt des Polnischen Königreiches und mußte im 13 Jh. dem Ansturm der Mongolen mit seinen Goldenen Horden standhalten. Nach deren Abzug wurde die Stadt nach Magdeburger Stadtrecht wieder aufgebaut. Bis heute ist das schachbrettartige Straßenmuster der Altstadt erhalten.

Hinter Krakau wurde die Landschaft hügeliger und es kündigten sich die Gipfel der Hohen Tatra an. Ein Nationalpark durch deren Berge die Grenze zur Slowakei verläuft.

Hier leben die ‚Goralen’. Eine Art kleines Bergvolk, welches sich durch viele Generationen und dem Wandel der Zeit seine Identität und Traditionen beibehalten hat.

Zakopane ist für viele der Tourismusort schlecht hin. Im Sommer geht der Wandersmann durch die Berge, als Wintersportzentrum ist er Anlaufpunkt für viele Skifahrer. Auf der modernen Skisprunganlage kommt einmal im Jahr die Weltelite zusammen.

Unser Resümé war ganz klar: Schlesien und Südpolen brauchen sich nicht zu verstecken. Es ist alles schön sauber und es gibt auch leckere und deftige Mahlzeiten.  

Viele fragen sich vielleicht, könnte Schlesien nicht doch wieder zu Deutschland gehören oder, hätte es bloß diesen Krieg nicht gegeben...?! Aber Städte wie eben Breslau und Krakau sind nicht (mehr) nur polnisch und unerreichbar. Krakau steht als altertümliche und auch moderne Stadt in Europa in einer Reihe mit Dresden, Wien oder Florenz.  Das Land ist, wie schon zur Zeiten des Mittelalter, mitten in Europa angekommen.

 

Blick auf Zakop und Hohe Tatra                                                                      Jahrhunderthasse

 

Kutsche Krakau                                                                                            Magdalenenkirche Breslau

 

Marienkirche Krakau                                                                                     Marktpl Breslau

 

Oberschlesisches Industriegebiet                                                                  Oppeln

 

Rathaus Breslau                                                                                          Schloss Wawel in Kraukau

 

Strassenansicht Krakau                                                                               Tuchhallen Krakau

© Bildrechte: Perikles.Tv

 

 

1. Intro: 0 - 00:25 Min (Hintergrund/schwarz) 2. Einleitung: 00:25 - 01:00 Min (Hintergrund/gelb) 3. Definition/ Bedeutung des Begriffs Halal: 01:00 - 01:56 Min (Hintergrund/grün) 4. Die Speisen/ Schächten: 01:57 - 05:26 Min (Hintergrund/blau) 5. Das Geschäft mit den Halal Zertifikaten: 05:22 - 12:20 Min (Hintergrund/orange-rostbraun) 6. Islamische Quellen zum Begriff Halal: 12:21 - 16:20 Min (Hintergrund/rot-schwarz) Im dritten Teil von Islam Reflexion setze ich mich mit dem Begriff Halal auseinander. In vier Abschnitten über die Definition und Zuordnung des Wortes "Halal", über die in Deutschland eigentlich verbotene Art der Schlachtung (Schächten), bis zum Geschäft der Anhänger der Scharia mit der westlichen Welt und der damit einhergehenden Unterwerfung unserer Kultur/Freiheit/Sicherheit, bis zu den Quellen des Islams als Grundlage des Umgangs mit dem Begriff Halal, reflektiere ich 16 Minuten lang über das was zurzeit in Deutschland geschieht.

 

Der Komiker Jürgen von der Lippe hat die Zunahme der Politischen Korrektheit in Deutschland gegeißelt. „Wir bekommen gerade eine richtige Prüderie-Welle in Deutschland“, beklagte er im Interview mit der Bild am Sonntag. „Wenn ich daran denke, daß die Linken in Berlin-Kreuzberg Dessous-Models auf kommunalen Werbetafeln verbieten wollen, oder daß die Basketballer von Alba Berlin die Cheerleader abgeschafft haben.“ Und dies geschehe alles nur aus Angst vor der veröffentlichten Meinung in den sozialen Netzwerken. Dies sei „die Pest unserer Tage“ bezeichnete.

Weiterlesen

 

Das Mattschulhaus in Wil veranstaltet jährlich eine Adventsfeier. Gewisse Weihnachtslieder sind dort fortan nicht mehr erwünscht, da sie nicht «alle Kulturen ansprechen» würden.

Die Leitung des Mattschulhauses in Wil SG verschickte kürzlich ein Mail an alle Lehrer. In diesem wurde ihnen mitgeteilt, dass an der diesjährigen Adventsfeier am 20. Dezember drei Weihnachtslieder nicht mehr gesungen würden – aus «Rücksicht gegenüber anderen Kulturen und Religionen», wie es im Mail heisst. Die Lieder würden ersetzt. Und weiter: «Auch weitere Beiträge für die Weihnachtsfeier müssen so gestaltet sein, dass sich alle Kulturen angesprochen fühlen können.»

Bei den gestrichenen Weihnachtsliedern handelt sich um «Go Tell It on the Mountain», «Fröhliche Weihnacht überall» sowie «S grööschte Gschänk». Die bekannten Lieder thematisieren die Geburt Jesu

Weiterlesen

 

Die Türkei plant einem Medienbericht zufolge eine Bettensteuer für Hotelgäste. Wie das Fachmagazin "fvw" berichtet, hat das türkische Parlament die Einführung der Steuer beschlossen.

Weiterlesen

 

Ein Mordfall, der über Monate hinweg für Schlagzeilen sorgte, kommt an diesem Wochenende auf die Bühne des Bamberge ETA Hoffmann Theaters: "Die Töchter Europas" thematisiert offene Fragen des Falls der 2018 getöteten Tramperin Sophia Lösche.

Weiterlesen

Bildquelle: Birgit Böllinger/Pixabay

 

In der Nacht auf Samstag trafen in Stadtallendorf zwei junge Männer auf eine Gruppe Jugendlicher mit Migrationshintergrund. In der Nähe einer Polizeistation machten sie sich über die Trachten lustig, woraus sich ein Streitgespräch entwickelte. Anschließend kassierten die beiden männlichen Besucher des Festes aus der Gruppe heraus Schläge und Tritte. Bei dem Schlichtungsversuch der beiden Begleiterinnen wurde eine Frau angespuckt.

Quellenlink

 

Blues Power Rock vom Allerfeinsten.

Nicht aus Amerika, sondern aus Frankreich!