Der Kassenbon, der jetzt bei jedem Kauf dem Kunden ausgehändigt werden soll, ist ein weiterer Hinweis darauf, auf welche Form des Gemeinwesens wir uns weiter entwickeln sollen: einen Überwachungsstaat, bei dem der Fiskus jederzeit das Recht sich herausnimmt, alle finanziellen Transaktionen kontrollieren zu können, damit ihm nur ja kein müder Cent an Steuern verloren geht. Das „Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen” (BGBl. I S. 3152) ist eine Konkretisierung des § 146a AO, die folgende Regelungen vorsieht: 1. Ab 2020 müssen alle elektronischen Aufzeichnungssysteme über eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung verfügen. 2. Über eine einheitliche digitale Schnittstelle muss jederzeit eine fehlerfreie Datenübermittlung von Grundaufzeichnungen an das Finanzamt möglich sein. 3. Alle Geschäftsvorfälle müssen mit Belegen nachgewiesen werden. 4. Alle elektronischen Kassen müssen bei dem Finanzamt gemeldet werden (https://www.orderbird.com/blog/kassensicherungsverordnung/). Nicht der an den Kunden ausgedruckte Kassenzettel ist der eigentliche Sinn der Verordnung, obwohl er bei Kunden und den Unternehmern für großen Ärger sorgt, sondern die direkte Vernetzung mit dem Finanzamt und die damit verbundene Kontrollmöglichkeit. Aber die Produktion des überflüssig empfundenen Kassenbons ist das als Schildbürgerstreich empfundene Ärgernis, weil dabei eine Unmenge unnötiges Papier gedruckt wird, was zusammengerechnet einem Papierstreifen von einer Länge von 2 Mio. km im Jahr entsprechen soll und auch nicht einfach in der Papiertonne entsorgt werden kann, weil die Beschichtung aus Thermopapier besteht (https://www.youtube.com/watch?v=ydWlIzSaNsI). Wenn es nicht so traurig wäre und auch wütend machte, wie der Staat seine Bürger mit immer mehr Bürokratie zu ersticken droht, könnte man tatsächlich darüber lachen.

© Büren, 05.01.2020, Günther Birkenstock  

 

Der Vorsitzende des Rats der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD), Heinrich Bedform-Strohm, hat nach eigenen Angaben zufolge konkrete Morddrohungen erhalten, nachdem bekannt wurde, dass er sich für ein eigenes Rettungsschiff der evangelischen Kirche zur Rettung von angeblichen „Flüchtlingen“ im Mittelmeer eingesetzt hatte. Dies sagte er in einem Interview gegenüber der Augsburger Allgemeinen (https://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Morddrohungen-gegen-Bischof-Bedford-Strohm-nach-Fluechtlingsschiff-Initiative-id56361621.html). Die Solidarisierung mit ihm in den Medien folgte prompt, die dies scharf verurteilten (https://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Nach-Morddrohungen-Politiker-solidarisieren-sich-mit-Bedford-Strohm-id56365451.html). Es steht sicher außer Frage, dass eine Morddrohung gegen einen Menschen kein erlaubtes Mittel der Meinungsäußerung sein kann, aber man wird doch die politische Agenda, die dem Vorhaben der evangelischen Kirche zugrunde liegt, hinterfragen dürfen, bei der die „Amtshoheit“ eines Bischofs ausgenutzt wird, um bestimmte Ziele durchzusetzen, die ein nicht unerheblicher Teil der gläubigen Christen nicht teilen: Die Rettung von so genannten Flüchtlingen im Mittelmeer. Sie ist eben keine christliche Wohltat, wie viele meinen (https://perikles.tv/index.php/leserbriefe/953-gruende-fuer-die-ablehnung-der-seenotrettung-auf-dem-mittelmeer). Der Ratsvorsitzende  wirkt dabei genauso abgehoben von seinem „Kirchenvolk“ wie viele politische Mandatsträger, die sich ebenfalls sehr weit vom „gemeinen Volk“ entfernt haben und die Probleme der Deutschen mit der ungeregelten Migration nicht verstehen wollen, weil dies nicht in ihr politisches Konzept passt. Er steht stellvertretend für eine zunehmende „Politisierung“ der Kirchen und zwar in eine „links-ideologische“ Richtung, die nichts mehr mit dem Auftrag der Kirche zur Verkündigung des Evangeliums zu tun hat, bei der der „Amtsbonus“ eines Bischofs genutzt wird, um die Kirche in dieser Richtung von innen heraus zu verändern. Die Kritik an Bedform-Strohm ist kaum in der veröffentlichten Meinung spürbar, wenn dann nur sehr vorsichtig, wie sie etwa vom scheidenden Regionalbischof des bayerischen Kirchenkreises Regensburg, Hans-Martin Weiss, formuliert wurde: „Aber wir wünschen uns, dass er da zurückhaltender agiert und seine moralische Autorität nicht so vor sich herträgt, wie das mittlerweile n der Öffentlichkeit berechtigterweise kritisch wahrgenommen wird." (https://www.meine-kirchenzeitung.de/c-aktuell/seenotrettung-kritik-an-bedford-strohm_a14251). Dr. Lothar Gassmann hatte bereits 1996 in seinen 95 Thesen (https://l-gassmann.de/95-thesen/) seine Kritik im Hinblick auf diese politische Ausrichtung an der evangelischen Amtskirche geäußert und festgestellt, dass diese auf kein Interesse gestoßen ist. Als Folge dieses Desinteresses an inneren Reformen ist er aus der Kirche ausgetreten. Er beklagt, dass die wichtigen Kirchenämter von den 68-Systemverändern besetzt wurden, um ihre eigene politische Agenda mit Hilfe der kirchlichen Ämter voranzutreiben (https://www.youtube.com/watch?v=EXxiD7wQyGM). Manch anderer Christ, der seinen Glauben noch ernst nehmen will, tritt wegen dieser Entwicklung – Beteiligung an Schlepperdiensten, Anbiederung an den Islam, Verharmlosen oder Verschweigen von Christenverfolgung im eigenen Land durch Muslime – ebenfalls aus der evangelischen Kirche aus (https://www.youtube.com/watch?v=6eas1nKPfeg), wie dies Lisa Licentia verkündet hat. Diese Entwicklung könnte sich noch fortsetzen und sogar beschleunigen.

© Büren, 05.01.2020, Günther Birkenstock

 

Das friedliche Fest für Hilfsbedürftige unterschiedlichster Nationalitäten, welches das Pfarramt Aue-Bad Schlema (Sachsen) wie immer an Weihnachten für die Ärmsten der Gesellschaft organisierte, endete blutig!

Der Gemeindemitarbeiter Mike W. (51) warf sich dazwischen als es zu einem handfesten Streit zwischen einer Gruppe junger arabischer Migranten und einem Iraner gekommen war, wobei einer aus der Gruppe ein Messer zog und Mike W. lebensgefährlich verletzt hat.

Zum Glück konnte der Gemeindehelfer durch eine Not-OP gerettet werden und ist nun wohl außer Lebensgefahr!

Doch ist dieser Fall exemplarisch für so viele tagtägliche Messerstechereien, die idR. wegen Nichtigkeiten passieren? Ist im Pfarramt christliche Nächstenliebe auf muslimischen Nächstenhass gestoßen und hat jede bunte Multikultiutopie je zum Platzen gebracht?

Man muss sich den Sachverhalt nur einordnen: Ein Pfarramt des Landes, das in den letzten vier Jahre Millionen von sogenannten Flüchtlingen aufgenommen hat, veranstaltet an Weihnachten, dem Fest der Nächstenliebe, aus Sicht der Christen ein Fest für Hilfsbedürftige. Viele sogenannte Flüchtlinge aus dem muslimischen Kulturkreis sind vor Ort, streiten sich um die Geschenke, anstatt dankbar zu sein und stechen den Gemeindehelfer, der in christlicher europäischer Manier die Streitparteien deeskalierend trennen will, nieder.

Ging es der Migrantengruppe wieder um die Ehre, die durch das Abstechen des Iraners wiederhergestellt worden wäre? Warum tritt man immer in Gruppen auf? Ist es eine sozialdarwinistische Machtdemonstration?

Solche Migranten, die hier nur Hass verbreiten und keine Hemmschwelle haben, jemanden wegen eines Streits um ein Geschenk, abzustechen oder weil Gott und der Prophet beleidigt wurde, haben hier in Deutschland nichts zu suchen. Auch diese Undankbarkeit dem Pfarramt uns seinen Mitarbeitern gegenüber spiegelt aus unserer Sicht die radikalmuslimische Kultur gut wider. Man will sich keine Schwäche eingestehen, man hat von Kindesbeinen gelernt der Krieger zu sein, doch jetzt soll man den "Ungläubigen" danken. Da zerfällt bei vielen das Weltbild, dass dann in skrupellosen Hass endet.

Viele große Politiker halten Multikulti für gescheitert. Doch es kann funktionieren, wie wir es im akademischen Umfeld immer wieder im positiven Sinne merken. Ergo: Multikulti funktioniert, wenn Menschen mit einem sehr ähnlichen Wertekanon aufeinandertreffen: Wer ethisches Denken in seiner Sozialisation vermittelt bekommen hat z.B. im Sinne vom humanistischen Denken, also dem respektvollen Umgang miteinander, ist fähig im multikulturellen Rahmen zu kommunizieren und seinen Weg in der Gesellschaft positiv zu gestalten.

Jeder kann das theoretisch lernen, doch wenn eben dieser philosophische Ansatz diametral zur radikal muslimischen Kampfeskultur steht - und einige Asylanten denken eben in einem solchen Koordinatensystem, das beweisen uns tagtägliche Messerstechereien - dann ist jegliche Integration in unsere westliche Kultur Fehl am Platze! Insofern wären dann Abschiebungen von solchen Asylanten, die auffällig sind, die Sprache nicht lernen wollen und auf diese Weise zu tickenden Zeitbomben werden, besser.

 

Textquelle: https://www.bild.de/regional/chemnitz/chemnitz-news/messerstecherei-in-aue-darum-eskalierte-der-zoff-im-pfarramt-66933334.bild.html (Online-Zugriff: 27.12.2019)

 

© Marvin Weber

 

Selbstverständlich teilen auch wir die berechtigte Empörung über das menschenverachtende und asoziale Verhalten aller verantwortlich Beteiligten beim WDR und verurteilen dies schärfstens. 
Zu beachten ist allerdings, dass dies beileibe kein Einzelfall, sondern nur die Spitze des Eisberges an ähnlichen Machwerken darstellt, die oft sogar von Gewaltverherrlichung und/oder gar impliziten Gewaltaufrufen gegen die politische Opposition, die Polizei und andere staatstragende Institutionen begleitet werden, wie z.B. die hier nachfolgend angeführten Links belegen:
 
 
 
Es war und ist im Übrigen typisch für autokratische, sozialistische oder linksfaschistische Systeme - und deren Sympathisanten - die Gesellschaften, die sie kontrollieren wollen, maximal zu spalten und zu fragmentieren. Das natürlich gewachsene Vertrauen in den Keimzellen der Gesellschaft, also besonders in Ehe und Familie, wird zielgerichtet unterminiert: Mann gegen Frau, Alt gegen Jung oder eben Enkelgeneration gegen die Großeltern, Umweltaktivisten gegen `Ökosünder´ etc.etc. und so weiter und so fort .... auf diese Weise kann zielgerichteter, rechtsstaatlicher Widerstand gegen eine autokratische Regierung nur noch sehr schwer bis unmöglich organisiert werden.
 
Wir sollten uns also nicht allzu sehr aufregen - die Verantwortlichen für diese Skandale in Politik und Medien wollen uns gezielt provozieren. Dem begegnet man am besten mit größtmöglicher Ruhe - und effektiven, am besten juristischen Gegenmaßnahmen, soweit sie eben möglich sind. Bei den hier im Raume stehenden Verhaltensweisen gibt es sicher eine Menge Justiziables an Hass und Hetze; Klagen und Petitionen bieten sich also an - z.B. auf der Grundlage des Paragraphen 130 StGB (Volksverhetzung).
 
Ansonsten - locker bleiben, nicht die Ruhe und Energie der Weihnachtszeit rauben lassen....
 
© Siegfried Göbel, Studienrat

 

Es gab noch Zeiten, da hatte ich Vorbilder, also Menschen, die mir durch ihren Charakter, ihr Wissen oder Können imponieren konnten. Dies kann in der kindlichen Naivität, an der jugendlichen Überschwänglichkeit oder allgemein an der zu oberflächlichen  Betrachtung der mir imponierenden Persönlichkeiten liegen. Einige dieser als Vorbild dargestellten Persönlichkeiten erweisen bei näherem Hinsehen leider gar nicht so vorbildlich (https://www.youtube.com/watch?v=QnSrmzxWF34, https://www.youtube.com/watch?v=cYqeQY1kAv0): Mahatma Gandhi hatte sich zwar für die Befreiung von der Herrschaft der Inder durch die Briten eingesetzt, aber er war Befürworter des unbarmherzigen Kastensystems des Hinduismus, das ihm zu Gute kam, denn er selbst entstammte einer hohen Kaste, was es ihm erlaubte, maßgeschneiderte Anzüge zu tragen, zu studieren und in Afrika für Reiche als Rechtsanwalt zu arbeiten. Nelson Mandela gilt als Befreier der unterdrückten schwarzen Bevölkerung durch die Weißen, wofür er 27 Jahre im Gefängnis gesessen hat. Tatsache ist aber, dass er als Anführer des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) und der Südafrikanischen Kommunistischen Partei (SACP) mitverantwortlich für viele Tote war, die durch von ihm angestiftete Terroranschläge verursacht wurden, so dass er schließlich wegen 156 Anschlägen eine so hohe Gefängnisstrafe erhielt, weswegen er in jedem anderen Land auch als Terrorist zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden wäre. Mutter Teresa gilt allgemein als eine Ikone der Barmherzigkeit, weil sie sich für arme Menschen eingesetzt hat, um ihnen ein friedliches Sterben zu ermöglichen. In Wahrheit hatte sie Menschen, was Ärzte nach  ihren Besuchen in Kalkutta berichteten, die notwendigen medizinischen Hilfen verweigert und insbesondere die Schmerzbehandlung abgelehnt, was sie damit begründete, dass der Mensch nur im Leid Gott näher kommen könne. Als sie selbst im hohen Alter schwer krank wurde, nahm sie aber die modernen medizinischen Behandlungsmöglichkeiten gerne in Anspruch. Barack Obama gilt als „Smartboy“ doch zu den erklärten Lieblingen der Deutschen, der sogar den Friedensnobelpreis erhielt. Keiner seiner Versprechen hatte er aber wahrgemacht, sondern die Kriegsschauplätze, an denen amerikanische Soldaten beteiligt waren, um viele Länder, wie z. B. in Pakistan, Uganda oder Somalia, erweitert und die Bombardierungen mit Drohnen in Afghanistan und Irak verschärft. Er war auch maßgeblich an dem Krieg gegen Syrien beteiligt. Auch der vom Westen so hoch gelobte Dalai Lama Tendzin Gyatsho, der auch als eine Ikone der „Heiligkeit“ gilt, ist auch nicht so vollkommen, wie manche denken (https://www.youtube.com/watch?v=SDuqayOx2Nw). Denn dieser Mann gehörte wie seine angeblichen Vorinkarnationen, zu einer gehobenen Priesterkaste in Tibet, die die Menschen als Leibeigene ausbeutete. Nun werden einige denken: Es gibt doch noch einen, zu dem man unbedingt aufschauen muss: Jesus Christus. Aber leider muss ich auch die enttäuschen. Ich war lange Zeit genau wie andere der Auffassung, dass Jesus Christus, der allgemein doch als „Gottes Sohn“ gilt, unfehlbar ist. Das dachte ich auch, bis ich auf eine Stelle im Matthäus-Evangelium gestoßen bin, bei der von einer „kanaanäischen Frau“ berichtet wird, die vergeblich Jesus hinterher lief und rief: „Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Meine Tochter wird von einem bösen Geist übel geplagt.“ (Matthäus 15, 22) Als Jesus diese Bitte ignorierte, bedrängten ihn seine Jünger, sich um sie zu kümmern, aber nicht etwa, um ihr zu helfen, sondern weil sie ihnen offensichtlich wegen ihres Geschreis lästig geworden war (Matthäus 15, 23). Schließlich antwortete Jesus doch noch und antwortete: „Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel“ (Matthäus 15, 24). Das heißt doch im Klartext, nur weil sie zu einem anderen Volksstamm gehörte, lehnte er es ab, sich mit ihr zu befassen. Wer denkt, dass es damit genug wäre, hat sich getäuscht, denn es kommt noch schlimmer. Als sie immer noch nicht abließ und sich sogar vor ihm niederwarf, antwortete er ihr: „Es ist nicht recht, dass man den Kindern ihr Brot nehme und werfe es vor die Hunde.“ (Matthäus 15, 25). Das ist doch starker Tobak! Sie blieb aber hartnäckig und entgegnete ihm, dass aber doch auch die Hunde den Brosamen, die vom Tisch des Herrn fallen, äßen. Erst nach dieser Entgegnung bescheinigte ihr Jesus, dass ihr Glaube groß sei und ihr deshalb geschehe wie sie wolle (Matthäus 15,28). Es wird zwar berichtet, dass die Tochter gesund wurde – aber unter welchen Bedingungen! Für dieses Verhalten bedarf es einer Erklärung – hier ein Versuch: Die Kanaaniter waren die Ureinwohner des „gelobten Landes“, das für die Israeliten Gott ausgesucht hatte. Deshalb hatte dieser Gott den Israeliten den Befehl gegeben, die Hetiter, Amoriter, Kanaaniter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter zu vernichten, um das Land zu erben, dass der Herr ihnen gegeben hat (5. Mose, 20, 17). Sie wurden von den Israeliten vertrieben und lebten dann nördlich der Israeliten, etwa im Gebiet des heutigen Jordanien (https://hpd.de/artikel/schicksal-kanaaniter-14663). Allerdings hatten sie eine weiter entwickelte Kultur, denn sie kannten schon ein Alphabet (https://www.wissenschaft.de/geschichte-archaeologie/den-geheimnisvollen-kanaanitern-auf-der-spur). Aber sie pflegten eine andere Religion, nämlich den Baal-Kult - den Kanaanitern wurde nachgesagt, dass sie heidnische Bräuche praktizierten, unsittlich lebten und kleine Kinder opferten (https://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/2010006) -, während die Israeliten dem JHWH-Kult anhingen (https://de.wikipedia.org/wiki/Kanaaniter). So, jetzt hätten wir die Lösung für die Schroffheit, mit der Jesus dieser Frau aus Kanaan begegnete: Es handelte sich um einen Volksstamm, der von den Israeliten vertrieben wurde und deshalb muss wohl eine Feindschaft bestanden haben zwischen beiden Völkern. Jesus entpuppte sich in dieser Szene eben nicht als der universelle Gottgesandte, sondern als einer, der sich nur für die Israeliten zuständig sah. Diese Behauptung wird nicht nur durch diese Bibelstelle gestützt, sondern auch dadurch, dass er seinen Jüngern den Auftrag erteilte, nur zu den „verlorenen Schafen des Hauses Israel“ zu gehen, um ihnen zu predigen, dass das Reich Gottes nahe sei, und nicht zu den Heiden, wozu  auch die Samariter gehörten (Matthäus 10, 5-6). Moment mal: Gibt es nicht das Gleichnis vom barmherzigen Samariter? Jesus hat sich wahrscheinlich gerade einen Mann der Samariter als Retter ausgedacht, weil auch diese mit den Israeliten zerstritten waren und es deshalb unwahrscheinlich war, dass ein solcher dem Fremden helfen würde. Dass Jesus sich selbst also nicht als ein universell an die Menschheit Gesandter verstand, kann also bejaht werden. Er war auch nicht vollkommen, was er von sich selbst nicht behauptet hatte. Im Gegenteil. Als ein reicher Mann ihn mit den Worten „guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben“ begegnete, entgegnete ihm Jesus recht barsch: „Was nennst du mich gut? Niemand ist gut, außer Gott allein.“ (Markus 10, 17-18). Vielleicht könnte die Einsicht, dass auch Jesus mangelhaft war, für viele ein Schock sein, die glaubten, dass er als zweite Person der Trinität unfehlbar wäre. Dann bliebe dann doch noch Gott allein übrig, der als unfehlbares, untadeliges Wesen ein Vorbild sein sollte. Dieser Gott, auf den sich Jesus immer bezog (von ihm „Abba“ genannt – ähnlich unserem deutschen Wort für Vater: Papa), entpuppt sich aber gar nicht so als vollkommen. Interessant ist der Bericht von dem Mord des Abel durch seinen Bruder Kain. Es wird meistens die Tatsache unterschlagen, dass das Opfer, das Kain Gott erbracht hatte, von diesem verworfen worden war. Der Grund war, dass Kain nur die Früchte des Feldes als Opfer darbrachte, Abel aber als Opfer „die Erstlinge seiner Herde und von ihnen ihr Fett“ (1. Mose 4, 4) darreichte. Dann soll es Gott also besser gefallen haben, dass Kain Tiere tötete, um sie als Opfer Gott darzubringen? Wohingegen soll die friedliche Ernte von Obst und Gemüse, dem kein Töten eines Tieres vorausging, Gott nicht gefallen haben? Die Wut, die Kain aufgrund dieser ungerechten Beurteilung auf seinen Bruder hatte, wäre dann auch Gott anzulasten. Aber es kommt noch schlimmer: Man erinnere sich, dass Gott selbst entweder selbst das Töten der Feinde seines „auserwählten Volkes“ vornahm oder dazu anstiftete. Er entpuppt sich also als „Kriegsgott“, der den Befehl gab, andere Völker zu vernichten! Und dieser Gott war nicht nur der Urheber für die Idee der Vernichtung des Volkes der Kanaaniter, sondern er hat auch andere Völker nicht gemocht und sie vernichtet und den Israeliten befohlen, ihnen gegenüber keine Gnade walten zu lassen (5. Mose 7, 1-2), auch die Ägypter hat er nicht verschont und ihnen zehn Plagen geschickt (2. Mose 7-11). Der Höhepunkt ist sicher die Sintflut, mit der er sogar die ganze Menschheit vernichtet hatte (außer Noah und seiner Familie), weil die Menschen, die er geschaffen hatte, aus seiner Sicht nur Böses im Sinne hatten (1. Mose 6, 5-7). Juristisch gesehen würde man heute so ein Verhalten als zu extrem verurteilen, weil die Vernichtung aller Menschen als eine unverhältnismäßige Maßnahme erscheint (können denn alle Menschen ausnahmslos böse gewesen sein?). Auch dieser Gott kann dann also kein Vorbild sein, denn er vernichtet diejenigen, die ihm nicht gefallen. Wie kann man da noch von einem barmherzigen Gott reden? Dieses Gottesbild entspricht dem der patriarchalischen Strukturen der antiken Völker zu Abrahams Zeit. Es ist mit ein Grund, warum ich den Monotheismus ablehne, weil er uns auf die falsche Fährt führt (https://www.guentherbirkenstock.de/monotheismus-gefaellig-nein-danke).

Wenn ich mich heute im deutschen Sprachraum umsehe, habe ich den Eindruck, dass Vorbilder Auslaufmodelle sind. Es fällt mir niemand ein, von dem ich sagen könnte: diesen Menschen könnte ich mir als Vorbild nehmen. Stattdessen scheint es fast nur noch Menschen zu geben – zumindest wenn man die so genannten Prominenten unter die Lupe nimmt –, bei denen sich bei mir beim besten Willen keine Gefühle der Bewunderung regen, eher Verachtung, Ekel oder sogar Hass. Aus den Reihen der Politiker fällt mir nun gar keiner ein, der mir im positiven Sinne aufgefallen ist. Die politische Führungselite kommt mir doch sehr abgehoben und vorwiegend mit der eigenen Person beschäftigend vor: Skrupellosigkeit im Umgang mit den Steuergeldern der Bürger ist für viele kennzeichnend. Politische Gegner, selbst aus den eigenen Reihen, werden beseitigt, wenn sie der eigenen Karriere im Wege stehen. Es gibt keinen, der Visionen vermitteln kann, auf welchen Weg wir uns bewegen könnten. Alles ist kurzlebig und beliebig geworden. Überzeugungen - falls solche überhaupt existiert haben - werden über Bord geworfen, sobald es opportun erscheint, diese abzulegen, um in der Beliebtheitsskala nicht nach hinten zu rutschen. Bekanntlich stinkt der Fisch vom Kopf her, und der stinkt nun mal gewaltig. Viele Mitläufer erhoffen sich durch ein Stillhalten und applaudieren an den richtigen Stellen irgendwelche Vorteile im Rennen um gute Listenplätze bei Wahlen oder bei der Berufung zur Übernahme eines Amtes auf der Regierungsbank. Auch Pressevertreter haben anscheinend jeden Schneid verloren, biedern sich den Machthabern an und reden diesen nach den Mund, wagen keine riskant erscheinenden Fragen zu stellen, fungieren oft nur als Stichwortgeber für die politischen Akteure. Und wie sieht es mit den Kirchen aus? Auch da gibt es gähnende Langeweile und Überdruss, salbadernde Schönredner, die gern von Nächstenliebe sprechen, sie aber nicht praktizieren. Kirchenfunktionäre, Pfarrer und Bischöfe aller Art gehen mit dem politischen Mainstream konform, lassen den Politikern in ihren eigenen Reihen zu viel Raum und laufen dem Zeitgeist hinterher. Kirchliche Veranstaltungen verkommen mehr und mehr zu Unterhaltshöhepunkten von Festivitäten aller Art, zu denen sich die Pastöre gerne hingeben, um bei den noch verbliebenen Kirchenanhängern beliebt zu sein. Gerne wird von Barmherzigkeit Gottes geredet, weil das die Kirchgänger gerne hören. Die Stars und Sternchen der Unterhaltungsbranche scheinen auch nur noch dem Geld hinterher zu laufen, geben sich gerne auch politisch gesehen links und solidarisieren sich mit denen, die sich im Kampf gegen rechts zu profilieren versuchen. Sie tun es, weil der politische Mainstream so ist und passen sich an, um bei ihren Fans beliebt zu sein (https://www.youtube.com/watch?v=ZNiVoGTDjE4&list=FLtL3RkbQAiv1QEKvw-wvXfw&index=22), schließlich wollen sie ihre Musikprodukte verkaufen. Und der Rest? Vielen scheint es nur um eines zu gehen: Geld und Karriere. Das sind die Götzen unserer Zeit, denen sie hinterherlaufen. Sie interessieren sich weder für das Schicksal anderer Menschen noch um das Gemeinwohl in einer immer gnadenloser werdenden Gesellschaft. Wer in einer Welt überleben will, die von Ellenbogenmentalität beherrscht wird, muss sich anscheinend dieser anpassen. Zweifelhafte Vorbilder sind heute die Neureichen, die es durch rücksichtsloses Vorgehen zu Reichtum gebracht haben.

Wie sieht es nun aus mit den Vorbildern? Die Demontage der bekannten Vorbilder könnte den einen oder anderen resignieren lassen getreu nach dem Motto: Es ist doch sowieso egal, wie du lebst, Hauptsache dir geht es gut. Nein, so einfach ist es nicht. Wir brauchen das Idealbild vor Augen, weil wir eben nicht nur biologische Wesen sind, die in der kurzen Zeit unseres Daseins auf Erden für unser leibliches Wohl sorgen müssen, sondern auch spirituelle Wesen, die nicht nur von dieser Welt sind. Nur ein Jenseitsbezug schafft die notwendige Spannkraft, um sich an Idealen zu orientieren, die wir wahrscheinlich hier auf Erden nie erreichen können, aber die wir anstreben sollten, um im Jenseits bestehen zu können. Nahtoderfahrungen bestätigen, dass es eine Art „Gericht“ gibt, bei dem das Leben gemessen wird an der Erfüllung festgesteckter Ziele, die sich an Idealen orientieren (https://cdn.website-editor.net/fe35026c78fc4ba9a5a55b7f2f4caf1a/files/uploaded/Nahtoderfahrung%2520-%2520Indiz%2520f%25C3%25BCr%2520ein%2520Leben%2520nach%2520dem%2520Tod.pdf).  „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut; denn das allein unterscheidet ihn von allen Wesen, die wir kennen“ (Wolfgang von Goethe), lautet ein möglicher Leitfaden für uns. Vielleicht sollten wir Abstand nehmen davon, die Ideale an Personen fest zu machen, sondern besser als abstrakte Ideen verstehen, die dann aber in konkreten Handlungsvorgaben enden sollten, damit sie nicht zu reiner Theorie verstauben.   

© Büren, 24.12.2019 Günther Birkenstock