Die Seenotrettung von Flüchtlingen aus dem Mittelmeer ist ein Phänomen, das viele Menschen bewegt und auch in zwei Lager spaltet: in die einen, die diese Seenotrettung befürworten und dies auch noch mit christlichen Motiven begründen und in die anderen, die dagegen sind. Die europaweit seit 2018 agierende Organisation „Seebrücke“  richtet sich gegen die angebliche Kriminalisierung der Seenotrettung (https://de.wikipedia.org/wiki/Seebr%C3%BCcke_(B%C3%BCndnis) und unterhält auch in Deutschland zahlreiche Stützpunkte (https://seebruecke.org/), von dort auch Aktionen gestartet werden, um die Rettungstaten im Mittelmeer zu unterstützen. Viele Städte haben sich einem Bündnis „Sichere Häfen“ angeschlossen, um die Aufnahme von so genannten Flüchtlingen zuzusichern, gehen dabei aber kein Kostenrisiko ein, da der Bund nach Aussage des Innenministeriums die Kosten übernimmt (https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Buendnis-Sichere-Haefen-Bund-traegt-die-Kosten,hafen1606.html). Ich zähle mich zu dem zweiten Lager, die die Seenotrettung ablehnen und will dies hier begründen:

  1. Die Seenotrettung begünstigt nur die Starken: Diejenigen, die es auf dem afrikanischen Festland bis zur Meeresküste am Mittelmeer geschafft haben, gehören in mehrerer Hinsicht zu den Starken. Sie sind physisch stark genug, die Strapazen auf sich zu nehmen. Sie haben aber auch genügend Geld, die Schlepper bezahlen zu können. Diese Konstellation begünstigt vor allem junge Männer, während Frauen und Kinder dafür weniger geeignet sind.
  2. Die Schwachen bleiben zu rück und werden allein gelassen: Die Schlussfolgerung ist, dass die Schwachen (z. B. Alte, Kranke, Behinderte, Kinder, Frauen) es nicht so leicht schaffen, sich bis zum Mittelmeer durchzuschlagen, sie bleiben eher zurück in ihrem Heimatland. Die starken jungen Männer fehlen aber dem Land, aus dem sie kommen, um dort beim Aufbau zu helfen.
  3. Unterstützung von unsolidarischem Verhalten: Wer seine Heimat verlässt, um nach Europa zu gehen, sucht primär für sich selbst bessere Lebensbedingungen. Das ist verständlich. Jedoch hat er damit nur seinen eigenen Vorteil im Blickfeld. Er nimmt keine Rücksicht auf Angehörige, die zurückbleiben. Vielleicht könnte er doch noch für seine Eltern, Ehefrau oder Kinder sorgen. Möglicherweise verspricht er, sie aus dem Ausland finanziell zu unterstützen. Aber er sucht zunächst einmal sein eigenes Glück und lässt die anderen im Stich.
  4. Handlangerdienste für Schlepper: Weil die Schlepper davon wissen, dass es Seenotretter von Nichtregierungsorganisationen (NGO) gibt, die die Flüchtlinge aufnehmen wollen, können sie die Flüchtlinge in nicht für die Überfahrt nach Europa geeignete Boote setzen. Die Flüchtlinge wissen davon, dass es solche NGO-Schiffe gibt und dass die Mannschaften dieser Schiffe sie retten wollen. Das erleichtert ihnen es, sich dem Risiko auszusetzen, sich in ein für die Überfahrt ungeeignetes Schlauchboot zu begeben. Sie provozieren damit ihre eigene Seenotlage. Ohne dass man eine direkte Absprache zwischen Schleppern und NGO-Rettern unterstellen muss, ist es für beide klar, dass sie indirekt „Hand-in-Hand“ arbeiten. NGO-Retter machen sich somit zu Komplizen von modernen Menschenhändlern.
  5. Moralische Nötigung: Es wird immer wieder das Argument von den Befürwortern gebracht, dass doch Seenotrettung nicht kriminell und damit gerechtfertigt sei, so auch der Außenminister Heiko Maas, der auf Twitter schreibt: „Menschenleben zu retten ist eine humanitäre Verpflichtung, Seenotrettung darf nicht kriminalisiert werden“ (https://twitter.com/HeikoMaas/status/1144949474076319744).Nur oberflächliche Menschen würden auch behaupten, dass Seenotrettung kriminell sei, denn nach internationalem Seerecht ist die Seenotrettung selbstverständlich legal. Problematisch ist aber die Anfahrt eines europäischen Landes, um dort die Lanhdung in einem europäischen Hafen zu erzwingen, denn es besteht nach dem Seerecht nur die Verpflichtung, den Geretteten an einen sicheren Hafen zu bringen, so dass auch die Anfahrt  eines Hafens an der afrikanischen Küste, die zudem i.d.R. näher ist, möglich ist. Wenn die Landeerlaubnis eines europäischen Landes nicht sofort erteilt wird, verschlechtert sich zwangsläufig die Situation der geretteten Flüchtlingen mit der Folge, dass die Nichterteilung einer Landerlaubnis eine Zugzwangssituation hervorruft: Wird diese nicht erteilt, erhöht sich dadurch der Druck auf das ablehnende Land, doch noch die Landeerlaubnis zu erteilen, um in der Öffentlichkeit nicht als menschenverachtend dazustehen.  Ein solches Verhalten der NGO-Retter kommt einer moralischen Erpressung gleich, denn wenn die Landeerlaubnis nicht erteilt wird, setzte sich das Land einem moralischen Protest der veröffentlichen Meinung aus. Schlimmer noch ist die Variante – siehe das bekannte Verhalten von der deutschen Kapitänin Carola Rackete – die Landung in einem Hafen mit Gewalt zu erzwingen.
  6. Seenotrettung ist nicht christlich: Kirchenvertreter begründen die Seenotrettung gerne mit dem Gebot der christlichen Nächstenliebe. Wenn dies der Fall wäre, dann müsste jeder, der einen Flüchtling aus dem Meer rettet und auf das europäische Festland bringt, alle Folgekosten übernehmen. Die Begründung ist die, dass Jesus in dem Gleichnis vom „barmherzigen Samariter“ erzählte, dass der Samariter den ausgeraubten Mann nicht nur gerettet hatte, indem er ihn auf seinem Reittier mitnimmt, sondern dass er ihn in eine Herberge brachte, für deren Kosten er selbst (!) aufkommt; er sichert dem Wirt auch noch zu, dass er ihm noch mehr Geld geben werde, wenn er zurückkommt (Matthäus 10, 35-37). Dass die Seenotretter sich bereit erklärt hätten, alle Folgekosten ihrer Lebensrettung zu übernehmen, ist mir nicht bekannt. Deshalb halte ich die Seenotrettung insofern für Heuchelei, als sie zwar vordergründig der Rettung von Menschenleben dient, aber alle Folgekosten der Allgemeinheit aufbürdet.
  7. Negierung des Willens der Bevölkerung: Man stelle sich folgendes vor: Es gäbe eine Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen vor der Obdachlosigkeit zu retten. Die Menschen dieser Organisation streiften durch belebte Straßen der Großstädte oder Parks, um dort Obdachlose aufzusammeln. Nachdem sie sie in ihren Wagen mitgenommen hätten, gingen sie auf die Suche nach geeigneten Unterkünften und versuchten die vor der Obdachlosigkeit geretteten Menschen in Häuser von aus ihrer Sicht wohlhabenden Leuten - durch moralischen Druck, notfalls auch mit Gewalt, gegen den erklärten Willen - unterzubringen. Sie kümmerten sich nach dem „Abladen“ der Obdachlosen nicht weiter um deren Schicksal, sondern bürdeten dieses den aus ihrer Sicht geeigneten Menschen auf, denen sie die Obdachlosen überlassen haben. Nichts anderes tun die NGO-Retter, in dem sie die Flüchtlinge einfach an Land bringen, ohne sich vorher zu vergewissern, ob dies auch dem Willen der Bevölkerung entspricht. 
  8. Verhinderung legaler Einreise: Wer auf dem Seeweg durch die NGO-Helfer auf das europäische Festland gebracht wird, muss sich nicht darum bemühen, bei der deutschen Botschaft in seinem Heimatland eine legale Einwanderung in die Wege zu leiten; letzterer Weg nach Deutschland ist nicht einfach, denn es müssten eine Reihe von bürokratischen Hürden überwunden werden, weil vor der Einreiseerlaubnis eine Überprüfung durch die deutschen Behörden stattfinden muss.
  9. Erhöhung des Drucks auf Benachteiligte: Man findet häufig Befürworter der Seenotrettung in der gehobenen Mittelschicht, die keine oder mäßige Existenzängste haben, die in bevorzugten Wohngegenden leben und dadurch wenig direkten Kontakt mit denjenigen haben, deren Einreise sie befürworten. Sie haben auch genügend Geld, um ihre Kinder auf Privatschulen zu schicken, wo der Migrantenanteil nicht so hoch ist. Anders sieht es in ärmeren Bevölkerungsschichten aus: Dort kommt es zur direkten Konkurrenz auf dem enger werdenden preiswerten Wohnungsmarkt. Außerdem müssen sie in Stadtteilen leben, die durch einen hohen Migrantenanteil mit dem dazugehörigen Konfliktpotential gekennzeichnet sind.
  10. Isolierte Betrachtung der Seenotrettung und Glorifizierung der Retter: Wer einen Menschen aus Seenot rettet, betrachtet sich selbst als einen großen Helden – und lässt sich gerne auch so feiern. So wurde z. B. Carola Rackete vom Katalanischen Parlament am 10.09.2019 eine Ehrenmedaille für ihre Seenotrettung verliehen und sie damit als „Verteidigerin der Menschenrechte“ gewürdigt (https://www.jungewelt.de/artikel/362490.katalonien-auszeichnung-f%C3%BCr-seenotrettung.html). Er isoliert diese Handlung von allen Vorbedingungen und Folgen. Nur so erscheint sie ihm und auch der willfährigen Presse als eine glorreiche Tat. Was zur Flucht eines Menschen geführt hat, ob dies mehr oder weniger lobenswerte Beweggründe hatte, interessiert ihn nicht sonderlich. Auch die Folgen sind ihm egal. Ob er möglicherweise hilft, dass Kriminelle nach Europa gelangen, ob die aufgekommenen Flüchtlinge aufgrund der kulturellen Unterschiede überhaupt eine Integrationsmöglichkeit haben, liegt auch nicht in seinem Blickfeld. Ihn interessiert allein die Rettungstat. Diese Einschränkung der Perspektive ist im Grunde genommen verantwortungslos, sowohl gegenüber den Geretteten also auch gegenüber der  Bevölkerung, die diese aufnehmen sollen.

Die Seenotrettung hat eine Affinität zum Gutmenschentum oder sie ist ein Ausfluss dieser Attitüde, bei der ebenfalls ein blinder Fleck existiert, der bewirkt, dass bestimmte Aspekte der Realität ausgeblendet werden, damit sie aufrecht erhalten werden kann. Die Beschränkung der Sichtweise, dass die Seenotrettung ausnahmslos eine gute Tat ist, resultiert aus dieser Beschneidung der Wahrnehmung der Wirklichkeit auf die den eigenen Menschen- und Weltbild entsprechenden Einstellungen.

©Büren, 28.11.2019, Günther Birkenstock

 

Die Älteren werden sich noch daran erinnern und auch diejenigen, die im Geschichtsunterricht aufgepasst hatten: Das gab es schon einmal in Deutschland, wenn wir in die jüngste Geschichte zurückblicken. Die Totalität des Staates in Form einer Diktatur, in der die Volksgemeinschaft gefangen war und nicht mehr herauskonnte. Es war die Zeit des Nationalsozialismus, die von dieser Totalität geprägt war. Totalität bedeutete in diesem Zusammenhang, dass das gesellschaftliche Leben und die gemeinsamen Vorstellungen über Recht und Unrecht so vereinheitlicht waren, dass Ausnahmen nicht zugelassen wurden. Hitlers Machtergreifung und die folgende Zeit waren die Folge einer desolaten gesellschaftlichen Gesamtsituation mit hoher Arbeitslosigkeit, Ertragen von Kriegsfolgelasten (des 1. Weltkrieges) und einer gedemütigten Volksseele, der man durch den verlorenen Weltkrieg sein Selbstwertgefühl genommen hatte. Hitler verstand es geschickt, dem deutschen Volk wieder das verloren geglaubte Selbstbewusstsein zurückzugeben. Er schaffte ein neues Wir-Gefühl, durch das die Massen wieder Hoffnung auf eine bessere Zukunft schöpften. Die Deutschen mussten aber hierfür einen hohen Preis zahlen: den Verlust der Freiheit. Denn Hitler hatte von Anfang das Ziel, einen totalitären Staat zu schaffen von einer Gesellschaft, die „wie ein Mann“ hinter ihrem Führer stand. Dazu war es notwendig, alle gesellschaftlichen Kräfte „gleichzuschalten“. Diese „Gleichschaltung“ lag darin, alle wichtigen Positionen in der Gesellschaft mit getreuen Gefolgsleuten zu besetzen. Das waren i.d.R. die Anhänger der NSDAP, die mit ihrem Treueschwur auf Hitler zu willigen Vasallen wurden. Regierungsämter, Presse, Rundfunk und Fernsehen und Justiz wurden auf diese Weise infiltriert. Selbst die noch freien Vereine und die Kirche mussten entsprechend dieser Ausrichtung auf die von ihm gewollte totalitäre Staatsform hin beeinflusst werden. Sein Vorhaben wurde konsequent durch eine getreue Gefolgschaft mit einer Günstlingswirtschaft – nur diejenigen, die den Treueschwur ablegten und in die Partei eintraten, hatten die Möglichkeit des beruflichen Fortkommens – umgesetzt. Die Art und Weise, wie dies umgesetzt wurde, kann heute nur aus noch vorhandenen Aufzeichnungen  der damaligen Zeit rekonstruiert werden. Für das Deutsche Rote Kreuz, mein früherer Arbeitgeber, habe ich die Geschichte des DRK auch in der Nazizeit für die Homepage des DRK-Kreisverbandes Korbach-Bad Arolsen durchleuchtet, und bin zu dem erschreckenden Ergebnis gekommen, dass auch das Rote Kreuz seine Unabhängigkeit aufgegeben hatte. Damals mussten auch Rotkreuzler auf Hitler einen Treueschwur ableisten der folgendermaßen lautete: „Ich schwöre Treue dem Führer des Deutschen Reiches und Volkes Adolf Hitler. Ich gelobe Gehorsam und Pflichterfüllung in der Arbeit des DRK nach den Befehlen meines Vorgesetzten. So wahr mir Gott helfe." Diese Verpflichtungserklärung wurde von dem Vorsitzenden des Kreisvereins Heinrich Bremer in Form einer "Verpflichtungstour" von jedem abverlangt (http://drk-korbach.de/ueber-uns/geschichte/drk-kv-kb-ba.html). In dem Brief des damaligen Präsidenten des DRK, Herrn von Winterfeldt, an den damaligen Reichskanzler hieß es: „Das Deutsche Rote Kreuz verehrt in Ihnen, Herr Reichskanzler, den Führer, der in wenigen Monaten stürmischer Entwicklung die Erneuerung des Deutschen Roten Kreuzes vollzogen hat. Im Namen anderthalb Millionen Männer und Frauen im DRK erkläre ich die unbedingte Bereitschaft, uns Ihrer Führung zu unterstellen und Ihnen zu folgen." (http://drk-korbach.de/ueber-uns/geschichte/drk-kv-kb-ba.html). Niemand konnte damals im Vorstand des Roten Kreuzes sein, der nicht auch Mitglied der NSDAP war. Durch das Gesetz über das Deutsche Rote Kreuz, das am 01.01.1938 in Kraft trat, ging die Unabhängigkeit in Form des Vereinsstatus verloren und das DRK wurde in eine Körperschaft des öffentlichen Rechts umgewandelt (http://drk-korbach.de/ueber-uns/geschichte/drk-kv-kb-ba.html).

Gibt es Parallelen zur heutigen Zeit? Diejenigen, die wie ich noch die Zeit miterlebt haben, als nach dem Krieg in Westdeutschland eine Aufbruchstimmung herrschte, können nur noch wehmütig zurückblicken. Die Welt war insofern noch in Ordnung, als die Menschen sich auf einander verlassen konnten, ein Grundkonsens vorhanden war, der auf einem christlichen Glauben gründete. Das später in der 68-iger Bewegung verächtlich gemachte „christliche Abendland“ hatte noch einen prägenden Einfluss auf die Menschen. Charakteristisch war ein gemeinsamer Wertekanon, der die Menschen zusammenhielt und der sich z. B. in festen Rollen der Geschlechter – Frauen waren noch weiblich und Männer maskulin – ausdrückte. Frauen mussten sich noch nicht schämen, dass sie „nur Hausfrau“ waren. Im Gegenteil: Sie waren stolz darauf und freuten sich daran, für Ehemann und Kinder zu sorgen. Und sie erhielten hierfür auch die notwendige Wertschätzung. Die Männer waren tatsächlich noch in der Lage, mit ihrem Lohn eine Familie ernähren zu können und die Mieten waren erschwinglich. Die Familie war noch der Mittelpunkt des Lebens und wurde hoch geschätzt. Schulden machen, um z. B. den Konsum zu finanzieren, war der absolute Ausnahmefall. Wenn Kredite aufgenommen wurden, dann für mittel- und langfristige Güter wie z. B. Autos oder Häuser. Kinder konnten noch draußen auf den Straßen unbesorgt spielen. Frauen mussten nicht ständig Angst davor haben, überfallen, vergewaltigt und umgebracht zu werden. Mit dem politischen Wechsel Ende der 60iger Jahre war diese schöne Zeit vorbei. Alles wurde infrage gestellt und diskutiert und der „Gammel- und Schlampenlook“ hielt Einzug im Alltag. Vor allem Frauen befreiten sich angeblich von der Unterdrückung durch den Ehemann und wollten die Hausfrauen- und Mutterrolle nicht mehr akzeptieren. Kinder zu bekommen wurde zum Risikofaktor für eine emanzipierte Frau, die sich immer mehr aus der Familie herauslöste und versuchte eigene Wege zu gehen. Die eheliche Treue wurde verächtlich gemacht („wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Estabilshment“). Der Ehebruch war noch ein Scheidungsgrund bis zur Reform des Eherechts in den siebziger Jahren, als dann nur noch das „Zerrüttungsprinzip“ nötig war. Folglich ging der „Babyboom“ der sechziger Jahre zurück und der „Kinderreichtum“ wurde zum Karriererisiko für die emanzipierte Frau. Die Familien begannen zu zerfallen und Jugendämter wurden immer aktiver, um in den zerrüttenden Familien die Kinder herauszuholen. Die rebellierenden Studenten haben den „Marsch durch die Institutionen“ angetreten, um die Republik nach ihren Vorstellungen zu verändern. Und sie haben ganze Arbeit geleistet: Die Familien wurden als Kerne der Gesellschaft abgewertet und nur Frauen, die auch „Karriere machen“ wollten, hatten einen hohen Stellenwert. Viele Frauen begriffen die Emanzipation als einen Versuch, nicht nur für sich gleiche Rechte einzufordern, sondern auch den Männern alles gleich zu machen. Dabei übernahmen sie auch alle Unarten des anderen Geschlechts: Rauchen von Zigaretten und trinken von alkoholischen Getränken in der Öffentlichkeit, eine Adaptation der Kleidung der Männer, so dass man nur noch bei näherem Hinsehen einen Unterschied zu Männern feststellen konnte, die leider auch die Fehler machten, weibliche Attitüden zu imitieren bis hin zu den langen Haarmähnen, die man glaubte auch haben zu müssen. Parallel mit dieser Entwicklung ging auch die Abwertung des christlichen Menschenbildes. Jetzt war mehr die Selbstbehauptung und die Selbstverwirklichung gefragt und nicht das gegenseitige Dienen, wie dies Jesus Christus gefordert hatte. Der „Pillenknick“ – die Entdeckung des empfängnisverhütenden Medikamentes erlaubte auch den Geschlechtsverkehr in der empfängnisbereiten Zeit der Frau – führte zu einem massiven Einbrechen der Geburtenzahlen und zu einem Bevölkerungsrückgang, der dann nur noch anscheinend dadurch ausgeglichen werden konnte, dass „Gastarbeiter“ in die Bundesrepublik einreisten. Damit begann eine Entwicklung, die sich bis in die heutige Zeit vorsetzte: Die eigene Identität des deutschen Volkes ging immer mehr verloren durch den Zuzug von Menschen aus anderen Nationen. Diese wachsende Entfremdung und das Verlorengehen deutschen Selbstbewusstseins geht bis in die heutige Zeit hinein und verschärfte die Probleme in bestimmten Regionen von Ballungszentren, wo ganze Stadtteile ihr typisches Gesicht verloren und durch Ansiedlung und wachsende Konzentration von Ausländern die dort noch lebenden Einheimischen verdrängten. In den letzten 15 Jahren hat sich diese Entwicklung unter der Regierung von Angela Merkel verschärft, die noch aus der Opposition heraus behauptete, dass „Multikulti“ gescheitert sei, aber nach der Regierungsübernahme genau das Gegenteil praktizierte, was sie vorher kritisiert hatte. Der Zuzug von Ausländern, die zudem die sozialen Sicherungssysteme zunehmend belasten, hält weiter an und führt auf allen Gebieten zu Problemen. Horst Seehofer hatte deshalb Recht, als er behauptete, dass die Migration die Mutter aller Probleme sei. Aber die Bundeskanzlerin hatte sich geschickt die politischen Positionen zu eigen gemacht, die sie vorher bekämpft hatte und rückte damit ihre eigene Partei mehr und mehr aus der konservativen Ecke in eine Richtung, die noch vor kurzer Zeit von den Linken oder Grünen eingenommen wurden. Folglich entstand ein politisches Vakuum, in dem die AfD als neue Partei Fuß fassen konnte. Sie sammelte die Wähler ein, die vorher noch in der CDU oder CSU beheimatet waren. Inzwischen hat sich dadurch eine Konfrontation zwischen der AfD und allen anderen Parteien gebildet, die sich im Grunde kaum noch in ihren Standpunkten unterscheiden und deshalb zu Recht als Blockparteien – in Anlehnung an die Zeiten der DDR – bezeichnet werden. Inzwischen hat sich eine Meinungsdiktatur entwickelt, durch die alle jene, die diese „Allparteienregierung“ kritisieren, als rechtsradikal bezeichnet werden. Da die Fernsehsender von diesen etablierten Parteien dominiert werden (die Fernsehräte werden hauptsächlich nach Parteienproporz besetzt – allgemein gilt: ARD ist etwas SPD-näher, ZDF etwas der CDU zugeneigt – die dann auch die Meinungsbildung entscheidend beeinflussen), ist auch die Objektivität der Berichterstattung verloren gegangen und die Kommentare zunehmend „regierungsfreundlicher“ geworden. Die Nachrichtensprecher dürfen z. B. danach immer noch – nach dem es mal als verpönt galt zu sagen – die AfD als "rechtspopulistisch" bezeichnen. Ich warte heute noch auf den Tag, an dem ein Nachrichtensprecher den Mut hätte zu sagen: „Das lese ich nicht mehr vor.“ Aber die Angst vor der Entlassung und der Ungewissheit, ob man wieder eine Arbeit bekommen wird, hält alle davon ab, diesen Mut aufzubringen. Duckmäusertum und einseitige Anpasserei an den „Mainstream“, ist stark ausgeprägt. Auch die Presse folgt anscheinend widerspruchslos diesem Mainstream. Gibt es so etwas wie einen linken Meinungsterror? Ja, denn Journalisten in Deutschland sind eindeutig links orientiert. Nach einer Studie der Freien Universität Berlin aus dem Jahr 2010 ergibt sich, dass von den Journalisten 26,9 Prozent sich den Grünen,  15,5 Prozent der SPD und 4,2 Prozent den Linken verbunden fühlten, während sich der CDU/CSU und der FDP nur 9 Prozent und 7,4 Prozent nahe sahen (https://www.nzz.ch/international/das-herz-des-deutschen-journalisten-schlaegt-links-ld.1434890). Also sind in den Redaktionen weitgehend diejenigen vertreten, die sich dem linken Spektrum der Meinungskultur zurechnen lassen. Das spürt jeder, der aufmerksam Zeitungen liest oder Diskussionen im Fernsehen mitverfolgt. Die Konservativen kommen entweder kaum zu Wort oder werden in so genannten Talk-Shows einer Horde von links-gestrickten und auf einer Linie stehenden Diskussionsteilnehmern fertig gemacht. Was bedeutet das? Nun, die linke Denkweise geht folgendermaßen: Jeder Bürger, der die traditionelle Ehe und Familie für noch erstrebens- und schützenswert erklärt, der sich auf das christliche Abendland beruft und sagt, dass unser Wertekanon auf das Christentum zurückgeht, wird als konservativ und rückständig erklärt. Wer nicht in einer modern „Patchwork-Familie“ lebt, nicht geschieden ist, nicht den Zustrom von Migranten in unser Land für eine Bereicherung hält und nicht für das Recht der Frauen auf Selbstbestimmung hinsichtlich eines Schwangerschaftsabbruches ist („mein Bauch gehört mir“), wird für nicht mehr zeitgemäß erklärt. Wer gegen die Homo-Ehe ist und meint, dass Kinder in den ersten drei Jahren ihres Lebens in der Kleinfamilie mit Vater, Mutter und Kind am besten aufgehoben ist und es ablehnt, dass die Mutter sofort nach der Mutterschaftsschonfrist wieder arbeiten geht, wird als Feind der fortschrittlichen Gesellschaft verunglimpft. Wer meint, die nationalen Interessen gingen den internationalen Interessen vor, wird für rechtsradikal bezeichnet. Wer stolz darauf ist, ein Deutscher zu sein, wird als Nazi beschimpft. Diese konstruierte Verbindung zwischen einer konservativen Lebenseinstellung und dem Nationalsozialismus Adolf Hitlers ist eine beliebte Methode, um diejenigen in Misskredit zu bringen, die sich nicht dem linken Meinungsterror anpassen wollen. Ich hatte bereits in meiner Zeit als Student in den siebziger Jahren an der Uni Marburg diese linke, immer schon recht intolerante Szene beobachten können, die zwar stets Toleranz predigte und sie von anderen verlangte, aber diese nie gegenüber Menschen mit einer anderen Gesinnung als der eigenen gelten ließ. Ich kann mich noch an die Zeit erinnern, als Dr. Helmut Kohl damals auf dem Marktplatz in Marburg gegen die Pfiffe der linken Studenten ankämpfte und versuchte, seinen Standpunkt zu vertreten mit der Bemerkung, die mir noch gut in Erinnerung geblieben ist: „Ja, ich weiß, Sie bestreiten ja alles, nur nicht ihren Lebensunterhalt.“ Ich hatte sie erlebt in den Vorlesungen: Meistens völlig undiszipliniert (das Zuspätkommen war an der Tagesordnung), ewig über alles diskutieren wollen, wobei immer ein sehr aggressiver, agitierender Sprachstil gepflegt wurde. Junge Studentinnen hatten sich angewöhnt, wie mein verstorbener Schwiegervater zu sagen pflegte, im „Schlampenlook“ zur Uni zu kommen. Gelangweilt saßen sie herum und hatten sogar die Frechheit, während der Vorlesung endlos an einem Pulli zu häkeln, bis einem alten Professor einmal der Kragen platze und sie ermahnte, sie solle demnächst ihr Strickzeug zu Hause lassen. Diese so genannte 68-iger Generation hat es nun in ihrem „Marsch durch die Institutionen“ geschafft, auch in der Politik und in den Verlagshäusern der Tages- und Wochenzeitungen anzukommen und terrorisieren wie damals in ihrer Studentenzeit jeden, der nicht ihrer Meinung ist. Dabei leben sie meistens recht komfortabel, sind in gesicherten, vom Staat garantierten Positionen angekommen, und leben eben anders als es nach ihrer linken Ideologie sein sollte: bürgerlich, auf den eigenen finanziellen Vorteil bedacht, in bevorzugten Wohnlagen fernab ihrer stets propagierten „multikulturellen Vielfalt“, Kinder schicken sie auf Privatschulen und halten sie von den bitteren Erfahrungen der breiten Masse in der staatlichen Regelschule ab. Sie wollen also gar nicht eine Veränderung der bestehenden Verhältnisse (was eigentlich eine linke Position wäre), sondern partizipieren lieber von dem Staat, den sie einst vorgaben bekämpfen oder zumindest verändern zu wollen. Joschka Fischer und Daniel Cohn-Bendit sind Musterbeispiele für nur scheinbar linker Lebensstile, die sich aber durch die oft sehr großzügige Alimentierung durch den Steuerzahler sehr schnell als eine heuchlerische Maskerade entlarven lassen.

Die Gefahr ist ganz real, dass wir in dieser Totalität der Meinungen, der Wertvorstellungen und gesellschaftlichen Normen stecken  b leiben, so dass die Ausgrenzung und Diskriminierung durch das von angeblich linken Gedankengut geprägten, quasi „gleichgeschalteten“ Medienkartellen und Allparteienkoalitionen weiter geht. Ich warne aber davor, dies wirklich als „links“ zu bezeichnen, da es, wie schon gesagt, nur als Floskel herhalten muss für eine entsprechende politische Ausrichtung, die aber in Wirklichkeit gar keine Veränderung will, sondern eine Stabilisierung des staatlichen Machtapparates mitsamt den infiltrierten Meinungsträgern wie Presse und Rundfunk.

 

 © Büren, 25.11.2019, Günther Birkenstock

 

 Wenn eine Schiffskatastrophe passiert, dann heißt es häufig: „Frauen und Kinder zuerst“. Das bedeutet: Sind zu wenig Rettungsbote vorhanden, sollen diese zuerst einmal für Frauen und Kinder reserviert sein. Die Mär hat sich sehr lange gehalten, dass im Katastrophenfall die Ritterlichkeit der Männer den Frauen und Kindern eine bessere Überlebenschance bieten würde. Das Gegenteil ist der Fall, wie eine Studie aus Schweden zeigte: Mikael Elinder und Oscar Erixson von der Uppsala Universität werteten Daten von insgesamt 18 Schiffsunglücken aus, an denen mehr als 15 000 Menschen aus 30 Nationen beteiligt waren. Das Ergebnis ist eindeutig: Frauen haben bei maritimen Katastrophen nicht bessere, sondern schlechtere Überlebenschancen als Männer.

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Das zeigt sich ja auch, wenn sich Flüchtlinge auf den Weg in das gelobte Land jenseits des Mittelmeeres machen. Es sind doch hauptsächlich die jungen Männer in den Rettungsbooten zu sehen. Die Frauen und Kinder bleiben vorwiegend an Land zurück. Der Mythos von der besseren Überlebenschance der Frauen rührt von den Berichten vom Untergang der Titanic her, als auf Geheiß des Kapitäns zuerst den Frauen und Kindern der Zugang zu den Rettungsboten erlaubt werden sollte mit der Folge, dass 74 % der Frauen und 52 % der Kinder gerettet wurden, während aber nur 20 % der Männer überlebte.

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Aber ist die Bevorzugung der Frauen und Kinder als besonders schutz- oder rettungsbedürftig gerechtfertigt, denn welcher moralische Grundsatz sollte dieser Verhaltensregel zugrunde liegen? Sind Männer weniger wert als Frauen und Kinder? Und wie sieht es mit Alten oder Kranken aus? Hätten diese nicht dann, wenn man moralische Grundsätze anlegen wollte, eine Bevorzugung verdient? Lässt man alle moralischen Bedenken beiseite, könnte man auf die Idee kommen zu überlegen, wer das Überleben der Menschen am ehesten sichert. Es sind die Gesunden und nicht die Kranken. Es sind die Jungen und nicht die Alten. Und es sind die Frauen und nicht die Männer. Also doch? Frauen sichern dadurch das Überleben, weil sie allein zum Gebären von Kindern fähig sind. Ein Mann könnte potentiell mehreren Frauen seinen Samen spenden, also braucht es nur eine Minderzahl von Männern, um das Überleben der Menschheit zu sichern. Moral stößt sich hier an der Maxime, dass vorwiegend das Überleben wichtig ist. Schaut man sich in der Natur um, dann stellt man fest: Männer sind oft überflüssig. Bei den Löwen z. B. herrscht ein dominantes Männchen über einen Harem von Weibchen. Die übrigen „Junggesellen“ schließen sich zu umherstreunenden Vagabunden zusammen und einzelne Tiere lauern darauf, wann sie ein Alphamännchen einmal durch einen Kampf ablösen können. Gelingt ihm die Ablösung, dann geschieht das Unvorstellbare: Er tötet alle Jungtiere seines Vorgängers, um allein für seinen eigenen Nachwuchs zu sorgen. Die Weibchen haben keine Chance gegen das stärkere Männchen, ihre eigenen Kinder zu schützen. Das dominante Männchen eines Rudels wird als notwendiger Spender des Samens gesehen und als Beschützer der Herde aufgrund seiner physischen Stärke. Er kann mühelos eine Hyäne als einen Hauptfeind der Löwen allein zur Strecke bringen, Weibchen haben da ihre Probleme. Ihre Stärke ist die Jagd im Rudel, weil dort nicht der Einzelkämpfer gefordert ist, sondern die Gruppe und die Kooperation der einzelnen Teammitglieder untereinander. Auch bei den Bären haben die Weibchen eine größere Bedeutung. Hier sind die Männchen vorwiegend Einzelgänger. Sie suchen nur die Nähe der Weibchen, wenn die Empfängniszeit der Bärinnen naht. Die Weibchen kümmern sich alleine um den Nachwuchs, männliche Tiere werden nicht gebraucht. Die Weibchen müssen sogar den Nachwuchs vor den männlichen Bären schützen, denn diese scheuen nicht davor zurück, ein Junges für eine Mahlzeit zu verzehren. Auch im Reich der Insekten sieht es nicht viel anders aus. Bei den Bienen ist die Königin die absolute Herrscherin. Ihre Aufgabe allein ist die Produktion von Eiern aus denen die Maden schlüpfen, die von den weiblichen Mitgliedern des Stammes, den Arbeiterinnen, genährt und gepflegt werden, bis sie zu ausgewachsenen Bienen werden. Die Königin entscheidet allein auch über das Geschlecht, d. h. ob sie ein von einem Drohn befruchtetes Ei (daraus entsteht eine Arbeiterin) oder unbefruchtetes Ei (daraus entsteht ein Drohn) zur Welt bringt. Die Drohnen, die nicht zum Sammeln von Blütennektar fähig und somit auf die Hilfe durch die Arbeiterinnen angewiesen sind, verlieren ihr Lebensrecht, wenn sie ihre Schuldigkeit, nämlich der Königin das Sperma im „Hochzeitsflug“ zu verabreichen, getan haben. Sie werden nicht mehr von den Arbeiterinnen ernährt und sogar aus dem Nest gedrängt.

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In der Natur zählt also nur das Überleben der Art, nicht die Moral. Und deshalb ist es so, dass die weiblichen Tiere eine bevorzugte Rolle spielen, weil sie i.d.R. für das Gebären und die Aufzucht der Jungen sorgen. Also ist doch die Bevorzugung der Frau gegenüber dem Mann gerechtfertigt? Bei den Menschen waren die Männer lange Zeit aufgrund ihrer physischen Stärke nötig. Deshalb bevorzugten Frauen vielleicht eher die Mitglieder des „starken Geschlechts“. Aber Maschinen haben die Männer weitgehend abgelöst und ihnen diese Funktion genommen. Das hatte weitgehende Konsequenzen, denn nun brauchten die Frauen aus diesem Grund nicht mehr den Mann als den stärkeren Part. Mehr noch: Sie entwickelten eine eigene physische und psychische Stärke. Sigourney Weaver  als die Darstellerin der Ellen Louise Ripley in dem Film „Alien“ aus dem Jahr 1979 markierte für mich diesen starken Frauentyp, dem auch ein außerirdisches, anscheinend unbesiegbares Monster, nichts anhaben kann. Sie bleibt als einzige Überlebende des Raumschiffs Nostromo im Kampf gegen den Eindringling übrig; und ihr gelingt es sogar, das Alien dadurch zu töten, dass sie es in den Weltraum katapultier.

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Die Frauen sehen sich also nicht mehr als „das schwache Geschlecht“ an. Und es scheint auch so zu sein, dass die gesellschaftliche Entwicklung dem neuen Rollenverständnis der Frauen Tribut zollt: Frauen entdecken immer mehr ihre Eigenständigkeit und emanzipieren sich aus der patriarchalischen Vorherrschaft des Mannes. Bereits im Jahr 2007 haben Frauen zu 56 % die Scheidung eingereicht.

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Während noch 1960 rund jede 10. Ehe geschieden wurde, ist das heutzutage jede 3. Ehe. Dazu weiterlesen hier

Und das liegt mit Sicherheit an den Frauen, die die Ehe nicht mehr so sehr als die „Versorgungsinstitution“ ansehen. In der Blütezeit der Emanzipationsbewegung, die mit Alice Schwarzers Buch „Der kleine Unterschied und seine Folgen“, eingeleitet wurde, in dem der Mann als despotisches Wesen  beschrieben wurde, trat Esther Vilar mit ihrem Buch „Der dressierte Mann“ den Behauptungen der Emanzipationsbewegung entgegen. Aus ihrer Sicht gehörten schon immer die Frauen zum klügeren Geschlecht, das von der größeren Wahlmöglichkeit der Lebensweise begünstigt war: „Die Frauen können wählen, und das ist es, was sie den Männern so unendlich überlegen macht: Jede von ihnen hat die Wahl zwischen der Lebensform eines Mannes und der eines dummen, parasitären Luxusgeschöpfes – und so gut wie jede wählt für sich die zweite Möglichkeit. Der Mann hat diese Wahl nicht.“

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Für Frauen ist deshalb der Status und das damit verbundene Vermögen und Einkommen des Mannes so wichtig. Sie bilden die Anziehungskraft, die die Frauen wie das Licht die Insekten anlockt. Aus Esther Vilars Sicht ist der Deal zwischen den Geschlechtern folgender: Männer sorgen für das Überleben durch ihren Status und der damit verbundenen Wirtschaftskraft. Die Frauen geben hierfür Sex und häusliche Geborgenheit. Mit der Emanzipationsbewegung haben die Frauen diesen Handelsvertrag gekündigt. Denn nun wurde ihnen ein neues Rollenbild vorgelebt: Die emanzipierte Frau benötigt nicht mehr den finanzstarken Statusmann, sondern sie kann ihre finanzielle Unabhängigkeit aus eigener Kraft selbst erreichen. Folglich braucht sie dem Mann auch als Gegenleistung keinen Sex und keine Häuslichkeit mehr gewähren. Und deshalb haben aus Sicht mancher Frauen die Männer fast nur noch die Rolle der Drohnen im Bienenvolk: Sie werden zu reinen Samenspendern. Für viele Frauen ist die Lebensgemeinschaft mit dem Ehemann – höchstens als Luxusweibchen eines reichen Magnaten – nicht mehr unbedingt erstrebenswert. Und wie die Bärinnen ziehen sie es vor, ihre Kinder allein groß zu ziehen und den Männern in der Rolle der Väter das Recht auf die eigenen Kinder streitig zu machen. In den Sorgerechtsprozessen und in der Frage des Umgangsrechts mit Kindern ziehen die Väter oft den Kürzere.

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Ist unter diesen Gesichtspunkten die Bevorrechtigung von Frauen noch gerechtfertigt? Wenn ein Nachrichtensprecher verkündet: „Es sind bei der Katastrophe oder bei einem Terroranschlag soundso viele Menschen umgekommen, darunter auch Frauen und Kinder“, dann stellt sich doch der Gedanke ein: Ist es also besonders schlimm, wenn Frauen und Kinder sterben? Männer haben eben gelernt zu sterben, denn sie sind es ja sowieso gewohnt, wenn sie in den Krieg ziehen oder gefährliche Berufe ausüben, in denen sie immer irgendwie mit dem Tod anderer konfrontiert werden oder selbst zum Opfer werden. Ich kann mich mit dieser einseitigen Bevorzugung des angeblich schwachen Geschlechts nicht anfreunden. Denn bei Lichte besehen sind sie doch meistens besser dran: Frauen haben eine höhere Lebenserwartung, lernen leichter und haben es deshalb in der Schule nicht so schwer, haben eine lautstarke Lobby in Form der Feministinnen hinter sich, wenn sie sich mal wieder im Daseinskampf anscheinend benachteiligt sehen, gewinnen beim Sorgerechtsstreit eher vor Gericht und genießen einen Bonus aufgrund ihres unter ästhetischen Gesichtspunkten gesehen besseren Aussehens als Männer. Warum also diese Bevorzugung? Bei mir haben die Frauen schon längst ihren Anspruch auf die vorgetäuschte beschützungswürdige Rolle verloren, die sie immer dann für sich selbst in Anspruch nehmen, wenn es ihnen zum Vorteil gereicht. Soll ich ihnen die Türe aufhalten? Quatsch, sage ich da, sie haben doch auch starke Arme! Soll ich, wenn ich mit einer Frau auf dem Gehsteig gehe, die zur Straße weisende Seite benutzen, weil sie gefährlicher ist? Pah, sage ich da, warum soll ihr Leben wertvoller sein als das meine. Wohl gemerkt: Ich bin kein Frauenhasser! Dieser Eindruck könnte aufkommen. Aber es müssen auch Frauen sein. Leider haben sie sich aus meiner Sicht doch leider zum Nachteil verändert: Die weiblichen Eigenschaften wie Sanftmut, Geduld und Fürsorglichkeit werden von modernen Frauen heute oft weitgehend abgelehnt. Sie wollen auch Stärke zeigen, in dem sie sich im Kampfsport wie Boxen oder Fußball zu beweisen suchen, wollen mit Ehrgeiz auch Karriere machen und lassen ihre Kinder lieber von Fremden betreuen, als sich selbst um sie zu kümmern. Gerade unter den Akademikerinnen gilt sogar das Kinderkriegen als Karrierehemmnis. Statistiker haben herausgefunden, dass 30 %  dieser Frauen der gehobenen Mittelschicht der Jahrgänge 1964 – 1968 überhaupt keine Kinder bekomme.

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Frauen reklamieren für sich die Gleichbehandlung mit Männern. OK, sollen sie haben. Dann gilt dies auch für Katastrophenfälle in Konflikt- oder Friedenszeiten und auch für den Alltag: Keine Bevorzugung mehr als „Gleichstellungsbeauftragte“, die bei näherem Hinsehen eher Frauenbeauftragte sind. So hatte z. B. das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein entschieden, dass ein Mann von der Bewerbung aufgrund seines Geschlechts ausgeschlossen werden darf und damit das Urteil des Arbeitsgerichts Lübeck (Az. 2 Sa 262 d/17) bestätigt. Ähnliche Urteile wurden bereits in Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern gefällt.

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Und warum dann noch eine Frauenquote? Warum soll bei der Vergabe einer Stelle in Wirtschaft und Politik eine Frau nur wegen der Einhaltung einer solchen Quote bevorzugt werden?  

Ich hoffe darauf, dass irgendwann einmal bei einem Terroranschlag, bei denen Menschen ums Leben kommen, der Nachrichtensprecher den Mut aufbringt zu sagen: „ Es haben soundso viele Menschen ihr Leben verloren, darunter waren auch viele Männer Opfer dieses Anschlages."

©Büren, 22.11.2019, Günther Birkenstock

 

 

 

 

Heuschrecken sind Insekten, die durch ihre Gefräßigkeit ganze Landstriche verwüsten können. Ihre einzige Lebensaufgabe scheint es zu sein, sich durch Abnagen von Blättern zu ernähren, die abgegrasten Anpflanzungen zu verlassen, um sich dann neue Gebiete zu suchen, in denen sie aufs Neue das Spiel wiederholen können. Sie waren schon zu biblischen Zeiten eine Plage, als nämlich Moses versuchte, mit einer Heuschreckenplage den Pharao dazu zu bringen, sein Volk, die Israeliten, aus Ägypten ziehen zu lassen.  Auch heutzutage können Heuschreckenschwärme große Schäden anrichten und die mühsame Arbeit von Bauern und Farmern binnen kürzester Zeit zu Nichte machen.

Eine gute Metapher könnten diese Heuschrecken sein für Menschen, die sich ähnlich wie diese Insekten verhalten und nur darauf aus sind, sich durch das Abgrasen der Früchte und Bemühungen anderer zu bereichern, um dann, nachdem es nichts mehr zu holen gibt, über andere herzufallen. Das Phänomen ist nicht neu. Wer sich an die alten Wild-West-Filme erinnern kann, kennt diese Szenen: Eine Räuberbande zieht durch die Prärie, überfällt harmlos Farmer, die sie um ihre Viehbestände, ihre Pferde, ihre mühsamen Ersparnisse und andere Güter bringen, um dann weiter zu ziehen. Um lästige Zeugen der Überfälle zu vermeiden, wurden die armen Menschen oft auch noch umgebracht. In modernen Zeiten haben sich die Umstände geändert, unter denen solche Raubzüge stattfinden, aber das Ziel ist das gleiche: andere Menschen ausplündern, ohne Rücksicht darauf, dass diese dann in Schwierigkeiten geraten. Vielleicht denken einige dabei an Bankräuber, Straßenräuber oder Menschen, die in andere Leute Wohnungen und Häuser einbrechen, um diese um ihr Hab und Gut zu bringen. Das mag schon sein, dass diese Verbrecher auch das für Heuschrecken typische Verhalten an den Tag legen: Sie haben nur im Sinn, sich selbst auf Kosten eines anderen dessen Früchte zu ergattern. Aus dem Bühnenwerk von Bertold Brecht „Die Dreigroschenoper“ stammt der bekannte Satz: Was ist ein Dietrich gegen eine Aktie? Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?

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Der Sozialkritiker hat es wohl richtig erkannt: Derjenige, der „am Ende der Verbrecherkette“ steht, ist der klügere Verbrecher, also der „Hehler ist schlimmer als der Stehler“. Es sind die „Hintermänner“ der Kette der Drogendealer, auf welche die Polizei es abgesehen hat, wenn sie eine Verbrecherbande endgültig zur Strecke bringen will. Es sind die Bordellbesitzer, die die Prostituierten ausbeuten und es sind diejenigen, die mittels eines perfiden Zinssystems die Menschen versuchen auszuplündern: Die Geldverleiher, wie sie früher hießen und die Banken, die anderer Leute Geld verleihen. Es ist die „White-collar-Kriminalität“, bei der die raffiniertere Täter die wahren Meister ihres Faches sind. Der US-amerikanische Soziologe Edwin H. Sutherland hat diesen Begriff mit seinem Buch „White collar crime“ 1940 geprägt, in dem der darauf hinwies, dass auch Mitglieder der Mittelschicht und Oberschicht kriminell werden. Nur haben die Angehörigen dieser Bevölkerung eine geschicktere Vorgehensweise, um ihre Kriminalität zu tarnen. Die Rechtsbrüche werden oft im Geschäftsleben, im Staatsdienst oder in freien Berufen begange.

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Aber es werden immer noch Straftaten begangen, also Gesetze übertreten. Nur werden diese Täter aufgrund ihrer Intelligenz, die sie hierbei einsetzen, seltener bei den Gesetzesbrüchen ertappt. Wäre es dann nicht klüger, die Gesetze so zu ändern, dass die Raubzüge nicht als Straftaten gelten?  Das wäre doch die geschickteste Art der Ausbeutung von Menschen: Man „legalisiert“ die nach moralischen Gesichtspunkten zu verurteilende Verhaltensweisen. Warum fällt mir dabei ein, dass vielleicht Abgeordnete eines Parlamentes für ein solches Verhalten in Frage kommen? Wenn Abgeordnete ihre „Diäten“ erhöhen, ist dies ein solch geschickter Schachzug. Kaum war der Bundestag im Jahre 2017 gewählt, da beschlossen die frisch gewählten „Volksvertreter“, dass die Regelung aus der alten Legislaturperiode übernommen werden solle, wonach ihre Abgeordneten-Bezüge jeweils in der Mitte des Jahres auf der Basis der vom Statistischen Bundesamtes errechneten Lohnentwicklung „angepasst“ werden sollen.

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Der Automatismus dieser Anpassung wurde von Abgeordneten der AfD scharf kritisiert, weswegen diese Fraktion das Gesetzesvorhaben ablehnte, aber durch die Stimmen der anderen Parteien überstimmt wurden. In den Jahren zuvor musste jeweils neu über die Frage, welche Diäten die Abgeordneten bekommen sollten, abgestimmt werden, was in der Öffentlichkeit für Unmut („Selbstbedienung“) sorgte. Durch die Gesetzesregelung der Automatisierung der Diätenerhöhung, die erstmals im Jahr 2016 erfolgte, entzogen sich die Abgeordneten auf diese geschickte Weise der öffentlichen Diskussion zur Diätenerhöhung.

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Ist das nicht ein gutes Beispiel für die geschickteste Art, moralisch verwerfliches Verhalten durch eigene Gesetze zu legalisieren?

Wenn über das Thema Heuschrecken als Metapher für ausbeuterisches Verhalten nachgedacht werden soll, kann man an den Kirchen nicht vorbeikommen. Wenn man sich die deutschen Verhältnisse ansieht, dann stellt man fest, dass die heutige Haupteinnahmequelle der Kirchen die Kirchensteuer ist. Im Jahr 2017 nahm die katholische Kirche 6,43 Mrd. EUR und die evangelische Kirche 5,67 Mrd. EUR an Kirchensteuer ein. Die Einnahmen sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen (2010 lagen die Einnahmen bei 4,79 Mrd. bzw. 4,26 Mrd. EUR), obwohl die Anzahl der Kirchenanhänger rückläufig ist.

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Etwa 2/3 der gesamten Einnahmen werden für die Bezahlung des Klerus und des anderen Kirchenpersonals verwendet (https://ibka.org/de/infos/ksteuer.html).  Nur ein geringer Anteil der Kirchensteuereinnahmen kommt so genannten sozialen Zwecken zu Gute. Die Schätzungen liegen zwischen 5- und 10 %.

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Zu den Steuereinnahmen kommen aber noch staatliche Zuwendungen aufgrund vielfältiger Verträge zwischen Staat und Kirche hinzu, die zum Teil Jahrhunderte zurückliegen. Die Schätzungen für diese Steuersubventionen liegen bei ca. 20 Mrd.

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Mit diesen Geldern werden z. B. die Gehälter der Bischöfe gezahlt, die zwischen 7.000 und 10.000 EUR im Monat verdienen (damit zahlt auch der nicht-konfessionell gebundene Steuerzahler die Bezüge der Bischöfe!), aber auch die Kosten für die Militärseelsorge und die Unterhaltung von Kirchengebäuden bestritten. Blickt man auf die Jahrhunderte alte Geschichte zurück, dann kann man feststellen, dass die Kirche immer schon sehr einfallsreich im Genieren von Geldquellen war. Die hauptsächlichen Geldquellen

waren früher der Sklavenhandel (der Papst unterstützte den Sklavenhandel und unterhielt selbst Sklaven), Leibeigene (wurden von Klöstern gehalten und ausgebeutet), Urkunden- und Titelfälschungen (Fälschung von Urkunden, aus denen hervorging, dass Landstriche durch einen Fürsten einem Kloster vermacht wurden, „konstantinische Schenkung“), Verkauf von Segensbriefen und Titeln (aus einer Preisliste des Vatikan aus dem Jahr 1990 geht hervor, dass ein Segensbrief des Papstes 2.500 EUR kostet, 15.000 EUR kostet eine Privataudienz mit Video, für 25.000 EUR erhält man einen Ehrendoktortitel, für eine Spende von 60.000 EUR erhält man den Orden das Großkreuz des St.Gregor-Ordens, ein Heiligenprozess kostet 100.000 EUR), Ablasshandel (für die Zahlung eines Geldbetrages wurden Sünden erlassen), Raubmord (geraubtes Gold von den Völkern vor allem Lateinamerikas nach Eroberung Amerikas), die Inquisition (das Vermögen der Opfer wurde einkassiert), Erbschleicherei (es war früher sogar päpstlich verboten, dass kein Testament ohne Beisein eines kirchlichen Vertreters gültig war, vor allem alleinstehende Menschen wurden beerbt), der Zehnt (Abgaben der Grundbesitzer an die Ortskirche in Höhe von 10 % der Einnahmen) und sogar Prostitution (eigene Bordelle wurden von Päpsten errichtet, die Prostituierten mussten für das Ausüben des Gewerbes Steuern an den Papst abführen). Pfarrer und Bischöfe der deutschen Kirchen befinden sich in Deutschland in der privilegierten Position, quasi Staatsbeamte zu sein, die bis zu ihrem Lebensende eine sichere Stellung haben und sich um ihre Zukunft aufgrund ihres unkündbaren Status keine Sorgen machen müssen. Das liegt an dem Tatbestand, dass die Kirchen als Körperschaften des öffentlichen Rechts gelten, somit einen hoheitlichen Status haben, der normalerweise nur den Körperschaften des Staates, wie z. B. die Kommunen, selbst zukommt. Der Staat – namentlich die Finanzämter – treiben die Kirchensteuer mit der normalen Einkommenssteuer ein, notfalls auch durch Zwangsvollstreckung. Somit hat es die Kirche geschafft, den Staat zu ihrem Büttel zu machen. Sie selbst macht sich nicht die Hände schmutzig, sondern sitzt wie der Hehler am Ende der Geldkette und kassiert nur die Einnahmen aus der Kirchensteuer ein. Der Sündenfall der Kirche liegt nicht so sehr in dem „Missbrauchsskandal“ („Unzucht“ mit Minderjährigen), was selbstverständlich nicht verharmlost werden soll, sondern vielleicht in diesem Zusammenhang für ein Ablenkungsmanöver herhalten soll, sondern in dem Umgang mit dem Geld. Dabei hatte Jesus eine klare Trennung empfohlen, als er davor warnte, man könne nicht zwei Herren gleichzeitig dienen: Gott und dem Mammon (Matthäus 6,24). Warum die Kirche glaubt, an diese Empfehlung sich nicht zu halten zu müssen, wird ihr Geheimnis bleiben. Auch bei der Frage, ob man dem Kaiser Steuern zahlen solle, machte er deutlich, dass man zwischen der Welt und Gott unterscheiden müsse („gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gotte was Gottes ist“, Matthäus 22,21). Wie harmlos erscheint unter diesem Aspekt gesehen derjenige, der in einer Kirche den „Opferstock“ stiehlt, obwohl hier eine solche Tat nicht verharmlost werden soll. Aber es macht deutlich, dass auch die Kirche nicht davor zurückschreckt, wie eine Heuschrecke das abzugrasen, was andere erarbeitet haben, denn die Kirche selbst schafft keine materiellen Werte, sondern sie nutzt die in der Volkswirtschaft erarbeiteten Einnahmen, in dem sie sich durch die Kirchensteuer und andere Subventionen einen Teil davon nimmt, ohne hierfür eine entsprechende Gegenleistung zu erbringen. Die oft zu hörende Begründung, dass doch die Kirche auch durch die von ihr unterhaltenen Heime, Pflegedienste, Krankenhäuser, Kindergärten, Obdachlosenunterkünfte oder anderen sozialen Einrichtungen einen Beitrag zum Gemeinwohl leistet, sticht nicht, da hier über die Versichertengemeinschaft  oder über aus dem allgemeinen Steueraufkommen finanzierter Sozialleistungen in Form von Sozialhilfe eine Kostendeckung erfolgt.

„Die Aliens sind unter uns“ lautete ein im Jahr 1999 erschienenes Buch von Christoph Beer. In diesem Buch schildert er diese besondere Spezies, die es selbst in einem demokratischen Zeitalter schafft,  ein auskömmliches Lebens zu führen, ohne sich großartig selbst anzustrengen. Über diesen Menschentypus wird im Einbandtext informiert: „Sie gehen nicht einkaufen, sie ziehen ihre Kinder nicht selbst groß, produzieren nichts, was man essen, anziehen, lesen oder anschauen kann. Dafür haben sie andere: Menschen eben. Denen können sie ganz genau begründen, warum sie effizienter werden und den Gürtel enger schnallen müssen.“  „Mitnichten geht es um Außerirdische, sondern vielmehr um die Aliens innerhalb unserer menschlichen Gesellschaft. Wer die sind? All diejenigen, die still und heimlich dafür sorgen, dass viele Mitbürger ohne zu murren ihre alltägliche unbefriedigende Arbeit verrichten, und die davon profitieren. All diejenigen, die uns Demokratie vorgaukeln, in Wahrheit aber ein verlogenes System von Lobbyisten und Machtgeilen stützen.“

Quelle

bzw. hier

Beer beschreibt als markanten Punkt, ab dem diese Aliens die Herrschaft übernehmen: Es ist der Übergang von der persönlichen und zur abstrakten Herrschaft, die nicht so leicht zu erkennen und zu durchschauen ist und die doch von einigen genutzt wird, um ein fast unsichtbares Netz von Beziehungen der Herrschenden untereinander und ein Abhängigkeit  erzeugendes Netz von einem Wust an Regeln und Rechtsvorschriften zu kreieren, um die „Massen“ besser kontrollieren zu können. Kontrolle und Ausbeutung ist das Ziel dieser in den Spitzen der Wirtschaft, Politik und anderen gesellschaftlichen Institutionen befindlichen Aliens, die sich eben wie die Heuschrecken verhalten: Sie grasen nur ab, was andere mühsam erzeugt haben, ohne selbst einen eigenen Beitrag zu leisten, indem sie uns vorgaukeln, unser Bestes zu wollen, uns zu schützen, uns durch Regeln ein sicheres Leben zu garantieren, aber in Wirklichkeit uns nur für den Verkauf dieser Illusionen ausbeuten und uns zu ihren modernen Sklaven machen. Es wird Zeit, dass wir diese Heuschrecken der Neuzeit verjagen, statt sich von ihnen ausbeuten zu lassen.

©Büren, 23.11.2019, Günther Birkenstock

 

 

 

 

 

Eine der bedeutendsten Stelle im Neuen Testament ist für mich die, als Satan Jesus in der Wüste versuchte zur Sünde zu verführen (Matthäus 4, 1-11). Er versuchte es über seine Bedürfnisse nach Nahrung (Steine in Brot verwandeln), nach Hochmut (sich hinabstürzen von einem Tempel, ohne dass ihm dabei etwa passiert) und nach Macht (als er ihm die Welt übergeben wollte dafür, dass er ihn anbetete). Gerade die letzte Versuchung zeigt, wer der Herr dieser (materiellen) Welt ist: Satan selbst (und seine Gefolgschaft). Die Antwort von Jesus ist klar, indem er ihn darauf hinwies, dass man Gott allein dienen solle. Das Dienen ist also die vornehmste Art des Gottesdienstes. Auch an einer anderen Stelle wird auf das Dienen hingewiesen, als nämlich die Jünger in Streit darüber gerieten, wer von ihnen der größte sei. Jesus Antwort war, dass es derjenige sei, der den anderen diene (Matthäus, 20, 26-27). Dem Dienen als ein Modus des Verhaltens steht der des Herrschens diametral gegenüber. Er ist grundverschieden vom Dienen, geradezu damit unvereinbar. Dienen und Herrschen stehen in einem dualen Gegensatz gegenüber. Um die Unvereinbarkeit zu verstehen, muss man die zwei Arten der Zweiheit kennen: Polarität und Dualität (folgende Überlegungen wurden angeregt durch den Vortrag von Armin Risi: Der verbotene Baum im Garten Eden; https://www.youtube.com/watch?v=PqHwJ72-9Pg). Polarität ist die gegensätzliche, sich aber ergänzende Zweiheit. Die konträren Pole stehen zudem auf einer Ebene der Gleichwertigkeit, d. h. dass der eine Gegensatzpol nicht mehr wert ist als der andere. Dunkelheit und Helligkeit, Kälte und Hitze sind polare Gegensätze, von denen man nicht sagen kann, dass z. B. die Helligkeit mehr Wert sei als die Dunkelheit: beide haben ihre Vorzüge und Nachteile, sie sind gleichwertig. Ein wichtiger Aspekt kommt noch hinzu: Weil sie gleichwertig sind, liegen sie gewissermaßen auf einer Dimension und haben deshalb fließende Übergänge, denn es gibt z. B. so etwas wie Halbdunkelheit oder Dämmerung als Zwischenstufen. Bei der Dualität als der anderen Art der Zweiheit ist dies ganz anders. Duale Gegensätze sind miteinander unvereinbar, sie schließen sich gegenseitig aus. Deshalb gibt es auch keine fließenden Übergänge. Und sie haben eine unterschiedliche Wertigkeit. Krieg und Frieden sind unvereinbar, es gibt keine fließenden Übergänge und der Frieden ist doch wohl wertvoller als der Krieg. Das Dienen oder das Herrschen sind duale Gegensätze, sie schließen sich gegenseitig aus: entweder man dient einem anderen oder man herrscht über andere.

Polarität

Dualität

gleichwertige Gegensätze

nicht gleichwertige Gegensätze

Gegensätze ergänzen sich

Gegensätze schließen sich aus

gleiche Dimension

verschiedene Dimensionen

Fließende Übergänge

Hartes: Entweder – oder

 

Folgt man dem, was Jesus darüber sagt, dann ist das Dienen wertvoller (in Gottes Augen) als das Herrschen. Warum ist das so? Das Herrschen hat drei wichtige Aspekte: Der erste ist ein eher innerer, denn er betrifft das Gefühl der Mächtigkeit, der Unabhängigkeit von anderen. Wer herrscht, braucht sich nicht nach anderen richten. Er ist sein eigener Herr. Der zweite Aspekt betrifft die Außenwirkung, denn wer mächtig ist, kann seinen Willen anderen Menschen aufzwingen, kann erreichen, dass sie das tun, was er selbst will. Er ist Herr über die Möglichkeit, das Verhalten anderer zu sanktionieren, nämlich durch loben („Zuckerbrot“)  oder strafen („Peitsche“), je nachdem was er von anderen erwartet. Der dritte Aspekt ist der, dass jeder Herrscher das Bedürfnis hat, von anderen verehrt zu werden. Das war auch Inhalt der dritten satanischen Versuchung. Satan wollte, dass Jesus ihn anbeten solle. Anbeten ist eine Form der Huldigung einer höherstehenden Person, bei der sich diese erhaben fühlt und abgehoben von den anderen, die er beherrscht. Bei dem Dienen ist es umgekehrt. Wer anderen dient, der macht sich nicht zum eigenen Herrn über sein Leben, sondern erkennt an, dass sein Leben nur durch das sich in den Dienst stellen für einen anderen Sinn ergibt. Es geht sogar so weit, dass der Mensch in der Empfehlung von Jesus sich damit einverstanden erklären solle, dass Gottes Wille geschehe und nicht der eigene, was aus dem „Vaterunser“ ganz klar hervorgeht. Wie viele Christen beten diese Stelle gedankenlos, ohne sich klar zu machen, was dies tatsächlich bedeutet: Den eigenen Willen aufgeben zu Gunsten des Willens Gottes. Jesus hatte dies auch vorgelebt, in dem er seine Gefangennahme und seinen Tot in Kauf genommen hatte, weil er nicht gegen den Willen Gottes („Abba“) verstoßen wollte. Dies klingt für viele wie eine Zumutung. Aber die Volksweisheit „der Mensch denkt, Gott lenkt“ deutet darauf hin, dass unser Denken nur eine beschränkte Einflussmöglichkeit auf unser Leben hat. Gott billigt man einen „besseren Überblick“ zu, dass er besser weiß, was für den Menschen gut ist. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Es war oft gut, dass nicht immer meine Wünsche in Erfüllung gegangen sind, sondern es oftmals gegen meinen Willen zu laufen schien. Aber es hatte sich oft im Nachhinein als gut erwiesen, dass meine Absichten sich nicht erfüllt hatten. Der zweite Aspekt des Dienens steht dem des Herrschens auch diametral gegenüber: Während der Herrschende seinen Willen anderen aufzwingen will, gibt der Dienende keine Befehle, kontrolliert nicht andere, sondern in dem er dient, richtet sich seine Intention auf das, was für den, dem er dient, nützlich und gut ist. Seine Begehrlichkeit steht nicht im Mittelpunkt, sondern das, was für den anderen gut ist. Auch das ist schwer verdauliche Kost, sind wir es doch eher gewohnt zu versuchen, eher unseren Willen durchzusetzen und nicht uns nach dem zu richten, was andere wünschen. Nicht jede Willfährigkeit in dem Erfüllen der Wünsche des anderen ist damit gemeint, sondern das Bemühen des Dienenden richtet sich nach dem, was für das Wohlergehen des anderen, seine Entwicklung förderlich ist. Eine Mutter, die eine gute Entwicklung ihrer Kinder im Auge hat, wird nicht den Kindern dadurch dienen wollen, dass sie diesen alle Mühseligkeiten des Lebens abnimmt, sondern sie wird ihr Augenmerk darauf lenken, wie sie deren Entwicklung zu autonomen, aber auch moralisch wertvollen Menschen durch ihren Dienst fördern kann. Der dritte Aspekt des Dienens unterscheidet sich auch von dem des Herrschens, denn während der Herrschende die Bewunderung seiner Umgebung einheimsen will, liegt dies nicht im Interesse des Dienenden. Ihm reicht es, wenn er weiß, dass durch sein Dienen er einen förderlichen Einfluss auf seine Umwelt ausübt, benötigt hierfür keine Bewunderungsbekundungen. Er will nicht im Rampenlicht stehen und den Applaus des Publikums einheimsen, sondern ihm reicht die Rückmeldung, dass er durch seine Handlungen etwas Positives bewirkt hat, auch wenn dies nicht lobend erwähnt wird.

Wie sieht nun die Praxis aus? Wenn wir uns in der Gesellschaft umsehen, dann können wir doch leider feststellen, dass diejenigen, die Herrschaft ausüben, nicht immer moralisch die besseren Menschen sind. Sie dienen nicht anderen, sondern lassen sich lieber bedienen, stellen ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt, anstatt sich zu überlegen, wie sie ihre Fähigkeiten so einsetzen, dass andere etwas davon haben und sich die Gesellschaft weiter entwickelt. Sie wollen vor allem auch bewundert oder bestaunt werden, wollen, dass ihre Werke als besonders wichtig angesehen werden, obwohl sie bei Lichte besehen doch nur ihrem eigenen Ego dienen. Esther Vilar hat in ihrem Buch „Der betörende Glanz der Dummheit“ die Dummheit so definiert, dass sie diese als die Summe der Phantasielosigkeit gepaart mit mangelndem Einfühlungsvermögen darstellt. Kurzum: diejenigen, die keine Vorstellungsfähigkeiten besitzen darüber, wie eine Sache sich weiter entwickeln könnte, sei es im Bereich der Technik, der Medizin oder auf einem anderen Gebiet der Gesellschaft und völlig unsensibel sind gegenüber den Gefühlen und Bedürfnissen anderer Menschen, dickfällig über deren Probleme hinweggehen, sie sogar verletzen, kommen in unserer Gesellschaft weiter voran, weil sie keine Skrupel haben, trotz  offensichtlichem Versagen weiter zu machen. „Denn der Klügere gibt nach, der Dumme macht weiter“, lautet einer ihrer Kernaussagen. Der unsensible, selbstverliebte Streber (nach Herrschaft) „geht über Leichen“. Ihn kümmert es nicht, dass auf dem Weg nach oben andere zu Schaden kommen, dass er durch seine Ellenbogenmentalität andere zur Seite stößt und diese liegen bleiben. Er sieht nur seinen eigenen Nutzen, seinen eigenen Erfolg, sein eigenes Fortkommen. Während der Sensible, Vorsichtige, Skrupel hat, Entscheidungen zu treffen, weil sie vielleicht anderen schaden könnten, geht der unsensible, nach Herrschaft drängende Mensch über diese Bedenken hinweg. Diese Skrupellosigkeit zeigt auch noch eine andere Eigenschaft des Herrschens auf: Sie führt zu einer Art Sucht. Man spricht nicht umsonst von Herrschsucht. Wer einmal geherrscht hat, kann nicht mehr davon loslassen, er scheint von diesem Modus des Verhaltens geradezu besessen zu sein. Und ein weiterer Aspekt tritt zutage: Der Herrschende muss nicht unbedingt destruktiv wirken, aber wenn die Zerstörung eine Folge seines Handels ist, macht ihm dies keine Gewissensnot. Es gibt sicher auch Herrschende, die direkt in ihrer Absicht die Zerstörung im Auge haben. Der Dienende steht mit seinem Tun wiederum diametral der Herrschsucht und der Zerstörungswut gegenüber, denn in dem  Dienen liegt keine Absicht zugrunde, dem anderen den eigenen Willen aufzuzwingen. Wenn der Dienende meint, der andere verhalte sich zum eigenen oder fremden Schaden, dann wird er ihn darauf hinweisen, um ihn zur Umkehr zu bewegen. Der Dienende hat auch keine Freude am Zerstören, sondern am Aufbauen und Erhalten. Er will ja die Welt positiv verändern und das geschieht durch ein Verhalten, bei dem etwas Neues entsteht, also durch eine kreative Kraft die Welt in Richtung Vollkommenheit verbessert wird. Er wird auch versuchen, wenn er schon nichts erschaffen kann, doch die guten Dinge zu erhalten; er hat somit eine etwas konservative Triebfeder: Das was gut ist und sich bewährt hat, soll erhalten bleiben.  

Dienen

Herrschen

Dasein auf andere bezogen

Unabhängigkeit von anderen

Anderen dienlich sein und weiterhelfen

Anderen den eigenen Willen aufzwingen

Wissen um dienlichen Einfluss

Verehrt und bewundert werden wollen

Anderen nicht eigenen Willen aufzwingen

Neigung zu Herrschsucht

Aufbau und Erhalt

Neigung zur Zerstörung

 

Ich weiß nicht, warum mir jetzt Frau Dr. Angela Merkel einfällt. Aber ist sie nicht ein Prototyp eines Menschen, auf den alle Aspekte des Herrschens und Charakterzüge des Herrschenden passen? Passt nicht das absolute Herrschenwollen zu ihrem Charakterzug? Hat sie auf dem Weg zur Macht und zum Machterhalt davor zurückgeschreckt, anderen zu schaden? Wohl kaum, denn ihren Weg nach oben pflastern doch einige Personen, die sie zur Seite geschoben hat, um nach oben zu gelangen. Hat sie sich in den Dienst des Willens des Volkes gestellt? Sie hat doch ihre eigenen Ziele verfolgt und dabei  ihre Möglichkeiten, ihre Absichten durchzusetzen, voll ausgeschöpft.  Gibt es eine satanische Agenda der sie dabei folgt? Frappierend für mich war ein Fotovergleich, den ich im Internet gefunden hatte. Sie zeigt ihr schadenfrohes Grinsen im Vergleich mit dem gleichen Gesichtsausdruck der Hauptdarstellerin Linda Blair als Regan Teresa MacNeil in dem Film „Der Exorzist“. Der von unten nach oben gerichtete Blick, bei dem die Hände scheinbar versuchen, das heimtückische Lachen zu verbergen, zeugen davon, dass es ihr Freude macht, einen für sie vorteilhaften Plan verfolgen zu können. Sie scheint auch geradezu davon besessen zu sein, herrschen zu wollen. Sie kann nur durch politischen Druck dazu gebracht werden, Herrschaftsbefugnisse abzugeben, wie die nur widerwillige Aufgabe des Postens der Parteivorsitzenden zeigte. Hat sie eigene Visionen, Ideen oder Vorstellungen über zukünftige Entwicklungen? Wohl kaum. Sie wartet immer die jeweiligen gesellschaftlichen Trends ab und tut dann so, als ob dies etwas sei, was sie 100 % immer schon vertreten hätte.

 

Sie verfolgt dabei keinen besonderen eigenen Prinzipien, sondern ihr bedenkenloser Opportunismus ermöglicht es ihr immer, sich scheinbar auf der Welle des Erfolges bewegen zu können. Wirkt sie dabei konstruktiv? Zumindest kann man sagen: Wenn ihr Machterhalt es ihr erlaubt, dann fragt sie nicht danach, ob andere dadurch zu Schaden kommen. Dies wird vor allem in der Flüchtlingspolitik deutlich. Als sie noch in der Opposition war, schien es ihr opportun, die damals von der SPD geführte Regierung wegen ihrer Migrationspolitik zu kritisieren, um vor allem die Stimmung in der damaligen CDU zu nutzen, die gegen diese Art der Politik opponierte. Kaum war sie selbst an der Regierung, übernahm sie bald die von ihr selbst noch kritisierten Positionen der SPD, wahrscheinlich um diese zu schwächen.  Ein Adliger mit dem Namen Coudenhove-Kalergi trat schon in den 20iger Jahren durch seine Ideen von einem multikulturellen Europa – damals war dieser Begriff so noch nicht geprägt –auf, die er in seinem Buch „Praktischer Idealismus“ 1925 veröffentlichte. Seine Vision war die: „Der Mensch der fernen Zukunft wird Mischling sein. Die heutigen Rassen und Kasten werden der zunehmenden Überwindung von Raum, Zeit und Vorurteilen zum Opfer fallen….Die eurasisch-negroide Zukunftsrasse, äußerlich der altägyptischen ähnlich, wird die Vielfalt der Völker durch die Vielfalt der Völker ersetzen.“ (https://www.youtube.com/watch?v=dArh3rMAOns) Diese Idee wurde von  seiner Nichte Barbara Coudenhove-Kaergi in ihrer Kolumne vom 07.01.2015 weiterentwickelt, in dem sie ankündigt, dass durch eine Völkerwanderung das Europa sein Gesicht verlieren werden, ob es nun den Alteingesessenen passe oder nicht (https://www.derstandard.at/story/2000010102927/eine-voelkerwanderung).  Da Frau Merkel im Sinne dieser Agenda ihre Politik betreibt, wurde sie im Jahr 2010 mit dem Europapreis der Coudenhove-Kalergi-Stiftung ausgezeichnet. Ob dies wirklich in dem Sinne der Völker Europas ist, steht auf einem anderen Blatt. Sie scheint aber hier die Strategie der Völkervermischung durch die Masseneinwanderung vorantreiben zu wollen, wobei sie die Zerstörung des alten Europa mit ihren gewachsenen geschichtlichen Strukturen in Kauf nimmt. Dabei handelt sie auch gegen die Interessen ihres eigenen Landes. Ihre Deutschlandfeindlichkeit kam nach der Bundestagswahl  während einer Wahlparty der CDU am 22.09.2013 zum Ausdruck, als sie angewidert die Deutschlandfahne zur Seite legte (https://www.youtube.com/watch?v=siqHZsMMwkM).

Wie aufgezeigt wurde, ist das Dienen eine dem Göttlichen eher zugeneigte Verhaltensweise, da sie in ihrem defensiven Charakter immer den Respekt gegenüber dem Andersdenkenden und Andershandelnden zollt und eine kreative oder bewahrende Funktion erfüllt. Das Herrschen scheint einer satanischen Agenda zu folgen, da sie die eigene Person in den Mittelpunkt stellt, um den sich alles zu drehen hat. Diese Egozentrik ist ein Hauptmerkmal von narzisstischen oder gar psychopathischen Persönlichkeiten. Diese wollen immer dabei ihren eigenen Willen durchsetzen –koste es was es wolle. Der Herrschaftsanspruch wird im schlimmsten Fall zur Sucht und Manie, die den Herrschenden ständig antreibt, ohne Einhaltung moralischer Grenzen, die eigenen Ziele durchzusetzen, wobei die Destruktivität nicht primär beabsichtigt sein muss, bei der aber die Zerstörung von allem Lebendigem billigend in Kauf genommen wird. Das Böse ist nach Aussagen von Mephisto in dem Drama „Faust“ von Wolfgang von Goethe eben diese Kraft, die stets verneint und will, dass alles zugrunde geht und am liebsten nichts entstehen lassen würde (https://www.aphorismen.de/gedicht/676) . Dies ist der Ausfluss der satanischen Herrschaft in Reinkultur.

©Büren, 19.11.2019, Günther Birkenstock