Fast alle Kritiker der globalisierten Migrationsbewegungen der letzten Jahre von Th. Sarrazin bis D. Trump wurden früher oder später mit dem Rassismusvorwurf konfrontiert und oft übelst diffamiert. Grund genug, diesen Begriff einmal näher zu untersuchen.
 
Zunächst einmal lässt sich feststellen, dass es eine allgemein anerkannte wissenschaftliche und juristisch trennscharfe Definition von "Rassismus" nicht gibt. Der Begriff ist also fast nach Belieben wandelbar und mit der Interpretion des jeweiligen Nutzers auffüllbar.
Vergleicht man nun verschiedene Jahrgänge von Veröffentlichungen aus einschlägig regierungsnahen Institutionen, wie z.B. die "Bundeszentrale für politische Bildung" (bpb) - (vgl z.B. die 1990er, 2000er Jahrgänge mit dem heutigen Internetauftritt), so stellt man fest, dass der Rassismusbegriff in den letzten Jahren derartig ausgeweitet wurde, dass man fast jeden Kritiker nahezu beliebig als Wiedergänger Hitlers verteufeln kann.
Konkret bedeutet dies, dass "Rassismus" nicht mehr nur eine gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit beschreibt, bei der pauschal allen Mitgliedern der jeweils abgewerteten Gruppe Gerechtigkeit und Gleichbehandlung verweigert werden, sondern eben auch eine kritische Haltung oder gar Verweigerung gegenüber einem universellen Migrations- und Ansiedlungsrecht.
Diese im linken Spektrum dominierende Lesart (vgl. z.B. die Publikationen der Amadeu-Antonio-Stiftung - geleitet von einer Ex-Stasi-MA) wurde dann nach und nach von allen großen Medienkonzernen der Republik übernommen. 
Dieser Prozess der Begriffsumwandlung wird "neuhochdeutsch" auch als "(Re-)Framing" bezeichnet.
 
Wie steht nun die AFD dazu?
Selbstverständlich lehnen wir jede gruppenbezogene pauschale Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung sowie jede pauschale Abwertung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder ihres Bekenntnisses ebenso ab, wie alle anderen grundgesetztreuen Parteien. Ebenso will niemand, der ein Herz hat, Menschen, die wirklich an Leib und Leben bedroht sind, Aufnahme und Hilfe verweigern.
Der Schutz vor Diskriminierung beinhaltet jedoch nicht ein de facto völlig freizügiges Migrations- und Siedlungsrecht in unserem Staatsgebiet, oder anders ausgedrückt, es gibt kein universelles Recht auf Einwanderung und Ansiedlung, zumal wenn diese Ansiedlungen den Interessen des Staatsvolkes signifikant entgegenstehen.
 
Wenn dieses Recht jedoch von den Altparteien eingefordert und herbei geredet wird (siehe "Migrationspakt"), so muss man fragen, wem dies in Anbetracht der weltweiten Bevölkerungsentwicklung letztlich dienen soll. Ebenso stellt sich die Frage, warum man dieses universelle Recht auf Migration und Ansiedlung dann nur von den europäischen Bevölkerungen und unter diesen speziell von uns Deutschen so vehement einfordert, oder etwas plakativ gefragt: warum fordert niemand so vehement zum Beispiel "Toleranz", "Diversität" und "Multikulti" für die Türkei"? - (gell, Herr Özdemir?)
Im Gegenteil sieht es vielmehr so aus, dass alle souveränen Nationalstaaten sich das Recht vorbehalten, über Art und Umfang der zugelassenen Einwanderung selbst zu entscheiden und dies vorrangig nach Gesichtspunkten der Nützlichkeit, Sicherheit und Nachhaltigkeit für das jeweils eigene Staatsvolk.
Warum also wollen die Linken ausgerechnet uns, den Deutschen, genau dieses Recht vorenthalten?
 
Und es geht ja noch weiter - Wer stellt mit welchem Recht überhaupt eine "multikulturelle" Gesellschaft als besonders erstrebenswertes Gesellschaftsmodell in den Raum und dann außer Diskussion? Und zu welchen letztendlichen Zwecken und Zielen?
Ist es nicht vielmehr so, dass die Beweislast bei denjenigen Journalisten, Politikern und Lobbyisten liegt, die die bisher - relativ gesehen - ethnisch homogenen - europäischen Nationalstaaten in "multikulturelle" Gesellschaften umformen wollen?
So, wie zuletzt etwa jene linksorientierten Journalisten, die den Osten der Bundesrepublik wegen der AFD mit Migranten `fluten´ wollen, um zukünftig unliebsame Wahlergebnisse zu verhindern? 
Der Beweis, dass eine "multikulturelle" Gesellschaft an sich ein erstrebenswerter Selbstzweck wäre, gar etwas moralisch "Höherstehendes/Höherwertiges", muss - vor allem in Anbetracht gegenläufiger historischer Erfahrungen - erst noch erbracht werden.  
 
Das sind alles Fragen, die uns bisher noch kein Linker irgendwie einigermaßen schlüssig beantworten konnte.
Also, liebe Linke, die ihr hier mitlest - auf gehts, versucht es und stellt euch der Diskussion!
 
Letzten Endes gehört es - so lehrt es jedenfalls die Geschichte - zu den Grundkonstanten der menschlichen Psyche, dass in jedem Fall zunächst die Bedürfnisse der Mitglieder der jeweils eigenen Bezugsgruppe, d.h. meist die Abstammungsgruppe, also Familie, Sippe/Clan, Stamm, Volk usw. voran- und die Bedürfnisse der Nichtmitglieder (vom eher kurzfristigen Gastrecht abgesehen) hinten angestellt werden. Und es ist uns auch kein Fall aus der schriftlich überlieferten Weltgeschichte bekannt, bei dem eine völlig entgrenzte Masseneinwanderung, welche die Integrationsfähigkeit überschritt, ohne schwerste negative Folgen für die einheimische Bevölkerung geblieben wäre - diese hat dann stets versucht, sich gegen jene zu wehren. 
 
Auch wenn die gesamte Linke heutzutage die oben genannten Bezugsgruppen als beliebig "konstruiert" abtut, wie zum Beispiel ein Robert-"Es-gibt-kein-Volk"-Habeck, so wird sie letztlich doch scheitern, denn sie kämpft in ihrem Bestreben, mal wieder einen "Neuen Menschen" zu schaffen, gegen die Grundkonstanten der menschlichen Natur.
 
© Siegfried Göbel, Studienrat

 

Der Klimaschutz wird zum ideologischen Glaubenskrieg. Dieser Glaubenskrieg ignoriert kritische Fragen bzw. lässt diese überhaupt nicht zu: Gibt es überhaupt einen Treibhauseffekt? Wird, wenn es diesen Treibhauseffekt wirklich geben sollte, dieser auch  vom Menschen durch Ausstoß von Kohlendioxid negativ beeinflusst? Selbst wenn auch dieses Glaubensaxiom anerkannt würde, stellte sich noch die letzte Frage: Wäre eine Temperaturerhöhung wirklich mit den katastrophalen Folgen verbunden, wie uns das weisgemacht wird? Diese Fragen dürfen nicht gestellt und diskutiert werden. Stattdessen werden immer wieder dieselben Behauptungen als „bewiesene wissenschaftliche Wahrheiten“ verkündet und zwar mit der Begründung, dass die Mehrheit der Wissenschaftler sich in dieser Frage einig sei (https://www.klimafakten.de/behauptungen/behauptung-es-gibt-noch-keinen-wissenschaftlichen-konsens-zum-klimawandel). Selbst wenn dies zuträfe, ist die Wahrheitsfindung in der Wissenschaft niemals von einer Mehrheitsmeinung abhängig. Die Abhängigkeit von Mehrheitsmeinungen hat nur etwas mit demokratischen Entscheidungsprozessen zu tun, nicht aber mit dem was man mit wissenschaftlicher Arbeit beschreibt. Hier gelten andere Kriterien: Es müssen schlüssige Hypothesen gebildet und diese an der Realität überprüft werden. Und da schwächelt schon das ganze ideologisch zusammengezimmerte Glaubensgebäude der Klimahysteriker, denn es ist noch lange nicht bewiesen, dass es einen durch das Kohlendioxid verursachten Treibhauseffekt gibt. Die Korrelation zwischen dem Kohlendioxid und der Temperaturerhöhung ist nicht so klar bewiesen, wie es verkündet wird, zumal seit dem Jahr 2000 die Temperaturen global nicht angestiegen sind – trotz höherem CO2-Ausstoß (https://www.eike-klima-energie.eu/2017/07/08/beweise-fuer-die-unwirksamkeit-von-co2-bei-der-klima-entwicklung/). Auch sind wir nicht vor Täuschung geschützt. So konnte „Norman Investigativ“ aufzeigen, dass durch die Ausdünnung der Messstationen im freien Umland und Massierung der Stationen in Ballungszentren eine künstlich erzeugte Temperaturerhöhung verzeichnet wurde, die zumindest wegen dieser nicht repräsentativen Auswahl der Messergebnisse zweifelhaft ist (https://www.youtube.com/watch?v=ZYXrGlYAZOg). Und selbst wenn es eine Temperaturerhöhung gäbe, sagt dies noch nichts über einen ursächlichen Zusammenhang mit dem Kohlendioxid aus. Man kann nämlich alles in einen rein statistischen Zusammenhang bringen, wie etwa die Anzahl der Storchennester und die der Geburten und daraus falsche Schlüsse ziehen. Man spricht hier von einer Scheinkorrelation, denn eine dritte Variable, um bei diesem Beispiel zu bleiben, könnte beide Faktoren, nämlich die Anzahl der Storchennester und die der Geburten positiv beeinflussen, und das könnte der Faktor „ländlicher Raum“ sein, denn je urbanferner eine Umwelt ist, desto mehr steigen die Geburten von Kindern aufgrund eines eher bezahlbaren Wohnraums (https://www.zeit.de/gesellschaft/familie/2018-04/geburtenrate-stadt-land-regionen) und die Anzahl der Störche, weil sie dort mehr Nistplätze und Nahrungsmittel finden. Ähnlich könnte es auch bei dem Anstieg des Kohlendioxid und der Temperaturen verhalten: Eine dritte, noch nicht ins Auge gefasste Variable könnte beide gleichzeitig beeinflussen. Es könnte nämlich sein, dass es an der Stärke der Sonneneinstrahlung liegt: Je stärker diese ist, desto mehr erwärmt sich das Land und auch das Wasser. Da nun Wasser ein guter Speicher für Kohlendioxid ist, aber bei Erwärmung das gespeicherte Kohlendioxid wieder abgibt, vermehrt es sich in der Atmosphäre (https://www.weltderphysik.de/gebiet/erde/news/2007/immer-mehr-kohlendioxid-auch-wegen-des-ozeans/). Wenn also die Meere sich erwärmen, wird automatisch mehr Kohlendioxid freigesetzt. Es ist also ein fataler Fehler, in Sachen Klima monokausal zu denken. Das Wetter, davon sollte besser gesprochen werden, denn Klima ist nur das aus verschiedenen Messungen ermittelte durchschnittliche Wetter in einem bestimmten Zeitraum, gemessen in der Regel in 30-Jahres-Zyklen, wird eben nicht nur von einem Faktor bestimmt, sondern gleicht einem eher chaotischen System, dessen Vorhersagbarkeit von verschiedenen Faktoren, die zum Teil gegeneinander, aber auch miteinander wirken, beeinflusst wird. In der Politik – und willfährige Wissenschaftler haben sich dem Diktat angeschlossen – hat man sich aber nun darauf geeinigt, nur den Faktor Kohlendioxid, und hier wiederum nur den menschengemachten Anstieg, für die Temperatursteigerung der letzten Jahre verantwortlich zu machen und alle anderen Faktoren außer Acht zu lassen. In dieser Art Politik verbirgt sich eine Art Dogmatismus (es wird einfach etwas für wahr erklärt, ohne den Wahrheitsgehalt einer Aussage kritisch unter die Lupe genommen zu haben) und eine Simplifizierung (es wird ein komplexer Sachverhalt künstlich vereinfacht), die nun noch durch eine Infantilisierung ergänzt wird. Denn es ist entspricht einem kindlichen „Schwarz-Weiß-Denken“, etwas für gänzlich falsch oder richtig zu halten. Kinder haben noch nicht zu einer differenzierten Betrachtung der Welt wie die Erwachsenen gefunden, weil ihnen einfach hierzu noch die Lebenserfahrungen fehlen. Es ist deshalb kein Zufall, dass gerade Kinder auf die einfachen Formeln der Politiker („der Mensch verursacht den Klimawandel durch erhöhten Kohlendioxidausstoß“) hereinfallen und diese begeistert aufnehmen. Und es ist auch sicher kein Zufall, dass eine Greta Thunberg, bei der das „Asperger Syndrom“ als eine besondere Form des Autismus, diagnostiziert wurde, eine Protagonistin der „Friday-for-Future“-Bewegung geworden ist, weil das Denken in Extremen und das Herausbilden von Spezialinteressen ein typisches Merkmal hierfür ist (https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/greta-thunberg-denkt-schwarz-weiss-psychiater-erklaert-wie-authentisch-die-klimaaktivistin-ist_id_11185339.html). Politiker fühlen sich in ihrem Handeln bestätigt und ermuntern die Kinder noch, diese Art des Aktivismus voranzutreiben. Gerade Angela Merkel, die gerne auf jeder populären Welle reitet, die ihr nützlich erscheint, lobte sogar die Schülerproteste. Ähnliches gilt auch für Katarina Barley, die den Schülern „hohen Respekt“ zollt und in diesem Zusammenhang auch noch das Wahlrecht mit 16 Jahren ins Spiel bringt (https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-03/fridays-for-future-demonstration-klimaschutz-angela-merkel-katarina-barley). Das Schuleschwänzen wird zur Heldentat hochstilisiert, weil dies nun mal in das politische Kalkül passt. Die Infantilisierung des Denkens der Kinder wird somit zum Maßstab für das Handeln der Erwachsenen, die es eigentlich besser wissen müssten: Komplexe Systeme wie das Wetter können nicht einfach durch das Verändern eines Faktors – eben des Kohlendioxids – sinnvoll verändert werden. Greift der Mensch hier ein, verändert er möglicherweise nachhaltig das Wettergeschehen in unvorhersehbarer Weise, so dass Wirkungen erzielt werden, die jetzt noch nicht absehbar sind. Statt also der Komplexität des Themas Klima Respekt zu zollen und auch sich nicht auf monokausale Ursache-Wirkungsketten einzulassen, wird in der Politik eine Simplifizierung vorgenommen und in kindischer Weise mit einer „Entweder-Oder-Denkweise“ das Kohlendioxid verteufelt. Es wird übersehen, dass das Kohlendioxid als ein völlig ungiftiges Gas lebensnotwendig ist, da es für das Pflanzenwachstum förderlich ist – was eindeutig bewiesen ist und Gärtner deshalb die Luft in Treibhäusern mit Kohlendioxid anreichern (https://industrie.airliquide.de/wachstumsschub-mit-co2-mehr-ertrag-und-bessere-qualitaet-im-gewaechshaus). Es ist nur zu hoffen, dass Politiker, Wissenschaftler („Klimaskeptiker“) und auch „Mainstreammedien“ den Mut aufbringen, dieser unheilvollen Allianz der negativ sich gegenseitig potenzierenden Faktoren der Dogmatisierung, Simplifizierung und Infantilisierung in der Politik Einhalt zu gebieten.

© Büren, 03.11.2019, Günther Birkenstock

 

Ca. 60 Bürger (Gläubige?) waren gekommen, um
wie von Pastor Tom Damm angekündigt, der von einer Muslima gehaltenen Predigt zuzuhören.
In seinem kurzen Vorwort beschwor er die schöne, bunte, neue Welt und nahm dafür unseren Reformator, Martin Luther, in Anspruch. Sehr schnell übergab er dann das Wort an die mit Kopftuch gekleidete Gastpredigerin, die wie selbstverständlich - aber auch vom Pastor angekündigt - die Kanzel betrat. Das war für mich eine Entweihung des christlichen Glaubens und so stand ich auf und rief mit lauter Stimme das "Vater Unser" in die Kirche. Wenige Worte genügten und Pastor Damm kam herbeigeeilt, um uns (meine Frau und mich) der Kirche zu verweisen.
Bis zum Ausgang zitierte ich weiter das "Vater Unser".
Leider wurde ich nicht ganz fertig, aber man sollte ja meinen, dass die Besucher des Gottesdienstes es heute Abend noch zu Ende sprechen konnten.
Wo ist unsere Kirche nur hingeraten?

©Hans-Otto Dinse

 

Sportwetten sind gut im Rennen. Sie verführen Menschen dazu, spielsüchtig zu werden, indem sie ihnen glauben machen, sie könnten durch Wetten „das große Geld machen“. Seit Jahren steigen die Umsätze in dieser Branche: Waren es 2012 noch 3,4 Mrd. so sind es im Jahr 2018 bereits insgesamt 8,8 Mrd., die in Deutschland verzockt wurden (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/557955/umfrage/wetteinsaetze-auf-dem-deutschen-sportwettenmarkt/). Immer dabei sind „Promis“, die sich nicht zu schade sind, ihren „guten Namen“ für dieses dubiose Geschäft herzugeben. So ritt z. B. Rudolf Podolski auf einem Elefanten (https://www.youtube.com/watch?v=qHODEwLft8Q), um für XTiP Sportwetten Reklame zu machen. Und Oliver Kahn ist auch immer dabei für Tipico-Sportwetten, der mit dem Werbeslogan wirbt: „Ihre Wette in sicheren Händen“. Er suggeriert Seriosität als Ex-Top-Torwart, so dass sich einige davon verführen lassen. Report Mainz hatte bereits 2017 diese Werbebranche kritisch unter die Lupe genommen und aufgezeigt, dass Menschen spielsüchtig werden und viel Geld verlieren können, wovor sogar Uli Borowka, ehemaliger Nationalspieler, der abhängig wurde, nicht gefeit war (https://www.youtube.com/watch?v=ZR8ht2jjjsg), der offen zugibt, süchtig geworden zu sein, aber inzwischen davon los gekommen ist und anderen spielsüchtigen Jugendlichen hilft.  Ich habe mir mal eine Video-Clip von Tipico-Sportwetten angesehen, der es in sich hat (https://www.youtube.com/watch?v=LCR4n6-bQ40): Ein Mann mit dunkler Hautfarbe starrt wie gebannt auf einen wie aus dem Nichts kommenden Bus mit Spielern des FC Bayern München, in dem man Manuel Neuer, Serge Gnabry und Jérôme Agyenim Boateng sitzen sieht, die relativ teilnahmslos auf den in den Bus wie hypnotisiert blickenden Mann sehen. Dann sieht man eine Häuserwand mit anscheinend lauter Fußballfans und einen Ausschnitt aus einer Kneipe mit ebenfalls begeisterten Gästen. Immer tippt einer auf sein Smartphone und gibt eine Wette ab - zu Gunsten von FC Bayern München. Danach sieht man noch ein paar Fußballer des FC Bayern, die durch einen sehr dunklen, unansehnlichen Tunnel laufen. Der ganze Werbespot hat auf mich einen eher abstoßenden Effekt erzielt, weil er Menschen zeigt, die sich wie in einem Trancezustand befinden und dann ihre Wetten abgeben. Die Menschen interagieren nicht miteinander und vor allem ist mir aufgefallen: es ist Nacht, deshalb dunkel und auch regnerisch, geradezu gespenstig. Vielleicht ist das symptomatisch für die ganze Branche der Sportwetten, die wohl gern im Dunkelfeld bleiben will, um ihre Geschäfte zu tätigen. Auch in den anderen Werbespots wird eine ähnliche Atmosphäre erzeugt - und oft dabei Oliver Kahn und Spieler des FC Bayern München. Ist das Zufall? Mit Sicherheit nicht! Hier fließt bestimmt viel Geld in die entsprechenden Kanäle, denn Tipico ist Sponsor des FC Bayern München, aber auch des HSV und RB Leipzig (https://www.horizont.net/marketing/nachrichten/Sponsoring-Tipico-wird-Partner-der-Fussball-Bundesliga-163907). Im Jahr 2018 wurde Tipico sogar Sponsor der Deutschen Fußball-Liga und unterstützt damit die 1. und 2. Bundesliga (https://www.horizont.net/marketing/nachrichten/Sponsoring-Tipico-wird-Partner-der-Fussball-Bundesliga-163907). Kann man darauf hoffen, dass irgendwann der Staat eingreifen wird? Wohl kaum, denn er verdient an der Spielsucht auch Geld. Das garantiert der „Glücksspielstaatsvertrag“. Im Jahr 2015 haben die Länder immerhin 240 Mio. aus der Sportwetten-Steuer eingenommen(https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/steuereinnahmen-wie-der-staat-an-illegalen-sportwetten-mitverdient-1.2957977). Hat derjenigen, der wettet dann wenigstens eine Gewinnchance. Vielleicht – aber der Staat gewinnt immer.  

 

© Büren, 03.11.2019, Günther Birkenstock

 

Die CDU hat massive Stimmenverluste bei der Landtagswahl in Thüringen hinnehmen müssen (https://www.welt.de/…/Thueringen-Wahl-2019-Wahlergebnisse-u…). Die "Gretchen-Frage" für die Unionsanhänger müsste jetzt eigentlich lauten: Wie hältst du es mit Frau Dr. Merkel? Denn selbst dem treuesten Anhänger der früheren Parteivorsitzenden müsste es doch dämmern, dass die letzten Wahlschlappen der CDU etwas mit der jetzigen Bundeskanzlerin und ihrer Politik zu tun haben könnte. Die "K-Frage" stellt sich unmittelbar nach dieser letzten Wahlniederlage, und ich bin mal gespannt, ob sich die CDU-Anhänger irgendwann mal trauen, sich von "Mutti" zu emanzipieren. Muss die Bundeskanzlerin jetzt versuchen zu eruieren, ob die Entwicklung in der CDU mit ihrer Politik in Verbindung steht? Eigentlich wäre dies ihre Pflicht und sie müsste zumindest umdenken und ihre bisherige Politik infrage stellen. Dies wird sicher nicht geschehen, da sie ja von sich selbst glaubt, immer alles richtig zu machen. Ein Umdenken reicht auch nicht mehr aus, sie müsste als Bundeskanzlerin ausgewechselt werden. Es gleicht dem Andersen-Märchen vom „Des Kaisers neue Kleider“: Frau Dr. Merkels „Hofstaat“ – ihre engsten Mitarbeiter und Minister – traut es sich nicht, ihr zu sagen, dass sie eigentlich nicht die große Staatsfrau ist, für die sie sich hält, nur das „dumme Wahlvolk“ wagt es in der Weise, dass es die CDU bei allen Wahlen durch Stimmverweigerung abstraft. Wir sind das Opfer zweier Prinzipien geworden, die sich unheilvoll verbunden haben: Dem Peter-Prinzip und dem Dunning-Kruger-Effekt, denn in unserem politischen System kommen nur diejenigen in Spitzenpositionen, die an maßloser Selbstüberschätzung leiden, es aber trotz ihrer Inkompetenz schaffen, bis zur höchsten Stufe der Karriereleiter zu gelangen, um dann aus dieser Position heraus nur diejenigen hochkommen zu lassen, die nicht ihre Position gefährden können. Nur von außerhalb kann ein solches System verändert werden, weil innerhalb der Hierarchie alle noch die Hoffnung haben, aufgrund einer Günstlingswirtschaft, doch noch irgendwie nach oben zu gelangen. Hier können wir von den USA lernen, denn dort hat es ein Donald Trump geschafft, der nicht aus dem politischen Establishment kommt, an die Spitze zu gelangen. Kein Wunder, dass dieses nun versucht, gegen ihn ein Amtsenthebungsverfahren einzuleiten, um ihn loszuwerden. Auch in Deutschland kann nur eine Veränderung gelingen, wenn von außerhalb der „Altparteien“ ein politischer Machtwechsel gelingt. 

©Büren, 02.11.2019, Günther Birkenstock