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Ich schaue weder Tagesschau noch politische Talkshows – eigentlich. Den Auftritt Hans-Georg Maaßens neulich bei Lanz habe ich mir ausnahmsweise mal angesehen, nachträglich, auf Youtube – und mein Blutdruck blieb unten. Erstaunlich für mein südhessisches Temperament, befinde ich mich in einem Zustand der Ataraxie. Wahrscheinlich ist es jedoch eher Resignation als Seelenruhe. Man kann schreiben und von dem Geschriebenen Anderer halten, was man will. Es ändert sich nichts. Die aktuellen Deutungshoheits- und Herrschaftsstrukturen zeigen sich unbeeindruckt davon. Markus Lanz geht in seiner Sendung nicht auf Argumente des ehemaligen Verfassungsschutzpräsidenten ein. Durch seine abfällige Haltung und sein spöttisches Lächeln zeigt er klar, dass das auch gar nicht notwendig ist. Er hätte nicht mal extra sagen müssen: „Das ist AfD-Sprech!“. Man muss schon hart im Nehmen, argumentationsstark, in sich ruhend und finanziell abgesichert sein, um eine abweichende Meinung in einer deutschen Talkshow zu äußern. Aber man kann sie äußern, wie Markus Lanz und der sekundierende ARD-Extremismusexperte Olaf Sundermeyer ausdrücklich betonen. Das höhnische Lachen von Markus Lanz nach Äußerungen Maaßens ist ein Ausdruck von Macht und Herrschaft. Kein Artikel hier oder auf anderen Plattformen, der die x-te realitätsferne politische Maßnahme kritisiert, wird es verstummen lassen.

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