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Im Jahr 2020 werden die Christen in Deutschland wegen der Corona-Krise die Auferstehung von Jesus an Ostern nicht feiern können. Selbst wenn dieses Jahr die Auferstehung von Jesus Christus nicht gefeiert werden kann, bleibt immer die Frage bestehen: Ist das, was in den Evangelien berichtet wird, wahr oder nicht? Es gibt gute Gründe dafür, dass die Evangelien wahr sind. Zunächst einmal soll aber noch der Frage nachgegangen werden, ob es außerbiblische Zeugnisse von Jesus gibt. Hier ein Liste der wichtigsten Männer, also nicht-biblischer Hinweise auf das Leben und auch Sterben von Jesus:  (https://www.youtube.com/watch?v=bmikAXC-vZg) :

  • Flavius Josephus (37 – 100 n.Chr.): Er war römisch-jüdischer Geschichtsschreiber, der die zeitgenössischen Berichte und Zeugnisse seiner Zeit dokumentierte. Hier ein Text-Auszug aus den „Altertümern“ (Testimonium Flavinum), der folgende Passage enthält (http://www.k-l-j.de/flavius_josephus.htm): „Um diese Zeit (= während der Zeit des Aufstandes gegen Pilatus, der mit Hilfe der Tempelgelder eine Wasserleitung nach Jerusalem bauen lassen wollte) lebte Jesus, ein weiser Mann, wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf. Er war nämlich der Vollbringer ganz unglaublicher Taten und der Lehrer aller jener Menschen, die mit Freuden bereit sind, die Wahrheit zu empfangen. So zog er viele Juden und auch viele Griechen an sich. Er war der Messias. Und obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte, wurden doch diejenigen, die ihn von Anfang an geliebt hatten, ihm nicht untreu, wie gottgesandte Propheten dies und tausend andere wunderbare Dinge von ihm vorher verkündet hatten. Und noch bis auf den heutigen Tag besteht der Stamm der Christen, wie sie sich nach ihm nannten, fort.“
    Jüdische Altertümer, 18,63f.
  • Tacitus (58 – 120 n. Chr.): Er war römischer Historiker und Senator. Er schrieb in seinen „Annalen“ folgendes: „Um also dieses Gerücht niederzuschlagen, schob Nero die Schuld auf andere und belegte mit den ausgesuchtesten Strafen jene Menschen, die das Volk wegen ihrer Schandtaten hasste und Chrestianos nannte. Ihr Namensgeber, Christus, war unter der Regierung des Tiberius durch den Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden…“ (https://www.begruendet-glauben.org/articles/mederacke-2018-10-antike-quellen-die-jesus-ausser-christlich-belegen/).
  • Lukian von Samosata (120 – 180 n. Chr.): Er war Satiriker und Grieche und schrieb über Jesus: „Übrigens verehrten diese Leute den bekannten Magus, der in Palästina deswegen gekreuzigt wurde, weil er diese neuen Mysterien in die Welt eingeführt hatte … Denn diese armen Leute haben sich in den Kopf gesetzt, dass sie mit Leib und Seele unsterblich werden, und in alle Ewigkeit leben würden:“ (https://www.begruendet-glauben.org/articles/mederacke-2018-10-antike-quellen-die-jesus-ausser-christlich-belegen/).
  • Sextus Julius Afriacnus (170 – 240): Er berichtet über ein Werk, das von Thallus, in dem von einer Sonnenfinsternis berichtet wurde zum dem Zeitpunkt, als Jesus starb, so dass angenommen werden kann, dass er sich mit den synoptischen Evangelien, die über den Tod von Jesus berichtet haben, auseinandergesetzt hatte (https://www.begruendet-glauben.org/articles/mederacke-2018-10-antike-quellen-die-jesus-ausser-christlich-belegen/).

 

Es gibt also außerbiblische Zeugnisse, die zeigen, dass auch andere als die frühen Christen, Jesus kannten, über seine Kreuzigung und sogar seine Auferstehung berichteten.

 

Für die Auferstehung von Jesus kann man mehrere Indizien anführen, die darlegen können, dass Jesus am Kreuz gestorben und tatsächlich auferstanden ist (https://www.guentherbirkenstock.de/neue-seite, zu Download gehen: https://cdn.website-editor.net/fe35026c78fc4ba9a5a55b7f2f4caf1a/files/uploaded/Auferstehung%2520Jesus.pdf) :  

 

  • Turiner Grabtuch: Das so genannte Turiner Grabtuch ist ein aus einem Art Leinenstoff bestehendes Tuch mit den Ausmaßen von 110cm x 436 cm, das einen Mann darstellt, der durch eine Kreuzigung ums Leben gekommen war. Dieses Grabtuch wurde lange Zeit als Fälschung gehalten und die Entstehung auf die Zeit von 1260 – 1390 datiert. Allerdings hatte bei der Radiokarbonmethode (Zerfall des C14-Kohlenstoffatoms) es eine Kontamination mit einem jüngeren Stoff gegeben, die zunächst nicht aufgefallen war. Der untersuchte Stoffteil war nach einem Brand mit einem Faden neueren Datums ausgebessert worden, was zu einer falschen Datierung geführt hat. Für die Behauptung, dass das Turiner Grabtuch tatsächlich die Abbildung von Jesus sein könnte, spricht, dass eine im Jahr 692 hergestellte Münze dem Abbild des Kopfes auf dem Grabtuch sehr ähnlich ist, dass die Darstellung der Wundmale an den Händen der anzunehmenden Tatsache von einer Durchbohrung der Handwurzel und nicht der Handteller entspricht und dass Pflanzenpollen im Gewebe gefunden wurden, die es nur in Palästina gab. Weiterhin zeigen die Wundspuren auf dem Grabtuch Details der Geißelung, der Dornenkrone, der durch Schläge verursachten Schäden im Gesicht und der Durchbohrung der Seite durch den Speer eines Soldaten, wie es in den Evangelien beschrieben wurde. Andere Textilproben zeigen, dass die Fasern aus dem Nahen Osten stammten, wie sie auch zur der Zeit von Jesus verwendet wurden. Auch die Art des Gewebes (Fischgrätmuster) entspricht dem der damaligen Zeit. Es konnte auch bisher nicht erklärt werden, wie der Abdruck des gesamten Körpers entstanden sein kann (es sind eben nicht nur Blutspuren zu erkennen, sondern auch die gesamten Körperstruktur). Ein Bemalen mit Pinsel und Farbe scheidet aus, da das Bildnis hierfür keine Anhaltspunkte bietet. Es scheint eine Art Strahlung stattgefunden zu haben, die zu dem Abbild geführt hat. Zu dieser Schlussfolgerung kam der Diplomingenieur Joachim Andrew Sacco aus Beverly Hills in einem Gespräch mit Christoph Caspari: „Es haben sich nur die Vorder- und die Rückseite des Körpers abgebildet. Die Seitenansicht fehlt. Sollte aber eine Kraft vom Körper ausgegangen sein, müßte sie überhallhin strahlen. So war klar: Die Schwerkraft mußte eine Rolle gespielt haben. Ein anderer Schlüssel war die Lage der Blutspuren im Vergleich zu den Wunden auf dem Bild. Je näher sie zum Zentrum des Bildes sind, umso näher sind sie auch zu den Wunden, und umgekehrt. Und noch etwas: Das Bild ist nur ganz schwach eingeprägt, nur auf den ganz obersten Fasern gibt es Veränderungen. Sie reichen nie tiefer als einige Mikron. Dank neuester Einsichten der Quantenmechanik konnte man eine Modellvorstellung über das Geschehen entwickeln, die mit allen erwähnten Beobachtungen in Einklang gebracht werden kann….Gemäß dieser Theorie hätte sich im Körper eine extrem unwahrscheinliche, aber aufgrund der physikalischen Gesetze denkbare Konfiguration der subatomaren Teilchen vollzogen, wodurch sich all diese Beobachtungen erklären lassen“ (https://armin-risi.ch/Artikel/Theologie/Ging-Jesus-nach-Indien.php).

 

  • Glaubwürdigkeit des Neuen Testaments: Die Evangelien sind keine mythischen Erzählungen, sondern dem Charakter nach eher mit Tatsachenberichten zu vergleichen, was sich aus dem Detailreichtum, der Benennung von konkreten Orten des Geschehens und der agierenden Personen ergibt. Den Urchristen waren die Autoren der Evangelien durchaus bekannt: Lukas war Arzt und Weggefährte von Paulus und benutzte die Aussagen von Augenzeugen (Lk. 1, 2). Johannes war selbst Jünger von Jesus, er war Augenzeuge der Kreuzigung von Jesus (Joh. 19, 35. Markus war ein Schüler (Zuhörer) von dem Jünger Petrus, der in Rom das Evangelium gepredigt hatte und der gebeten wurde, alles aufzuschreiben, was Petrus berichtet hatte. Matthäus war selbst Jünger von Jesus und als der Steuereintreiber Levi bekannt (Mk. 2,14, Mat. 9,9). Die Evangelien wurden relativ zeitnah zum Zeitpunkt der Kreuzigung und Auferstehung verfasst (40 – 90 n. Chr.) und es gibt zahlreiche Handschriften und Handschriftenteile der Evangelien, die alle mit dem heutigen Texten weitgehend übereinstimmen.
  • Tatsächlicher Tod und leeres Grab: Gelegentlich wird die These vertreten, Jesus sei gar nicht am Kreuz gestorben, sondern nur scheintot gewesen, habe sich dann im Grab erholt und wäre danach aus dem Grab geflüchtet. Populärster Vertreter dieser Theorie ist Elmar Gruber mit seinem Buch „Jesus lebte in Indien“ (https://www.amazon.de/Jesus-lebte-Indien-geheimes-Kreuzigung/dp/3548354904). Danach seien die Verletzungen, die er erlitten hat, nicht lebensbedrohlich gewesen, er habe in einem komatösen Zustand die Kreuzigung überlebt und wäre dann nach Indien geflüchtet, wo er in Kaschmir gestorben sei, dort (in Srinagar) befände sich auch sein Grab. Dagegen spricht, dass es zur damaligen Zeit keine Zweifel gab, dass Jesus tatsächlich gestorben war. Außerdem wäre es rätselhaft, wie ein so geschwächter Mann ohne Nahrung bis zum Ostersonntag überleben und den schweren Rollstein, der den Eingang der Grabeshöhle verlegte, aus eigener Kraft hätte beseitigen können. Matthäus berichtet, dass das Grab auf Drängen der Priester und Pharisäer auf Anordnung von Pilatus von römischen Soldaten bewacht wurde wegen der eigenen Prophezeiung von Jesus, er würde nach 3 Tagen auferstehen (Mt. 27,62-64). Das Grab wurde nicht nur von Soldaten überwacht, sondern zusätzlich versiegelt (Mt. 27,66). Der Siegelbruch wurde von Römern mit dem Kreuzestod bestraft. Ebenso wurde mit dem Tod die Flucht oder das Einschlafen bestraft. Es wurde nie bestritten, dass das Grab leer war. Die Soldaten berichteten den führenden Priestern die Vorkommnisse; sie wurden bestochen („sie gaben den Soldaten eine ansehnliche Summe Geld“) und sollten erzählen, „seine Jünger seien in der Nacht gekommen, während ihr schlieft und hätten den Leichnam gestohlen“(Mt. 28,11-12). Auch die Gegner von Jesus waren also überzeugt davon, dass das Grab leer war.
  • Erste Zeugen waren Frauen: Das Zeugnis von Frauen war in der antiken Welt nichts wert. Hätten also Geschichtsfälscher gewollt, dass die Auferstehung von glaubwürdigen Zeugen bekundet wurde, hätte man Männer das leere Grab entdecken lassen.
  • Jesus erschien den Jüngern: Es gibt zahlreiche Berichte von dem Erscheinen Jesus gegenüber den Jüngern. Die Berichte sind glaubwürdig, weil sie sehr viele Details enthalten. Sie vermitteln auch den Eindruck, dass der Leib von Jesus ein anderer war, als der, den er vor der Kreuzigung hatte, denn er konnte vor den Jüngern erscheinen und wieder verschwinden, ohne dass Jesus hierbei sichtbar durch eine Tür geschritten war. Dieser Körper musste also die Fähigkeit der De- und Rematerialisierung gehabt haben. Paulus bezeugt in 1. Brief an die Korinther, dass Jesus, nachdem ihn am 3. Tag „Gott von den Toten auferweckt“ hat, sich Petrus gezeigt hat und dann „dem ganzen Kreis der Zwölf. Später zeigte er sich mehr als 500 und seinen Nachfolgern auf einmal. Einige sind inzwischen gestorben, aber die meisten leben noch.“(1. Kor. 15,3-6). Der Brief wurde sehr früh geschrieben (ca. 55 nach Chr., d.h. 25 Jahre nach Tod von Jesus; die anderen Evangelien frühestens 70 Jahre nach Christus verfasst) und stellt somit ältestes „Glaubensbekenntnis“ dar.
  • Veränderung der Jüngerschaft. Alle Apostel waren zeitlebens bei der Version geblieben, dass Jesus tatsächlich auferstanden war und widerriefen diese Version auch angesichts des bevorstehenden qualvollen Todes nicht. Bis auf Johannes sind sie alle eines gewaltsamen Todes gestorben. Die Aussage von Pinchas Lapide (jüdischer Neutestamentler), entnommen Vortrag von Dr. Jürgen Spieß (https://www.youtube.com/watch?v=W8-Wy3e2iNM) beschreibt passend hierzu die Situation und das Verhalten der Jünger: „Wenn diese aufgescheuchte, verängstigte Apostelschar, die eben dabei war, alles wegzuwerfen, um in heller Verzweiflung nach Galiläa zu flüchten, wenn diese Bauern, Hirten und Fischer, die ihren Meister verrieten, verleugneten und dann kläglich versagten, plötzlich über Nacht sich in eine selbstsichere und heilsbewusste, überzeugte Missionsgemeinschaft verwandeln konnte, die viel erfolgreicher nach Ostern als vor Ostern wirkte, so genügt keine Vision oder Halluzination, um solch einen revolutionären Umschlag zu erklären. Eine solche Glaubensbewegung nur durch Autosuggestion oder Selbstbetrug in Gang zu setzen wäre ein weitaus größeres Wunder als die Auferstehung selbst. Rein logisch analysiert ist also die Auferstehung das kleinere Übel als diejenigen, die eine rationale Erklärung für die weltweiten Konsequenzen jenes Osterglaubens zu suchen. Das eigentliche Wunder ist das zum Glauben kommen jener Jesuanischer Glaubensschar, das sich – wie alle Wunder – aller exakten Beschreibungen oder mathematischen Beweisführungen entzieht. Die nachösterliche Verwandlung der Jünger schließt ebenfalls die Möglichkeit einer leiblichen Auferstehung keineswegs aus.“

 

Es gibt also sehr viele gute Gründe, den Evangelien zu vertrauen und anzunehmen, dass Jesus, wie es im Neuen Testament steht, tatsächlich am Ostersonntag auferstanden ist.

©Büren, 13.04.2020, Günther Birkenstock

 

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