Es ist kein Mythos, dass unser Land seit 15 Jahren von der DDR-Sozialistin Angela Merkel elendig - sowohl ökonomisch als auch kulturell heruntergewirtschaftet wird.

Wer als Staatsoberhaupt bei öffentlichen Veranstaltungen die deutsche Nationalflagge schmäht, die für Einigkeit und Recht und Freiheit steht, diese Person kann nun mithin nicht viel für diesen Staat und vor allem für das Staatsvolk, im Sinne der wichtigen völkerrechtlichen "Drei-Elemente-Lehre" des Rechtswissenschaftlers Georg Jellinek, übrig haben. [1]

Dass Frau Merkel anstatt von den Deutschen, lieber von den "schon länger hier Lebenden" spricht, sei von diesem Hass auf das eigene Land, die eigene Kultur und Bevölkerung mal außen vor gelassen.

Auch unser Bundespräsident mit SPD-Parteibuch, Frank-Walter Steinmeier geizt nicht mit Diskriminierung gegenüber Deutschen. Zu alljährlichen Veranstaltung zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen, teilt er bis in die Gegenwart dichotomisch, in Täter- und Opfervolk ein und ekelt sich vor seiner eigenen deutschen Sprache, die er wohl ebenso als "Tätersprache" sieht und spricht in Israel lieber auf Hebräisch oder Englisch. [2]

Was haben alle Nachkriegsgenerationen und ich mit dieser Schande des 20. Jahrhunderts, die zum Glück am 08. Mai 1945 endete zu tun? Und gleichzeitig alle Deutsche, die in der Zeit gelebt haben als Nazis zu bezeichnen ist ebenso falsch. Helmut Schmidt, der selbst in der Zeit lebte, hatte immer einen viel realistischeren Blick auf diese Zeit, als solche Bundespräsidentendarsteller wie Sie, der heute lieber "Nazigeister" heraufbeschwört, um linksideologisch ganz laut "Kampf gegen Rechts" zu brüllen und die Opposition als Staatsfeinde zu verleumden.

Also "Anti"-Faschismus als Staatsdoktrin zu leben. Anscheinend die letzte Politik, das letzte hysterische Gekreische einer zu Grunde gehenden Volkspartei. Steinmeier, der selbsternannte und lupenreine Demokrat, der die einzige Opposition im Land zu Aussätzigen stilisiert, handelt im höchsten Maße undemokratisch und zeigt immer wieder, wie sehr er die Meinungsfreiheit und den -pluralismus verabscheut.

Zudem versucht Steinmeier uns Deutsche, ob die friedliche Boomergeneration meiner Eltern oder mich als nach dem Mauerfall geborene "Generation Y", die rein gar nichts mit diesen Verbrechen zu tun hatten, also egal wie viele Jahrzehnte wir nach der NS-Zeit geboren sind, eine historische Schuld im Sinne einer völkischen Sippenhaft, die aus dem Duktus der Nazis stammen könnten, unterzujubeln. [3]

Natürlich wollen wir auch kein Ende des Erinnerns, das streitet doch kein klar denkender Mensch ab, allerdings sollten wir uns mit unserer Geschichte von niemanden politisch erpressen lassen, die Grenzen für die Dritte Welt öffnen, Deutsche Pässe an jeden Fehlintegrierten verteilen oder das Sozialamt der Welt spielen!

Die institutionelle Deutschenfeindlichkeit in unserer Staatsführung ist somit hinlänglich belegt!

Widmen wir uns jetzt den Medien:

Die vielen linken Pseudojournalisten, die in der Regel nichts anderes als linksextreme Aktivisten mit Migrationshintergrund sind, dominieren die Meinungshegemonie in den Gazetten und behaupten, es gäbe keinen Rassismus gegen Weiße oder Deutsche. Ist das nicht schon Rassismus? Deniz Yücel glänzte in seinem Hass auf Deutsche, in denen er uns den langsamen Volkstod wünschte [4], seine iranische Kollegin Hengameh Yaghoobifarah bezeichnete die Deutsche Polizei kürzlich als "Menschenmüll" [5]. Die ganzen Machenschaften der grünen deutschen Haltungsjournalisten und Unterhaltungsindustrie würden nun leider den Rahmen sprengen. Aber diese beiden Beispiele belegen schon gut:

Die Deutschenfeindlichkeit in einem Großteil der deutschen Medienbranche ist gegeben. Es wir eben oft nur nach der heiligen Kuh des linken Establishments, des Migranten geschaut. Der Deutsche ohne Migrationshintergrund, komplett egal. Die Morde an Deutschen durch Migranten seit 2015? Untern Teppich gekehrt. Der islamistische Terrorismus? War doch die Religion des Friedens und "hat nichts mit nichts" zu tun! Es ist eben ein großer Unterschied, ob das Opfer Maria oder Tugce heißt und dieser Umstand dieser deutschenfeindlichlichen, linksideologisch einseitig berichtenden Medienbranche ist schlichtweg zum Kotzen!

Es soll kein Rassismus sein, wenn Deutsche Schüler in der Schule von Migranten gemobbt, geschlagen werden und wegen ihrer Herkunft diskriminiert werden? [6]

Es soll kein Rassismus sein, wenn ein deutscher Obdachloser von einer Gruppe von "Flüchtlingen" im Schlaf angezündet wird? [7]

Es soll kein Rassismus sein, wenn ein Bürgermeister in Deutschland als "Scheiss Deutscher" bezeichnet wird? [8]

Es soll kein Rassismus sein, wenn Arabische Clans in Duisburg die Polizei bedrohen mit einerm Brief mit einem Drohbrief mit der Unterschrift: "Tötet alle Ungläubigen" beleidigt werden, die im Clanviertel unerwünscht seien? [9]

Schlussendlich wurde institutionelle Deutschenfeindlichkeit in Staatsführung und Medienbranche nachgewiesen, es gäbe noch zig Nachweise, die man noch weitergehend ansprechen sollte. Teile der Judikative, auf die ich jetzt nicht direkt eingegangen bin, die oft Migranten nach Vergewaltigungen oder Rohheitsdelikten mit 'Rasenmähen auf Bewährung' „verurteilt“, steht ebenfalls im Verdacht, aus purem Opportunismus, eine klar linksideologische deutschenfeindliche Agenda, im Sinne einer Täter-Opfer-Umkehr im Gerichtssaal umzusetzen.

Die Deutschenfeindlichkeit grassiert in Deutschland und die linken Eliten befeuern diese noch! Das ist eine Schande, eine schreiende Ungerechtigkeit, die nur wir, die Politischen Realisten der Alternative für Deutschland ansprechen, verurteilen und verändern werden!

 

©Marvin Weber

Als Leserbriefe gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht (unbedingt) die Meinung der Redaktion wider, sondern stellen die subjektive Meinung des Einsenders dar. 

Quellen:

[1] (jstor.org): bit.ly/3fEwf38

[2] (tagesschau.de): bit.ly/2Ye9sFb

[3] (faz.net): bit.ly/3eefETi

[4] (taz.de): bit.ly/3eekos4

[5] (taz.de): bit.ly/30Tgr8t

[6] (faz.net): bit.ly/3hL3Tpx

[7] (berliner-zeitung.de): bit.ly/2UYGG9K

[8] (maz-online.de): bit.ly/3hJYY8z

[9] (focus.de): bit.ly/3fER0vm

 

Zuallererst möchte ich klar stellen, dass der Mord an Georg Floyd aus rassistischen Motiven natürlich aufs Schärfste zu verurteilen und der Bürgerprotest vieler schwarzer US-Amerikaner, sofern er friedlich ist, nachvollziehbar ist. Es ist einfach ein politisch gesellschaftlicher Missstand in den USA, der durch diesen Fall zum Überlaufen gekommen ist. Die Aufarbeitung dessen ist wichtig und auf der zum Teil der institutionelle Rassismus in den Polizeibehörden muss aufgebarbeitet werden.

Was aber auf keinen Fall legitim ist und absolut von jedem rechtstreuen Bürger zu negieren ist, dass ist zum einen die monotone linksideologische Kampagne der Mainstream-Medien, die einen vielfach vorbestraften Kriminellen zum Heiligen, bzw. zur Galionsfigur von Blacklivesmatter inszeniert, der seinen Märtyrertod stirbt, aber den Rest der Wahrheit dieser Bewegung komplett ausblendet: Lynchmobs gegen Weiße, Rachemorde gegen die Polizei, Pogromstimmung gegen weiße Ladenbesitzer, Massenplünderungen, Schändung von westlichen Denkmälern, die nichts anderes als Terrorakte gegen die westliche Zivilisation und die liberale Leistungsgesellschaft sind.

Der ungezügelte Hass auf die eigene Geschichte und Kultur und die ahistorische und postfaktische Sicht auf historische Personen seitens linksradikal verblendeter Terroristen im Schafspelz der angeblich rassistisch diffamierten "Opfer" sind schreiendes Unrecht!
Und genau dieses Gesamtpaket von BLM macht diese Bewegung eher zu einer rassistischen Blackpower Bewegung 2.0 als ein "demokratischer Bürgerprotest".

Diese von Antifa-Terroristen angestachelten Rassenunruhen und von unserem Herrn Soros finanzierte Bewegung soll nun auch den Frieden in Europa zerstören. Allein so frech und dreist zu sein und den Rassismus in den USA auf Europa zu oktroyieren, macht diese Bewegung zu einer großen Lüge. Black Lies Matter wäre wohl die passendste Bezeichnung für diese Rassismus- und Nazischreier, die sich schön in der Opferrolle drängen, um von da aus ungehemmt zu verleumden, zu diffamieren und zu hetzen.

Nun kann man alles auf seine Hautfarbe und Herkunft schieben. Wenn man gesellschaftlich scheitert, die Sprache des Herkunftslandes über Jahrzehnte nicht lernt oder sich nicht integrieren will, dann ist es immer die "böse weiße Mehrheitsgesellschaft", die einen diskriminiert, weil man "schwarz" ist und nicht weil man sich wegen seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit nicht emanzipiert. Der Kampfbegriff "Rassismus" der Linken, die nichts anderes können als aufhetzen und zerstören, ist absoluter Humbug und sollte hier im tolerantesten Europa aller Zeiten immer individuell überprüft werden. Uns Deutschen aber einen strukturellen Rassismus vorzuwerfen passt zu dieser verlogenen pseudodemokratischen Bewegung natürlich vortrefflich!

Ihr
Marvin Weber

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Der antidemokratische "Kampf gegen Rechts", der 24/7 von den Schreibtischtätern der sozialistischen Altmedien – gemeint ist der von der Antifa und anderen Linksradikalen
unterwanderte Staatsfunk und die hunderten regierungsnahen Zeitungen bundesweit - gepriesen wird, zeigt tagtäglich seine Wirkung. Die miese Fratze des undemokratischen
linksradikalen Denunziantentums, das in Deutschland grassiert, wurde durch eine Kleine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion, die die Bundesregierung beantworten musste,
bewiesen. (Kleine Anfragen der AfD-Fraktion im Bundestag, Drucksachen 19/10403).
2019 gab es insgesamt 619 Angriffe auf unsere Mitglieder, angemietete Räume und Wahlbüros. Das sind mehr Angriffe als auf alle anderen Parteien, die wir natürlich genauso
als undemokratische Schande verurteilen. Unter den Angriffen auf die AfD im Bund waren mehrere Explosionen verschiedener Parteibüros, etliche Angriffe auf Parteibüros und
etliche tätliche Angriffe auf AfD-Mitglieder, die zum Teil schwer verletzt wurden. Die Täter werden hingegen so gut wie nie ermittelt. Zusätzlich gibt es viele Fälle von vorsätzlicher
Brandstiftung an Autos, linksradikale Schmierereien an Wohnhäusern unserer Mitglieder.
Zum Teil wurde sogar auf die Parteibüros unserer AfD geschossen. Auch hier in Paderborn wird dieser Hass von gleichgeschalteten faschistoid handelnden Vereinigungen wie das "Paderborner Bündnis gegen Rechts" befeuert, das von linken Parteien, die sich selbst als "Demokraten" bezeichnen, aber wie die größten Antidemokraten handeln, deren Beuteorganisationen, den Kirchen und von Migrantenverbänden betrieben wird, um radikale Hetze, Diffamierungs- und Verleumdungskampagnen gegen uns, die konservative Opposition, zu säen, die gegen die
Rechtsbrüche dieser Kanzlerdarstellerin Flagge zeigt und eben nicht den Mund hält.
Wir lassen uns von euch auch weiterhin nicht den Mund verbieten und werden weiterhin sagen, was Sache ist! Denn wir erfüllen als Oppositionspartei anscheinend noch als
einzige Partei ihren Job als dieser moralisch gleichgeschaltete Haufen von Haltungszeigern, Multikultiutopisten und Deutschlandabschaffern, die diesem personifizierten SED-Überrest, Angela Merkel, wohl alles durchgehen lassen.

© Marvin Weber [Mitglied im Vorstand des AfD-Kreisverbands Paderborn]

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In seiner Regierungserklärung vom 4.3.2020 hob der frisch vereidigte Ministerpräsident des Freistaates Thüringen hervor, dass er dem Herrn Höcke, einem Mitglied des zuvor als hohes Haus gewürdigten Thüringer Landtages nicht die Hand gegeben habe. Daraus folgerte messerscharf der Schluss, dies könne man als ungehobelte Manier betrachten. Hier hat der Ministerpräsident recht und verdient in seinem Urteil parteiübergreifend unumwundene Zustimmung!

 

Nachfolgend umriss der wiedereingesetzte Staatenlenker allerdings ein seltsames Gefüge an sinnfreien Unstimmigkeiten. Diese ließen allesamt eine demokratische Grundhaltung ebenso vermissen, wie profunde Kenntnisse über das, rhetorisch bis zum Übermaß bemühten Staatsorganisationsprinzip. So wurde beispielsweise ausgeführt, dass sich der Amtsvorgänger, Herr Kemmerich mit dem Zurwahlstellen bereit gefunden hätte, als Parlamentarier für die Stimmen seiner Partei Verantwortung zu übernehmen. Derart groben Unfug und anmaßende Unterstellung enthalten Vorträge im Nachgang von Organisationswahlen selten. Jeder Parlamentarier der sich aufrecht um das Amt des Ministerpräsidenten bemüht ist doch wohl bereit, unbeugsam Verantwortung für das gesamte Land und alle seine Bürger zu übernehmen. Nicht?

 

Jedenfalls begründet das neu bestellte alte Oberhaupt seine Weigerung, einer erprobten, friedensstiftenden Sitte zu folgen mit dem ihm wichtig erscheinenden Erfordernis, dass die Alternative für Deutschland bitteschön in ihrer Gesamtheit die Demokratie verteidigen möge und nicht etwa aufrechte Demokraten auf eine Leimspur führe, Fallen stelle oder die Demokratie mit Füßen trete. Solches wäre innerparteilich zu klären.

 

Das ist geklärt! Peinlichst genau achten die Verantwortungsträger unserer Gliederungen in Gänze das tragende Formengerüst unseres Gemeinwesens. Innerhalb dieses trachten sie nach einer Veränderung im Sinne der niedergelegten programmatischen Grundsätze. Insbesondere streben sie, unter Herbeiführung eines zuträglichen Wählervotums, die Ablösung nicht bürgerlicher Regierungen an. Wo nötig und mit allem gebotenen Eifer begegnen sie dabei Anwürfen gegen unsere Verfassungsgrundsätze. Da sei sich ein jeder gewiss!

 

Kein Mandatsträger der Alternative für Deutschland ist jemals dabei beobachtet worden, ein Ergebnis von ordnungsgemäß abgehaltenen Wahlen als vom Zustandekommen unverzeihlich oder vom Ergebnis umgehend korrekturbedürftig zu bezeichnen. Bezugnehmende Maßnahmen gibt es schon gar nicht. Zumindest allen Mitgliedern der AfD Fraktion im Thüringer Landtag darf der Ministerpräsident vor seinem zur Schau gestellten inneren Kompass unumwunden die Hand reichen. Müssen tut er es aber nicht. Er kann gerne auch weiterhin seinen mit süßen Worten gelobten inneren Kompass durch Taten verdeutlichen.

 

© Arno Niederastroth (Arno Niederastroth ist im Vorstand des AfD Bezirksverband Detmold sowie der stellvertretende Sprecher im AfD Kreisverband Gütersloh)

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Früher bot noch „Das Wort zum Sonntag“ der ARD eine Möglichkeit für Pfarrer der katholischen oder evangelischen Kirche, das Evangelium einem breiten Publikum – immer auch bezogen auf Alltagssituationen – „schmackhaft“ zu machen. Heute scheint es dem linken Mainstream gemäß zur Propagandaplattform verkommen zu sein, auf der dann eine evangelische Pastorin, wie z. B. Annette Behnken – zu sehen am 07.03.2020 (https://www.daserste.de/information/wissen-kultur/wort-zum-sonntag/videos/spricht-pastorin-annette-behnken-loccum-video-126.html) – mal wieder die altbekannten Appell aufstellen darf , der da lautet: Wir müssen die armen Flüchtlinge, die an der türkisch-griechischen Grenze ausharren, nach Deutschland holen. Die Begründung ist für sie klar: Wenn wir dies nicht tun, dann „verkaufen wir unsere grundlegenden Werte und Menschlichkeit“. Selbstlobend erklärt die Pastorin, dass bald ein Schiff, initiiert von der evangelischen Kirche, auslaufen würde, um Flüchtlinge aus dem Mittelmeer zu retten und nennt es als eine Selbstverständlichkeit, Menschen in Not zu helfen. Angesichts der Bilder von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer, die an der Weiterfahrt nach Europa gehindert werden, sollte sich - gendergerecht formuliert - „jedem einzelnen Europäer und jeder Europäerin Tag und Nacht der Magen umdrehen. Wir müssen auf die Straßen gehen! Everyday for future and humanity. Wir müssen die Parlamente stürmen, in denen Neofaschisten sitzen und uns in Schreckstarre verfallen lassen genauso wie das Corona-Virus“. Dann lässt sie dann doch noch durchblicken, dass sie Theologie studiert hat und zitiert das allgemein bekannte Gleichnis vom barmherzigen Samariter, in dem geschildert würde, dass an demjenigen, der Räubern zum Opfer gefallen war, viele Menschen vorbeigegangen wären, so wie dies nun auch Europa tue, die genauso an den Flüchtlingen vorbeigehe. Es fehlte auch nicht der Appell, „Schutzbedürftigen“ ohne Wenn und Aber zu helfen. Brauchen wir noch solche aus Steuergeldern finanzierte Theologen, die meinen, uns mal wieder ein schlechtes Gewissen einreden zu müssen? Nein danke! Diesen vom Gutmenschentum (https://perikles.tv/index.php/leserbriefe/722-der-gutmensch-leben-auf-vom-moralischen-hochsitz) getriebenen Schönrednern, die eben nur schön zu reden verstehen, aber kaum selbst gute Taten folgen lassen, wobei nur einseitig, propagandamäßig die Menschen allesamt als „Flüchtlinge“ bezeichnet werden, anstatt von illegalen Migranten zu sprechen, die auch bereit sind, sich unter Gewaltanwendung den Zutritt zum europäischen Festland zu erzwingen, sollte man das Recht nehmen, sich im öffentlich-rechtlichen Fernsehen auf diese Art zu präsentieren. Es mutet schon seltsam an, dass eine evangelische Pfarrerin ein solch breiter Raum zur einseitigen Darstellung gegeben wird, wobei sie noch die Parlamentarier als „Faschisten“ beschimpfen darf. Es wird Zeit, dass dieser einseitigen Beeinflussung ein Ende gesetzt wird.

 

©  Büren, 13.03.2020, Günther Birkenstock

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Der türkische Ministerpräsident Erdogan hat die Grenzen der Türkei gegenüber Griechenland geöffnet und zusätzlich die im eigenen Land befindlichen Flüchtlinge bewusst mit Bussen an die türkisch-griechische Grenze transportieren lassen, um den Druck auf Griechenland zu erhöhen (https://www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkei-erdogan-winkt-fluechtlinge-nach-europa-durch-a-1e975e68-9f0f-49ac-af84-817667101daa). Er setzt somit Menschen als Druckmittel ein, um die Europäische Union  zu erpressen, dass diese ihn finanziell noch mehr unterstützt. Gleichzeitig will er NATO-Länder verpflichten, ihm in seinem Angriffskrieg gegen das Nachbarland Syrien zu helfen. Diejenigen Flüchtlinge, die sich aus den Krisengebieten des Nahen Ostens in der Türkei versammelt haben, wollen mit aller Macht nach Europa, weil sie sich dort ein besseres Leben erhoffen. Sie haben alles verloren und haben anscheinend auch keinerlei Skrupel, sich mit Gewalt den Zutritt zu erzwingen.  Für die Aufnahme von Flüchtlingen haben sich in Deutschland Grüne, Linke und die SPD  ausgesprochen (https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/gesellschaft/fluechtlinge-griechenland-bremen-100.html). Auch Innenminister Seehofer, früher ein „Hardliner“, ist inzwischen ein Befürworter von begrenzter Aufnahme von Flüchtlingskindern, allerdings unter der Voraussetzung, dass dies im Rahmen einer gemeinsamen Strategie mit der EU geschieht und nach Wiederherstellung geordneter Zustände an der griechisch-türkischen Grenze (https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/aufnahme-von-fluechtlingen-seehofer-fuehlt-sich-missverstanden-16663735.html). Selbst der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat sich für die Aufnahme von 1000 Kindern ausgesprochen (https://www.tagesspiegel.de/politik/newsblog-zur-lage-an-der-grenze-fdp-spricht-sich-fuer-aufnahme-von-fluechtlingskindern-aus/25599690.html).  Angesichts der eskalierenden Situation muss es eine klare Haltung geben gegenüber Erdogans aggressiver Politik, die nicht davor zurückschreckt, Flüchtlinge quasi als „lebende Waffen“ einzusetzen, eingenommen werden. Ich will hier die aus meiner Sicht richtigen Maßnahmen nennen:

  • Keine Billigung des Angriffskrieges: Die Türkei hat ohne UN-Mandat Syrien angegriffen und damit eine erneute Flüchtlingswelle ausgelöst. Der Appell an die NATO, dies als einen „Bündnis-Fall“ anzusehen, ist strikt abzulehnen.
  • Ausschluss der Türkei aus der NATO: Wer sich gegenüber seinen NATO-Partner erpresserisch verhält, hat keine Solidarität verdient. Die NATO-Staaten könnten überdies überlegen, die Türkei aus der NATO auszuschließen. Dies würde bedeuten, dass die Erpressung beendet würde und in der Politik der übrigen NATO-Staaten keine Rücksicht mehr auf den „Bündnispartner“ genommen werden müsste.
  • Einstellung von Zahlungen der EU an die Türkei: Erdogan hat einseitig trotz der bisher gezahlten Hilfsgelder die Grenzen der Türkei gegenüber Europa geöffnet. Damit hat er einseitig das Abkommen („Flüchtlingsdeal“) aufgekündigt. Es wäre konsequent, deshalb alle Zahlungen an die Türkei einzustellen.
  • Keine Aufnahme von Flüchtlingen: Die Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Krisengebiet sollte strengstens unterbleiben. Es ist verheerend, wenn deutsche Politiker Signale aussenden, Deutschland müsse eine begrenzte Anzahl von Flüchtlingen aufnehmen. Die heuchlerische Haltung, die hier dahinter steht, sollte auch als solche benannt werden dürfen, denn keiner der Befürworter einer solchen Maßnahme ist bereit, hierfür persönliche Konsequenzen zu übernehmen.
  • Die EU-Außengrenze müssen geschützt werden: Es ist nicht einzusehen, dass Menschen ein Recht auf Asyl für sich in Anspruch nehmen, die versuchen, sich mit Gewalt den Zutritt auf das europäische Festland zu erzwingen. Dies ist ein Akt der Aggression, die notfalls ebenfalls mit Aggression beantwortet werden muss. Das Aussetzen der Asylverfahren ist unter dieser Voraussetzung gerechtfertigt.
  • Griechenland nicht allein lassen: Griechenland benötigt jetzt die volle Unterstützung der EU, sowohl finanziell, als auch logistisch und notfalls personell durch Grenzbeamte anderer EU-Staaten. Wenn jetzt die EU nicht geschlossen aufritt und wie 2015 durch eine „Politik der offenen Grenzen“ eine feste Grundlinie verlässt, gibt sie sich selbst auf und lässt Griechenland im Stich. Das darf nicht zugelassen werden.

© Büren, 07.03.2020, Günther Birkenstock

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Der Begriff Heimat hatte früher noch einen hohen Stellenwert. Man denke nur an die Nachkriegszeit, als die „Heimatfilme“ eine Hochsaison erlebten. Das war kein Wunder, denn nach dem Krieg gab es ein starkes Bedürfnis nach Heimat, weil viele ihre Heimat verloren hatten, sei es, dass sie durch den Angriff der alliierten Truppen, vor allem aus dem Osten, aus dieser vertrieben wurden, sei es, weil sie als Kriegsgefangene fern der Heimat ausharren mussten. Aber eine ganze Generation später fand die Jugend diese Heimatverbundenheit als ziemlich antiquiert und lächerlich. Die Weltoffenheit war angesagt mit einer kosmopolitischen Ausrichtung. Gerade die junge Generation lehnte mehr und mehr den altmodisch empfundenen Heimatbegriff ab. Der nicht verwurzelte Mensch mit seinen vielfältigen, möglichst international ausgerichteten Interessen war angesagt. Weltreisen waren möglich geworden und wer sich immer nur auf derselben Scholle aufhielt, galt als altmodisch. Doch allmählich merken auch die Deutschen des 21. Jahrhunderts, dass die Heimat eine gewisse Bedeutung für das Leben hat. Und im Jahr 2017 wurde dem Innenministerium sogar noch der Heimatbegriff angehängt, so als ob man nun doch noch das Gefühl vermitteln wolle, dass man die Menschen mit noch einem  Restbedürfnis nach Heimat verstanden hat. Worin liegt nun die Bedeutung dieses Heimatbegriffes? Man kann vielleicht mehrere Aspekte unterscheiden:

  • Zugehörigkeit: Der erste Aspekt ist der, dass jeder Mensch einen Bezugspunkt in seinem Leben braucht, der ihm das Gefühl gibt, zu einem Land oder einer Bevölkerungsgruppe zugehörig zu sein. Fanclubs im Fußball, Heimatvereine in Ortschaften, Schützenvereine, Parteien und sogar das Internet mit seinen sozialen Netzwerken vermitteln den Menschen ein wichtiges Gefühl: Du bist nicht allein. Du gehörst zu uns. Wer hier sich verorten kann, fühlt sich einer Gruppe von Gleichgesinnten verbunden, die das Gefühl vermitteln: Wir gehören zusammen.
  • Vertrautheit: Manchmal gehe ich über Google-Maps an die Orte meines Lebens zurück, zoome mich heran, um mir die Häuser noch einmal anzusehen, wo ich schon einmal gelebt habe. Es kommen Erinnerungen an frühere Zeiten hoch: Da hast du mal als Kind gespielt, da bist du mit dem Fahrrad entlang gefahren, da warst du zu Hause. Das Gefühl, dass man diese und jene Ecken noch kennt, dass sich die Häuser doch noch am selben Ort befinden, dass vielleicht der Baum noch dort steht, wo er schon früher stand – nur ein bisschen gewachsen, gibt jedem Menschen die Gewissheit: Hier war ich mal zu Hause oder, wenn man dort noch immer wohnt, hier bin ich noch zu Hause. Alles, was uns fremd ist, flößt uns ein ambulantes Gefühl ein: Einerseits sind wir vielleicht neugierig, etwas Neues zu entdecken, anderseits fühlt man sich aber auch verlassen, allein, sucht mit den Augen irgendeinen vertraut vorkommenden Punkt, wird aber nicht fündig. Ein beklemmendes Gefühl stellt sich ein: Nichts ist mir bekannt, alles ist mir fremd, keine Person ist mir vertraut, du bist hier nicht am richtigen Ort.
  • Sicherheit: Jeder, der an einem bestimmten Ort eine Weile lebt, wird mit dem wachsenden Gefühl der Vertrautheit auch immer sicherer werden, denn er kennt inzwischen viele Straßen und Plätze. Und viele dieser inzwischen bekannten Orte vermitteln das Gefühl der Sicherheit: Hier kann dir nichts Schlimmes passieren, denn die Menschen kennen dich und du kennst sie auch. Es ist unwahrscheinlich, dass nun diese Menschen dir plötzlich etwas Böses antun. Menschen, die sich gegenseitig kennen, auch wenn es nur die alltäglichen Situationen der flüchtigen Begegnung am Morgen oder das scheinbar oberflächliche Gespräch über das Wetter sind, die zu Begegnungen einladen, geben das Gefühl der Sicherheit. Denn von ihnen hat man nichts Böses erfahren, hat vielleicht sogar als gute Nachbarn auch einmal sich gegenseitig geholfen. Nein, Schlimmes ist nicht zu erwarten. Dieses Gefühl kann aber verloren gehen, wenn Nachrichten von Übergriffen von Menschen in ihrer eigenen Heimat kursieren. Wenn harmlose Jogger bei ihrem alltäglichen Training auf einem schon vertraut geglaubten Weg überfallen werden und diese Nachricht sich verbreitet, macht sich Unsicherheit und Misstrauen breit. Das Argument, dass es doch eigentlich selten vorkommt, wie es oft zu hören oder lesen ist, schafft keine Abhilfe, im Gegenteil: Die Menschen empfinden sich nicht verstanden.
  • Geborgenheit: Ein weiteres wichtiges Gefühl wird vermittelt, das nicht nur Sicherheit vermittelt, sondern auch Ruhe und Frieden. Es gilt als das zweitschönste Ort der deutschen Sprache, das nicht in die englische übersetzt werden kann (https://de.wikipedia.org/wiki/Geborgenheit): Geborgenheit. Es ist also ein typisch deutsches Wort. Vielleicht ist es nicht nur ein Wort, das nur die Deutschen kennen, sondern es ist vielleicht auch eine typisch deutsche Sicht- und Lebensweise. Ein Kind braucht diese Geborgenheit, das ihm die Möglichkeit verschafft, unerschütterlich an die Verlässlichkeit seiner Eltern und seines Daseins glauben zu können, damit es unbesorgt aufwachsen kann. Auch ein Gemeinwesen kann und sollte sogar dieses Gefühl vermitteln. Es wird gestört, wenn die gemeinsame Basis eines Wertekanons verloren geht und alles der Beliebigkeit unterworfen wird, wenn z. B. Politiker für keine festen Werte stehen und ihre Meinung opportunistisch der jeweiligen Situation anpassen. 
  • Verlässlichkeit: Wer in einer fremden Umgebung leben muss, fühlt sich oft verlassen, sieht sich von dem allein gelassen, was ihm vertraut war. Die Verlässlichkeit gehört zum Heimatgefühl dazu, weil es ausdrückt, dass man sich auf die Menschen stützen kann, ihnen vertrauen kann, die man vielleicht von Kindheit an kennt, die immer da waren, wenn man sie brauchte. Jedes Kind hat die Ur-Angst, von seiner Mutter, seinem Vater und anderen wichtigen Person verlassen und allein gelassen zu werden. Wer sich heimisch fühlt, vertraut auf die Personen, die eigentlich immer schon da waren, die ihm das Gefühl vermittelt haben: Du bist nicht allein, du kannst dich auf uns verlassen. Die mangelnde Verlässlichkeit im öffentlichen Raum ist leider fast schon alltäglich. Wenn von staatlichen Stellen gemachte Zusagen nicht eingehalten werden, wenn das Recht gebeugt wird, weil dies politisch opportun erscheint, wird Vertrauen verspielt und es entsteht eine Spaltung in einem Land, die so oft von öffentlicher Seite beklagt wird. Dabei sind es gerade diese politischen Kräfte, die diese Spaltung durch ihre Unzuverlässigkeit verspielt und dafür gesorgt haben, dass ein Misstrauen zwischen Volk und Regierenden entstanden ist.
  • Beständigkeit: Zum Heimatgefühl gehört auch die Beständigkeit dazu. Der ständige Wandel unserer Lebensverhältnisse vermittelt uns das Gefühl, dass das, was heute richtig ist, schon morgen falsch sein kann. Dem steht der starke Wunsch entgegen, dass der ständigen Wandelbarkeit der Welt etwa entgegen stehen muss, das uns das Gefühl vermittelt: Auch morgen ist das noch gültig, was heute gilt. Für religiöse Menschen gilt Gott als derjenige, der immer schon war und der immer auch sein wird. So sehr sich alles ändern kann, bleibt nach ihrer Ansicht Gott immer der gleiche. In der heutigen Zeit wird dieses Bedürfnis nach Beständigkeit verspottet und als altmodisch dargestellt. Wer konservativ ist, gilt schon als rückständig und ewig gestrig. Dabei haben die Menschen auch im Hinblick auf politische Akteure ein Bedürfnis, dass nicht alles ständig neu revidiert, diskutiert, und das Gefühl aufkommt: Was heute richtig ist, kann morgen schon falsch sein!

Das, was dem Gefühl der Heimat entgegensteht, ist das Gefühl der Fremdheit. Heimat muss nicht immer nur etwas sein, was geographisch begrenzt ist, wobei dies auch häufig der Fall ist, wenn man z. B. an einen Heimatort denkt, wo man wohnt. Aber ein Heimatgefühl entsteht auch dort, wo man sich gewissermaßen nur virtuell begegnet: In den sozialen Netzwerken des Internet kann auch ein Heimatgefühl entstehen. So passt als Antonym zur Heimat der Begriff der Fremdheit eher als der der Fremde, weil das Gefühl der Fremdheit nicht lokalisiert sein muss. Dieses Gefühl stellt sich durch allmähliche Veränderung der Umgebung ein, aber auch durch das Entfremden von der Welt an sich, die einem immer unheimlicher werden kann. Heimlich fühlt man sich, wenn sich Behaglichkeit einstellt, wenn die Welt, in der man lebt, in Übereinstimmung steht mit dem eigenen Befinden. Unheimlich wird es, wenn diese mangelnde Übereinstimmung entweder sich allmählich einstellt (Entfremdung) oder abrupt erfolgt (Angst auslösende Situation). Die Entfremdung kann auch dort erfolgen, wo sich die eigene Heimat befindet. Wenn z. B. die Stadt, in der man lebt, sich immer mehr durch Zuzug von Menschen verändert, die weder von der Hautfarbe, noch von der Art sich zu kleiden, sich zu benehmen, zu reden, nicht den Menschen, mit denen man es bisher zu tun hatte, übereinstimmen, entsteht auch ein Gefühl der Entfremdung. Man fühlt sich dann fremd im eigenen Land. Nach der Leipziger „Autoritarismus-Studie“ aus dem Jahr 2018 vertritt fast jeder dritte Deutsche ausländerfeindliche Positionen. Im Osten des Landes stimmt jeder Zweite, im Westen fast jeder Dritte der Aussage zu, dass Ausländer den Sozialstaat ausnutzen, 36 % halten Deutschland für überfremdet, ein Viertel der Befragten meinten, sie würden die Ausländer dann wieder in ihre Heimat zurückschicken, wenn es mit den Arbeitsplätzen in Deutschland knapp wird. Fühlten sich  noch 2010 rund 33 Prozent der Befragten durch die vielen Muslime als Fremde im eigenen Land, sind es 2018 in Ost wie West 55 Prozent.  (https://idw-online.de/de/news705489). Diejenigen, die diese Studie durchgeführt haben, sehen diese Einstellungen als ein Indiz für ein „Autoritarismus-Syndrom“, das die Wurzel des Rechtsextremismus darstelle. Es ist verständlich, dass die Autoren zu dieser Schlussfolgerung kommen, sind doch die Herrn PD Oliver Decker und Prof. Dr. Elmar Brähler Leiter des Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Universität Leipzig. Der Name ist schon Programm und verrät, in welche Richtung die Forschung geht: Nicht die Überfremdung ist ein Problem, sondern die Menschen, die damit ein Problem haben, haben eine Persönlichkeitseigenschaft, die als rechtsextrem oder autoritär bezeichnet wird, neigen eben zu rigiden Lebenseinstellungen, was hierfür typisch ist (https://idw-online.de/de/news705489). Die Blickrichtung geht also nicht in die zu prüfen, ob das Gefühl der Überfremdung eine gewisse Berechtigung hat, ob sich die Lebenswirklichkeit der Einheimischen durch den Zuzug von Ausländern geändert hat. Sondern es wird nur die Reaktion auf diese Entfremdung unter die Lupe genommen und dabei diese „pathologisiert“: Mit diesen Menschen, die sich nicht freuen über die kulturelle Bereicherung, kann etwas nicht stimmen, dies wäre die Schlussfolgerung aus dieser Studie.

Heimat ist mehr als nur ein Landstrich. Heimat ist ein Stück Identität, das  uns vermittelt wird aus der Konstanz von Beziehungen, die uns ähnlich sind, die vergleichbare Einstellungen teilen, die die gleiche Sprache sprechen und die eine gemeinsame Geschichte haben. Dies verbindet alle miteinander und schafft einen Konsens, der die Basis dieses Heimatgefühls darstellt. Diejenigen, die in unser Land einreisen, um sich hier dauerhaft niederzulassen, teilen diese Gemeinsamkeiten i.d.R. nicht, sie bringen ihre eigene Heimat (mit eigenen Traditionen, Sprache, Kultur oder Religion) mit, die sie hier fortsetzen wollen. Es ist eine Illusion zu glauben, dass hier eine Vermischung stattfindet. „…und wir sind ein Land, das im Übrigen Anfang der sechziger Jahre die Gastarbeiter nach Deutschland geholt hat, und jetzt leben sie bei uns. Wir haben uns ´ne Weile lang in die Tasche gelogen. Wir haben gesagt, die werden schon nicht bleiben. Irgendwann werden sie weg sein. Das ist nicht die Realität, und natürlich war der Ansatz zu sagen, jetzt machen wir hier mal Multikulti und leben so nebeneinander her und freuen uns übereinander. Dieser Ansatz ist gescheitert, absolut gescheitert! ..." Das sagte noch Angela Merkel am 01.12. 2003 auf dem 17. Parteitag der CDU in Leipzig (https://www.youtube.com/watch?v=am1iKqzY9G4). Davon wird sie heute nichts mehr wissen wollen.

Heimat, das sollte hier aufgezeigt werden, ist ein Wert, den jeder Mensch schätzt, der in einem Gemeinwesen leben will und nicht nur überleben will. Das Überleben ist auch in einer völlig heterogenen Gemeinschaft, die durch den Zuzug von Menschen aus anderen Kulturen gefördert wird, möglich, in der aber ein gemeinsames „Wir-Gefühl“ nur schwer entstehen kann. Hier entwickeln sich eher Einzelkämpfer in einer „Ellenbogengesellschaft“, in der jeder sich selbst der nächste ist. Das Gefühl der Einsamkeit, das viele heute haben, resultiert – und selbstverständlich nicht nur – aus einer immer unübersichtlich werdenden Gesellschaft, in der die Beziehungen anonymer und gleichgültiger werden und in der viele das berechtigte Gefühl haben: Hier bin ich nicht mehr daheim.

©Büren, 02.03.2020, Günther Birkenstock

 Als Leserbriefe gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht (unbedingt) die Meinung der Redaktion wider, sondern stellen die subjektive Meinung des Einsenders dar.

 

Das Bundesverfassungsgericht hat den § 217 StGB für nichtig erklärt (2 BvR 2347/15, 2 BvR 651/16, 2 BvR 1261/16, 2 BvR 1593/16, 2 BvR 2354/16, 2 BvR 2527/16) und damit auf eine Vielzahl von Klagen zu dieser Frage mit einem Urteil reagiert (https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2020/bvg20-012.html). Das Gericht sah einen Verstoß gegen das allgemeine Persönlichkeitsrecht nach Art 1 und 2 GG, wonach ein Recht auf ein selbstbestimmtes Sterben nach der alten Rechtslage eingeschränkt war. Nach § 217 StGB konnte mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft werden, wer „die Selbsttötung eines anderen fördert, diesem hierzu geschäftsmäßig die Gelegenheit gewährt, verschafft oder vermittelt“ (https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__217.html). Als einen wesentlichen Aspekt der Entscheidung, sich das Leben selbst zu nehmen, formulierte das Bundesverfassungsgericht folgendermaßen: „Die selbstbestimmte Wahrung der eigenen Persönlichkeit setzt voraus, dass der Mensch über sich nach eigenen Maßstäben verfügen kann und nicht in Lebensformen gedrängt wird, die in unauflösbarem Widerspruch zum eigenen Selbstbild und Selbstverständnis stehen. Die Entscheidung, das eigene Leben zu beenden, ist von existentieller Bedeutung für die Persönlichkeit eines Menschen. Welchen Sinn der Einzelne in seinem Leben sieht und ob und aus welchen Gründen er sich vorstellen kann, sein Leben selbst zu beenden, unterliegt höchstpersönlichen Vorstellungen und Überzeugungen“ (https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2020/bvg20-012.html). Das Gericht führt als weiteres Argument – neben dem der Selbstbestimmung – an, dass durch Verbot der Inanspruchnahme geschäftsmäßiger Hilfe die Autonomie faktisch genommen wird.  Mit der Entscheidung des Gerichts ist aber auch klar: Eine aktive Sterbehilfe ist nicht erlaubt, sondern der Akt des Handelns muss bei dem Sterbewilligen liegen. Nur ist nun die Ermöglichung des Aktes der Selbsttötung (assistierte Sterbehilfe) nicht mehr unter Strafe gestellt, wobei „geschäftsmäßig“ nicht mit „gewerblich“ gleichgesetzt werden darf, es bedeutet nur, dass ein „auf Wiederholung angelegtes“ Handeln zur Ermöglichung der Selbsttötung vorliegt (https://www.focus.de/gesundheit/news/bundesverfassungsgericht-entscheidet-sterbehilfe-paragraph-217-muss-ueberarbeitet-werden_id_11705001.html). Das Gericht hat mit dieser Entscheidung, das Handeln eines Arztes, z. B. ein Rezept für ein Medikament zur Selbsttötung auszustellen, straffrei gestellt. Die Kirchen und auch die Palliativverbände haben – wie zu erwarten war – das Urteil kritisiert, weil nun die Gefahr bestehe, dass Druck auf Patienten ausgeübt werden könnte (Reinhard Marx und Heinrich Bedform-Strom) oder die Erleichterung der Selbsttötung zur normalen Dienstleistung (Deutsche Palliativ Stiftung) würde (https://www.focus.de/gesundheit/news/bundesverfassungsgericht-entscheidet-sterbehilfe-paragraph-217-muss-ueberarbeitet-werden_id_11705001.html).

Der Akt der Selbsttötung und die Hilfe hierbei involviert schwerwiegende Fragen des Menschseins: Darf der Mensch überhaupt seinem Leben selbst ein Ende setzen? Ist die Selbstbestimmtheit eines Menschen, der sich das Leben nehmen will, wirklich auf einen freien Willen zurückzuführen? Gibt es nicht eine Pflicht eines jeden, einen anderen daran zu hindern, sich selbst das Leben zu nehmen?

Ich will im Folgenden auf diese drei Fragen eingehen:

 

Die Frage, ob der Mensch sich selbst überhaupt das Leben darf, ist eine zutiefst religiöse Frage. In den monotheistischen Religionen gibt es die Auffassung, dass das Leben eines Menschen ein göttliches Geschenk ist, d. h. dass ein Gott der Verursacher von Leben überhaupt ist (Schöpfungsakt) und dass er auch individuell dieses Leben kreiert. Folgt man diesem Gedankengang, dann kann folglich auch nur dieser Gott das Leben  wieder insgesamt auslöschen (Weltuntergang) und auch individuell beenden (natürliches Sterben). Gott wäre somit der „Herr über Leben und Tod“ und nicht der Mensch. Das Recht auf Selbstbestimmung über das eigene Leben stieße dann gegen das Recht auf Fremdbestimmung durch einen allmächtigen Gott („der Herr hat es gegeben, der Herr hat es genommen“, Hiob 1,21). In der Geschichte von Hiob wird es nach einer Vereinbarung zwischen Gott und Satan dem Satan erlaubt, Hiob alles zu nehmen, außer seinem Leben, um ihn auf die Probe zu stellen, ob er auch weiterhin zu Gott seinem Herrn hält, wenn ihm alles genommen wird. Der entscheidende Passus ist hier, dass Satan nicht das Recht zum Töten erlaubt wird, sondern dieses bei Gott verbleibt. „Du sollst nicht töten“ hat dieser Gott den Menschen damals als 6. Gebot in einer seiner 10 Gebote aufgetragen (2. Mose 20,13), womit nur im eigentlichen Sinne das widerrechtliche Töten gemeint war und nicht das Töten allgemein. Das im hebräischen Text verwendete Wort „ratsah“ kommt dem unseren für „morden“ ziemlich gleich, so dass z. B. das Töten eines Tieres, um dann das Fleisch zu essen, nicht damit gemeint war (https://www.juedische-allgemeine.de/allgemein/du-sollst-nicht-morden/). Die spannende Frage wäre dann, ob die Selbsttötung dann auch unter dieses Gebot fiele. Im Islam ist die Selbsttötung nicht erlaubt, weil nach diesem Glauben Gott das Leben gibt oder nimmt (https://www.religionen-entdecken.de/lexikon/s/selbsttoetung-im-islam). Auch im Judentum gilt, dass die Selbsttötung nicht erlaubt ist; nur die Selbsttötung wegen Verhinderung eines Inzestes, eines Mordes oder eines Götzendienstes erlaubt den Suizid (https://www.religionen-entdecken.de/lexikon/s/selbsttoetung-im-judentum). Auch im Christentum gilt der Suizid als nicht erlaubt und führte in der Konsequenz dazu, nach katholischer Lehre kein christliches Begräbnis durchzuführen, was noch bis ins frühe 20. Jahrhundert galt, aber nach 1983 nicht mehr der Fall war (https://de.wikipedia.org/wiki/Suizid). Die frühere katholische Kirche hatte infolge der strengen Kirchväter wie z. B. Augustinus den Suizid abgelehnt und ihn als eine Todsünde (endgültige Trennung von Gott) angesehen; wohingegen in der heutigen Zeit diese strenge Sicht aufgehoben wurde und die Hilfe für diese Menschen im Vordergrund steht (https://weltanschauungsrecht.de/Suizid). Freier ist da der Buddhismus. Diese Religion, die ohne einen personalen Gott auskommt, verurteilt nicht die Selbsttötung, sondern sieht es nur im Hinblick auf das Karma als schädlich an, da dadurch die vorhandenen Probleme nicht gelöst, sondern nur in das nächste Leben verschoben werden (https://www.religionen-entdecken.de/lexikon/s/selbsttoetung-im-buddhismus). Wird das Leben unabhängig von einem Gott angesehen, also als ein auf rein biologische Prozesse zurückgehender Vorgang, kann noch freier über die Frage entschieden werden, ob jemand sich selbst das Leben nehmen darf. Für jemand dieser Auffassung ist es klar, dass er keinem Gott gegenüber verantwortlich ist und  es rein in die Autonomie des Menschen gestellt ist, sich das Leben zu nehmen. Diesem Gedankengang ist auch im Grunde genommen das Bundesverfassungsgericht gefolgt.  Man kann also festhalten: Wer an einen personalen Gott glaubt, lehnt die Selbsttötung ab, wer dies nicht tut, hat damit kein Problem.

 

Bei der nächsten Frage, ob der Selbsttötungsakt auf eine freie Willensentscheidung zurückgeführt werden kann, ist zu bedenken, dass der Suizid eine häufige Folge psychischer Erkrankungen ist; Schätzungen gehen von 90 % als Ursache aus, wohingegen Lebenskrisen wie z. B. Scheidung oder wirtschaftlicher Ruin nur zu 5-10 % eine alleinige Ursache darstellen. (https://de.wikipedia.org/wiki/Suizid#Heutige_Erkenntnisse). Depressionen z. B. bergen immer ein erhöhtes Risiko für eine Selbsttötung (etwa 50 %; https://www.deutsche-depressionshilfe.de/depression-infos-und-hilfe/depression-in-verschiedenen-facetten/suizidalitaet#Ursachen%20und%20Risikofaktoren). Ein weiterer hoher Risikofaktor stellt das Alter dar, denn mit steigendem Alter nimmt auch die Häufigkeit des Suizids zu, was mit der verschlechterten Lebensqualität durch Krankheiten und Gebrechen erklärt werden kann (https://de.wikipedia.org/wiki/Suizid). Selbsttötung ist somit oft eine Folge die freie Entscheidungsfreiheit einschränkender Faktoren, die dann zu dem Entschluss führen, sich das Leben zu nehmen. Man könnte auch sagen, der Grad der Willensfreiheit nimmt mit wachsenden Risikofaktoren wie z. B. psychische Erkrankung, Alter, ständige Schmerzen, ausweglos erscheinende Lebenssituationen, ab. Es ist also nicht so, dass hier scharf unterschieden werden kann zwischen freier Willensentscheidung auf der einen Seite, die dann zu einem bewusst herbeigeführten Selbsttötungsakt führt („Bilanz-Selbstmord“) und Willensunfreiheit, die dann zu einem Suizid führt. Es gibt somit graduelle oder schleichende Übergänge von der völligen Willensfreiheit zur Willensunfreiheit. Dass es etwa zehnmal  so viele nicht „gelungene“ Selbsttötungen  (ca. 100.000 im Deutschland gegenüber 10.000) als „geglückte“ Suizide gibt (https://de.wikipedia.org/wiki/Suizid#cite_note-DOI10.1017/S0033291713001207-32), deutet darauf hin, dass nicht immer die Absicht der Selbsttötung im Vordergrund steht, sondern damit auch ein Signal an die Umwelt ausgesendet werden soll, um auf die eigene Notlage hinzuweisen („demonstrativer Selbstmord“). Die Selbsttötung kann deshalb auch so gesehen werden, den Problemen und Konflikten des Lebens aus dem Wege gehen zu wollen. Gerade die Berichte von Menschen, die nach einem Suizid eine Nahtoderfahrung gemacht haben, zeigen eine veränderte Auffassung, wonach erkannt wird, dass es ein Fehler war, sich das Leben nehmen zu wollen (Nahtoderfahrung – ein Indiz für ein Leben nach dem Tod?: https://www.guentherbirkenstock.de/neue-seite). Sie sehen danach  das Leben als eine Aufgabe an, die zu lösen und zu bewältigen der Mensch sich vorgenommen hat (Seelenplan), bevor er zur Welt gekommen ist (Inkarnation). Der vorzeitige Tod zerstört diesen Lebensplan und verhindert ein sich im Jenseits vorgenommenes spirituelles Wachstum. Die Verkürzung des Blickwinkels auf das eine Leben, das viele glauben, mit einem Akt beenden zu können, verstellt den Blick auf die weitere Dimension unseres Lebens, wonach wir nicht nur Teil dieser materiell/irdischen Welt sind. Hierzu ist eine Erweiterung eines Weltbildes notwendig, welches auch ein Weiterleben des Menschen nach dem Tod  bejaht und somit spiritueller Natur ist (https://www.guentherbirkenstock.de/das-materialistische-und-spirituelle-weltbild).

 

Nun zur letzten Frage, ob es eine moralische Pflicht gibt, Menschen zu helfen, die sich selbst das Leben nehmen wollen. Diese Frage lässt sich auf jeden Fall bejahen, was sich schon allein aus dem Umstand ableiten lässt, dass sich jemand strafbar macht, der einen Menschen nicht daran hindert, sich das Leben zu nehmen, was als unterlassene Hilfeleistung bezeichnet werden kann (https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__323c.html). Die Verpflichtung endet dort, wo man sich selbst dabei in Gefahr bringt. Jede Hilfe ist somit erlaubt und geboten, jemand von seiner Absicht abzubringen, sich das Leben zu nehmen. Aber es gibt keine Verpflichtung, jemand bei der Selbsttötung zu assistieren. Dennoch: Der bekannte und schon verstorbene Krebsarzt Julius Hackethal (1921 – 1997), der einmal sehr früh schon eine assistierte Tötungshilfe durchgeführt hat, hatte einmal gesagt (aus meiner Erinnerung wiedergegeben), dass der Arzt der beste Freund seines Patienten sein müsse, was auch beinhalte, dass er nicht nur dabei helfen muss, ihm am Leben zu halten, sondern ihm auch beistehen muss, wenn dieser aus eigenem Willen aus dem Leben scheiden will. Er hatte damals einer Patientin, die an Krebs litt und der schon Teile des Gesichts weggeschnitten worden waren, auf ihren Wunsch hin Zyankali gegeben, das diese selbst eingenommen hat (https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Hackethal). Er ist mit dieser Handlung, trotz zahlreicher standesrechtlichen und strafrechtlichen Prozeduren (er wurde nie verurteilt), die er hatte über sich ergehen lassen müssen, dieser Lebensphilosophie treu zu bleiben. 

 

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts macht deutlich, welch eine Wandlung in der Gesellschaft vollzogen wurde, um die Selbsttötung vom Makel der Strafbarkeit endgültig zu befreien. Es ist in seiner Grundaussage völlig atheistisch, da es jede durch einen Gott festgelegte Lebensdauer ablehnt, was zwar nicht expressis verbis formuliert wurde, sich aber aus der Art der Argumentation ergibt. Es hat den Menschen die Freiheit zurückgegeben, mit seinem Leben verantwortungsvoll umzugehen, ohne hierbei befürchten zu müssen, dass er selbst oder assistierende Angehörige oder professionelle Helfer in strafrechtliche Schwierigkeiten geraten.

 

©Büren, 28.02.2020, Günther Birkenstock

 

Nun haben sie wieder einen Grund gehabt, die Deutschen an den Pranger zu stellen: Vor 75 Jahren wurde das Konzentrationslager Ausschwitz von der roten Armee befreit. Und darüber berichtete mal wieder die Tagesschau sehr ausführlich (https://www.tagesschau.de/ausland/gedenken-auschwitz-holocaust-101.html). Man kennt schon die Rituale, denn sie werden immer wieder gezeigt: Kranzniederlegungen, Festansprachen von Politikern, Vorführen von Überlebenden und die pflichtschuldigen Schuldbekundungen, wie sie z. B. Angela Merkel anlässlich ihres Besuches in Ausschwitz im Dezember 2019 getan hat, in dem sie in ihrer Rede betonte, dass es Deutsche waren, die dieses Lager betrieben hätten (https://www.tagesschau.de/ausland/merkel-auschwitz-103.html).

Ich kann mich noch an meine Schulzeit erinnern – und das ist schon über ein halbes Jahrhundert her – als uns damals schon die Schuld der Deutschen an der Ermordung von unzähligen Juden und anderen unliebsamen Menschen des Naziregimes vor Augen geführt wurde mit dem Tenor, dass „die Deutschen“ eine große Schuld auf sich geladen hätten. Damals hatte ich mich schon gefragt: Was habe ich damit zu tun? Ich bin doch nach 1945 geboren und wie kann man mir eine Mitschuld geben an den Verbrechen. Ich glaube, dass es kaum ein anderes Volk gibt, das sich so unablässig selbst die Schuld gibt an Taten, die ihre Eltern- und Großelterngeneration begangen haben. Das immer wieder „ins Gedächtnis rufen“ der Verbrechen dieser Zeit, so glaube ich, hat System. Es müssen Interessen dahinter stecken, dass die Verbrechen der Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten, den Deutschen immer wieder vorgehalten werden  und auch in Selbstvorwürfen „gebetsmühlenartig“ wiederholt werden.

Hier die Liste meiner Hypothesen:

  • Der Fluch des verlorenen Krieges: Diejenigen, die einen Krieg verloren haben, sind immer an allem schuld: an dem Ausbruch des Krieges, den in dem Krieg begangenen Verbrechen und dem Leid, das sie über andere Völker gebracht haben. Die anderen sind nie schuldig geworden, denn – dies ist immer die offizielle Lesart – sie sind ja in diesen Krieg hineingezogen worden, ohne dass sie dies selbst gewollt hatten. Alles, was sie im Krieg getan hatten, waren keine Kriegsverbrechen, sondern dienten nur dazu, den Krieg zu beenden. Da nach offizieller Geschichtsschreibung die Deutschen den Krieg begonnen, aber dann verloren haben, tragen sie somit an allem die Hauptschuld – und müssen dafür büßen. „Vae victis“ (wehe den Besiegten), rief bereits der Gallierkönig Brennus den Römern zu, als diese sich beschwerten, dass sie nach der verlorenen Schlacht im Jahre 387 v. Chr. übervorteilt wurden, indem die Gallier falsche Gewichte zum Auswiegen des Goldes, das gefordert wurde, verwandten und er auch noch sein Schwert in die Waagschale mit diesen geflügelten Worten warf (https://de.wiktionary.org/wiki/vae_victis). Kein anderes Land gibt sich Mitschuld an den im zweiten Weltkrieg begangenen Verbrechen, sondern nur die Deutschen tragen nach der offiziellen Geschichtsschreibung die Schuld. Aber sie tragen nicht nur an dem Krieg die Alleinschuld, sondern an allen Verbrechen, die von ihnen in dieser Zeit begangen wurden – auch an dem Töten von unzähligen Juden.
  • Der Mythos der Kollektivschuld: Es mutet doch seltsam an, dass bis heute Deutsche eine Schuld an den Naziverbrechen haben sollen, obwohl die nach dem Krieg geborenen Generationen an diesen Verbrechen biologisch gesehen gar keine Schuld haben können. Aber selbst diejenigen, die die Zeit davor noch miterlebt hatten, sollen kollektiv mitschuldig sein. Die Alliierten hatten an der Implantierung eines „Kollektivschuldglaubens“ im Deutschen Volk nach dem Krieg gearbeitet. Robert McLure, Leiter der „Information Control  Divisidion“ (eine Propaganda- und Zensurabteilung in den amerikanischen Besatzungszonen),  erläuterte kurz nach Kriegsende sein Vorhaben: „Die ersten Schritte der Reeducation werden sich streng darauf beschränken, den Deutschen unwiderlegbare Fakten zu präsentieren, um ein Bewusstsein von Deutschlands Kriegsschuld zu erzeugen sowie einer Kollektivschuld für solche Verbrechen, wie sie in den Konzentrationslagern begangen wurden.“[ (https://de.wikipedia.org/wiki/Kollektivschuld#cite_note-4). Die Alliierten versuchten also, den Deutschen eine Kollektivschuld anzuhängen, was weitreichende Konsequenzen hatte, denn dann konnte den Deutschen eine Kollektivhaftung zugemutet werden, d. h., dass ein ganzes Volk Folgeschäden der Naziherrschaft zu tragen hätten.
  • Wirtschaftliche Erpressung: Die Kollektivschuld ist eine logische Voraussetzung, um dann ein ganzes Volk wirtschaftlich verantwortlich zu machen für Schadenswiedergutmachung aufgrund einer angenommenen Kollektivhaftung. Im Jahr 1953 trat als Folge dieser Überlegung das „Bundesentschädigungsgesetz“ in Kraft, dass als Teil der deutschen Wiedergutmachung ist, wonach Menschen, die aus politischen, rassischen, religiösen oder weltanschaulichen Gründen verfolgt wurden und dadurch Schäden an Leben, Körper, Gesundheit, Freiheit, Eigentum oder Vermögen sowie im beruflichen oder wirtschaftlichen Fortkommen erlitten haben, eine Entschädigung in Geld zustand. Nach diesem Gesetz konnten noch bis Ende 1969 noch Anträge auf Entschädigungen gestellt werden. Noch im Jahr 2012 wurden 53.000 Renten an Geschädigte gezahlt (https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesentsch%C3%A4digungsgesetz). Es können jetzt also keine neuen Anträge mehr auf Entschädigung gestellt werden, jedoch im „Wege von Zweitverfahren“ alte Entscheidungen revidiert werden (https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/Broschueren_Bestellservice/2018-03-05-entschaedigung-ns-unrecht.pdf?__blob=publicationFile&v=17). Wer keine Ansprüche nach diesem Gesetz hatte, konnte nach dem „Allgemeinen Kriegsfolgegesetz“ doch noch zum Zuge kommen, sofern er einen Schaden am Leben, Körper und Gesundheit erlitten hatte. Auch hier gab es eine Ausschlussfrist für Anträge, die bis Ende 1959 auslief. Aber nicht nur Einzelpersonen wurden Entschädigungen zugebilligt, sondern aufgrund von in den Jahren 1959 – 1964  geschlossenen Abkommen mit vielen europäischen Staaten wurden Entschädigungen an Personen in diesen Ländern geleistet, die durch NS-Verfolgungsmaßnahmen Schäden erlitten hatten (https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/Broschueren_Bestellservice/2018-03-05-entschaedigung-ns-unrecht.pdf?__blob=publicationFile&v=17). Auch die Geschädigten in der Sowjetunion und ihrer Nachfolgestaaten erhielten Entschädigungszahlungen aufgrund Einzelabkommen sowie diejenigen aus Polen, Tschechien und anderen Osteuropäischen Ländern und sogar der USA. Insgesamt wurden bis 2018 über 76 Mrd. Entschädigungszahlungen geleistet (Anlage 1 der Broschüre von „NS-Unrecht“; https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/Broschueren_Bestellservice/2018-03-05-entschaedigung-ns-unrecht.pdf?__blob=publicationFile&v=17).
  • Ausverkauf deutscher Interessen: Es kommt bei mir der Verdacht auf, dass deutsche Politiker schon seit Ende des Krieges einen Ausverkauf deutscher Interessen betreiben. Es ist wie mit einem Pendel, dass in die entgegengesetzte Richtung geschlagen hat: Nach der Betonung nur nationaler Interessen im 3. Reich schlug das Pendel in die entgegengesetzte Richtung aus: Es konnte und sollte nur das gut sein, was international Beachtung fand und entsprechend durch Beifallsbekundungen anderer Staaten im europäischen Ausland, aber auch jenseits des Atlantik, gewürdigt wurde. Stets hatten diese Interessen einen gewissen Vorrang vor nationalen Interessen der Deutschen. Diese Entwicklung hat sich noch durch die so genannte Globalisierung verschärft und seit wir in unserer Republik einen „politischen Klimawandel“ vollzogen haben, werden zugunsten linker Parolen zu Lasten der allgemeinen Steuerzahler Mrd. EUR für die Migration von Ausländern nach Deutschland Bezeichnend unter vielen Zitaten ist eine Aussage von Joschka Fischer: „Deutschland ist ein Problem, weil die Deutschen fleißiger, disziplinierter und begabter als der Rest Europas (und der Welt) sind. Das wird immer wieder zu ‘Ungleichgewichten’ führen. Dem kann aber gegengesteuert werden, indem so viel Geld wie nur möglich aus Deutschland herausgeleitet wird. Es ist vollkommen egal wofür, es kann auch radikal verschwendet werden – Hauptsache, die Deutschen haben es nicht. Schon ist die Welt gerettet.“ (https://1truth2prevail.wordpress.com/2014/06/07/unverfalschte-zitate-von-brd-politikern-und-anderen-einflussreichen-personen-in-der-brd-uber-das-deutsche-volk/). Es ist bezeichnend, dass aber solche Politiker ganz gut auf Kosten der Steuerzahler leben können. Die Kosten für Flüchtlinge und Asylanten betrugen im Jahr 2018 insgesamt 23 Mrd. EUR (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/665598/umfrage/kosten-des-bundes-in-deutschland-durch-die-fluechtlingskrise/). Das Bundesfinanzministerium hat die „asylbedingten Kosten des Bundes“ für die Jahre 2016 bis 2020 auf insgesamt 99,8 Mrd. EUR geschätzt (https://www.dw.com/de/faktencheck-kosten-der-zuwanderung/a-19488130). Die Wiedergutmachung nach dem Krieg an durch das NS-Regime geschädigte Personen wird noch einmal durch zusätzliche Ausgaben für eine ungeregelte Migration ergänzt.

 

Muss sich Deutschland weiterhin in „Selbstzerfleischung“ und Selbstanklagen im Ausland für seine Vergangenheit entschuldigen? Soll es weiter geduldet werden, dass der ständige Aderlass zu Lasten der Steuerzahler in Deutschland so weitergeht? Können oder wollen die anderen Staaten nicht endlich die Bereitschaft zeigen, einen „Schlussstrich“ unter die NS-Vergangenheit zu ziehen? Gerade in christlich geprägtem Ausland wäre es an der Zeit, den Akt der Vergebung zu vollziehen. Stattdessen werden aber immer wieder „Reparationsforderungen“ laut, wie z. B. in Polen und zuletzt in Griechenland (https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-06/reparationsforderungen-griechenland-verbalnote-deutschland-zweiter-weltkrieg).

Es wird endlich Zeit, dass damit Schluss ist und deutsche Politiker sollten den Mut aufbringen, sich zu den nationalen Interessen Deutschlands zu bekennen. Diejenigen, die dazu nicht bereit sind, sollten auch keinen Anspruch haben, sich auf Kosten der Allgemeinheit durch üppige Diäten und Pensionszahlungen zu bereichern. Denn man kann nicht gleichzeitig das eigene Volk schädigen, aber vom allgemeinen Steuerzahler für die Finanzierung einer üppigen Lebensausstattung Gelder verlangen.

 

©Büren, 02.02.2020, Günther Birkenstock

Als Leserbriefe gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht (unbedingt) die Meinung der Redaktion wider, sondern stellen die subjektive Meinung des Einsenders dar.

 

Die Thüringenwahl hat medial wie gesamtgesellschaftlich einen neuen Höhepunkt der Verwendung
von ideologischen Kampfbegriffen gezeigt und damit die Massenhysterie der Gesellschaft, wohl
besonders hervorgerufen durch die neue Informationsgesellschaft des digitalen Medienkonsums,
ähnlich wie schon Jahre zuvor im US Wahlkampf 2016, dargelegt. Die Begriffe „Faschist“ und
„Nazi“ wurden nun nicht nur, wie fast schon gewohnt, in unsere Richtung gefeuert, sondern galten
nun auch der CDU und der FDP. Von einem Damm-, ja gar einem Zivilisationsbruch war die Rede,
als ein Liberaler von der FDP mit den Stimmen unserer konservativen AfD demokratisch zum
Ministerpräsidenten gewählt werden wurde. Mit solchen Begriffen war die Relativierung der NSZeit
und ihrer Verbrechen an Millionen Opfer seitens des politmedialen Mainstreams wieder mal
auf eine neue Spitze getrieben. In moralischer Hysterie gleichgeschaltet redeten die Vertreter der
Altparteien hysterisch von diesen Begriffen und machten das, was sie als moralische Überinstanzen
am besten können: Haltung zeigen und sich abgrenzen. Doch von was denn? Von der Demokratie?
Das größte Problem unserer heutigen Zeit ist es, dass wir alle, und damit sind alle politischen
Akteure gemeint, mehr übereinander reden als miteinander und uns auf diese Weise gegeneinander
stigmatisieren, sodass die Diffamierungsspirale in der Gesellschaft immer krudere Züge annimmt.
Bundesweit formieren sich, seitdem die AfD an immer mehr Zuspruch gewinnt, Vereinigungen
von Altparteien und Kirchen, die sich mit den Begriffen wie „Vielfalt“, „Buntheit“ und
„Menschlichkeit“ im konstruierten „Kampf gegen Rechts“, der nichts anderes als ein repressiver
Kampf gegen die Meinungsfreiheit auf offener Straße ist, moralisch im höchsten Maße labeln, um
eben mit dieser Erhöhung problemlos intolerant, einfältig und unseren Parteimitgliedern die
Menschlichkeit absprechend, gegen uns zu agieren und Übergriffe der faschistoid agierenden
„Antifa“ auf unsere Familie oder unser Eigentum als „Notwehr“ zu rechtfertigen oder unsere
Gastwirte, die uns als AfD bedienen, wie vor dem AfD-Grünkohlessen beim Gasthof Erftemeier in
Bad Wünneberg, als das „Paderborner Bündnis gegen Rechts“ zur Nötigung des Restaurantbesitzers
aufrief und kurze Zeit später – wie bestellt - Graffiti wie „Wir kriegen euch alle!“ mit roter Farbe
auf die Hauswand gesprüht wurde.
In der DDR gab es bekanntermaßen den „Antifaschistischen Schutzwall“ gegen die seitens des
Staatsfunks propagierten Klassenfeind der „kapitalistischen Faschisten“ der BRD. Antifaschismus
war Staatsdoktrin und anscheinend haben die Regierenden der Gegenwart, die teilweise unmittelbar
von dieser Zeit geprägt sind und in der DDR aufgewachsen sind, wie Kanzlerin Merkel, aber auch
viele Vertreter des politisch medialen Mainstream, der in Deutschland sozialistisch ist, diese
Staatsdoktrin nun wohl für die Gegenwart wieder aufgenommen. Damals wie heute gilt der
sogenannte Antifaschismus eben nicht dafür, vor dem konstruierten Faschismus zu schützen, der
eine der schlimmsten politischen Perioden der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts darstellt und deren
schablonenhaftes Übertragen auf die Gegenwart ahistorisch ist, sondern eben dafür, im
Klassenkampf der Sozialisten jeden Liberalen und Konservativen zum Staatsfeind zu erklären und
repressiv zu bekämpfen, der nicht ihrer Meinung ist. Also für die Gegenwart gesprochen: Wenn
jemand gegen die Vertragsbrüche der Eurorettungspolitik ist, die Massenmigration in unsere
Sozialsystem kritisch sieht und nicht glaubt, in zwei Jahren gehe wegen des Klimawandels die Welt
unter, gilt diese Person heutzutage schneller denn je als „Faschist“ und „Nazi“. Wenn in einem
System wie in Deutschland auf hysterische Weise Millionen von Menschen also Millionen
Menschen mit solchen höchst negativ konnotierten Begriffen diffamiert werden, dann werden nicht
nur geschichtlich die echten Nazis relativiert, was moralisch verwerflich ist, sondern dann ist das
eben auch ein Beleg dafür, dass es eben keine Nazis und Faschisten mehr gibt und das die
deutschen Linken in einer erheblichen Identitätskrise befinden.


Ihr
Marvin Weber (Stadtverbandsvorsitzender AfD Paderborn)

Als Leserbriefe gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht (unbedingt) die Meinung der Redaktion wider, sondern stellen die subjektive Meinung des Einsenders dar.

 

Ihr Wunsch einer „AfD-Freien-Zone“ in Paderborn ist antidemokratisch und antipluralistisch und erinnert an die dunkelsten Zeiten unserer Geschichte.

Wie im Beitrag „Liebeserklärung ans Theater“ auf der Online-Seite des Westfalen-Blatts vom 09.02.2020 zu lesen war, wünscht sich der stellvertretende Bürgermeister Paderborns, Dieter Honervogt (CDU) eine „AfD-freie Zone“. 

Honervogt rekurrierte in diesem Beitrag, in dem er „leidenschaftlich“ für die Theaterkultur warb, dem ich mich im Allgemeinen anschließen würde, auf die Auseinandersetzung unserer Partei, der AfD, mit dem Theater in Paderborn. 

Doch erst einmal möchte ich mich der Huldigung der Theaterkultur anschließen, weil diese, im Sinne der Darstellenden Kunst, einen Teil unserer aktuellen Debattenkultur aufnimmt und wichtige Klassiker wie „Die Blechtrommel“ von Günter Grass, „Homo Faber“ und „Andorra“ von Max Frisch oder „Die Physiker“ von Dürrenmatt – wir kennen sie alle aus der Schulzeit - als wichtige Repräsentanten der Nachkriegsliteratur, oder Lessings „Nathan der Weise“ als wichtiges Werk der Aufklärung, tradieren, und auf diese Weise die wichtigsten Werke, vor allem der deutschen Literaturgeschichte, die sich mit den ethischen Grundsätzen, die unser Denken im westlichen Kulturraum maßgeblich beeinflusst haben und unser Grundgesetz prägen, auseinandersetzen und diese in das Bewusstsein der Zuschauer bringen. Als Partei des Konservatismus, des Traditionserhalts westlicher Kulturgüter, gemeint ist das Zivilisationsdenken in griechisch-römischer Tradition der Antike, über deren Wiedergeburt im Sinne des Renaissance-Humanismus in der Frühen Neuzeit, über die Zeit der Aufklärung bis hin zur Postmoderne, ist uns die Theaterkultur natürlich sehr wichtig. 

Wenn aber im Programmheft des Theaters in Paderborn die NSDAP mit der AfD gleichgesetzt wird, dann ist das in erheblichem Maße verleumderisch, sodass wir darauf rechtlich reagieren mussten. Eine Gleichsetzung dieser braunen Vergangenheit, dieser Massenmörder, mit unserer Partei ist historisch in erheblichem Maße falsch, relativiert auch noch die NS-Verbrechen, verhöhnt die Opfer und bagatellisiert diese Taten. 

Das ist die moralische Schande, die dieses hysterische Geschrei der Altparteien, die im Gleichschritt im Sinne einer antifaschistischen Staatsdoktrin wie in der DDR „Kampf gegen Rechts“, also im gegenwärtigen Sinne „Kampf gegen die AfD“, bzw. „Kampf gegen die Meinungsfreiheit“ brüllen, mit sich bringt. Doch in dieser Zeit, in der jeder, der abweichend vom sozialistischen Mainstream argumentiert als „Faschist“ diffamiert werden darf, dem Geist der 68er und ehemaligen Apparatschiks der DDR, die an den Stellschrauben der Gesellschaft sitzen, in den Rundfunkräten, in den Hochschulen, in den Kirchen etc. sei Dank, ist ein solcher Rechtsweg natürlich hinfällig.
Doch die CDU hat mit dem Über-Bord-Werfen all ihrer konservativen Ideale, hin zur SPD 2.0 und der Öffnung der Grenzen für Millionen von Wirtschaftsmigranten die Gesellschaft radikal gespalten. Nicht die AfD! Die als Folge der "Herrschaft des Unrechts" der Altparteien immer mehr an Zustimmung in der ausgebeuteten deutschen Bevölkerung gewinnt.

In der sozialistischen Meinungshegemonie in Deutschland gab es ab 2015 nur "eine Wahrheit", die mit Absolutheitsanspruch von nahezu allen Mainstream-Medien in Deutschland propagiert wurde, und zwar, dass nur „Flüchtlinge“ kämen und Deutschland nun aus historischer Schuld das Sozialamt der Welt spielen müsse. Die größten "Fake-News" der jüngeren bundesdeutschen Vergangenheit! Jeder, der diese Entwicklungen kritisch sah, die Asyllobby, die Beutestrukturen der Altparteien und Kirchen, oder die Integration von radikal muslimisch geprägten Einwanderern aus dem Nahen Osten und Afrika hinterfragte, die idR. aus Regionen stammen, in denen das Wort „Humanismus“ ein Fremdwort ist und der Antisemitismus mit der Muttermilch aufgenommen wird, kritisierte, wurde als „Nazi“ oder „Faschist“ beschimpft. Immer mehr Bürger wandten sich dementsprechend aus Angst vor Repressionen von der Öffentlichkeit ab und trauten sich nur in den eigenen vier Wänden, bei geschlossenen Fenstern, über die Asylthematik zu reden, aus Angst den Arbeitsplatz, Freunde oder Verwandte zu verlieren und gesellschaftlich isoliert zu werden.

Aber zurück zum Thema: Mit solchen Aussagen wie der „AfD-freie Zone“, die wie aus einer Neuauflage von Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“ entstammen könnte, spalten Sie, Herr Honervogt die Gesellschaft weiter und zeigen zugleich ihr undemokratisches Denken. Denn die Stilisierung unserer Partei als „das Böse“ schlechthin, erklärt implizit gerade unsere rechtschaffenen Mitglieder und unsere Millionen Wähler zu Freiwild, sodass faschistoid agierende selbsternannte „Antifaschisten“ sich bestätigt fühlen, unsere Familien zu bedrohen, unser Eigentum zu zerstören, und uns gesellschaftlich vollkommen zu isolieren. Nach dem Motto: ,,Es trifft ja die Richtigen"

Erinnert Sie dieses Vorgehen an eine bestimmte Zeit, Herr Honervogt? Dabei sind Sie ja sprachlich noch auf einem milden Level, im Vergleich zu Ihren hyperventilierenden Parteikollegen aus Berlin, die uns als „Gesindel“ (Merz), „Nazis“ (Ziemiak) oder sogar den eigenen konservativen Flügel, die Werteunion, als „Krebsgeschwür“ (Brok) bezeichnen. 

Hätten Sie also, wenn Sie vor 80 Jahren gelebt hätten und in einer hohen politischen Position gewesen wären, im gleichen Duktus auch von „Juden-Freier-Zone“ geredet? Höchstwahrscheinlich schon, weil der faschistoide Mainstream der Nationalsozialisten es Ihnen vorgegeben hätte und diese Ausgrenzungs-Rhetorik als ideologische Steilvorlage wohl vorgegeben hätten, um sich zu profilieren, und insofern diese Isolationstopoi wohl genauso nachgeplappert hätten, so wie Sie heutzutage über die AfD reden. Da kommen also wieder die Biedermänner und die Brandstifter aus ihren Löchern und treten in gehörigem Maße nach unten auf den vom Staate ausgerufenen Staatsfeind, die bürgerliche AfD. Doch ist das wirklich Ihr Demokratieverständnis, Herr Honervogt? Sie wollen also keine konservative Oppositionspartei in der Stadt? Was für ein antipluralistisches und antidemokratisches Weltbild nun wieder von den selbsternannten Vorzeigedemokraten der CDU offenbart wird.

Heutzutage labeln sich die selbsternannten Vorzeigedemokraten der Altparteien mit moralisch schön klingenden Wortenhülsen wie 'Vielfalt', 'Toleranz' und 'Menschlichkeit', um im gleichen Atemzug einfältig, intolerant und uns die Menschlichkeit absprechend, gegen uns zu hetzen und mit ihren Antifa-Schlägertrupps, als Exekutive der großen "Altparteien-Demokraten", auf uns als AfD-Mitglieder einzuprügeln wie in Münster, am Neujahrsempfang der AfD NRW, geschehen. 

Möchten Sie, Herr Honervogt – oder sollte man schreiben: Honeckervogt - also im Stile eines Antidemokraten eine demokratisch legitimierte Oppositionspartei verbieten oder ist es der Wunschtraum eines profillosen Merkel-Claquers, ganz im Sinne seiner sozialistischen Parteichefin, die in Thüringen die Wahlen rückgängig machte, eine DDR 2.0 auch hier in Paderborn zu errichten und nur die sozialistische Einheitsfront aus Linken, Grünen, SPD, CDU und FDP zu den Wahlen zuzulassen und die immer größer werdende konservative Opposition, die dieses Land wieder ins politische Gleichgewicht bringen will, repressiv zu bekämpfen? Suchen Sie sich doch eine stalinistische Handlungsweise aus, die Ihr lupenreines Demokratieverständnis widerspiegelt, Herr Honervogt! 

Mit demokratischen Grüßen

Ihr 

Marvin Weber (Vorsitzender des Stadtverbands der AfD Paderborn) 

Quelle: https://www.westfalen-blatt.de/…/4126424-Kirsten-Potthoff-u…(Zugriff: 16.02.20)

 

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Das Papsttum wird oft mit angeblichen Aussagen von Jesus  begründet, er habe Petrus und auch seinen Nachfolgern den entsprechenden Auftrag erteilt, eine Kirche zu errichten. Wollte Jesus überhaupt eine Kirche? Speziell der Vatikan beruft sich mit der Begründung des Papsttums auf die Stelle im Matthäus 16,18-20, wonach Petrus der Fels sei, auf den  Jesus seine Versammlung bauen wolle und er ihm die „Schlüsselgewalt“ gegeben habe, den Menschen den Einlass in den Himmel zu gewähren („Alles, was du auf Erden binden wirst, wird auch im Himmel gebunden sein“). Hierauf beziehen sich auch diejenigen – oft auch scherzhaft formuliert -,  die immer davon sprechen, wenn sie sterben, da an der „Himmelspforte“ Petrus zu begegnen, der den Eingang bewache.

Die katholische Kirche stützt sich weiterhin auf die Behauptung, dass Petrus der „erste Papst“ gewesen sei, der damit diesen „heiligen Stuhl“ begründet habe (https://www.youtube.com/watch?v=B5nRYat9HG4). Petrus ist die latinisierte Form von πέτρος pétros (griechisch: 'Fels'), die Übersetzung des aramäischen Kephas, mit der Jesus den Petrus anspricht (https://de.wikipedia.org/wiki/Petrus_(Name)). Dieser Begriff ist aber nicht identisch mit dem Begriff des griechischen Wortes πέτρα  (petra), das die weibliche Form beinhaltet, und auf die sich Jesus bezieht: „und auf diese πέτρα  (petra) will ich meine Versammlung bauen“ (Matthäus 16, 18). Diese Petra ist also nicht mit Petros identisch. Was ist aber diese Petra? (https://www.youtube.com/watch?v=B5nRYat9HG4). Dies geht zum Beispiel aus der Schilderung von Jesus hervor, als er ausführt, dass derjenige, der seine Worte tut und hört einem Manne gleicht, der sein Haus auf einen Felsen (πέτρα=petra) gebaut hat (Matthäus 7, 24). Er bezieht sich dabei auf das, was er zuvor in seiner Bergpredigt (Matthäus 5-7), in der er die Grundzüge der von ihm verkündeten göttlichen Ordnung schildert.  ausgeführt hat. In der Textpassage, in der er von Petrus als dem Felsen spricht, bezieht er sich auf die von diesem zuvor getätigte Aussage von ihm, dass Jesus der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes sei (Matthäus 16, 16). Somit wird mit Petra als der feste Glauben an Jesus bezeichnet, weshalb Jesus ihn als Petros bezeichnet. Das griechische Wort Petros bezieht sich also nicht auf den Felsen, auf den die Kirche gebaut werden sollte, sondern darauf, dass er bekannt hat – inspiriert von Gott selbst („Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel“,  Matthäus 16,17) -  dass Jesus der Sohn des lebendigen Gottes sei. Der Behauptung der Kirche, dass Jesus Christus mit Petrus den Grundstein für ein Papsttum gelegt hat, ist somit im Kern widerlegt. Auch in der Apostelgeschichte finden sich keine Hinweise, dass Petrus eine Sonderrolle in der Weise zukommt, dass er als eine Art Oberhirte angesehen werden könnte. Jesus selbst war gegen jede Art von Hierarchie, denn er meinte, dass alle untereinander wie Brüder sein sollten und keiner das Recht habe, sich Rabbi (Lehrer) nennen zu lassen (Matthäus 23,8). Die außerbiblische Begründung, dass Petrus der erste Papst gewesen sei, kann auch nirgends gefunden werden. Somit gibt es keine Rechtfertigung für das Papsttum. Gibt es denn eine Rechtfertigung für die Priesterschaft? Folgt man dem, was Jesus selbst über die Schriftgelehrten gesagt hat – sie sind vergleichbar mit den Pfarrern und Priestern der heutigen Zeit –, dann kann man daraus schlussfolgern, dass er keine gute Meinung von ihnen hatte, denn er hielt ihnen vor, dass sie sich selbst erhöhten, in dem sie die vordersten Plätze bei jedem Festmahl einnehmen und gerne von anderen auf Straßen und Plätzen gegrüßt werden wollten (Markus 12, 37-40). Sie seien außerdem diejenigen, die anderen schwere Lasten aufbürdeten, aber selbst nicht bereit wären, diese zu tragen (Matthäus 23,4). Und schließlich waren es diese Schriftgelehrten, die wesentlich daran beteiligt waren, dass Jesus gekreuzigt wurde, denn diese ließen ihn verhaften und überantworteten ihn der römischen Gerichtsbarkeit und setzten Pilatus unter Druck, Jesus hinzurichten. Jesus Skepsis, man kann auch sagen feindliche Haltung, gegenüber dem Priestertum führte mit zu seinem Tod am Kreuz. Wie kann dann derselbe Jesus dann ein solches Priestertum gewollt haben? Aus diesem kann geschlossen werden: Das heutige Papsttum ist eine menschliche Erfindung und nicht ausreichend biblisch  begründet. Vor allem hat Jesus, dies kann man vor allem aus seiner Haltung gegenüber dem Priestertum in Palästina entnehmen, keinen vom Volk abgesonderten, privilegierten Klerus gewollt, der noch auf Kosten der Allgemeinheit lebt.

 

©Büren, 15.02.2020, Günther Birkenstock

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Das Impeachment-Verfahren gegen Donald Trump war am 05.02.2020 durch den Beschluss des Senats mit einem Freispruch beendet worden, nachdem dieses am 24.09.2019 durch die Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi eingeleitet worden war (https://de.wikipedia.org/wiki/Amtsenthebungsverfahren_gegen_Donald_Trump)  – sehr zum Leidwesen der links orientierten Mainstream-Presse, die gerne eine Verurteilung gesehen hätte. Das Amtsenthebungsverfahren hatte das Ziel, Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten aus dem Amt zu entfernen.  Ein solches Verfahren hätte schon einmal Erfolg gehabt, als Präsident Nixon im Rahmen der Watergate-Affäre – die Älteren werden sich noch daran erinnern - nicht durch einen Rücktritt am 08.08.1974 dieser Amtsenthebung zuvor gekommen wäre (https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Nixon). Dieses Rechtsmittel der Amtsenthebung ist vor allem in Präsidialsystemen eine Möglichkeit, den Präsidenten eines Landes aus dem Amt zu entfernen, weil es keine Abwahlmöglichkeit durch das Parlament gibt (https://de.wikipedia.org/wiki/Amtsenthebungsverfahren).

Wie sieht es in Deutschland aus? Bräuchten wir auch eine solche Möglichkeit? Ich würde es sehr begrüßen, wenn die Chance bestünde, einen  Bundeskanzler (eine Bundeskanzlerin!) – der die ähnlichen Befugnisse wie ein Präsident in den USA hat – los zu werden, wenn er sein Amt missbraucht. Ich denke, dass die „Väter des Grundgesetzes“ dafür sorgen wollten, dass kein „Machtvakuum“ entsteht, wenn ein Regierungschef seine Regierungsgewalt verlieren sollte. Die bestehenden Möglichkeiten sind folgende:

  • „Konstruktives Misstrauensvotum“: Nach Art. 67 GG kann nur der alte Bundeskanzler aus seinem Amt entfernt werden, wenn gleichzeitig ein neuer Bundeskanzler gewählt wird. Der Bundespräsident hat keinen Entscheidungsspielraum, sondern muss dem Beschluss der Mehrheit des Bundestages folgen und den alten Bundeskanzler entlassen und den neuen Bundeskanzler ernennen (https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_67.htm) . Das Initiativrecht liegt beim Parlament, denn immerhin ein Viertel der Bundestagsabgeordneten oder eine Fraktion, die ein Viertel der Mitglieder des Bundestages umfasst, müssen den Antrag einbringen (https://www.gesetze-im-internet.de/btgo_1980/__97.html).
  • Vertrauensfrage: Der Bundeskanzler kann einen Antrag im Bundestag stellen, ihm das Vertrauen auszusprechen. Erhält er nicht die Mehrheit, kann der Bundespräsident das Parlament innerhalb von 21 Tagen auflösen (https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_68.html).
  • Freiwilliger Rücktritt: Diese Möglichkeit ist im GG nicht ausdrücklich genannt. Tritt ein Bundeskanzler zurück, dann kann der Bundespräsident einen geschäftsführenden Bundeskanzler ernennen (der auch der alte Bundeskanzler sein kann) (https://www.bundestag.de/resource/blob/415144/5b09af6887d1349ca5200bd532983388/wd-3-285-07-pdf-data.pdf).
  • Beendigung durch Ablauf der Legislaturperiode: Die Amtszeit eines Bundeskanzlers endet automatisch, sobald der neue Bundestag gewählt ist und in seiner neuen Besetzung zusammenkommt. Die Geschäfte des Bundeskanzlers der abgelaufenen Legislaturperiode werden nach Art 69 Abs. 3 GG bis zur Wahl eines neuen Bundeskanzlers auf Ersuchen des Bundespräsidenten weitergeführt („geschäftsführender Bundeskanzler“), was nach h. M. eine Verpflichtung darstellt, da keine „Herrschaftslücke“ entstehen darf, d. h. dass die Kontinuität gewahrt werden muss  
  • Tod: Wenn der amtierende Bundeskanzler stirbt, endet auch automatisch sein Amt.

 

Die Kanzlerschaft ist gebunden an eine Wahl durch die Abgeordneten. Eine direkte Abwahlmöglichkeit gibt es nicht, ohne dabei gleichzeitig einen neuen  Bundeskanzler zu wählen. Das „Machtspiel“ findet alleine zwischen der Exekutive (Regierung, geleitet durch den  Bundeskanzler) und dem Parlament statt. Kein Gericht kann die Beendigung der Kanzlerschaft herbeiführen. Es gibt also für die Judikative keine Einflussmöglichkeit.

 

Welche Möglichkeiten hat der  Bundesbürger, die Kanzlerschaft zu beenden? Auf einen kurzen Nenner gebracht: keine. Es gibt kein direktes Wahl- und schon gar kein „Abwahlrecht“ durch  Bürger. Es könnte lediglich durch Strafanzeigen ein Strafverfahren eingeleitet werden. Dies haben z.  B. über 1000 Bürger durch Strafanzeigen gegen die amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel versucht, die aber zu keinem Erfolg geführt haben (https://www.welt.de/politik/deutschland/article168124545/1000-Strafanzeigen-gegen-Merkel-seit-Beginn-der-Fluechtlingskrise.html). Nehmen wir an, es käme tatsächlich zu einer Verurteilung, wäre dies eine juristische Möglichkeit, den amtierenden Bundeskanzler des Amtes zu entheben? Woran hängt also das passive Wahlrecht eines Bundeskanzlers? Es gibt vier Voraussetzungen (https://www.gesetze-im-internet.de/bwahlg/__15.html; https://www.wahlrecht.de/lexikon/ausschluss.html):

  • Zunächst einmal ist die Vollendung des 18. Lebensjahres eine Voraussetzung für die Kanzlerschaft.
  • Jemand muss des Weiteren die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen.
  • Es darf niemand nach § 45 Abs. 1 StGB wegen einem Verbrechen zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden sein, das mit einer Mindeststrafe von einem Jahr bedroht ist. Ist jemand als Bundeskanzler gewählt, verliert er automatisch die Kanzlerschaft, wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind und das Urteil rechtskräftig ist. Der Verlust des Wahlrechts dauert fünf Jahre plus die Dauer der Freiheitsstrafe.
  • Jemand darf durch einen Richterspruch nicht das passive Wahlrecht entzogen worden sein. Wer die Freiheit der Meinungsäußerung, insbesondere die Pressefreiheit (Artikel 5 Abs. 1), die Lehrfreiheit (Artikel 5 Abs. 3), die Versammlungsfreiheit (Artikel 8), die Vereinigungsfreiheit (Artikel 9), das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis (Artikel 10), das Eigentum (Artikel 14) oder das Asylrecht (Artikel 16a) zum Kampfe gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung missbraucht, verwirkt diese Grundrechte. Die Verwirkung und ihr Ausmaß werden durch das Bundesverfassungsgericht ausgesprochen (https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_18.html). Dies ist in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland noch nie geschehen (https://de.wikipedia.org/wiki/Wahlrechtsausschluss).

 

Das Recht auf Verlust der Bundeskanzlerschaft ist zwar an hohe Hürden gebunden, aber möglich. Bevor ein Strafverfahren eingeleitet werden kann, muss die Immunität aufgehoben werden. Diese genießen aber nur Abgeordnete, nicht der  Bundeskanzler (nur in der Eigenschaft als Abgeordneter) und der Bundespräsident (https://www.welt.de/welt_print/article2244204/So-ist-die-Rechtslage-in-Deutschland.html).

Spielen wir diese Option im Falle der Anzeige wegen Nötigung nach § 106 StGB gegen die amtierende Bundeskanzlerin durch, die von der AfD Thüringen wegen ihrer Äußerung zur Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen gestellt wurde. Danach hatte sie während eines Staatsbesuches  am 06.02.2020 in Südafrika gesagt: „Die Wahl dieses Ministerpräsidenten war ein einzigartiger Vorgang, der mit einer Grundüberzeugung für die CDU und auch für mich gebrochen hat, dass nämlich keine Mehrheiten mit Hilfe der AfD gewonnen werden sollen. Da dies in der Konstellation, in der im dritten Wahlgang gewählt wurde, absehbar war, muss man sagen, dass dieser Vorgang unverzeihlich ist und deshalb das Ergebnis rückgängig gemacht werden muss. Zumindest gilt für die CDU, dass sich die CDU nicht an einer Regierung unter dem gewählten Ministerpräsidenten beteiligen darf“ (https://afdkompakt.de/2020/02/11/strafanzeige-gegen-kanzlerin-merkel-wegen-amtsmissbrauch-im-fall-thueringen/). Der Straftatbestand der Nötigung eines Verfassungsorgans liegt vor, wenn jemand mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel ein Verfassungsorgan  daran hindern will, seine Befugnisse auszuüben. Dann kann er mit einer Mindeststrafe von 3 Monaten und in schweren Fällen mit einer Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt werden (https://dejure.org/gesetze/StGB/106.html). Nehmen wir weiterhin an, die Bundesstaatsanwaltschaft wolle ein Ermittlungsverfahren aufnehmen, dann müsste die Immunität von Frau Merkel als Bundestagsabgeordnete vom Parlament aufgehoben werden. Dazu wäre die Mehrheit der Abgeordneten notwendig, um die Immunität aufzuheben. Ist dies wahrscheinlich? Nein, denn die Unionsfraktion und die Fraktion der SPD haben die Mehrheit. Aber es könnte ja sein, dass es Abweichler gibt oder die SPD die Koalition auflösen will, dann könnte es tatsächlich zur Aufhebung der Immunität kommen. Wenn Frau Merkel dann wg. Nötigung zu einer Gefängnisstrafe von mindestens einem Jahr verurteilt würde, auch im Falle der Aussetzung der Strafe auf Bewährung, verlöre sie nach § 45 StGB automatisch ihr politisches Amt als Bundeskanzlerin und auch ihr Abgeordneten-Mandat.

 

Selbst wenn die Aussichten nur gering sind, sollten Politiker immer wissen: Sie stehen nicht über dem Gesetz und müssen mit einer Verurteilung wegen einer Straftat rechnen.

 

Leider fehlen andere Instrumente zur Amtsenthebung. Hier wäre das Volk am Zuge. Ihm müsste die Chance gegeben sein, durch ein Volksbegehren gegen einen Politiker, der sein Amt nicht auftragsgemäß gebraucht, meinetwegen auch im Rahmen einer Petition, ein Amtsenthebungsverfahren einzuleiten. Denn wie soll sich ein Volk sonst gegen einen Politiker zur Wehr setzen können? Das Volk hat doch gegenwärtig nur ein „positives Wahlrecht“, d. h. es kann nur durch Abgabe seiner Wahlstimme einen Politiker „in Amt und Würden“ bringen, aber nicht umgekehrt, also ihn wieder „abwählen“. Hierzu müssten Instrumente geschaffen werden, um dem Anspruch nach Art. 20 des Grundgesetztes, wonach alle Staatsgewalt vom Volke ausgehen soll (https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_20.html , Rechnung  zu tragen.

 

© Büren, 15.02.2020, Günther Birkenstock

Als Leserbriefe gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht (unbedingt) die Meinung der Redaktion wider, sondern stellen die subjektive Meinung des Einsenders dar.

 

 

Auf die Organspende bin ich gestoßen, als ich mich mit den Nahtoderfahrungen befasst hatte. Da ich danach davon ausgehe, dass die Nahtoderfahrung auf ein Leben nach dem Tod hindeutet, d. h. dass die Seele beim Tod den Körper verlässt und in einer anderen Dimension weiterlebt, während der Körper in der physischen Welt verbleibt, hat dies auch Auswirkungen auf die Frage, ob die Organspende gerechtfertigt ist. Nach meiner Meinung, die ich noch weiter erläutern werde, bleibt das Organ eines Menschen, das entnommen und einem Körper implantiert werden soll, mit „Seelenanteilen“ des Verstorbenen behaftet, die dann auf den Empfänger übergehen. Das hat bisweilen dramatische Folgen für den Spender, aber auch für den Empfänger. (https://www.guentherbirkenstock.de/neue-seite, Nahtoderfahrung – ein Indiz für das Leben nach dem Tod; Download als PDF-Datei).

 

In der öffentlichen Diskussion wird die Organspende durchweg positiv dargestellt. Typisch ist der Bericht der ARD im Rahmen des Mittagsmagazins vom 16.01.2020, in dem eine potentielle Organempfängerin vorgestellt wird, die an Mukoviszidose leidet  und der erfolgreich eine Lunge transplantierte wurde (https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/mittagsmagazin/videos/Organspende-nur-nach-Einwilligung-ard-mittagsmagazin-video-100.html). Fairerweise wird noch darauf hingewiesen, dass sie auch nach der Organtransplantation nicht gesund ist, denn ihre Wochenration an Medikamenten beträgt immerhin 250 Tabletten, unter denen sich vor allem Medikamente befinden, die die Abstoßungsreaktion des Körpers gegenüber der transplantierten Lunge  unterbinden sollen (Immunsuppressiva).  Beklagt wird dann in der Sendung, dass es zu wenig Organspender gibt, wenn man die Vergleiche mit dem europäischen Ausland zieht.  Danach wird nach Bekanntgabe des negativen Abstimmungsergebnisses im Bundestag über den Antrag des Gesundheitsministers Jens Spahn, wonach jeder automatisch Organspender geworden wäre, der nicht ausdrücklich eine Organentnahme abgelehnt hat, der „Gesundheitsexperte“ Karl Lauterbach (SPD) interviewt, der, wie zu erwarten war, die Ablehnung als „eine verlorene Möglichkeit“ bezeichnete. Was der Bundestag beschlossen hatte, nämlich die Beibehaltung der „erweiterten Zustimmungsregelung“ mit einer eine größere Aufklärungspflicht der Ärzte im Hinblick auf eine Organspende, bezeichnete er als „wenig spektakulär“. Dabei sollte aber klar sein, dass Aufklärung nicht nur in die Richtung gehen darf, jemand zur Organspende zu bewegen, wie dies in der Sendung angedeutet wurde. Denn auch die Lebendorganspende  – der Spende spendet z. B. eine seiner Niere – ist nicht ohne Risiken, über die leider oft nicht ausreichend aufgeklärt wird. Der BGH  hatte nämlich in seinem Urteil vom 29.01.2019 (Az. VI ZR 495/16; VI ZR 318/17) dem klagenden Organspender deshalb einen Schadensersatzanspruch zugesprochen, weil er die ärztliche Aufklärungspflicht verletzt sah. Der Tenor der Sendung war: Es gibt viel zu wenig Organspender und die jetzt beschlossene Gesetzesänderung reicht nicht aus, die Spendenbereitschaft zu erhöhen. Diese Einseitigkeit in der Darstellung ist ein typisches Merkmal der Art und Weise, wie im öffentlich-rechtlichen Fernsehen über in der Gesellschaft durchaus kritisch gesehene Themen berichtet wird.

 

Dass in der öffentlichen Diskussion die Schattenseite der Organspende nicht beleuchtet wird, hat einen einfachen Grund: Renate Greinert, deren Sohn für Hirntod erklärt wurde und dem man Organe sowie sogar die Augen entnommen hatte, gab hierzu eine Antwort des bekannten Organtransplantationsmediziners Professor Pichlmayer bekannt, den sie Zustimmung zur Organspende gefragt hatte, warum er sie nicht über die realen Folgen der Organspende informiert hatte mit den Worten: „Wenn wir die Gesellschaft über die Organspende aufklären, bekommen wir keine Organe mehr“ (https://www.youtube.com/watch?v=xonYqmDxPpk, Aussage aus dem Jahr 1987 in Hannover vor Zeugen, nachlesbar auf der Webseite (https://initiative-kao.de/ ). Renate Greinert, die aufgrund ihrer Erfahrungen den Verein „Kritische Aufklärung über Organtransplantation KAO e.V.“, Sitz in  Wolfsburg (https://initiative-kao.de/impressum/), gegründet hat, schildert in dem Interview mit dem Autor und Betreiber des Youtube-Kanals „Thanatos“, Werner Huemer, die eigenen Erlebnisse anlässlich des Todes ihres Sohnes. Ihr 15-jähriger Sohn wurde nach einem Unfall in der Medizinischen Hochschule für „tot“ erklärt und sie wurde dann zur Zustimmung zu einer Organentnahme gedrängt, in dem man ihr vorhielt, dass jetzt „andere Mütter an den Betten ihrer Kinder sitzen würden“. Diese könnten weiterleben, wenn sie einer Organentnahme zustimmte. Sie schilderte in dem Interview, dass ihr vorgegaukelt wurde, ihr Sohn sei jetzt tot, obwohl sie noch vorher gesehen hatte, dass er zwar künstlich durch Beatmung am Leben gehalten wurde, aber immer noch lebte. Danach stimmten sie und ihr Mann der Organentnahme zu. Mit Entsetzen hatte sie dann noch einmal nach der Operation ihren Sohn gesehen, an dem eine vom Kinn bis zum Schambein reichende Schnittwunde zu sehen war; ihm waren mehr Organe entnommen worden, als ihr versprochen wurde. Die Schilderungen von Frau Greinert zeigen, dass Angehörige mit durchaus fragwürdigen Methoden (Appelle an „christliche Verantwortung“ oder ähnliche moralische Argumente)  zu einer Organentnahme eines für „hirntot“ erklärten Patienten gedrängt werden. Denn in Deutschland gilt die so genannte „erweiterte Zustimmungsregelung“, die auch nach der Abstimmung im Bundestag gültig ist, nach der man entweder zeitlebens einer Organspende zustimmen muss oder diese Zustimmung auch von einem nahen Angehörigen gegeben werden kann.

Wer selbst einer Organspende zustimmen will oder als Angehöriger diese Zustimmung gibt, sollte sich über folgende wichtigen Aspekte im Klaren sein:

  • Nur einem lebenden Körper können Organe, die für eine Transplantation infrage kommen, entnommen werden. Die Organe eines Toten sind für die Organspende nutzlos, weil sie nicht erfolgreich implantiert werden können. Sobald der biologische Tod (vollständiger und unwiderrufliche Verlust sämtlicher Organfunktionen wie Herz, Kreislauf und Gehirntätigkeit) eintritt, setzt der biologische Zerfall und Verwesungsprozess aller Körperzellen ein. Aber nicht mehr lebende Organe können nicht implantiert werden, weil sie dann die Funktionen nicht mehr erfüllen können, für die sie im Körper gebraucht werden. Also muss der Mensch, dem man die Organe entnimmt, noch am Leben sein!
  • Hirntod ist nicht gleich biologischer Tod. Das Transplantationsgesetzt wendet den „juristischen Trick“ an, den Hirntod mit dem biologischen Tod gleichzusetzen. Der Hirntod stellt nur die „Nichtfunktionsfähigkeit“ des Gehirns dar, der übrige Körper ist aber noch funktionsfähig. Da bei einem Ausfall der Hirntätigkeit die Atmung nicht funktioniert (das Atemzentrum sitzt im Hirnstamm, das bei der Diagnose Hirntod ebenfalls ausgefallen sein muss), muss die Atmung künstlich aufrechterhalten werden. Das Herz ist aber nicht vom Gehirn abhängig, sondern kann unabhängig vom Gehirn noch weiterschlagen. Die Herztätigkeit ist aber notwendig, damit sämtlichen Organe ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden können. Hirntote können sogar als Frau durch eine Schwangerschaft ein Kind zur Welt bringen.
  • Der natürliche Sterbeprozess wird angehalten: Es gibt eine natürlichen Verlauf des Sterbens. Dieser Sterbeprozess wird künstlich gestoppt, um den Körper für die Organentnahme funktionsfähig zu erhalten. Die Seele des Menschen kann nicht den Körper verlassen, sondern bleibt an diesen am Leben gehaltenen Körper gebunden.
  • Die Organspender spüren, dass ihnen Organe entnommen werden: Die Organentnahme wird häufig unter Narkose durchgeführt und starke, die Muskulatur entspannende Medikamente sowie Schmerzmittel gegeben; außerdem werden die Operierten am OP-Tisch festgebunden, um Abwehrreaktionen („Lazarus-Phänomen“) zu vermeiden. Es werden physiologische Reaktionen wie Blutdruckanstieg, Steigerung der Herzfrequenz und Schweißausbruch beobachtet. Dies sind starke Indizien dafür, dass die Operierten versuchen, sich gegen die Organentnahme zur Wehr setzen bzw. diesen Eingriff spüren. Angehörige, die die Operierten nach der Organentnahme noch einmal zu Gesicht bekommen, berichten, dass sich der Gesichtsausdruck der dann endgültig Verstorbenen verändert hat, so als ob sie Schmerzen oder Angst erlebt hätten.
  • Der menschliche Körper wird zum „Ersatzteillager“ degradiert: Angehörige, die einer Organspende zugestimmt haben, äußern diese Bezeichnung oft und meinen damit, dass dem Sterbenden damit auch die letzte Würde genommen wird. Da der Körper oft von oben bis unten aufgeschnitten wird, um sämtliche Organe entnehmen zu können, wird er dann mit künstlichen Materialien gefüllt (der verbliebene, so aufgefüllte Körper wird manchmal als „Hampelmann“ bezeichnet), um die entstandenen Lücken zu füllen.

Wer Organe eines anderen Menschen  erhält, sollte folgende Aspekte beachten:

  • Es bleibt das Restrisiko der Organabstoßung. Diesen natürlichen Prozess versucht man durch Immunsuppressiva zu unterdrücken. Dadurch werden aber andere Krankheiten wahrscheinlicher, weil das Immunsystem geschwächt ist (eine einfache Erkältung wird dann schon zum Problem) Eine lebenslange Abhängigkeit von ärztlicher Behandlung ist vorprogrammiert.
  • Spüren der Nähe des Spenders: Organempfänger haben auch das Gefühl, dass sich der Organspender in ihrer Nähe aufhält oder sich sogar in ihrem Körper befindet.
  • Persönlichkeitsveränderungen des Empfängers. Es werden nicht selten Veränderungen beobachtet, die nahelegen, dass „Seelenanteile“ des Spenders auf den Organempfänger übergehen. Dabei wird auch nicht auf Geschlechtsunterschiede Rücksicht genommen. Die Vorlieben eines männlichen Spenders z. B. für Kampfsport oder Bier trinken gehen auch auf eine Frau über.
  • Versteckte Todessehnsucht: Organempfänger haben mitunter eine starke Affinität zum Tod, d. h. dass sie Todesphantasien entwickeln (Elisabeth Wellendorf: Mit dem Herzen eines anderen leben, https://www.amazon.de/Mit-Herzen-eines-anderen-leben/dp/3268002285), so als ob sie sich den Tod herbeisehnten.

Die negativen Gesichtspunkte der Organtransplantation werden gerne unterdrückt, weil sie nicht in das Bild passen, das man gerne von den Befürwortern vermittelt. Sie regen in mir eher den Verdacht, dass hier vielleicht die Tötung eines Menschen durch Mediziner legalisiert werden soll, die im Lichte einer kritischen Betrachtung gar nicht so moralisch hochwertig erscheint, wie sie uns verkauft wird.  Denn es wird doch durch den Eingriff der Organentnahme ein bis dahin noch lebender Mensch endgültig getötet! Im Grunde genommen spiegelt die Organspende ein materialistisches Weltbild wider, denn die Organe werden nur als lebende Bausteine eines Körpers und nicht als Teile eines von einem unsterblichen Teil unserer Person beseelten Organismus gesehen (deshalb steckt in jeder Körperzelle, auch der Organe, die transplantiert werden, ein Teil dieser Seele). Das Herz wird z. B. bei der Organspende nur als eine Art Pumpe gesehen, die nur die Aufgabe hat, das Blut in dem Körper zu transportieren. Aber das Herz hat ein eigenes Nervensystem, was Ausdruck einer Art „Beseelung“ ist, die sich schon in unserer Alltagssprache ausdrückt („wir nehmen uns etwas zu Herzen“, „ich habe dich von Herzen gern“), die diese Art der Beseelung ausdrückt. Das sich Klammern an den physischen Körper und den Erhalt dieses Körpers ist das Ziel der Transplantationsmedizin. Der rein körperliche „Überlebensvorteil“ des Empfängers wird hierbei in den Fokus genommen und die seelischen Aspekte außer Acht gelassen. Erst die Annahme eines spirituellen Weltbildes (https://perikles.tv/index.php/leserbriefe/1283-das-materialistische-und-das-spirituelle-weltbild-und-die-folgen-fuer-die-politik) könnte die Tür für das wirkliche Verständnis auch unseres Körpers öffnen und die Transplantationsmedizin in einem anderen Licht erscheinen lassen, das nicht mehr so glorreich ist, wie es uns vermittelt wird.

Ich habe mich dafür entschieden, der Organentnahme zu widersprechen. Ich kann nicht empfehlen, dass jeder dies genauso tun soll, aber jeder sollte sich auch im Hinblick auf Auslandsreisen – im Europäischen Ausland gilt oft schon die Widerspruchsregelung – zu einer Entscheidung durchringen, damit er nicht irgendwann eine böse Überraschung erlebt, denn es gilt immer das Recht des Landes, in dem der so genannte „Hirntod“ festgestellt wird.  

©Büren, 02.02.2020, Günther Birkenstock

 Als Leserbriefe gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht (unbedingt) die Meinung der Redaktion wider, sondern stellen die subjektive Meinung des Einsenders dar.

 

 

Demokratie baut darauf auf, dass die Mehrheit die Möglichkeit hat, ihre Vorstellungen durchzusetzen. Wem es also gelingt, durch einen Mehrheitsbeschluss seiner Meinung Geltung zu verschaffen, kann sich darauf berufen, dass sich die Minderheit – das ist die Kehrseite der Medaille – dieser Mehrheit beugen muss. Dabei ist es unerheblich, ob das was beschlossen wurde, qualitativ gut ist. Das trifft auch für die Gesetzgebung zu, bei der in einem Parlament ein Gesetz beschlossen werden kann, das qualitativ schlecht ist, sogar dem Volk Schaden zufügen kann, und trotzdem ist es gültig, nur weil eine Mehrheit dafür war. Die parlamentarischen Verhältnisse im Bundestag sind derzeit so gestaltet, dass die Parteien der CDU/CSU und der  SPD die Mehrheit stellen und somit mit ihren Stimmen jedes Gesetzesvorhaben durchbringen können. Die jüngsten Entschließungen zum Ausstieg aus der Kohleverstromung und der Kernenergie sind qualitativ zumindest zweifelhaft, denn der Energiebedarf wird nicht insgesamt abnehmen, sondern vielleicht noch steigen, wenn man berücksichtigt, dass durch den Umstieg auf die so genannte E-Mobilität der  Bedarf an elektrischem Strom noch zunehmen wird. Der Anteil an den erneuerbaren Energien an der Stromversorgung lag im Jahr 2018 bei 33 %, der aus Steinkohle gewonnenen Energie bei 14 %, Braunkohle bei 22,5 %, Erdgas bei 13 % sowie Kernenergie bei 11 % (https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/erneuerbare-energien.html). Es ist völlig schleierhaft, wie der Energiebedarf ausschließlich aus Wind- Wasser- oder Sonnenenergie gewonnen werden soll, wie dies Hans-Werner Sinn  in seinem Vortrag „Wie retten wir das Klima und wie nicht?“, gehalten am 16.12.2019 in der Großen Aula der Ludwig-Maximilians-Universität, München, aufgezeigt hat, denn es ist nahezu ausgeschlossen, dass die nicht stetig vorhandenen Energieformen des Windes und der Sonne (der Wind weht wann er will, die Sonne scheint nun mal nicht ständig) den gesamten Energiebedarf bis zum Jahr 2050 decken soll, denn bis dahin soll die Gewinnung des Stromes aus so genannten fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdöl und Gas beendet sein (https://www.youtube.com/watch?v=ua6uo6l0ErY, https://www.youtube.com/watch?v=DKc7vwt-5Ho&t=5250s). Auch wenn es sachliche Argumente gibt, die die so genannte „Energiewende“ infrage stellen, gilt, dass wenn eine Mehrheit dieses Konzept beschließt, dieses auch umgesetzt wird.

Ähnlich verhält es sich mit der Migrationspolitik, die seit 2015 unter der Ägide von Angela Merkel, unterstützt von der eigenen Partei und flankiert von links-grünen Ideologen und auch Kirchenvertretern, vorangetrieben und dazu führen wird, dass irgendwann die Deutschen im eigenen Land zur Minderheit werden, wie das der Soziologe Jost Bauch (1949 -2018) prognostiziert (https://www.youtube.com/watch?v=7Ekktbx10eY, Abschied von Deutschland 2018) hat.  Der Bevölkerungsanteil von Ausländern lag noch im Jahr 1970 bei ca. 3 % und hat sich bereits seit dem auf über 10 % im Jahr 2016 angehoben (https://www.bib.bund.de/DE/Fakten/Fakt/B39-Auslaendische-Bevoelkerung-ab-1970.html?nn=9992204). Einhergehend mit diesem Schrumpfungsprozess wird auch ein Verfall deutscher Kultur durch eine Mittelmäßigkeit im Bildungs- und Kultursektor stattfinden. Er steht damit nicht allein, denn die „alten, zornigen Männer“, wie ich sie nenne, warnen ebenfalls vor einem Abfall in die Bedeutungslosigkeit mit einem Verlust deutscher Kultur wie z. B. Thilo Sarrazin (Deutschland schafft sich ab, 2010, Feindliche Übernahme, 2018), wenn die Migration nach Deutschland ungehindert fortgesetzt wird. Auch einige Journalisten haben bereits sehr früh vor dieser Entwicklung gewarnt wie z. B. Udo Ulfkotte (1960 – 2017) mit seinen zahlreichen Publikationen (Propheten des Terrors, 2003, Der Krieg in unseren Städten, 2004, Heiliger Krieg in Europa, 2009). Dass diese Entwicklung nicht von ungefähr kommt, sondern durchaus als geplant bezeichnet werden kann, wird deutlich, wenn  diese Migration als Waffe gesehen wird, um fortschrittliche Industrieländer durch die Invasion von gering qualifizierten Menschen aus Afrika oder dem Nahen Osten zu schädigen (Kelly M. Grennhill: Massenmigration als Waffe, 2018). Staaten werden erpressbar, wenn die „aufgestauten Menschenmassen“ als politisches Druckmittel benutzt werden, wie dies durch den türkischen Ministerpräsidenten geschieht.  Dass dieser „Bevölkerungsaustausch“ stattfindet, kann bereits in Europa gesehen werden, wenn man sich die Entwicklung in den letzten Jahren ansieht (Hermann H. Mitterer: Bevölkerungsaustausch in Europa: Wie eine globale Elite die Massenmigration nutzt, um die heimische Bevölkerung zu ersetzen, 2018). Die politische Agenda, die dahintersteckt, geht wahrscheinlich auf alte Beschlüsse der UN („Replacement Migration“ https://www.un.org/en/development/desa/population/publications/pdf/ageing/replacement-es-d.pdf ) zurück und auf Militärstrategen der USA, die schon nach dem Krieg an Plänen zur Ausrottung der deutschen Rasse bastelten („Kalgeri-Plan“) und auf neuroliberale Wissenschaftler der Neuzeit (Thoma P.M. Barnett: Der Weg in die Weltdiktatur),  wobei es das Ziel ist, eine „hellbraune Mischrasse“ durch Vermischung dunkelhäutiger Rassen mit der weißen Rasse zu kreieren, die ohne eigene Identität leichter lenkbar ist und nur noch aus Menschen besteht, die lediglich eine hedonistische Lebenseinstellungen haben, die in der konsumorientierten Massengesellschaft befriedigt werden sollen. Es gibt  genügend gute Gründe, diese Politik zu ändern, die auch sachlich begründet werden kann, aber wenn die Mehrheitsverhältnisse im Deutschen Bundestag und die sie tragenden Parteien dies nicht akzeptieren, wird die Agenda der Massenmigration fortgesetzt werden.

Bei Lichte besehen beruhen aber die an der Klimapolitik und der Migrationspolitik aufgezeigten Entscheidungen nicht auf dem wirklichen Willen der Mehrheit der Bevölkerung, die von der Einflussnahme auf solche Entscheidungen im Grunde genommen ausklammert wird.  Wollen Politiker den Menschen die Illusion geben, dass die von ihnen getroffenen Entscheidungen in ihrem Sinne seien, versuchen sie die Meinung der Massen mithilfe der „Massenmedien“  in die gewünschte Richtung zu lenken, um ihre jeweilige eigene Agenda durchdrücken zu können (Rainer Mausfeld: Angst und Macht – Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien, 2019; Warum schweigen die Lämmer, 2018, https://www.youtube.com/watch?v=-kLzmatet8w). Immerhin sind 52 % der Bevölkerung  gegen eine weitere Migration, wie eine im Jahr 2019 durchgeführte repräsentative Befragung von „KantarEmnid“ im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung ergab, nur 37 % sind für weiter Aufnahme von Flüchtlingen (https://www.welt.de/politik/deutschland/article199334414/Migration-in-Deutschland-Zu-viel-Einwanderung-finden-52-Prozent-der-Deutschen.html). Weil dies so ist, versuchen die Massenmedien im Einklang mit Politikern die Meinung in die gewünschte Richtung („Migration ist eine Bereicherung“) zu lenken. Nur so ist zu verstehen, warum z. B. aufgrund der Richtlinie 12.1 des Presserates bei Straftaten die die Erwähnung der Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu ethnischen, religiösen oder anderen Minderheiten unterlassen werden soll (https://www.presserat.de/leitsaetze-zur-richtlinie-12-1.html).  Bei der Energiewende sieht es etwas anders aus, denn dort liegt der Anteil der Bevölkerung, die die so genannte „Energiewende“ als positiv bewertet, bereits bei 90 % (https://www.iass-potsdam.de/sites/default/files/2019-02/IASS_Nachhaltigkeitsbarometer.pdf). Die Frage ist dann aber, ob die Bevölkerung insgesamt auch so gut aufgeklärt ist über die Folgen der Energiepolitik, wie dies wünschenswert wäre, um zu einer kompetenten Entscheidung zu gelangen. Wenn, wie es in den Mainstream-Medien der Fall ist, nur die positiven Aspekt dargestellt, die Nachteile und Risiken (siehe am Beispiel der Windkraft:  (https://perikles.tv/index.php/natur-und-umwelt/868-windkraftanlagen-fiktion-und-wirklichkeit) aber verschwiegen werden, machen sich diese Massenmedien mitschuldig an einer mehr oder weniger bewusst herbeigeführten positiven Meinung zu der Energiepolitik. Spätestens dann, wenn durch Schwankungen im Stromnetz („Flatterstrom“) die ersten Lichter ausgehen  und Haushalte ohne Strom dasitzen werden, wird sich das Meinungsbild radikal ändern. Denn das liegt daran, dass Strom sich nicht „im Netz speichern lässt“, wie die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock einmal in einem Interview mit dem Deutschland  am 21.01.2018 behauptet hatte (https://unbesorgt.de/ausgerechnet-die-gruene-kompetenz-von-annalena-baerbock/), sondern es immer gerade so viel Strom produziert werden muss, wie gerade gebraucht wird. Dieses Beispiel zeigt, dass durch mangelnde Sachkenntnis auf Seiten des Politikers („Entscheidungsträgers“) gepaart mit einer blauäugigen Berichterstattung in der Presse zwar Mehrheiten erzeugt werden können, diese Mehrheiten aber sofort zusammenbrechen, wenn die Wahrheit ans Licht kommt und auch dann der Politiker entlarvt wird. Und das ist eine weitere Krux mit den Mehrheiten: Die Fiktion, dass die Mehrheit immer wisse, was wahr und richtig ist. Das „klassische Beispiel“ ist die Sache mit dem Glauben, die Erbe sei eine Scheibe: Dieses hatte auch einmal die Mehrheit der Menschen in fernen Zeiten geglaubt – einige „Flacherdler“ glauben es heute noch –, aber es ist ein Irrtum. Dies zeigt, dass es fatal wäre, weitreichende Entscheidungen allein auf Mehrheitsmeinungen aufzubauen. So wäre es z. B. im Sinne der Mehrheit gewesen, wenn man im Jahr 1950 die Todesstrafe eingeführt hätte, denn  55 % hatten sich damals für diese Strafe ausgesprochen (https://www.welt.de/politik/deutschland/article134799279/Warum-jetzt-viele-Deutsche-die-Todesstrafe-fordern.html). Wenn das geschähe, wäre dies „Populismus“ – man trifft willfährig die Entscheidungen, die im Augenblick „im Trend“ liegen. Das, was die Bundeskanzlerin im Jahr 2011 getan hatte, nämlich nach der Nuklearkatastrophe in Fukushima aus Angst vor negativen Reaktionen in Deutschland den Ausstieg aus der Kernenergie zu verkünden, war eine solche populistische Entscheidung (https://energiewinde.orsted.de/klimawandel-umwelt/fukushima-atomausstieg-deutschland). Die heutige Klimapolitik der Bundesregierung und die diese mittragenden Parteien kann deshalb auch als populistisch angesehen werden, da hier versucht wird, „dem Druck der Straße“ nachzugeben, um den Ausstieg aus Kohleverstromung und Kernenergie zu verkünden, ohne sich über die Folgen sachkundig zu machen.  

Die Gefahren im Umgang mit Mehrheiten liegen also in zwei Richtungen:

  • Es wird populistisch das entschieden, was dem jeweiligen Zeitgeist entspricht. Politiker passen sich dem jeweiligen Trend an, der mehrheitlich in der Gesellschaft herrscht, um wiedergewählt zu werden.
  • Politiker versuchen die Meinung der Bevölkerung durch manipulative Berichterstattung via Massenmedien in die Richtung zu bringen, die von ihrer eigenen Zielsetzung bestimmt wird.

Von Politikern sollte man nur sachgerechte und zukunftssichere Entscheidungen erwarten, die nach Abwägung aller Vor- und Nachteile dem Wohle des Volkes dienlich sind. Manchmal müssen sie dabei den Mut aufbringen, „unpopuläre“ Entscheidungen zu fällen, was dann gerechtfertigt ist, wenn sie dem Volk insgesamt nicht schaden, sondern Schaden von ihm abwenden, wie es ja auch der Amtseid des Politikers bei Übernahme eines Ministeramtes vorsieht.

©Büren, 05.02.2020, Günther Birkenstock

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Das war ein Schock für die „demokratischen“ Parteien, wie sich die Parteien nennen, die sich links der AfD politisch einordnen: Der Liberale Thomas Kemmerich wird am 05.02.2020 im 3. Wahlgang der neue Ministerpräsident des Bundeslandes Thüringen. Schnell war deshalb ein ARD-Brennpunkt angesetzt (https://www.daserste.de/…/brennpunkt-politisches-beben-in-t…) worden, in dem der Generalsekretär der CDU, Paul Ziemiak zu Wort kam, der sich nicht zu schade war, in dem Interview mit dem Moderator Gunnar Breske zu betonen, dass das Vorgehen der CDU in Thüringen nicht mit der bundespolitischen Linie übereinstimmt, und der vom Moderator nicht kritisch nachgefragt behaupten durfte: „Heute ist ein Ministerpräsident gewählt worden, auch mit dem Stimmen von Nazi….(der zweite Wortteil war für mich nicht klar zu erkennen) Björn Höcke…“. Das kann auch nur im öffentlich-rechtlichen Fernsehen passieren, dass ein Politiker gleich wieder unkommentiert in die Nazi-Ecke gestellt werden darf. Alle anderen Interviewpartner, die in dem Beitrag zu Wort kamen, bekannten öffentlich, dass es keine Zusammenarbeit mit der AfD geben könne, auch der frisch gewählte Ministerpräsident. Dieser „ Tabubruch“, dass ein Ministerpräsident mit den Stimmen der AfD gewählt wurde, war notwendig, um die verkrustete Parteienlandschaft aufzumischen, wonach sich nach offizieller Lesart der Mainstream-Medien die „guten“ Parteien gegen die „böse“ AfD verbünden müssten. Wer noch ein etwas längeres Gedächtnis hat, wird sich noch erinnern können, dass wir schon einmal so eine Situation hatten: Als die „Die Linke“ als Nachfolgepartei der SED für die damals als demokratisch definierenden Parteien auch eine Phalanx gegen diese Partei bildeten und jede Zusammenarbeit ausschlossen. Wie sich doch die Bilder gleichen. Nur sind heute die Vorzeichen umgekehrt: War es früher ein „Mitte-rechts-Block“, der sich auf diese Weise abgrenzte, ist es heute ein „Mitte-links-Block“, der gegen die AfD mobil macht. Das dahinter stehende Demokratieverständnis ist völlig zweifelhaft, werden doch damit die Wähler diffamiert, die sich eindeutig bei Wahlen für „Die Linke“ oder die „AfD“ entschieden hatten. Dass nun ein rechtmäßig gewählter Ministerpräsident den Rückzieher machen will, ist bedauernswert, weil dies zeigt, welches Demokratieverständnis die "etablierten Parteien" haben: Wenn ein Wahlergebnis nicht in ihrem Sinne ist, wird sofort Druck ausgeübt, bis dies Wirkung zeigt. Es wird Zeit, dass auch jetzt das neue Blockdenken aufgebrochen und über neue Konstellationen bei Koalitionen nachgedacht und offen diskutiert wird, auch und vor allem in der Union bei der FDP. Noch etwas anderes zeigen diese Ereignisse: Es ist die Rolle der "Mainstream-Medien", die sich "linientreu" verhalten, Linientreu heißt: Man geht nicht auf kritische Distanz zum politischen Geschäft, sondern meint, sich mit der herrschenden Meinung der etablierten Parteien gemein machen zu müssen. Ich glaube, dass sehr viele Menschen dies der Presse verübeln und auch daher der Abonnementen-Schwund herrührt. Eine kritische Distanz täte den Medien gut, denn dann könnten sie von sich selbst sagen, dass sie wirklich so etwas wie eine "vierte Gewalt" im Staate sind; derzeit sind nur die wohlgefälligen Schoßhündchen der herrschenden Parteien, die genau das bellen, was von den Machthabern erwartet wird.

Was lernen wir daraus: Thüringen ist überall in unserem Land. Die herrschenden politischen Parteien wollen keine Veränderung und stemmen sich gegen jeden Versuch, ihren Block aufzubrechen. Überall im Osten des Landes, wo die AfD hohe Stimmenanteile gewonnen hatte, verbünden sie sich gegen diese Partei und stellen sie in die Nähe der ehemaligen NSDAP, um sie dann als „rechtsradikal“ verunglimpfen zu können. Drahtzieherin im Hintergrund ist immer noch Frau Merkel, die sich in einem Interview dazu hinreißen ließ zu sagen, dass die Wahl rückgängig gemacht werden müsse, weil die Wahl eines Ministerpräsidenten durch AfD-Stimmen „unverzeihlich“ wäre (https://www.tagesspiegel.de/politik/merkel-zur-thueringen-wahl-das-ergebnis-muss-rueckgaengig-gemacht-werden/25518242.html). Dies zeigt, welches Demokratieverständnis hier vermittelt wird: Wer nur wer in meinem Sinne politisch handelt, kann ich anerkennen, wer dies nicht tut, muss mit Konsequenzen rechnen. Und diese Konsequenzen folgten auch prompt, als sie dem Bundespräsidenten die Entlassung aus dem Amt des Ostbeauftragten als Parlamentarischer Staatssekretär Christian Hirte vorgeschlagen hatte. Der Grund: Er hatte dem neuen Ministerpräsidenten zu seiner Wahl gratuliert. Das heißt: Wer nicht absoluten Gehorsam gegenüber der Bundeskanzlerin zelebriert verliert seinen Job. Das hat nichts mit Demokratie zu tun, sondern eher etwas mit Diktatur.

Es ist bedrückend zuzusehen, wie alle mitmachen: Mit Ausnahme der AfD sind alle anderen Parteien und die „Mainstream-Presse“ auf ihrer Seite. Da kann ich nur sagen: Gute Nacht, Deutschland.

 

©Büren, 09.02.2020, Günther Birkenstock

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In den Kirchen wird oft davon gesprochen, dass wir die Natur als Gottes Schöpfung bewahren und schützen sollten. Am „Ökumenischen Tag der Schöpfung“, der am 04.09.2020 in Landau/Pfalz begangen werden soll, soll den Menschen bewusst gemacht werden, dass sie Teil der Schöpfung sind. Hierfür wurde dieses geplante Treffen unter das Motto „WEINklang“ gestellt, denn: „Wein ist dafür da, dass er des Menschen Herz erfreue, sagt schon der Psalmbeter vor mehr als 2000 Jahren. Papst Franziskus verbindet ihn mit Zärtlichkeit. In der jüdisch-christlichen Tradition ist der Wein das Zeichen von Gottes Zuwendung“ (https://www.oekumene-ack.de/themen/glaubenspraxis/oekumenischer-tag-der-schoepfung/2020/). Moment mal: Was hat der Wein mit der Schöpfung zu tun? Denn, der Alkohol, der beim Gärungsprozess entsteht, wäre dann auch ein Werk Gottes. Und wenn die Menschen davon abhängig und krank werden, wäre das auch noch in seinem Sinne? Angesichts dieses bevorstehenden Festtages kommt der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm in einem Interview ins Schwärmen: „Zumindest erlebe ich die Natur auch ganz gefühlsmäßig als Schöpfung Gottes….Und da sind mir die Schöpfungspsalmen aus der Bibel, etwa Psalm 104, in den Sinn gekommen. Die loben, wie wunderbar Gott alles gemacht hat.“ (https://www.evangelisch.de/inhalte/109345/05-09-2014/tag-der-schoepfung-wie-wunderbar-gott-alles-gemacht-hat).  Auch die Grünen in Hessen haben ein Herz für die Natur, die sie zwar nicht auf einen Akt göttlichen Tuns zurückführen, aber ihre Erklärung aus dem Jahr 2014 hat schon fast religiöse Züge: „Die Bewahrung der Schöpfung und der Schutz von Natur und Umwelt sind unsere Grundanliegen in der Verantwortung für kommende Generationen.“ (https://www.gruene-hessen.de/partei/koalitionsvertrag/umwelt-schuetzen-schoepfung-bewahren-c/). Diese quasi-religiöse Nähe resultiert vielleicht auch aus der Koalition mit der CDU: Man gleicht sich eben an.

Die Frage ist nur, ob die Auffassung, dass die Natur eine Schöpfung Gottes und damit auch „gut“ ist, einer kritischen Prüfung standhalten kann. Um es vorweg zu sagen: Ich kann diese Auffassung nicht teilen und meine, dass hier nur die halbe Wahrheit erzählt und die Natur unberechtigterweise glorifiziert wird. Sie kann bei näherer Betrachtung eigentlich nicht mehr so harmonisch eingeschätzt werden, wenn man die Augen vor folgenden Überlegungen und Tatsachen nicht verschließt: Das Überleben jeder Kreatur, sei es Pflanze oder Tier, ist daran gekoppelt, dass das zum Überleben notwendige Material zum Wachstum und zum Erhalt der eigenen Spezies der Umwelt entnommen wird. Diese „Entnahme“ geschieht aber nicht immer auf freiwilliger Basis, wie dies oft in der harmonisierenden Betrachtung der Natur angenommen wird, sondern dem geht oft das voraus, was Charles Darwin den „Überlebenskampf“ bezeichnet hat: Jeder Organismus versucht zu vermeiden, dass er selbst Opfer eines Angriffes wird (durch Tarnung, Flucht oder Kampf), welcher der Einverleibung durch andere vorausgeht, und gleichzeitig versucht er selbst dabei, die notwendigen Stoffe der Umwelt zu erobern und in seinen Körper zu implantieren, was aber das Töten des anderen voraussetzt. Heruntergekocht auf das Wesentliche bedeutet dies doch: Es geht ums Fressen oder gefressen werden. Lediglich die Pflanzen scheinen hier eine Ausnahme zu  bilden, wandeln sie dabei doch Kohlendioxid mit Hilfe von Sonnenlicht so um, dass dabei der Kohlenstoff zum eigenen Zellaufbau entnommen und der Sauerstoff für Tiere und Menschen frei gesetzt wird. Aber trotzdem geht dies nicht ohne Kampf ab. Die Würgefeige z. B., die dadurch entsteht, dass nach dem Genuss einer Feige der Same vom Tier ausgespuckt oder nach der Verdauung ausgeschieden wird und an einem Wirtsbaum hängen bleibt, um von dort aus zu wachsen, bringt den Wirtsbaum langsam um, in dem sie ihm nach und nach alle Lebenskraft entzieht, ohne selbst etwas Produktives zu leisten (https://www.guentherbirkenstock.de/neue-seite, siehe Evolution oder Schöpfung, was ist wahr?). Die fleischfressenden Pflanzen verzehren die eingefangen Insekten und Kleintiere auch mitleidlos, indem sie diese durch ihre Säfte auflösen. Auch der simple Kampf um das Sonnenlicht, bei dem die Bäume, die am höchsten wachsen, die besten Chancen haben, zeigt, dass der Daseinskampf nicht ohne Verluste bleibt, denn die niedrig wachsenden Sträucher und am Boden lebende Gräser haben geringere Chancen, das begehrte Licht einzufangen. Das Tierreich erscheint auch eher ein Schauplatz grausamer Kämpfe zu sein, den anscheinend nur ein sadistischer Gott konstruiert haben kann, als ein friedliches Paradies. Zu dieser Überlegung mag schon  Charles Darwin gekommen sein, als er die Grausamkeiten in der Natur gesehen hat und zu der Schlussfolgerung gelangte,  dass ein Gott diese grausame Welt nicht kreiert haben kann, so dass nur ein Zufallsprozess ohne Sinn und Verstand hierbei eine Rolle spielen konnte. So entstand wahrscheinlich seine Evolutionstheorie. Hier ein paar Beispiele der Grausamkeiten in der Natur: Schmeißfliegen z. B. scheuen sich nicht davor, lebende Tiere und auch Menschen anzugreifen, um auf ihrer Haut Eier abzulegen, aus denen dann die Maden schlüpfen, die sich dann subkutan in den Körper ihres jeweiligen Wirtes hineinfressen. Vor kurzem hatte ich ein schreckliches Video gefunden: Ein Hund war von den Maden der Tumbufliege befallen (https://www.youtube.com/watch?v=aiy8GJHlozA). Das ist eine besondere Art von Schmeißfliegen, die ihre Eier im Trockenen ablegen. Durch einen Hautkontakt können die ausschlüpfenden Maden in den Körper eindringen und dort subkutan ihre verheerende Wirkung auf den befallenen Wirt auslösen (https://de.wikipedia.org/wiki/Tumbufliege). Schlupfwespen bringen auf den Hinterleibern von Spinnen ein Ei an, aus dem dann eine Made schlüpft, die dann den Wirt bei lebendigem Leibe auffrisst. Die Schlange „Boa constrictor“ ist eine Würgeschlange, die ihre Opfer dadurch tötet, dass sie  durch Zusammenpressen des Körpersers bei einem ihrer Opfers einen Herz-Kreislauf-Stillstand verursacht (https://de.wikipedia.org/wiki/Abgottschlange). Das ist mit Sicherheit kein schöner Tod. Wenn Löwen ein Zebra oder einen Büffel erlegt haben, dann warten sie nicht mit dem Fressen ab, bis das erlegte Tier tot ist, sondern beginnen bereits mit ihrer Mahlzeit, wenn das Opfer noch am Leben ist, dabei beginnen sind oft mit den Innereien, da diese leichter zugänglich sind. Vieren, Bakterien und Pilze sind die wahren Meister des Tötens, denn sie kennen keine Rücksicht. Wenn sie die Chance haben, sich irgendwo zu vermehren, tun sie es. Vieren sind dabei ganz gemein, sie nisten ihre DNA in die Zelle ihres Wirtsorganismus ein und programmieren somit die eigene Erbinformation der Zelle um, so dass diese gezwungen wird, nur noch im Dienste der Vieren zu arbeiten und an deren Vermehrung mitzuwirken. Bakterien vermehren sich durch Teilung. Das ist einfach und effektiv und sichert ihr Überleben, solange genügend Nahrung vorhanden ist. Wenn wir kein funktionierendes Immunsystem hätten, in dem sich die Abwehrzellen selbst opfern, damit unser Organismus am Leben bleibt, würden wir in kürzester Zeit von diesen Mikroorganismen aufgefressen. Spätestens wenn wir sterben, ist das für diese Mikroorganismen so, als ob wir Weihnachten und Ostern auf einen Tag feiern würden: Sie können sich ungehindert vermehren und unseren Körper auffressen, bis nichts mehr vorhanden ist.

Interessant ist der Gedanke von Walter Veith, Zoologe aus Südafrika (https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Veith), der früher als Hochschullehrer in Südafrika die Evolutionslehre vertreten hat und später als Siebenten-Tags-Adventist auf die andere Seite gewechselt und Kreationist geworden ist, dass  durch den Sündenfall und dann noch einmal durch die Kopulation abgefallener Engel mit Menschenfrauen (1. Mose 6, 1-8), die die Sintflut ausgelöst hatte, (https://www.youtube.com/watch?v=D8IMeTcVBhA)  Änderungen eingetreten sind, die dazu beigetragen haben, dass aus einer Schöpfung, die einmal sehr gut war, eine Abfallwelt entstanden ist, in der die Lebewesen gelernt haben zu überleben, in dem sie sich gegenseitig umbringen. Vielleicht, so räsoniert er hierzu, war vor diesen beiden Katastrophen alles anders und besser. Als Hinweis, wie es vielleicht war und von Gott „gemeint war“, könnte das Beispiel von „Little Tyke“ dienen (http://www.vegetarismus.ch/vegepet/tyked.htm). Dieser Löwe wurde von dem Ehepaar Georges und Margaret Westbeau aufgezogen, weil er als Jungtier von seiner Mutter verstoßen wurde und unweigerlich umgekommen wäre. Er wurde zuerst mit Milch gefüttert, wie dies im Tierreich auch der Fall wäre. Als er aber größer wurde, versuchte das Ehepaar Westbeau ihm Fleisch zu geben, in dem sie zunächst einmal Blut unter die Milch mengten. Die Annahme dieses Mixgetränkes verweigerte „Little Tyke“, auch weigerte er sich später Fleisch in fester Form zu fressen. Er blieb zeitlebens „Vegetarier“ und beschützte sogar ein kleines Lamm als sein Lieblingstier. Tritt hier vielleicht die Grundidee Gottes, dass sich nämlich alle Geschöpfe ursprünglich vegetarisch ernähren sollten, zum Vorschein (1. Mose 1, 29-31)?

 

Aus alldem ziehe ich die Schlussfolgerung, dass die einstmals gute Schöpfung, in der das Töten nicht stattfand, von negativen Wesen im Jenseits (Sündenfall, Kopulation von „Göttersöhnen“ mit irdischen Frauen) verändert wurde, die dafür gesorgt haben, dass sich die Menschen, Tiere und Pflanzen negativ verändert haben.  Aber vielleicht hat diese negative Beeinflussung nicht mit diesen beiden Akten geendet, sondern setzt sich noch bis in unsere heutige Zeit fort. In dem Forschungszentrum der „Spirituell Sciene Research Foundation“ hat man festgestellt, dass Spinnen, Fliegen und andere Insekten sterben, wenn sie in das Zimmer des Dr. Athavale gelangen, dem ein hohes spirituelles Niveau zugesprochen wird (https://www.spiritualresearchfoundation.org/de/spirituelle-forschung/spirituelle-phaenomene/fliegen-insekten-sterben-im-spirituellen-forschungszentrum/). Man geht nach den Forschungen dieser Vereinigung davon aus, dass es daran liegt, dass diese Spinnen und Insekten von negativen Kräften gesteuert werden und in „heiligen“ Räumen ihre Macht verlieren, so dass dann diese Tieren sterben. Ansonsten hat man auch massiven Befall durch diese Gliederfüßler in Räumen von Menschen beobachtet, die dadurch unbewohnbar wurden. Und letztendlich ist es ja auch bezeichnend, dass sehr viele Infektionskrankheiten von Insekten, insbesondere von Fliegen, auf den Menschen übertragen werden. Nicht umsonst nennt man doch auch den Beelzebub als den „Herrn der Fliegen“. Ich kann mich auch gut an die Filmszene aus dem Film „Amityville Horror“  erinnern, in dem der Raum, der als Zentrum des Schreckens galt, voll von Fliegen war (https://www.youtube.com/watch?v=adFRKm9ezw4).  Walter Veith hatte in einem seiner Videos (https://www.youtube.com/watch?v=mBDyOAlGcNI&list=PLjfLxyxVTljFX0PxBAdaOspyxUxP6fUHu&index=1) auch ausgeführt, dass es für ihn nicht überraschend sei, dass die Tiere, die sich vegetarisch ernähren (z. B. ein Reh) von ästhetischen Standpunkt aus gesehen ansehnlicher sind als Tiere (z. B. Hyänen, Geier), die sich vorwiegend von Aas ernähren. Gemäß dem hermetischen Grundsatz der Entsprechung („wie oben so unten, wie innen so außen“) könnte sich bereits in der äußeren Form der innere Wert eines Lebewesens im spirituellen Sinne ausdrücken.

Die Natur ist also nur bedingt eine göttliche Kreation, weil sie durch negative Wesen aus dem Jenseits verfälscht und verdorben wurde und weiter verdorben wird. So könnte meine Schlussfolgerung lauten. Diese Auffassung wird auch annähernd in ähnlicher Weise von den Gnostikern vertreten, die sich außerhalb der christlichen Großkirche im römischen Kaiserreich entwickelt hatten und die Auffassung vertraten, dass unsere Welt von einem „niederen Gott“ (Demiurg) geschaffen wurde (https://de.wikipedia.org/wiki/Demiurg).

Sollten die Menschen sich also die Natur als Vorbild nehmen? Nein, denn in der Natur gilt nur das „Gesetz des Stärkeren“ und es gibt keine Gerechtigkeit. Der Löwe frisst z. B. Jungtiere, kranke und alte Tiere zuerst, weil sie eine leichtere Beute darstellen. Ist das fair? Nein, denn diese Tiere müssten doch gerade unter einem besonderen Schutz stehen, da sie doch schwächer als die anderen sind. Aber das Streben nach dem eigenen Überleben widersetzt sich jedem moralischen Anspruch, den wir hingegen als Menschen an unser Verhalten stellen. Der zivilisierte Mensch stellt Kinder, Kranke und Alte unter einen besonderen Schutz. Dieser Schutz dient nur bedingt dem eigenen Überleben, denn nur Kinder sichern die Zukunft der Gattung Mensch, nicht aber kranke und alte Menschen. Für jene zu sorgen und  sie zu pflegen, die krank, alt und schwach geworden sind,  dient nicht der Arterhaltung, sondern ist im Naturprozess eine „Energieverschwendung“, aber in moralischer Hinsicht ein Gewinn, denn der Mensch zeigt damit, dass er nicht nur ein Teil dieser Welt ist, sondern auch jener Welt, die auf ihn nach seinem Tod wartet (https://perikles.tv/index.php/leserbriefe/1283-das-materialistische-und-das-spirituelle-weltbild-und-die-folgen-fuer-die-politik). Das Motto kann also nicht lauten „ Zurück zur Natur“, wie das Jean-Jacques Rousseau (1712 – 1778) gefordert hatte, sondern die Natur muss überwunden werden, in dem die Menschen moralischen Gesetzen folgen, die nicht primär dem Überleben dienen, sondern der eigenen Vervollkommnung, um ein würdiger Teil des göttlichen Reiches werden zu können.

 

© Büren, 24.01.2020, Günther Birkenstock

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Die Bundesregierung überlegt, wie man Staatsdiener vor Hass besser schützen kann. Beklagt werden Hasstiraden im Internet, die zu tätlichen Attacken gegen Politiker führen kann, wie dies z. B. im Falle des getöteten Kommunalpolitikers Lübcke zeige (https://www.tagesschau.de/inland/staedtetag-hasskriminalitaet-103.html). Bei der Diskussion wird meistens aber nur von rechter Gewalt gesprochen, die sich vor allem gegen CDU-Politiker und andere Vertreter der etablierten Parteien richtet. Was aber ausgeklammert wird, ist die linke Gewalt gegen AfD-Mitglieder, die in der „veröffentlichten Meinung“ der Mainstream-Medien negiert wird, so als ob es diese gar nicht gäbe. Ein Kommentator („hwnw“) zu der Meldung der Tagesschau vom 22.01.2019, „Angriffe auf Politiker – was tun gegen den Hass?“, schreibt hierzu treffend: „Interessant ist die Tatsache – die hier nur so in einem Nebensatz erwähnt ist – dass Politiker der AfD weitaus häufiger betroffen sind als solche linksorientierter Parteien. Es gibt also nicht nur Gewalt von „rechts“, wie die Medien und ständig vermitteln wollen.“ Und der Kommentator „Chefee“ ergänzt noch: „Den einzigen Hass den ich täglich erlebe ist der gegen die AFD. Und auch die Medien sind hier täglich (und) mit dabei.“ (https://meta.tagesschau.de/id/144689/angriffe-auf-politiker-was-tun-gegen-den-hass)

Es ist deshalb bezeichnend, dass in dem „Neun-Punkte-Plan“ eines „Maßnahmenpakets zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität“ der Bundesregierung vom Herbst 2019 ausdrücklich nur von „Rechtsextremismus“ gesprochen wird, so als ob es den „Linksextremismus“ gar nicht gäbe (https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2019/massnahmenpaket-bekaempfung-rechts-und-hasskrim.pdf?__blob=publicationFile&v=5).  Was noch schlimmer ist: Es wird nicht reflektiert, ob es nicht auch berechtigte Gründe für diesen Hass gegen Politiker geben könnte. Mir scheint, dass hier eine Einseitigkeit in der Betrachtung an den Tag gelegt wird, die zeigt, dass inzwischen eine weit verbreitete Ignoranz gegenüber den Problemen der Bevölkerung von denen an den Tag gelegt wird, die politische Verantwortung tragen. Bezeichnend ist hierzu auch die Aussage der SPD-Politikerin „Elfie“ Hendrick, Schatzmeisterin der SPD Wurstmark: „Ich finde es auch nicht richtig, dass man da immer die Sorgen und Nöte der Bevölkerung ernst nehmen muss. Was haben die denn für ›Sorgen‹ und ›Nöte‹? […] Ich versteh‘ das nicht, ich kann das nicht verstehen.“ (https://www.deutschland-kurier.org/landtagswahl-brandenburg-spd-genossin-macht-sich-ueber-sorgen-der-menschen-lustig/) Wenn die zunehmende Gewalt gegen Staatsdiener beklagt wird, so ist das nur die halbe Wahrheit. Es gibt auch die Gewalt des Staates gegen seine Bürger. Diese ist nicht so leicht zu erkennen. Soziologen nennen die Gewalt, bei der Menschen gezwungen werden, unter fremdbestimmten Bedingungen zu leben, „strukturelle Gewalt“. Hierzu einige Beispiele:  Wenn man in unser Land täglich Menschen einreisen lässt, die dann uns aufgrund der eingeschleppten Kriminalität Probleme bereiten, die aber von den Politikern nicht ernst genommen wird (https://perikles.tv/index.php/leserbriefe/1136-werden-auslaender-in-deutschland-zu-unrecht-diskriminiert); wenn in einer Schule Schüler etwas lernen sollen, was sie überhaupt nicht interessiert und was ihnen in ihrem Leben auch nichts nützt, es aber gezwungenermaßen tun müssen; wenn Lehrer über das Schicksal von Schülern durch die Benotung von Leistungen entscheiden; wenn in Jobcentern gegen Menschen Sanktionen verhängt und ihnen Leistungen gekürzt werden, weil sie sich nicht so verhalten haben, wie es das Gesetz vorschreibt; wenn von den Menschen immer höhere Abgaben für eine zweifelhafte Politik abverlangt werden, die angeblich das Klima schützen sollen; wenn in der Nähe von Wohngebieten Windkrafträder aufgestellt werden, die gesundheitliche Probleme bereiten, die von den Politikern ignoriert werden (https://perikles.tv/index.php/natur-und-umwelt/952-windindustrie-die-zerstoerung-der-heimat-der-odenwald; https://perikles.tv/index.php/natur-und-umwelt/868-windkraftanlagen-fiktion-und-wirklichkeit); wenn für eine einseitige Berichterstattung in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten die Bürger Zwangsabgaben zahlen müssen („Rundfunk-Beitrag“), gegen die sich nicht wehren können, dann kann man auch von einer zunehmenden „strukturellen Gewalt“ des Staates gegenüber seinem Bürger gesprochen werden.  Was viele empört ist, dass mit zweierlei Maß gemessen wird: Was Politiker dürfen, ist dem Normalbürger nicht erlaubt, etwa das Vernichten von Beweismitteln, wie dies in der Affäre um die frühere Verteidigungsministerin der Fall ist, hätte sich ein normaler Zivilist nicht erlauben dürfen, ohne dabei nicht strafrechtliche Konsequenzen befürchten zu müssen.

Damit der Bürger sich gegen die Übergriffe des Staates zur Wehr setzen kann, ist ihm nur der „Rechtsweg“ offen, eine andere Abwehrmöglichkeit lässt der Staat aufgrund seines „Gewaltmonopols“ nicht zu – und das ist oft mühsam und langwierig. Ist es da nicht verständlich (was nicht heißt, dass es dadurch gerechtfertigt ist!), wenn z. B. ein Empfänger von ALG II schon mal im Jobcenter „ausrastet“, wenn mal wieder aus seiner Sicht ihn eine ungerechtfertigte Sanktion trifft und er nicht weiß, von was er dann seine Miete bezahlen soll? Oder wenn ein Schüler sich gegen den „Lehrkörper“ mal nicht sinnbildlich, sondern tatsächlich zur Wehr setzt, wenn aus seiner Sicht eine schlechte Zensur erteilt wurde? Diese strukturelle Gewalt ist fast allgegenwärtig, ohne dass diese direkt sichtbar ist – und das macht sie so gefährlich für die Bürger eines Staates, dessen Organe sich gegen die zu verbünden scheinen, für die sie eigentlich geschaffen wurden.

© Büren, 22.01.2020, Günther Birkenstock

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Regiert Geld die Welt? Ich habe mich lange im Feld der Menschen aufgehalten, die zu wenig davon haben, um zu lernen, dass ohne Geld das Leben eine Hölle sein kann: in der Schuldnerberatung. Bis in das Jahr 1987 reichen meine Erfahrungen zurück, als ich beim Roten Kreuz in Korbach meine Arbeit mit der Schuldnerberatung  begonnen und erst nach meinem Ausscheiden im Jahr 2016 beendet hatte. Ein Vierteljahrhundert hatte ich es also mit Menschen zu tun, die zu wenig von dem hatten, von dem man sagt, dass es die Welt regiert: das Geld. Ich möchte von Anfang betonen, dass es um die Herrschaft in dieser Welt geht, weil ich glaube, dass es nicht die einzige ist, in der wir leben (werden). Die Welt, in der wir gegenwärtig leben (müssen), ist tatsächlich vom Besitz dieses oft nur imaginär vorhandenen „Stoffes“ – der eigentlich gar keiner ist, sieht man von Münzen und Scheinen ab, die an sich völlig wertlos sind – abhängig. Und es scheint so zu sein, als ob sein Besitz das ultimative Ziel aller Menschen ist. Und diese werden immer jünger. „Zufällig“ stieß auf ein Video über die erfolgreichsten Jung-Unternehmer der Welt (https://www.youtube.com/watch?v=rDgeTwjqI5o), in dem noch minderjährige Jungen und ein Mädchen dargestellt werden, die mit ihren Ideen bereits in jungen Jahren buchstäblich Millionen verdienen, seien es Drohnen, die selbst gebaut werden und dann in einer selbst gegründeten Firma in eine größere Produktion gehen können oder Erfinder eines veganen Energieriegels der via moderne soziale Medien vermarktet wird oder die Entwicklung eines Apps für ein Handyspiel. Spitzenreiter der sechs vorgestellten Beispiele war ein Mädchen, das aus dem Kochbuch ihrer Oma eine Honiglimonade entwickelte, die mittlerweile im großen Stil vermarktet wird. Allen ist gemeinsam: eine gute Idee, daran glauben und überzeugt sein, dass sie gut ist und kein Zaudern, diese Idee dann auch zu vermarkten. Dass in diesem Film keine Minderjährigen aus Deutschland vorkamen, hatte sicher einen guten Grund, denn hier wären sicher gleich die Jugendämter und sonstige „schützende“ Ämter auf den Plan getreten, um das zu verhindern. Geld verdienen mit einer eigenen Geschäftsidee ist vielleicht durchaus löblich, ist doch da noch jemand unterwegs, der kreativ ist und letztendlich aus eigener Kraft zu Wohlstand kommt. Was aber angeblich nicht infrage gestellt werden darf ist, ob das Erreichen eines Reichtums irgendwie doch anrüchig sein könnte. Es sind also (moralische) Selbstzweifel fehl am Platze, wenn man zu Geld und damit Reichtum kommen will. Ich kann diesen Leuten keinen Vorwurf machen: Sie tun das, was in unserer Welt als oberstes Ziel angesehen wird, nämlich reich zu werden. Sie schaffen dadurch auch Arbeitsplätze und damit Verdienstmöglichkeiten für andere. Da kann ich noch halbwegs mitziehen. Aber was ist mit denen, die nicht durch eigene Hände Arbeit zu Reichtum gelangen. Reich zu werden ist nicht nur eine Frage der eigenen Bemühungen. Reichtum erwerben kann man auch durch Schenkung oder Erbschaft. Nach einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), veröffentlicht durch die Zeit online im Jahr 2016, kommen drei Viertel der Hochvermögenden (Haushalte mit mindestens einer Million Geldvermögen) in Deutschland im Alter von über 40 Jahren durch Schenkung und Erbschaft zu ihrem Vermögen. Nach den Gründen der Hochvermögenden gefragt gaben sie auch deshalb an, dass ihr Vermögen zu zwei Drittel aus Schenkungen und Erbschaften stammt. Frauen gaben an, dass sie ihren Reichtum zu einem Fünftel der Heirat zu verdanken haben (https://www.zeit.de/wirtschaft/2016-10/reichtum-deutschland-hochvermoegen-arbeit-schenkungen-erbschaften). Macht es diese Menschen glücklich, reich zu sein? Das kommt darauf an, wie man zu dem Reichtum gekommen ist. Forschungen auf diesem Gebiet sollen zu diesem Ergebnis gekommen sein: „Wenn Sie Ihr Geld ehrlich und gewissenhaft verdienen, macht es glücklich. Wer es jedoch mittels Ausbeutung, Manipulation, Lügen oder auf andere moralisch verwerfliche Art und Weise generiert, dessen Belohnungssystem reagiert auf das Geld weniger stark. Es macht ihn dementsprechend weniger glücklich“ (https://arbeits-abc.de/macht-geld-wirklich-gluecklich/). Also kommt es doch auf die hinter dem Vermögen stehende moralische Komponente an, wie man dazu gekommen ist. Die Frage ist aber, ob Reiche auch immer glücklich sein wollen und ob sie nicht andere Ziele haben. Ich glaube, dass ihr vorherrschendes Ziel ist, Macht zu haben und auch zu nutzen. Hans Jürgen Krysmanski (1935 – 2016), ehemaliger deutscher Soziologie-Professor und Autor des Buches „0,1 % – Das Imperium der Milliardäre“, sagte in einem Interview mit Marcus Glöckner vom Manager-Magazin 2012: „Geld ist Macht - so einfach ist das. Und Macht, die nicht kontrolliert wird, erzeugt Ohnmacht bei allen anderen. Und wir können alle sehen, dass Reichtum ab einer gewissen Höhe sich gar nicht mehr kontrollieren lässt. Er ist zu verzweigt, zu international, zu transnational angelegt. Insofern entsteht mit dem Superreichtum eine völlig losgelöste und zu allem fähige soziale Schicht im Zentrum der Gesellschaft, um die sich alles dreht. Hier lassen sich dann weitere Gruppen und Schichten benennen, welche der Geldmacht zuarbeiten oder von ihr abhängen. Der junge Marx schrieb einmal, wer reich ist, "kann sich die geistreichen Leute kaufen, und wer die Macht über die Geistreichen hat, ist der nicht geistreicher als der Geistreiche?"“ (https://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/a-860016.html). Aha, denke ich mir, da ist es doch kein Wunder, wenn der FC Bayern München so die Bundesliga beherrscht: Wenn man so viel Geld hat, wie dieser Club, dann kann man sich einfach die besten Spieler kaufen und dann eben alle anderen Mannschaften platt machen. Der Reichtum bestimmt somit auch den Erfolg im Leben. Wer kein Geld hat, ist somit auch mit weniger Chancen ausgestattet und kann deshalb in unserer Welt nicht so erfolgreich agieren. Deshalb sind auch die Kinder aus den höheren Schichten der Bevölkerung bei gleicher Begabung den anderen Kindern der so genannten „bildungsfernen Schichten“ in Sachen Bildungschancen immer überlegen. Und wenn die Schützlinge der Reichen mal nicht so begabt sind, dann kann man sich auch exzellente Nachhilfelehrer leisten und das Wiederholen von Klassen ist auch kein Problem, die Hauptsache ist, dass das Abitur gemacht wird. Geld bedeutet also in unserer Welt: Man hat bessere Bildungschancen, hat größeren Erfolg, kann sich mehr leisten, ohne ständig nachzurechnen, ob das Geld auch reicht und ist deshalb auch zufriedener. Wer arm ist, wird auch noch mit früherem Tod und mehr Krankheiten bestraft. Der SWR2 fasste in seiner Sendung vom 05.04.2017 die Gesundheitsberichtserstattung des Bundes so zusammen: „Wer weniger als 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens hat, der hat ein fast dreifach erhöhtes Sterbensrisiko. Konkret entscheidet ein Einkommensunterschied von monatlich 1300 Euro netto über zehn Lebensjahre. Die Chance, das 65. Lebensjahr zu erreichen, steigt mit wachsendem Einkommen. Wer eine geringere Schulbildung hat und wenig Geld verdient, der ist gesundheitlich in Gefahr. Das gilt für Männer noch stärker als für Frauen.“ (https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/armut-wie-soziale-unterschiede-die-gesundheit-bestimmen/-/id=660374/did=19088538/nid=660374/1weyy37/index.html). Klar: Wer weniger Geld hat, kann sich die etwas teureren und meistens auch besseren Nahrungsmittel nicht leisten. Wer reicht ist, ist aufgrund der besseren Bildung auch über gesundheitliche Fragen besser informiert und ist – und dies trifft vor allem für Männer zu – weniger gesundheitsbelastenden Tätigkeiten wie z. B. im Straßenbau oder in Fabriken ausgesetzt. Geld bewirkt also ein sorgenfreieres Leben und vor allem eines: Macht. Warum kommt mir dabei gerade Georg Soros in den Sinn? Ich glaube, dass er einer von den Männern ist, für die es wichtig ist, Geld so einzusetzen, dass man damit Macht ausüben kann. Georg Soros, ein Multimilliardär, der sein Vermögen nicht durch „eigene Hände Arbeit“ erworben hat, sondern durch Börsenspekulationen, was selbst der Faktenfinder der Tagesschau nicht leugnen kann (https://faktenfinder.tagesschau.de/ausland/george-soros-107~_origin-e84a96fc-fc98-4b3b-aec1-571d9efb946f.html) hat ein Teil seines Geldes in die von ihm gegründete „Open Society Foundations“ (https://www.opensocietyfoundations.org/newsroom/open-society-foundations-germany/de) gesteckt, von der man nachsagt, dass sie die Migrationsbewegung nach Europa unterstützt. Hierbei werden auch die so genannten Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO), die z. B. im Mittelmeer für die Rettung von Flüchtlingen aus Afrika verantwortlich sind, finanziell unterstützt (https://www.watergate.tv/das-spinnennetz-des-george-soros-fuer-grenzenlose-migration/). Ich will nicht weiter verfolgen, inwieweit nun dies der Wahrheit entspricht oder nicht. Mir geht es darum aufzuzeigen, dass Menschen wie Georg Soros, das Geld benutzen, um damit ihre Macht auszuspielen, die sie damit gewonnen haben. Der Youtuber „EyeSpy“, der mittels Kontrastverstärker und Spiegeltechnik (die rechte oder linke Gesichtshälfte wird „umgeklappt“, so dass dann ein neues Gesicht entsteht, deren beiden Hälften spiegelgleich übereinstimmen) arbeitet, hat das Gesicht von Georg Soros untersucht (https://www.youtube.com/watch?v=LeBhm_r7VMg). Hierbei wird dem Betrachter gezeigt, dass beim näheren Hinsehen der Feinstrukturen des Gesichts „dämonisch“ erscheinende Fratzen zu erkennen sind. Das kann natürliche Ursachen haben, eben als rein zufällig entstandene Strukturen, oder aber es kann auch mehr dahinter stecken. Hierzu fallen mir die hermetischen Gesetze ein. Ein Gesetz der Entsprechung lautet: „Wie innen, so außen, wie oben, so unten.“ Was also uns augenscheinlich in Erscheinung tritt, z. B. in einem Gesicht, spiegelt das wieder, was im Innersten – man würde es klassisch formulieren: in der Seele – vorhanden ist. Könnte es nicht vielleicht sein, dass es Menschen gibt, die für die materialistischen Angebote in unserer Welt: Reichtum, Macht, Ruhm (ich nenne sie mit der Kurzformel RMR-Angebot) einen dämonischen Pakt eingehen, also ihre „Seele verkaufen“? Thomas Feurer erzählt über einen solchen „Deal“, den er auf dem Kanal „ERF Mensch Gott“ der Interviewerin Sigrid Röseler schildert. Er berichtete, dass er bereits als 10-jähriger Junge Satan ein Opfer gebracht hatte, in dem er einen Vogel geköpft und Satan angerufen (https://www.youtube.com/watch?v=bTGH6WjW7YE) und darum gebeten hatte, ihm Macht und Anerkennung zu geben, wofür er versprach, ihm zu dienen. Von da an gelang ihm alles und er stieg in seinem Erwachsenenleben bis zum Leiter einer Abteilung für Elektrowerkzeuge auf. Obwohl er von der Materie keine Ahnung hatte, gelang ihm alles. Das ist sicher nicht das erste und letzte Mal, dass ein solcher Pakt geschlossen wurde. Der bekannteste Deal mit dem Teufel ist sicher der, den Faust in dem gleichnamigen Drama von Wolfgang von Goethe geschlossen hatte. Auch in dem „Bildnis des Dorian Gray“ von Oscar Wilde wird von so einem Handel erzählt, in dem der Pakt darin bestand, gegen „ewige Jugend“ die wahre Alterung des Dorian Gray in einem Bildnis festzuhalten, in dem sich auch alle Missetaten, die er beging, widerspiegelten. Gerade in der Unterhaltungsindustrie soll der Pakt mit dem Teufel (oder mit einem Dämon) durchaus üblich sein, um zu Ruhm zu gelangen, so etwa wie es auch Bob Dylan in dem Video „Der Pakt mit dem Teufel“ bestätigt, in dem er offen zugibt, dass er mit dem „Chief commander“ (Anführer dieses Welt und der, die wir nicht sehen können) ein Abkommen geschlossen habe (https://www.youtube.com/watch?v=tyLN7i4A6No). Auch Katy Perry gab offen zu, einen solchen Pakt mit dem Teufel geschlossen zu haben, um berühmt zu werden, noch dem sie zuvor noch als 15-jährige Sängerin vergeblich versucht hatte, erfolgreich eine Gospel-CD (!) herauszubringen (https://www.youtube.com/watch?v=tyLN7i4A6No&t=795s). Ebenso bestätigte in einem Interview Britney Speers, ihre Seele dem Teufel verkauft zu haben (https://www.youtube.com/watch?v=gA99ltD4CBg). Wer der Herr unserer Welt ist, geht aus der Versuchung von Jesus nach seinem 40-tätigen Fasten in der Wüste hervor. In dem dritten Angebot Satans zeigte dieser ihm die ganze Welt, die er bereit wäre, ihm zu geben, wenn er sich vor ihm niederwerfe und ihn anbete (Matthäus 4, 8-9). Es wundert also nicht, wenn die Versuchung, die sogar vor Jesus nicht halt gemacht hat, auch den Menschen nicht verborgen bleibt. Die RMR-Angebote werden uns ständig gemacht und sie sollen uns von dem „rechten Weg“ wegführen. Dieser rechte Weg ist der, den Jesus Christus so erklärt hat: „Trachtet erst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit, dann wird euch alles zufallen.“ (Matthäus 6,33). Nicht das Sichern der eigenen Existenz soll also das Ziel des Lebensweges sein, sondern das zu tun, was aufgrund der göttlichen Inspirationen uns als gerecht und für uns sinnvoll vorgegeben wird. Denn die irdische Existenz ist zeitlich beschränkt und der steht ein ewiges Sein im Reich Gottes gegenüber. Nur weil viele den Glauben an Gott verloren und sich auf die „Gegenseite“ begeben haben, werden sie von diesem rechten Weg abgehalten und meinen, dass die RMR-Angebote besser sind als die Forderung, ein gerechten Lebens zu führen, das mit dem Willen Gottes in Übereinstimmung gebracht wird.

© Büren, 21.01.2020, Günther Birkenstock

Als Leserbriefe gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht (unbedingt) die Meinung der Redaktion wider, sondern stellen die subjektive Meinung des Einsenders dar.

 

Weltbilder oder Weltanschauungen sind grundlegende Vorstellungen von der Welt, wie sie „von Anfang an“ gedacht waren und sind. Man könnte auch sagen: Sie sind Annahmen über das Vorhandensein von Grundvoraussetzungen über alles was ist, die unabhängig vom aktuellen Wissensstand a priori bestehen. Ich möchte grob zwei grundlegend voneinander unterschiedene Grundauffassungen darstellen, wobei diese auf Annahmen und nicht Beweisen beruhen, die auch deutlich machen, in welchem Dilemma wir stecken: Dieses Dilemma besteht darin, dass wir ein hohes Bedürfnis nach dem richtigen Weltverständnis haben, gleichzeitig aber mit unseren begrenzten Möglichkeiten der Welterkenntnis zu kämpfen haben. Oder anders ausgedrückt: Wir möchten eigentlich gerne wissen, was dieser Welt zugrunde liegt, weil daran auch im Wesentlichen die Sinnfrage hängt, gleichzeitig aber müssen wir uns immer mit Teilwissen oder Teilerkenntnissen begnügen, die wir dann bruchstückhaft zusammensetzen. Ich nenne dies das „Bedeutungs-Unsicherheits-Paradoxon“. Je bedeutender die Weltanschauungsfragen sind, desto unsicherer werden die Aussagen und umgekehrt, je trivialer sie sind desto sicherer sind hierzu Aussagen zu treffen.

Sachverhalt, Gegenstand komplex oder abstrakt

Hohe Relevanz für das Leben

Hoher Schwierigkeitsgrad der Überprüfbarkeit

Sachverhalt, Gegenstand einfach und anschaulich

geringe Relevanz für das Leben

Geringer Schwierigkeitsgrad der Überprüfbarkeit

 

Es gibt sehr viele verschiedene Weltbilder, die von Anfang an bestanden und sich weiter entwickelt haben. In der Regel kann man davon ausgehen, dass alle früheren Weltanschauungen naturnäher und von der Unmittelbarkeit der eigenen Erfahrungen geprägt waren, wie dies z. B. bei den Naturreligionen der Fall war: Hier wohnten die „Götter“ in der Natur selbst und bewirkten ihre Daseinsweise. Je weiter sich aber die Menschheit entwickelt hatte, desto mehr wurden sie immer abstrakter und entfernten sich auch weiter von der Natur weg, so wie der Mensch sich auch immer weiter von der Beherrschung durch natürliche Abläufe entfernt hatte und er dadurch autonomer wurde. Wenn man alle Weltbilder zusammennimmt und miteinander vergleichen würde, könnte man sie zu zwei sich konträr gegenüber stehenden Weltanschauungen zusammenziehen: Das spirituelle und ein materielles Weltbild. Das Wort spirituell ist deshalb gewählt, weil es im deutschen Sprachraum hierfür keine Bezeichnung gibt, die aber im englischen Sprachgebrauch vorzufinden ist, wobei mit „spirit“ eine über die reine sinnliche Wahrnehmung hinausgehende Dimension des Geistigen bezeichnet wird, die sich vom „mind“ unterscheidet, mit dem eher Erkennung- und Denkprozesse assoziiert sind. Wenn also vom Spirituellen gesprochen wird, dann gilt das im Sinne des im englischen Sprachgebrauch gemeinten nicht-materiellen, überirdisch Geistigen.

Hier nun eine tabellarische Übersicht der konträren Weltbilder:

materialistisches Weltbild

spirituelles Weltbild

Die Materie ist die Grundlage des Geistigen/Seelischen.

Das Geistige ist die Grundlage des sichtbaren Stoffes.

Es gibt keinen Schöpfer, alles hat sich "aus dem Nichts" von selbst entwickelt (Urknalltheorie, Selbstorganisation).

Es gibt einen Schöpfer (Gott), der entweder alles auf einmal geschaffen hat (Kreationisten) oder es allmählich evolutiv (intelligentes Design) entstehen lässt.

Das "Niedere" (Mineralien, Einzeller) hat zuerst existiert, alles "Höhere" (auch Menschen) hat sich daraus entwickelt.

Das "Höhere" (Gott, Geistwesen) existierte zuerst, es fanden Inkarnationen in der sichtbaren Welt statt ("Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt", Joh. 1,14).

Der Mensch ist ein "evolviertes Tier", er hat keine Sonderrolle.

Der Mensch wurde nach "dem Bilde Gottes" gemacht, Mose 1,27.

Alles was (durch Evolution) entstanden ist, entstand zufällig ohne Ziel und Sinn. Richard Dawkins: "In einem Universum mit blinden physikalischen Kräften… werden manche Menschen verletzt, andere haben Glück, und wird darin weder Sinn und Verstand noch irgendeine Gerechtigkeit finden. Das Universum, das wir beobachten, hat genau die Eigenschaften, mit denen man rechnet, wenn dahinter kein Plan, keine Absicht, kein Gut oder Böse steht, nichts außer blinder, erbarmungsloser Gleichgültigkeit" (Und es entsprang ein Fluss in Eden, S. 151).

Alles, was entstanden ist, ist planmäßig entstanden und entwickelt sich auf ein Ziel (Gott) hin; seine Sinngebung stammt auch daher (der absolute Sinn wird durch die Existenz Gottes begründet, alles Geschaffene bezieht seine relative Sinngebung aus dieser Quelle. Vaterunser: "Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden").

Es gibt kein Jenseits mit "übernatürlichen" Kräften, es hat alles, was geschieht, eine natürliche Ursache. Wir verstehen aber noch nicht alles, aber alles ist potenziell erklärbar, irgendwann wird die Naturwissenschaften es erklären können.

Es gibt eine sichtbare (mit unseren Sinnen), erfahrbare Welt und eine nicht sichtbare Welt. Diese für uns z. Z. nicht erfahrbare Welt wirkt in unsere Welt hinein durch jenseitige Wesen (Gott, Engel, Dämonen, Verstorbene): Wunder, Schicksal (Prädestination), Inspiration, Besessenheit.

Es gibt kein Leben vor der Geburt und nach dem Tod, wenn der Körper eines Individuums stirbt, stirbt damit auch das Seelisch/Geistige. Der Mensch kommt "aus dem Nichts" und geht wieder "in das Nichts" (Nihilismus).

Leben ist ewig: Es gibt es ein Leben vor der Geburt und nach dem Tod mit immer wiederkehrenden Inkarnationen (Reinkarnationslehre) oder: Es gibt zwar keine Präexistenz der Seele, aber ein Leben nach dem Tod in der jenseitigen Welt, das ewig währt (monotheistische Religionen) 

 

Das materielle Weltbild, das in unserer Zeit das naturwissenschaftliche Denken stark beeinflusst hat, geht von folgenden Grundannahmen aus: Alles, was wir an psychischen oder geistigen Prozessen sowohl beim Menschen als auch in der Natur beobachten können, hängt von einer materiellen, d. h. stofflichen Grundlage ab. Während ich also z. B. diese Sätze denke und gleichzeitig niederschreibe, ist das das Ergebnis der Tätigkeit des Gehirns. Ohne dieses Gehirn wären also diese Abläufe nicht möglich, das Gehirn ist somit die absolute Grundlage mentaler Vorgänge. Die logische Folge ist, dass diese mentalen Prozesse enden, sobald das Gehirn seine Tätigkeit einstellt. Dies ist spätestens mit dem Tod der Fall. Für einen materiell denkenden Menschen gibt es also jenseits des Todes keine mentalen Aktivitäten, sie enden mit der Vollendung des Sterbeprozesses durch den biologischen Tod. Wenn dieses materielle Weltbild angewandt wird, heißt dies konkret: Es gibt kein Leben vor der Geburt – jedes Individuum entsteht einfach mit der Befruchtung einer Eizelle durch einen Samenzelle, wenn man es jetzt auf die geschlechtliche Vermehrung bezieht – und auch keines nach dem Tod. Das Individuum existiert also nur einmal und kommt nicht wieder. Das gilt für den Menschen, aber auch für Tiere, allemal die Säugetiere, zu denen der Mensch rein biologisch gerechnet wird. Aber auch einzelne Pflanzen haben nur ein durch Zeitablauf  begrenztes Dasein. Der Baum z.  B. beginnt sein Leben mit dem Einpflanzen eines Samenkorns in der Erde. Er wächst heran, stirbt irgendwann, zerfällt wieder in seine Einzelteile und wird somit wieder zur Nahrung für andere Organismen. Der materialistisch denkende Mensch ist also der Auffassung, dass alles was existiert, nur als Einzelereignisse im kosmischen Geschehen angesehen werden können. Jedes Individuum kämpft in der für ihn bestehenden Welt den paradoxen Kampf ums Überleben, so wie dies die Evolutionisten behaupten, der aber deshalb als paradox bezeichnet werden kann, weil er nicht zu gewinnen ist, denn der Tod ist schon bei der Geburt der ständige Begleiter des Lebens. Wir und alle Kreaturen der Welt können diesen Kampf nie gewinnen, obwohl wir jeden Tag so tun, als wäre dieser Kampf lohnens- und erstrebenswert. Dies trifft aber nicht nur auf die Individuen der Welt zu, sondern betrifft den gesamten Kosmos. Er ist nach der „Urknalltheorie“ irgendwann „von selbst“ entstanden, wird aber auch irgendwann auch wieder vergehen, entweder, in dem alle Energievorräte des Weltalls sich verbraucht haben, oder alles in einem gigantischen „schwarzen Loch“ verschwindet. Für Materialisten gibt es keine „paranormalen“ Vorgänge wie Spuk, Geister, Engel oder Dämonen, geschweige denn einen Gott. Alles existiert in seiner Totalität nur auf der materiellen Grundlage der Aktivität von Atomen. Wie kann aber dieses Leben dann sinnvoll sein? Es hat keinen absoluten Sinn, würde ein Materialist sagen, außer dem, den wir selbst diesem Leben verleihen. Wir sind dann diejenigen, die den Sinn des Lebens selbst definieren müssen. Es gibt für ihn auch kein Schicksal, keine Vorherbestimmung, keine mystischen Begebenheiten, sondern alles ist eine Reihe von Zufällen, denen wir nur aufgrund unserer Gedanken eine Bedeutung geben. Es gibt keine geheimen oder geheimnisvollen hinter den Geschehnissen in der Welt gelegenen Ursachen. Wir sind nur Spielball eines eher erbarmungslosen Geschehens, dem wir nur versuchen können, unsere eigenen Bemühungen entgegenzusetzen, uns in diesem Spiel einzubringen, um es nach unseren Vorstellungen zu beeinflussen.

Das spirituelle Weltbild ist dem materialistischen entgegengesetzt. Hier ist alles was existiert das Ergebnis des Geistes. Das Geistige ist also der Grund dafür, dass überhaupt etwas vorhanden ist (erstes Gesetz der „hermetischen Gesetze“). Der Gedanke, der in meinem Gehirn entsteht, wenn ich diese Sätze formuliere und niederschreibe, setzt nur das Gehirn in Bewegung, damit die mentalen Prozesse in Gang kommen und diese dann zu beobachtbaren Worten und Sätzen führen, die dann zu Papier gebracht werden. Das Gehirn ist gleichsam nur das Werkzeug des Geistes, vergleichbar mit einem Computer, der vom User benutzt wird. Das Gehirn erzeugt keine eigenen Gedanken, so wie ein Computer nur elektronische Aktionen im Wechsel von Nullen und Einsen kennt, sondern ist auf den „Input“ angewiesen wie bei einem Computer, an dem der Benutzer sitzt und durch seine Eingaben diesen zur Tätigkeit animiert. Der spirituell denkende Mensch geht sogar noch über diese Vorstellung hinaus, indem er annimmt, dass noch nicht einmal das Gehirn notwendig ist, um geistige Prozesse in Gang zu bringen. Es ist ein nützliches Instrument, um in unserer stofflichen Welt agieren zu können. Befindet sich der Geist nicht mehr in der für uns wahrnehmbaren Welt – z. B. während einer „Astralreise“ oder spätestens nach dem Tod – dann agiert er auch nicht mehr in ihr, sondern befindet sich in einer Art „geistigen Welt“. Diese geistige Welt ist die wahre Heimat des Geistes, in die jeder nach seinem irdischen Tod zurückkehrt. Diese Formulierung gebrauchen auch viele Menschen, die so genannte „Nahtoderfahrungen“ gemacht haben, die nach einem „außerkörperlichen Ereignis“ den Kontakt zu dieser jenseitigen Welt herstellen, aber dann wieder in ihren physischen Körper zurückkehren. Sterben ist für einen spirituellen Menschen also nur eine Art „Dimensionswechsel“, bei dem die irdischen Gefilde verlassen werden. Das jeweilige individuelle Leben ist nicht nur ein zufälliges Ereignis in einem Kosmos, sondern eingebettet in einen sinnvollen Gesamtzusammenhang. Für einen spirituell denkenden Menschen ist also die Art und Weise, wie sich sein Leben gestaltet, in welche Lebenssituationen er gerät, welchen Menschen er begegnet, welche Möglichkeiten sich ihm bieten aufgrund seiner individuellen Begabungen und Lebensumstände, nicht eine zufällige Kombination von  Gegebenheiten  biologischer Art oder gesellschaftlicher Konstellationen. Für ihn stellen sich diese als durchaus gewählte Herausforderungen dar, die er nach einem ihm in der Regel nicht bewussten „Lebensplan“ so ausgewählt hat. Dieser Plan soll bereits vor dem Leben festgelegt worden sein in Absprache mit anderen „Seelengeschwistern“ in der geistigen Welt. Da für ihn das materiell wahrnehmbare Weltall nur eine Facette der Gesamtwirklichkeit darstellt, dessen Existenz oder Nichtexistenz für das geistige Leben unerheblich ist, macht er sich auch keine Gedanken darüber, was aus diesem Kosmos einmal werden wird, weil die „ewige Existenz“ nicht stofflicher Art ist. Die Sinnhaftigkeit allen Seins steht für ihn außerhalb des sichtbaren Weltgeschehens, das für ihn nur eine Bühne ist, auf der sich das abspielt, was im geistigen Reich geplant, gedacht und angestoßen oder irgendwie in Gang gesetzt wurde. Die wahren Akteure dieses Weltgeschehens stehen also für ihn hinter der Bühne. Sie sind gleichsam die Drehbuchautoren, die die Stücke geschrieben haben. Für ihn sind wir nur die Schauspieler, die versuchen, die Rollen „gut zu spielen“, die vorgeschrieben wurden. Alles was existiert, sei es auf der unteren Ebene unserer stofflichen Welt (Mineralien, Pflanzen) oder auf der höheren Ebene (Säugetiere, Menschen – vielleicht auch außerirdische Daseinsformen) hat seine essentielle Verankerung in der geistigen Welt, aus der alles hervorgegangen ist. Dort gibt es auch – wie in der stofflichen Welt – weiter entwickelte Wesen oder aber auch solche, die „zurückgeblieben“ sind. Diejenigen der spirituell eingestellten Menschen, die an einen „Weltschöpfer“ – in den meisten Fällen Gott genannt – glauben, sehen ihn als den Urheber und das Ziel allen physischen und nicht-physischen Seins. Dieser hat nach ihrer Auffassung die Regeln geschaffen, nach denen die geistige und stoffliche Welt funktionieren soll und denen sich keiner entziehen kann. Wer dies dennoch tut, gilt als zu den „abgefallenen Wesen“ (Teufel, Satan, Dämonen in der christlich-jüdischen Tradition – in der islamischen Welt Djnn genannt) zugehörig, die versuchen, die Menschen zum Negativen hin zu verführen.

Wenn wir uns die Welt von heute ansehen, werden wir feststellen müssen, dass sie vom materialistischen Weltbild geprägt ist. Vor allem in der Politik macht es sich  bemerkbar. Die Merkmale einer Politik, die auf dieser Weltanschauung aufbaut, könnte man folgendermaßen charakterisieren:

  • Eigenliebe: Es dominiert die auf den eigenen Vorteil bedachte Vorgehensweise. Die dem Gemeinwohl dienende Politik gibt es nur in „Sonntagsreden“. Wenn es aber darum geht, „die eigene Haut zu retten“, hat das Gemeinwohl hinten anzustehen.
  • Kurzatmigkeit: Da das eigene Leben ja als eine relativ kurzfristige Episode in der Geschichte angesehen wird, bleiben langfristige Zielsetzungen aus. Nur das was heute und vielleicht noch morgen nützt, ist wichtig.
  • Perspektivlosigkeit: Der Kurzatmigkeit folgt die von einer Planlosigkeit geprägte Alltagspolitik. Weil die langfristigen Ziele fehlen und eine auf ein „Gottvertrauen“ gerichtete Sicherheit fehlt, gibt es keine Weitsicht in der Planung.
  • Scheinaktionismus: Man täuscht durch eine Regsamkeit in der Beschäftigung im politischen Alltag ein wirklich planvolles Verhalten vor. Es soll in der Öffentlichkeit der Eindruck erscheinen, man hätte alles im Griff, sei durch eigene Aktionen Herr der Lage. Das Gegenteil ist oft der Fall.
  • Führungslosigkeit: Weil es an klaren Zielen und eindeutigen, auf festen Fundamenten stützende Planungen mangelt, entsteht ein Vakuum der Führungslosigkeit. Das Gemeinwesen gleicht einem Schiff, dessen Kapitän abhandengekommen ist oder das bei Anwesenheit eines Kapitäns, der aber unfähig ist, das Schiff in eine bestimmte Richtung zu lenken, in Seenot gerät.
  • Moralischer Verfall: Es gibt keine eindeutigen moralischen Überzeugungen mehr, nach denen gehandelt wird, sie sind austauschbar, wie die Hosenanzüge, die man täglich wechselt. Lügen, Vertuschung eigener Fehler und Verrat gehören zum politischen Alltagsgeschäft, um das eigene Überleben zu sichern.
  • Bedingungsloser Utilitarismus: Weil es kein moralisches Fundament mehr gibt, gelten nur noch Nützlichkeitsüberlegungen. Was vor allem dem eigenen Wohlergehen nützt, gilt als richtig.
  • Götzenreligionen: Weil ein ausreichendes Fundament eines unerschütterlichen Glaubens fehlt, stürzt man sich auf scheinreligiöse Vorbilder und Überzeugungen. Neue Glaubenssysteme treten an die Stellen traditioneller religiöser Überzeugungen. Der „Glaube an den Klimawandel“ und seine Protagonisten ist ein typisches Beispiel dieser Entwicklung.
  • Politik gegen das eigene Volk: Den modernen Götzen zu huldigen ist wichtiger als dem Wohl des eigenen Volkes zu dienen. Für sie werden die Menschen geopfert fast so wie früher, als Menschen noch für „die Götter“ getötet wurden. Nur werden heute die Menschenopfer nicht mehr als solche erkannt. Dass z. B. dem „Klimagötzen“ heute menschliche Existenzen durch Vernichtung von entstandenen Strukturen in der Wirtschaft, die den Menschen bisher genutzt haben, geopfert werden, ist ein beredtes Beispiel dieses modernen „Götzendienstes“.    

Der „Kampf der Welten“ besteht also im Kampf zwischen konträr sich gegenseitig ausschließenden Weltanschauungen, die a priori (also bereits vor der Interpretation der Welt stehend) miteinander in Konkurrenz stehen. Ich habe mich für das spirituelle Weltbild entschieden, da es für mich nicht nur tröstlicher ist als das materielle, sondern auch stimmiger und schlüssiger erscheint. Das Weltbild entscheidet aber für mich nicht nur darüber, wie ich die Welt interpretiere, sondern wie ich in ihr agiere, also auch insbesondere über meine eigenen moralischen Grundsätze, nach denen ich versuche zu handeln. Mir erscheint der heute weit verbreitete Egoismus auf der Basis eines materiellen Weltbildes logischer begründbar als auf der Grundlage einer spirituellen Weltanschauung. Denn wenn das Leben wirklich nur ein einzelnes Ereignis in einer an sich nicht sinnvollen Welt ist, macht es auch keinen Sinn, sich nach „höheren moralischen Grundsätzen“ zu richten, sondern es ist dann folgerichtig, vornehmlich für die kurze Zeit der eigenen  Existenz nur um die besten Überlebenschancen zu kämpfen – auch wenn dieser Kampf nicht gewonnen werden kann. Deshalb ist die Verdrängung des Themas Tod die logische Denkweise eines Materialisten, der nicht an eine Weiterexistenz nach dem Tod glaubt. Da ich, der ich dem spirituellen Weltbild anhänge, an die Weiterexistenz glaube und auch daran, dass es nicht egal ist, nach welchen moralischen Grundsätzen ich gelebt habe, bin ich auch eher bereit, die nicht angenehmen Seiten einer irdischen Existenz zu akzeptieren in der Hoffnung, dass die Sinnhaftigkeit allen Seins dieser Welt vorausgeht und diese letztendlich bestimmt.

©Büren, 16.01.2020, Günther Birkenstock

Als Leserbriefe gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht (unbedingt) die Meinung der Redaktion wider, sondern stellen die subjektive Meinung des Einsenders dar.

 

Kabarett war schon immer politisch links angesiedelt. Das war in der konservativen Ära der BRD unter Adenauer, Kiesinger, Erhard und Kohl nachvollziehbar. Eine Änderung der politischen Verhältnisse in der Kanzlerschaft unter Angela Merkel hätte eine Änderung in der  Ausrichtung des politischen Kabaretts bewirken müssen, denn die CDU hatte unter ihrer Führung einen „Linksschwenk“ vollzogen und viele konservative Positionen  aufgegeben. Wenn  politisches Kabarett eine Korrekturfunktion haben soll, dann müsste es eigentlich diesen Wandel kritisieren und eine kritische Einstellung gegenüber dieser Politik einnehmen. Dies ist aber nicht der Fall. Im Gegenteil, es wird die gegenwärtig pseudo-linke Politik nicht aufs Korn genommen und stattdessen die politischen Kräfte kritisiert, die weiterhin konservative Positionen vertreten. Ich nenne die gegenwärtige Politik deshalb „pseudo-links“, weil sie nur vordergründig  die für die politische Linke entsprechenden Positionen vertritt, aber in Wirklichkeit eine systemkonforme Politik vornimmt, die auf den Erhalt vieler Privilegien der so genannten Elite abzielt. Deshalb stammen viele Wähler nicht mehr aus der Arbeiterschaft, sondern aus der bürgerlichen Mitte, die sich beruflich in gesicherten Positionen befinden und von der „Umverteilungsmaschine Staat“ durch eine oft kündigungssichere Anstellung im Beamten- oder Angestelltenverhältnis des öffentlichen Dienstes profitieren. Und für dieses saturierte Publikum haben die „Systemclowns“, die einen festen Stammplatz im öffentlich-rechtlichen Fernsehen haben, die Funktion, die Kritik am gegenwärtigen System nicht so weit zu treiben, dass ihnen dieser feste Sendeplatz genommen wird, sondern sehr systemkonform für gute Unterhalt zu sorgen. Der Rauswurf von Uwe Steimle aus dem MDR zeigt, was passiert, wenn die Nähe zwischen politischem System und öffentlich-rechtlichen Rundfunk aufgedeckt wird.

Mit welchen Merkmalen könnte man diese „Systemclowns“ beschreiben? Hier der Versuch, diese aufzulisten:

  • Zielscheiben des Spottes sind rechts: In kaum einer Sendung wird es versäumt, die AfD in die Nähe der Nazis zu stellen und ihre politischen Akteure mit Nazigrößen wie Adolf Hitler zu vergleichen. Auch die CSU wird gern kritisiert, wenn auch jetzt verhaltener, da  dort ebenso wie bei der CDU ein Linksruck zu beobachten ist.
  • Trump wird lächerlich gemacht: Donald Trump, der schon in den Nachrichtensendungen immer einseitig dargestellt wird, ist ebenfalls häufig Zielscheibe des Spotts. Er wird gern als einfältiger Idiot dargestellt, der possenreißerisch durch die Weltgeschichte twittert.
  • Putin und Assad sind Feinde der Freiheit: Auch der Präsident Russland, Wladimir Putin, ist immer wieder eine beliebte Zielscheibe, ebenso der Präsident von Syrien Baschar al-Assad. Sie stehen immer auf der Liste der Systemclowns, weil sie als Feinde der Freiheit gelten.
  • Keine Kritik an Linken oder Grünen: Über diese Parteien hängen die Systemclowns das kabarettistische Schweigen. Wenn Kritik geübt wird, dann nur sehr verhalten und mit einem freundlichen Augenzwinkern.
  • Keine Kritik an Migrationspolitik: Die Migration wird grundsätzlich befürwortet und als eine positive Sache dargestellt. Es handelt sich stets um „arme, verfolgte Flüchtlinge“, für die wir „Wohlstandsbürger“ verantwortlich sein sollen. Wenn Kritik geäußert wird, dann in die Richtung, dass die Vorbehalte in der Bevölkerung gegenüber einer Masseneinwanderung völlig irrational sind.
  • Keine Kritik an der Klimapolitik: Die gegenwärtigen Positionen der Politik, wonach der Klimawandel von Menschen durch erhöhten Kohlendioxid-Ausstoß verursacht wird und dieser Klimawandel schädlich ist, werden nicht in Frage gestellt. Die alternativen Energieerzeugungsformen werden als ausnahmslos gut befunden und die klassischen Energieträger wie Kohle und Uran werden verteufelt. So genannte „Aktivisten“ (z. B. die im Hambacher Forst), die sich gegen die konventionelle Energieerzeugung einsetzen, werden als Helden gefeiert.
  • Kaum Kritik an Merkel: Wurde Merkel noch vor 2015 oft scharf kritisiert, gilt sie nach der Grenzöffnung als eine, die sich auf die „richtige Seite“ gestellt hat.
  • Kapitalismuskritik: Der Kapitalismus gilt als ein ausbeuterisches System, das stets verteufelt wird. Es ist verantwortlich für Unterdrückung, Ausbeutung und grenzenloses Wachstum, das zum Weltuntergang führt. Die pikante Pointe dieser Kapitalismuskritik ist, dass sich die Systemclowns mit Sicherheit insofern selbst kapitalistisch verhalten, als ihre Spitzenvertreter sicher ganz gut leben können.
  • Kaum oder nur verhaltene Islamkritik: Die Kritik am Islam ist zurückhaltend – wohl auch aus Angst vor Repressalien. Lieber werden die Bürger lächerlich gemacht, die kopftuchtragende Frauen für unsere Kultur nicht als passend ansehen.
  • Verhaltene Kritik an den Kirchen: Auch machen die Systemclowns einen weiten Bogen um die Kirchen, lediglich der Missbrauchsskandal der katholischen Kirche kann mal Thema sein, aber die Pfründe der Amtskirchen mit den relativ hohen Gehältern für ihre Amtsträger findet keine Beachtung.
  • Klamauk ist wichtiger als essentielle Kritik: Der Stil der Systemclowns ist auf vordergründige Effekte ausgerichtet. Die Formulierungen müssen stets so sein, dass sie die Lacher auf ihre Seite ziehen – auch wenn dabei inhaltlich kaum etwas „rüber kommt“.

 

Die Pirols, Nuhrs und andere Protagonisten der kabarettistischen Unterhaltsszene liefern immer die Pointen, die ein konformgehendes Publikum gerne hören will.  Es findet gewissermaßen eine Symbiose zwischen Systemclowns und ihrem Publikum statt: Die Systemclowns liefern genau das, was das Publikum gerne hören will und das Publikum honoriert es mit entsprechenden Eintrittspreisen.

 

©Büren, 17.01.2020, Günther Birkenstock

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Wo dir Gottes Sonne zuerst schien, wo dir die Sterne des Himmels zuerst leuchteten, wo seine Blitze dir zuerst seine Allmacht offenbarten und seine Sturmwinde dir mit heiligen Schrecken durch die Seele brauseten, da ist deine Liebe, da ist dein Vaterland.


Wo das erste Menschenaug sich liebend über deine Wiege neigte, wo deine Mutter dich zuerst mit Freuden auf dem Schoße trug und dein Vater dir die Lehren der Weisheit ins Herz grub, da ist deine Liebe, da ist dein Vaterland.


Und seien es kahle Felsen und öde Inseln, und wohnte Armut und Mühe dort mit dir, du mußt das Land ewig liebhaben; denn du bist ein Mensch und sollst nicht vergessen, sondern behalten in deinem Herzen.

Ernst Moritz Arndt (1769 – 1860)

  • Vielen lautstarken Linksideologen, Globalisierungsfanatikern und One-World-Utopisten ist das Gefühl für derartige Zusammenhänge verloren gegangen;

in ihrem Bestreben, mal wieder einen universellen, `Neuen Menschen´ zu schaffen in einer nivellierten Welt mit universell austauschbaren Produkten, (DIN-)Normen, Werten und Menschen müssen sie natürlich derartige Gefühlsregungen, wies sie unser oben zitierter Dichter äußert, lächerlich machen und verunglimpfen…

Wir glauben aber, dass sich wahrer Respekt und wahre Menschenfreundlichkeit in der Akzeptanz und Erhaltung der Vielfalt menschlicher Kulturen und im gleichberechtigten Nebeneinander des Lebens der Völker zeigt.

© Siegdried Göbel, Studienrat

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Auf das Phänomen der Ich-Bezogenheit bin ich durch meine vielfältigen Erfahrungen in meinem Leben gestoßen, die mir deutlich gemacht haben: Die Menschen, die nicht primär an sich selbst denken, sind absolut in der Minderheit. Sie sind diejenigen, die in unserer Ich-Gesellschaft zu verschwinden drohen und die sich in einer Gesellschaft zunehmender Egozentrik wirksam zur Wehr setzen müssen. Eine gute Lektüre bietet dazu Uta Hess (https://www.amazon.de/Die-Ich-Gesellschaft-Uta-Hess/dp/3423361808). Nur macht sie in ihrem Buch den Fehler, die Egozentrik als die schlimmere Version der Ichbezogenheit darzustellen als die des bekannten Egoismus. Tatsache ist aber, dass nach meiner Auffassung die Ichbezogenheit mit der Egozentrik beginnt (was fälschlicherweise in der Psychoanalyse als „primärer Narzissmus“ bezeichnet wird). Sie ist gewissermaßen die erste Stufe der sich immer mehr ins Negative steigernden Abartigkeit der Selbstsucht. Kinder zeigen ein egozentrisches Verhalten von Geburt an: Sie sehen die Welt nur aus ihrem eigenen Blickwinkel, was sich darin ausdrückt, dass ihre eigene Bedürfnisbefriedigung immer in ihrem Mittelpunkt steht und sie durch Erziehung lernen müssen, dass diese nicht immer prompt und wie selbstverständlich erfolgt, sondern an ihre Grenzen stößt. Sie müssen etwas lernen, was als „Frustrationstoleranz“ bezeichnet wird, also die Fähigkeit, mit Enttäuschungen fertig zu werden, wenn die Wunscherfüllung nicht erwartungsgemäß erfolgt. Die Egozentrik drückt sich aber nicht nur in der Ungeduld in  Bezug auf die eigene Bedürfnisbefriedigung aus, was sich als in nicht oder nur gering ausgeprägter Impulskontrolle ausdrückt, sondern auch in der Unfähigkeit, die Emotionen des anderen zu verstehen. Das egozentrische Kind geht vermeintlich von der Tatsache aus, dass der andere sich genauso fühlen müsse wie es selbst. Wenn ein Kind im Spiel gegen einen anderen gewonnen hat, freut es sich, kann es aber nur schwer nachvollziehen, warum es dem anderen nicht genauso geht, der verloren hat und deshalb traurig ist. Wissenschaftler des Leipziger Max-Planck-Institutes haben herausgefunden, dass die Ausreifung einer bestimmten Hirnregion für die Fähigkeit verantwortlich ist, sich in die Lage eines anderen hineinzuversetzen: Supramarginale Gyrus in der rechten Hälfte des Gehirns (https://www.mpg.de/8221455/emotionale_egozentrik_kinder). Diese Hirnregion ist wesentlich an dem Geschehen beteiligt, das man allgemein mit Empathie bezeichnet, also der Fähigkeit, die Welt auch aus der Perspektive des anderen zu verstehen, und das nicht nur auf kognitiver Basis, sondern auch emotional.  Wenn jemand das nicht lernt, dann wird er zum unangenehmen Zeitgenossen des Egozentrikers, der die Welt als einen Discount-Laden ansieht, in dem er möglichst ohne viel zu bezahlen alle Wünsche erfüllt bekommt und der kein Mitleid mit denen empfindet, die ebenfalls durch diesen Discount-Laden gehen, aber nicht genügend Geld haben, um sich die Dinge zu leisten, die zur Bedürfnisbefriedigung notwendig sind. Wenn er dabei anderen Menschen in die Quere kommt, dann geschieht das allerdings unabsichtlich, aus Versehen. Weil er den Mitmenschen gar nicht erst richtig wahrnimmt, sind schädliche Verhaltensweisen, die zu Lasten anderer gehen, ihm gar nicht bewusst. Und da kommen wir schon bereits zum Hauptunterschied zum Egoisten. Der Egoist ist nicht nur egozentriert, sondern darüber hinaus sieht er den Mitmenschen im Kampf um die Ressourcen des Lebens als Konkurrenten an, den er nicht nur nicht beachtet, sondern eben als Mitstreiter sieht, den es auszuschalten gilt. Der Egoist ist eine Verschlimmerung der Ichbezogenheit insofern, als er nicht nur wie der Egozentriker die Welt nur mit den eigenen Augen sieht, sondern alle Mitstreiter als potentielle Feinde betrachtet, die es gilt auszustechen und aus dem Rennen heraus zu kicken, wie bei dem „Mensch-ärgere-nicht-Spiel.“ Der große Unterschied zum Egozentriker liegt also in der Intension des Egoisten, bei dem Daseinskampf die Schädigung des anderen nicht zu scheuen, sondern absichtlich herbeizuführen, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Bei dem Egozentriker geschieht die Schädigung des anderen unabsichtlich, weil er ihn gar nicht in seinem Blickwinkel hat. Die nächste Stufe der Verschlimmerung der Ichbezogenheit ist der Narzissmus. Der Narzisst ist nicht nur wie der Egozentriker ichbezogen und wie der Egoist darüber hinaus darauf aus, den Konkurrenten auszuschalten, sondern bei ihm geht die „Selbstverliebtheit“ so weit, dass er zu einer wirklichen Beziehung zu anderen Menschen gar nicht in der Lage ist. Er sieht die Mitmenschen nur als Erfüllungsgehilfen seiner Selbstbewunderung. Um dies zu verstehen, hilft der Blick in die griechische Mythologie: Dort ist Narziss ein Jüngling, der von seiner eigenen Schönheit so sehr beeindruckt war, dass er sowohl weibliche als auch männliche Verehrer verschmähte und sich schließlich in sein eigenes Spiegelbild verliebte (https://de.wikipedia.org/wiki/Narziss). Der Narzisst sieht also die Umwelt nur als einen Spiegel seiner Selbstherrlichkeit, in dem er sich selbst bewundern kann. Dabei kommt ergänzend hinzu, dass er extrem empfindlich ist. Er kann zwar sehr gut austeilen, aber er kann keine Kritik ertragen, weil er diese als eine „narzisstische Kränkung“ ansieht. Nach Reinhard Haller (https://www.youtube.com/watch?v=yd1VUdWEO5M) ist diese Empfindlichkeit eine der „fünf E´s“, mit der Narzissten beschrieben werden können: Egozentrik, Eigensucht, Empfindlichkeit, Empathiemangel und Entwertung. Die Selbstsucht des Narzissten geht also weiter als die des Egoisten, in dem der Narzisst nicht nur auf den Vorteil bedacht ist, sondern dass er mit einer hohen Empfindlichkeit gegenüber Kritik durch andere reagiert – gepaart mit der Unart des Nicht-vergessen-Könnens dieser Kränkung und des Sinnens auf Rache. Den anderen zu entwerten dient ihm zudem noch dazu, sich besser als andere zu fühlen. Da er sich nur um sich selbst kümmert, fehlt es ihm auch an Einfühlungsvermögen (Empathie). Auf der Stufenleiter der Verschlimmerung sind wir aber noch nicht angekommen. Denn die gipfelt in der der Psychopathie oder Soziopathie. Beide Formen der Ichbezogenheit bauen auf dem Narzissmus auf, aber sie gehen noch über diese hinaus, in dem sie mit ihrer Übersteigerung im Hinblick auf die Zerstörungskraft ihrer narzisstischen Selbstverliebtheit andere Menschen nicht nur als Konkurrenten versucht, aus dem Weg zu räumen, wie dies etwa der Egoist tut, sondern diese auch zu zerstören. Man könnte den Begriff der Psychopathie i. w. S. so verstehen, dass sie den Psychopathen i. e. S. und den des Soziopathen umfassen (https://de.sott.net/article/16719-Grundlegende-Unterschiede-zwischen-kriminellen-Soziopathen-und-Psychopathen)  Die Unterscheidung der verschiedenen Formen erscheint sinnvoll, was in der folgenden Tabelle deutlich werden soll

 

Unterschiede Psychopathen - Soziopathen

Psychopathen

Soziopathen

beherrscht, übt strukturelle Gewalt aus

leicht reizbar, tätliche Gewalt ausübend

eher gebildet

eher ungebildet

bindungsunfähig, 

bindungsfähig, aber nur so lange ihr Wille geschieht

geplante, gut durchdachte Verbrechen, beim Ausüben kaltblütig

begangene Verbrechen planlos, eher aus dem Affekt begangen

gute Impulskontrolle

mangelnde Impulskontrolle, jähzornig

keine emotionale Wärme empfindend und ausstrahlend, imitieren Gefühle

oft "heißblütig" und sehr emotional wirkend, aggressive Komponente überwiegt

Sozial angepasst, unauffällig

oft sozial unangepasst und auffällig

 

Soziopathen empfinden Vergnügen daran, andere Menschen zu quälen, zu foltern und zu vernichten. Sie fühlen sich als „Herren über Leben und Tod“ berufen, über die Lebensberechtigung anderer Menschen bestimmen zu können. Der Narzisst will andere nicht primär zerstören, er sieht die Mitmenschen nur als Marionetten, mit denen er gerne zu seinem Vergnügen spielt. Soziopathen empfinden dagegen Lust daran, diese Marionetten, nachdem sie mit ihnen gespielt haben, zu zerstören. Mit diesen Psychopathen haben es Gerichte zu tun, wenn diese Täter auch tatsächlich erwischt und verurteilt werden. Im Hinblick auf die Psychopathen sind sie dabei eher diejenigen, die dabei tätliche Gewalt ausüben. Sie finden Gefallen daran, wenn tatsächlich Blut fließt. Daran hat aber der Psychopath kein Gefallen. Er liebt die subtilere Art der Menschenbeherrschung und Vernichtung von anderen. Es ist ihm eher ekelhaft, wenn tatsächlich Blut fließt (https://www.youtube.com/watch?v=tpUB3LvM4Jo). Er liebt eher die feine Art der Manipulation, durch die er es schafft, seinen Willen durchzusetzen, wobei er sich gerne als Schachspieler sieht, der zu einem „Bauernopfer“ gerne bereit ist, wenn es ihm nützt. Ihm bedeuten die Leben anderer Menschen nichts. Er kann sie mit einem „Federstrich“ auslöschen, ohne dabei Gewissensbisse zu bekommen. Darin stimmen sie allerdings mit dem Soziopathen überein: Sie haben keine Skrupel, weil sie kein Gewissen haben. Sie glauben über dem Gesetz zu stehen und missachten diese Gesetze sowie die Rechte anderer. Klar ist danach, wo man Psychopathen am ehesten findet: In den Spitzen der Regierung, der Wirtschaft und anderen Organisationen, in denen die Beherrschung von Menschen ermöglicht wird. Es fallen jedem sicher spontan Personen des öffentlichen Lebens ein, auf die diese Beschreibungen passen. Sie gehören zu den „White-collar-crime-Tätern“. Die Soziopathen landen meistens eher, wenn sie gefasst werden, im Gefängnis oder in der gerichtlichen Psychiatrie; die Psychopathen werden schlimmstenfalls Führer von Staaten oder anderen Gemeinschaften.

Die Gründe, warum man unter Politikern häufig Narzissten und Psychopathen finden kann, liegen auf der Hand. Hier die hauptsächlichsten Gründe (https://cdn.website-editor.net/fe35026c78fc4ba9a5a55b7f2f4caf1a/files/uploaded/Warum%2520werden%2520wir%2520von%2520den%2520Falschen%2520regiert.pdf):

  • Rücksichtnahme und Einfühlungsvermögen sind für eine Karriere als Politiker nicht vorteilhaft. Auf dem Weg nach oben muss man Konkurrenten „ohne mit der Wimper zu zucken“ beiseite räumen können.
  • Sich richtig in Szene setzen, andere blenden, sind Merkmale des Psychopathen, der durch sein Imponiergehabe, wenn er ein Mann ist, auf Frauen anziehend wirkt.
  • Dort, wo andere sich zurückziehen, nachgeben, um mit anderen in Frieden zu leben, machen Politiker weiter, setzen ihre Interessen durch und geben nicht nach, weil ein Nachgeben eine Schwäche signalisiert, die sich ein Narzisst nicht leisten kann. Deshalb können sie auch keine Fehler zugeben, sind kritikresistent.
  • Narzissten brauchen die Bewunderung durch andere, deshalb ist der Beruf des Politikers ideal, auch wenn sie manchmal Kritik ernten (lässt man abperlen wie bei einer Teflonpfanne), erhalten sie öffentliche Aufmerksamkeit, was Labsal für ihre Seele ist.
  • Kein Gewissen zu haben – ein Merkmal des Psychopathen - (und damit keinen eigenen Prinzipien zu folgen) ist für einen Politiker vorteilhaft, weil er seine Meinung jederzeit ändern kann, um sich der jeweiligen herrschenden Meinung anzupassen, wenn dies dem eigenen Überleben dient. Er empfindet deshalb weder Schuldgefühle noch Scham, wenn durch seine Entscheidung andere Menschen leiden müssen, weil sie ihm egal sind.
  • Der Narzisst entwertet andere, macht sie nieder – eine ideale Voraussetzung um als Politiker aufzutreten, weil die Selbsterhöhung durch Erniedrigung des anderen zum Alltagsgeschäft gehört.
  • Politiker können mit dem Beruf nicht aufhören, denn dann entgeht ihnen die Aufmerksamkeit, die ihnen die Aufgabe als Politiker schenkt. Sie sind wie Drogensüchtige abhängig von der medialen Präsenz, fühlen sich schlecht, wenn sie nicht mehr interessant sind, inszenieren sich dann oft selbst, um ihr selbstsüchtiges Bedürfnis - Merkmal des Narzissten – zu befriedigen.
  • Täuschung und Verstellung in wahren Absichten – eine Strategie des Psychopathen – sind für Politiker vorteilhaft. Da den psychopathischen Politiker keine Gewissensbisse plagen, ist das Lügen und ein Betrügen für ihn kein Problem.

© Büren, 01.01.2020, Günther Birkenstock

 

Der Kassenbon, der jetzt bei jedem Kauf dem Kunden ausgehändigt werden soll, ist ein weiterer Hinweis darauf, auf welche Form des Gemeinwesens wir uns weiter entwickeln sollen: einen Überwachungsstaat, bei dem der Fiskus jederzeit das Recht sich herausnimmt, alle finanziellen Transaktionen kontrollieren zu können, damit ihm nur ja kein müder Cent an Steuern verloren geht. Das „Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen” (BGBl. I S. 3152) ist eine Konkretisierung des § 146a AO, die folgende Regelungen vorsieht: 1. Ab 2020 müssen alle elektronischen Aufzeichnungssysteme über eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung verfügen. 2. Über eine einheitliche digitale Schnittstelle muss jederzeit eine fehlerfreie Datenübermittlung von Grundaufzeichnungen an das Finanzamt möglich sein. 3. Alle Geschäftsvorfälle müssen mit Belegen nachgewiesen werden. 4. Alle elektronischen Kassen müssen bei dem Finanzamt gemeldet werden (https://www.orderbird.com/blog/kassensicherungsverordnung/). Nicht der an den Kunden ausgedruckte Kassenzettel ist der eigentliche Sinn der Verordnung, obwohl er bei Kunden und den Unternehmern für großen Ärger sorgt, sondern die direkte Vernetzung mit dem Finanzamt und die damit verbundene Kontrollmöglichkeit. Aber die Produktion des überflüssig empfundenen Kassenbons ist das als Schildbürgerstreich empfundene Ärgernis, weil dabei eine Unmenge unnötiges Papier gedruckt wird, was zusammengerechnet einem Papierstreifen von einer Länge von 2 Mio. km im Jahr entsprechen soll und auch nicht einfach in der Papiertonne entsorgt werden kann, weil die Beschichtung aus Thermopapier besteht (https://www.youtube.com/watch?v=ydWlIzSaNsI). Wenn es nicht so traurig wäre und auch wütend machte, wie der Staat seine Bürger mit immer mehr Bürokratie zu ersticken droht, könnte man tatsächlich darüber lachen.

© Büren, 05.01.2020, Günther Birkenstock  

 

Der Vorsitzende des Rats der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD), Heinrich Bedform-Strohm, hat nach eigenen Angaben zufolge konkrete Morddrohungen erhalten, nachdem bekannt wurde, dass er sich für ein eigenes Rettungsschiff der evangelischen Kirche zur Rettung von angeblichen „Flüchtlingen“ im Mittelmeer eingesetzt hatte. Dies sagte er in einem Interview gegenüber der Augsburger Allgemeinen (https://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Morddrohungen-gegen-Bischof-Bedford-Strohm-nach-Fluechtlingsschiff-Initiative-id56361621.html). Die Solidarisierung mit ihm in den Medien folgte prompt, die dies scharf verurteilten (https://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Nach-Morddrohungen-Politiker-solidarisieren-sich-mit-Bedford-Strohm-id56365451.html). Es steht sicher außer Frage, dass eine Morddrohung gegen einen Menschen kein erlaubtes Mittel der Meinungsäußerung sein kann, aber man wird doch die politische Agenda, die dem Vorhaben der evangelischen Kirche zugrunde liegt, hinterfragen dürfen, bei der die „Amtshoheit“ eines Bischofs ausgenutzt wird, um bestimmte Ziele durchzusetzen, die ein nicht unerheblicher Teil der gläubigen Christen nicht teilen: Die Rettung von so genannten Flüchtlingen im Mittelmeer. Sie ist eben keine christliche Wohltat, wie viele meinen (https://perikles.tv/index.php/leserbriefe/953-gruende-fuer-die-ablehnung-der-seenotrettung-auf-dem-mittelmeer). Der Ratsvorsitzende  wirkt dabei genauso abgehoben von seinem „Kirchenvolk“ wie viele politische Mandatsträger, die sich ebenfalls sehr weit vom „gemeinen Volk“ entfernt haben und die Probleme der Deutschen mit der ungeregelten Migration nicht verstehen wollen, weil dies nicht in ihr politisches Konzept passt. Er steht stellvertretend für eine zunehmende „Politisierung“ der Kirchen und zwar in eine „links-ideologische“ Richtung, die nichts mehr mit dem Auftrag der Kirche zur Verkündigung des Evangeliums zu tun hat, bei der der „Amtsbonus“ eines Bischofs genutzt wird, um die Kirche in dieser Richtung von innen heraus zu verändern. Die Kritik an Bedform-Strohm ist kaum in der veröffentlichten Meinung spürbar, wenn dann nur sehr vorsichtig, wie sie etwa vom scheidenden Regionalbischof des bayerischen Kirchenkreises Regensburg, Hans-Martin Weiss, formuliert wurde: „Aber wir wünschen uns, dass er da zurückhaltender agiert und seine moralische Autorität nicht so vor sich herträgt, wie das mittlerweile n der Öffentlichkeit berechtigterweise kritisch wahrgenommen wird." (https://www.meine-kirchenzeitung.de/c-aktuell/seenotrettung-kritik-an-bedford-strohm_a14251). Dr. Lothar Gassmann hatte bereits 1996 in seinen 95 Thesen (https://l-gassmann.de/95-thesen/) seine Kritik im Hinblick auf diese politische Ausrichtung an der evangelischen Amtskirche geäußert und festgestellt, dass diese auf kein Interesse gestoßen ist. Als Folge dieses Desinteresses an inneren Reformen ist er aus der Kirche ausgetreten. Er beklagt, dass die wichtigen Kirchenämter von den 68-Systemverändern besetzt wurden, um ihre eigene politische Agenda mit Hilfe der kirchlichen Ämter voranzutreiben (https://www.youtube.com/watch?v=EXxiD7wQyGM). Manch anderer Christ, der seinen Glauben noch ernst nehmen will, tritt wegen dieser Entwicklung – Beteiligung an Schlepperdiensten, Anbiederung an den Islam, Verharmlosen oder Verschweigen von Christenverfolgung im eigenen Land durch Muslime – ebenfalls aus der evangelischen Kirche aus (https://www.youtube.com/watch?v=6eas1nKPfeg), wie dies Lisa Licentia verkündet hat. Diese Entwicklung könnte sich noch fortsetzen und sogar beschleunigen.

© Büren, 05.01.2020, Günther Birkenstock

 

Selbstverständlich teilen auch wir die berechtigte Empörung über das menschenverachtende und asoziale Verhalten aller verantwortlich Beteiligten beim WDR und verurteilen dies schärfstens. 
Zu beachten ist allerdings, dass dies beileibe kein Einzelfall, sondern nur die Spitze des Eisberges an ähnlichen Machwerken darstellt, die oft sogar von Gewaltverherrlichung und/oder gar impliziten Gewaltaufrufen gegen die politische Opposition, die Polizei und andere staatstragende Institutionen begleitet werden, wie z.B. die hier nachfolgend angeführten Links belegen:
 
 
 
Es war und ist im Übrigen typisch für autokratische, sozialistische oder linksfaschistische Systeme - und deren Sympathisanten - die Gesellschaften, die sie kontrollieren wollen, maximal zu spalten und zu fragmentieren. Das natürlich gewachsene Vertrauen in den Keimzellen der Gesellschaft, also besonders in Ehe und Familie, wird zielgerichtet unterminiert: Mann gegen Frau, Alt gegen Jung oder eben Enkelgeneration gegen die Großeltern, Umweltaktivisten gegen `Ökosünder´ etc.etc. und so weiter und so fort .... auf diese Weise kann zielgerichteter, rechtsstaatlicher Widerstand gegen eine autokratische Regierung nur noch sehr schwer bis unmöglich organisiert werden.
 
Wir sollten uns also nicht allzu sehr aufregen - die Verantwortlichen für diese Skandale in Politik und Medien wollen uns gezielt provozieren. Dem begegnet man am besten mit größtmöglicher Ruhe - und effektiven, am besten juristischen Gegenmaßnahmen, soweit sie eben möglich sind. Bei den hier im Raume stehenden Verhaltensweisen gibt es sicher eine Menge Justiziables an Hass und Hetze; Klagen und Petitionen bieten sich also an - z.B. auf der Grundlage des Paragraphen 130 StGB (Volksverhetzung).
 
Ansonsten - locker bleiben, nicht die Ruhe und Energie der Weihnachtszeit rauben lassen....
 
© Siegfried Göbel, Studienrat

 

Das friedliche Fest für Hilfsbedürftige unterschiedlichster Nationalitäten, welches das Pfarramt Aue-Bad Schlema (Sachsen) wie immer an Weihnachten für die Ärmsten der Gesellschaft organisierte, endete blutig!

Der Gemeindemitarbeiter Mike W. (51) warf sich dazwischen als es zu einem handfesten Streit zwischen einer Gruppe junger arabischer Migranten und einem Iraner gekommen war, wobei einer aus der Gruppe ein Messer zog und Mike W. lebensgefährlich verletzt hat.

Zum Glück konnte der Gemeindehelfer durch eine Not-OP gerettet werden und ist nun wohl außer Lebensgefahr!

Doch ist dieser Fall exemplarisch für so viele tagtägliche Messerstechereien, die idR. wegen Nichtigkeiten passieren? Ist im Pfarramt christliche Nächstenliebe auf muslimischen Nächstenhass gestoßen und hat jede bunte Multikultiutopie je zum Platzen gebracht?

Man muss sich den Sachverhalt nur einordnen: Ein Pfarramt des Landes, das in den letzten vier Jahre Millionen von sogenannten Flüchtlingen aufgenommen hat, veranstaltet an Weihnachten, dem Fest der Nächstenliebe, aus Sicht der Christen ein Fest für Hilfsbedürftige. Viele sogenannte Flüchtlinge aus dem muslimischen Kulturkreis sind vor Ort, streiten sich um die Geschenke, anstatt dankbar zu sein und stechen den Gemeindehelfer, der in christlicher europäischer Manier die Streitparteien deeskalierend trennen will, nieder.

Ging es der Migrantengruppe wieder um die Ehre, die durch das Abstechen des Iraners wiederhergestellt worden wäre? Warum tritt man immer in Gruppen auf? Ist es eine sozialdarwinistische Machtdemonstration?

Solche Migranten, die hier nur Hass verbreiten und keine Hemmschwelle haben, jemanden wegen eines Streits um ein Geschenk, abzustechen oder weil Gott und der Prophet beleidigt wurde, haben hier in Deutschland nichts zu suchen. Auch diese Undankbarkeit dem Pfarramt uns seinen Mitarbeitern gegenüber spiegelt aus unserer Sicht die radikalmuslimische Kultur gut wider. Man will sich keine Schwäche eingestehen, man hat von Kindesbeinen gelernt der Krieger zu sein, doch jetzt soll man den "Ungläubigen" danken. Da zerfällt bei vielen das Weltbild, dass dann in skrupellosen Hass endet.

Viele große Politiker halten Multikulti für gescheitert. Doch es kann funktionieren, wie wir es im akademischen Umfeld immer wieder im positiven Sinne merken. Ergo: Multikulti funktioniert, wenn Menschen mit einem sehr ähnlichen Wertekanon aufeinandertreffen: Wer ethisches Denken in seiner Sozialisation vermittelt bekommen hat z.B. im Sinne vom humanistischen Denken, also dem respektvollen Umgang miteinander, ist fähig im multikulturellen Rahmen zu kommunizieren und seinen Weg in der Gesellschaft positiv zu gestalten.

Jeder kann das theoretisch lernen, doch wenn eben dieser philosophische Ansatz diametral zur radikal muslimischen Kampfeskultur steht - und einige Asylanten denken eben in einem solchen Koordinatensystem, das beweisen uns tagtägliche Messerstechereien - dann ist jegliche Integration in unsere westliche Kultur Fehl am Platze! Insofern wären dann Abschiebungen von solchen Asylanten, die auffällig sind, die Sprache nicht lernen wollen und auf diese Weise zu tickenden Zeitbomben werden, besser.

 

Textquelle: https://www.bild.de/regional/chemnitz/chemnitz-news/messerstecherei-in-aue-darum-eskalierte-der-zoff-im-pfarramt-66933334.bild.html (Online-Zugriff: 27.12.2019)

 

© Marvin Weber

 

Es gab noch Zeiten, da hatte ich Vorbilder, also Menschen, die mir durch ihren Charakter, ihr Wissen oder Können imponieren konnten. Dies kann in der kindlichen Naivität, an der jugendlichen Überschwänglichkeit oder allgemein an der zu oberflächlichen  Betrachtung der mir imponierenden Persönlichkeiten liegen. Einige dieser als Vorbild dargestellten Persönlichkeiten erweisen bei näherem Hinsehen leider gar nicht so vorbildlich (https://www.youtube.com/watch?v=QnSrmzxWF34, https://www.youtube.com/watch?v=cYqeQY1kAv0): Mahatma Gandhi hatte sich zwar für die Befreiung von der Herrschaft der Inder durch die Briten eingesetzt, aber er war Befürworter des unbarmherzigen Kastensystems des Hinduismus, das ihm zu Gute kam, denn er selbst entstammte einer hohen Kaste, was es ihm erlaubte, maßgeschneiderte Anzüge zu tragen, zu studieren und in Afrika für Reiche als Rechtsanwalt zu arbeiten. Nelson Mandela gilt als Befreier der unterdrückten schwarzen Bevölkerung durch die Weißen, wofür er 27 Jahre im Gefängnis gesessen hat. Tatsache ist aber, dass er als Anführer des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) und der Südafrikanischen Kommunistischen Partei (SACP) mitverantwortlich für viele Tote war, die durch von ihm angestiftete Terroranschläge verursacht wurden, so dass er schließlich wegen 156 Anschlägen eine so hohe Gefängnisstrafe erhielt, weswegen er in jedem anderen Land auch als Terrorist zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden wäre. Mutter Teresa gilt allgemein als eine Ikone der Barmherzigkeit, weil sie sich für arme Menschen eingesetzt hat, um ihnen ein friedliches Sterben zu ermöglichen. In Wahrheit hatte sie Menschen, was Ärzte nach  ihren Besuchen in Kalkutta berichteten, die notwendigen medizinischen Hilfen verweigert und insbesondere die Schmerzbehandlung abgelehnt, was sie damit begründete, dass der Mensch nur im Leid Gott näher kommen könne. Als sie selbst im hohen Alter schwer krank wurde, nahm sie aber die modernen medizinischen Behandlungsmöglichkeiten gerne in Anspruch. Barack Obama gilt als „Smartboy“ doch zu den erklärten Lieblingen der Deutschen, der sogar den Friedensnobelpreis erhielt. Keiner seiner Versprechen hatte er aber wahrgemacht, sondern die Kriegsschauplätze, an denen amerikanische Soldaten beteiligt waren, um viele Länder, wie z. B. in Pakistan, Uganda oder Somalia, erweitert und die Bombardierungen mit Drohnen in Afghanistan und Irak verschärft. Er war auch maßgeblich an dem Krieg gegen Syrien beteiligt. Auch der vom Westen so hoch gelobte Dalai Lama Tendzin Gyatsho, der auch als eine Ikone der „Heiligkeit“ gilt, ist auch nicht so vollkommen, wie manche denken (https://www.youtube.com/watch?v=SDuqayOx2Nw). Denn dieser Mann gehörte wie seine angeblichen Vorinkarnationen, zu einer gehobenen Priesterkaste in Tibet, die die Menschen als Leibeigene ausbeutete. Nun werden einige denken: Es gibt doch noch einen, zu dem man unbedingt aufschauen muss: Jesus Christus. Aber leider muss ich auch die enttäuschen. Ich war lange Zeit genau wie andere der Auffassung, dass Jesus Christus, der allgemein doch als „Gottes Sohn“ gilt, unfehlbar ist. Das dachte ich auch, bis ich auf eine Stelle im Matthäus-Evangelium gestoßen bin, bei der von einer „kanaanäischen Frau“ berichtet wird, die vergeblich Jesus hinterher lief und rief: „Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Meine Tochter wird von einem bösen Geist übel geplagt.“ (Matthäus 15, 22) Als Jesus diese Bitte ignorierte, bedrängten ihn seine Jünger, sich um sie zu kümmern, aber nicht etwa, um ihr zu helfen, sondern weil sie ihnen offensichtlich wegen ihres Geschreis lästig geworden war (Matthäus 15, 23). Schließlich antwortete Jesus doch noch und antwortete: „Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel“ (Matthäus 15, 24). Das heißt doch im Klartext, nur weil sie zu einem anderen Volksstamm gehörte, lehnte er es ab, sich mit ihr zu befassen. Wer denkt, dass es damit genug wäre, hat sich getäuscht, denn es kommt noch schlimmer. Als sie immer noch nicht abließ und sich sogar vor ihm niederwarf, antwortete er ihr: „Es ist nicht recht, dass man den Kindern ihr Brot nehme und werfe es vor die Hunde.“ (Matthäus 15, 25). Das ist doch starker Tobak! Sie blieb aber hartnäckig und entgegnete ihm, dass aber doch auch die Hunde den Brosamen, die vom Tisch des Herrn fallen, äßen. Erst nach dieser Entgegnung bescheinigte ihr Jesus, dass ihr Glaube groß sei und ihr deshalb geschehe wie sie wolle (Matthäus 15,28). Es wird zwar berichtet, dass die Tochter gesund wurde – aber unter welchen Bedingungen! Für dieses Verhalten bedarf es einer Erklärung – hier ein Versuch: Die Kanaaniter waren die Ureinwohner des „gelobten Landes“, das für die Israeliten Gott ausgesucht hatte. Deshalb hatte dieser Gott den Israeliten den Befehl gegeben, die Hetiter, Amoriter, Kanaaniter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter zu vernichten, um das Land zu erben, dass der Herr ihnen gegeben hat (5. Mose, 20, 17). Sie wurden von den Israeliten vertrieben und lebten dann nördlich der Israeliten, etwa im Gebiet des heutigen Jordanien (https://hpd.de/artikel/schicksal-kanaaniter-14663). Allerdings hatten sie eine weiter entwickelte Kultur, denn sie kannten schon ein Alphabet (https://www.wissenschaft.de/geschichte-archaeologie/den-geheimnisvollen-kanaanitern-auf-der-spur). Aber sie pflegten eine andere Religion, nämlich den Baal-Kult - den Kanaanitern wurde nachgesagt, dass sie heidnische Bräuche praktizierten, unsittlich lebten und kleine Kinder opferten (https://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/2010006) -, während die Israeliten dem JHWH-Kult anhingen (https://de.wikipedia.org/wiki/Kanaaniter). So, jetzt hätten wir die Lösung für die Schroffheit, mit der Jesus dieser Frau aus Kanaan begegnete: Es handelte sich um einen Volksstamm, der von den Israeliten vertrieben wurde und deshalb muss wohl eine Feindschaft bestanden haben zwischen beiden Völkern. Jesus entpuppte sich in dieser Szene eben nicht als der universelle Gottgesandte, sondern als einer, der sich nur für die Israeliten zuständig sah. Diese Behauptung wird nicht nur durch diese Bibelstelle gestützt, sondern auch dadurch, dass er seinen Jüngern den Auftrag erteilte, nur zu den „verlorenen Schafen des Hauses Israel“ zu gehen, um ihnen zu predigen, dass das Reich Gottes nahe sei, und nicht zu den Heiden, wozu  auch die Samariter gehörten (Matthäus 10, 5-6). Moment mal: Gibt es nicht das Gleichnis vom barmherzigen Samariter? Jesus hat sich wahrscheinlich gerade einen Mann der Samariter als Retter ausgedacht, weil auch diese mit den Israeliten zerstritten waren und es deshalb unwahrscheinlich war, dass ein solcher dem Fremden helfen würde. Dass Jesus sich selbst also nicht als ein universell an die Menschheit Gesandter verstand, kann also bejaht werden. Er war auch nicht vollkommen, was er von sich selbst nicht behauptet hatte. Im Gegenteil. Als ein reicher Mann ihn mit den Worten „guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben“ begegnete, entgegnete ihm Jesus recht barsch: „Was nennst du mich gut? Niemand ist gut, außer Gott allein.“ (Markus 10, 17-18). Vielleicht könnte die Einsicht, dass auch Jesus mangelhaft war, für viele ein Schock sein, die glaubten, dass er als zweite Person der Trinität unfehlbar wäre. Dann bliebe dann doch noch Gott allein übrig, der als unfehlbares, untadeliges Wesen ein Vorbild sein sollte. Dieser Gott, auf den sich Jesus immer bezog (von ihm „Abba“ genannt – ähnlich unserem deutschen Wort für Vater: Papa), entpuppt sich aber gar nicht so als vollkommen. Interessant ist der Bericht von dem Mord des Abel durch seinen Bruder Kain. Es wird meistens die Tatsache unterschlagen, dass das Opfer, das Kain Gott erbracht hatte, von diesem verworfen worden war. Der Grund war, dass Kain nur die Früchte des Feldes als Opfer darbrachte, Abel aber als Opfer „die Erstlinge seiner Herde und von ihnen ihr Fett“ (1. Mose 4, 4) darreichte. Dann soll es Gott also besser gefallen haben, dass Kain Tiere tötete, um sie als Opfer Gott darzubringen? Wohingegen soll die friedliche Ernte von Obst und Gemüse, dem kein Töten eines Tieres vorausging, Gott nicht gefallen haben? Die Wut, die Kain aufgrund dieser ungerechten Beurteilung auf seinen Bruder hatte, wäre dann auch Gott anzulasten. Aber es kommt noch schlimmer: Man erinnere sich, dass Gott selbst entweder selbst das Töten der Feinde seines „auserwählten Volkes“ vornahm oder dazu anstiftete. Er entpuppt sich also als „Kriegsgott“, der den Befehl gab, andere Völker zu vernichten! Und dieser Gott war nicht nur der Urheber für die Idee der Vernichtung des Volkes der Kanaaniter, sondern er hat auch andere Völker nicht gemocht und sie vernichtet und den Israeliten befohlen, ihnen gegenüber keine Gnade walten zu lassen (5. Mose 7, 1-2), auch die Ägypter hat er nicht verschont und ihnen zehn Plagen geschickt (2. Mose 7-11). Der Höhepunkt ist sicher die Sintflut, mit der er sogar die ganze Menschheit vernichtet hatte (außer Noah und seiner Familie), weil die Menschen, die er geschaffen hatte, aus seiner Sicht nur Böses im Sinne hatten (1. Mose 6, 5-7). Juristisch gesehen würde man heute so ein Verhalten als zu extrem verurteilen, weil die Vernichtung aller Menschen als eine unverhältnismäßige Maßnahme erscheint (können denn alle Menschen ausnahmslos böse gewesen sein?). Auch dieser Gott kann dann also kein Vorbild sein, denn er vernichtet diejenigen, die ihm nicht gefallen. Wie kann man da noch von einem barmherzigen Gott reden? Dieses Gottesbild entspricht dem der patriarchalischen Strukturen der antiken Völker zu Abrahams Zeit. Es ist mit ein Grund, warum ich den Monotheismus ablehne, weil er uns auf die falsche Fährt führt (https://www.guentherbirkenstock.de/monotheismus-gefaellig-nein-danke).

Wenn ich mich heute im deutschen Sprachraum umsehe, habe ich den Eindruck, dass Vorbilder Auslaufmodelle sind. Es fällt mir niemand ein, von dem ich sagen könnte: diesen Menschen könnte ich mir als Vorbild nehmen. Stattdessen scheint es fast nur noch Menschen zu geben – zumindest wenn man die so genannten Prominenten unter die Lupe nimmt –, bei denen sich bei mir beim besten Willen keine Gefühle der Bewunderung regen, eher Verachtung, Ekel oder sogar Hass. Aus den Reihen der Politiker fällt mir nun gar keiner ein, der mir im positiven Sinne aufgefallen ist. Die politische Führungselite kommt mir doch sehr abgehoben und vorwiegend mit der eigenen Person beschäftigend vor: Skrupellosigkeit im Umgang mit den Steuergeldern der Bürger ist für viele kennzeichnend. Politische Gegner, selbst aus den eigenen Reihen, werden beseitigt, wenn sie der eigenen Karriere im Wege stehen. Es gibt keinen, der Visionen vermitteln kann, auf welchen Weg wir uns bewegen könnten. Alles ist kurzlebig und beliebig geworden. Überzeugungen - falls solche überhaupt existiert haben - werden über Bord geworfen, sobald es opportun erscheint, diese abzulegen, um in der Beliebtheitsskala nicht nach hinten zu rutschen. Bekanntlich stinkt der Fisch vom Kopf her, und der stinkt nun mal gewaltig. Viele Mitläufer erhoffen sich durch ein Stillhalten und applaudieren an den richtigen Stellen irgendwelche Vorteile im Rennen um gute Listenplätze bei Wahlen oder bei der Berufung zur Übernahme eines Amtes auf der Regierungsbank. Auch Pressevertreter haben anscheinend jeden Schneid verloren, biedern sich den Machthabern an und reden diesen nach den Mund, wagen keine riskant erscheinenden Fragen zu stellen, fungieren oft nur als Stichwortgeber für die politischen Akteure. Und wie sieht es mit den Kirchen aus? Auch da gibt es gähnende Langeweile und Überdruss, salbadernde Schönredner, die gern von Nächstenliebe sprechen, sie aber nicht praktizieren. Kirchenfunktionäre, Pfarrer und Bischöfe aller Art gehen mit dem politischen Mainstream konform, lassen den Politikern in ihren eigenen Reihen zu viel Raum und laufen dem Zeitgeist hinterher. Kirchliche Veranstaltungen verkommen mehr und mehr zu Unterhaltshöhepunkten von Festivitäten aller Art, zu denen sich die Pastöre gerne hingeben, um bei den noch verbliebenen Kirchenanhängern beliebt zu sein. Gerne wird von Barmherzigkeit Gottes geredet, weil das die Kirchgänger gerne hören. Die Stars und Sternchen der Unterhaltungsbranche scheinen auch nur noch dem Geld hinterher zu laufen, geben sich gerne auch politisch gesehen links und solidarisieren sich mit denen, die sich im Kampf gegen rechts zu profilieren versuchen. Sie tun es, weil der politische Mainstream so ist und passen sich an, um bei ihren Fans beliebt zu sein (https://www.youtube.com/watch?v=ZNiVoGTDjE4&list=FLtL3RkbQAiv1QEKvw-wvXfw&index=22), schließlich wollen sie ihre Musikprodukte verkaufen. Und der Rest? Vielen scheint es nur um eines zu gehen: Geld und Karriere. Das sind die Götzen unserer Zeit, denen sie hinterherlaufen. Sie interessieren sich weder für das Schicksal anderer Menschen noch um das Gemeinwohl in einer immer gnadenloser werdenden Gesellschaft. Wer in einer Welt überleben will, die von Ellenbogenmentalität beherrscht wird, muss sich anscheinend dieser anpassen. Zweifelhafte Vorbilder sind heute die Neureichen, die es durch rücksichtsloses Vorgehen zu Reichtum gebracht haben.

Wie sieht es nun aus mit den Vorbildern? Die Demontage der bekannten Vorbilder könnte den einen oder anderen resignieren lassen getreu nach dem Motto: Es ist doch sowieso egal, wie du lebst, Hauptsache dir geht es gut. Nein, so einfach ist es nicht. Wir brauchen das Idealbild vor Augen, weil wir eben nicht nur biologische Wesen sind, die in der kurzen Zeit unseres Daseins auf Erden für unser leibliches Wohl sorgen müssen, sondern auch spirituelle Wesen, die nicht nur von dieser Welt sind. Nur ein Jenseitsbezug schafft die notwendige Spannkraft, um sich an Idealen zu orientieren, die wir wahrscheinlich hier auf Erden nie erreichen können, aber die wir anstreben sollten, um im Jenseits bestehen zu können. Nahtoderfahrungen bestätigen, dass es eine Art „Gericht“ gibt, bei dem das Leben gemessen wird an der Erfüllung festgesteckter Ziele, die sich an Idealen orientieren (https://cdn.website-editor.net/fe35026c78fc4ba9a5a55b7f2f4caf1a/files/uploaded/Nahtoderfahrung%2520-%2520Indiz%2520f%25C3%25BCr%2520ein%2520Leben%2520nach%2520dem%2520Tod.pdf).  „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut; denn das allein unterscheidet ihn von allen Wesen, die wir kennen“ (Wolfgang von Goethe), lautet ein möglicher Leitfaden für uns. Vielleicht sollten wir Abstand nehmen davon, die Ideale an Personen fest zu machen, sondern besser als abstrakte Ideen verstehen, die dann aber in konkreten Handlungsvorgaben enden sollten, damit sie nicht zu reiner Theorie verstauben.   

© Büren, 24.12.2019 Günther Birkenstock

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Die Trends des ablaufenden Jahres, so wie ich es sehe, lassen sich vielleicht in folgender Weise charakterisieren:

  • DDR 2.0 lässt grüßen: 30 Jahre nach der Wiedervereinigung mehren sich die Anzeichen, dass sich die „neue Bundesrepublik“ immer mehr dem Modell der Ex-DDR nähert. Das spüren vor allem die „Ossies“, die die Wende miterlebt oder sogar mitgestaltet haben. Ähnlich wie in der Ex-DDR, die sich Ende der achtziger Jahre in der Agonie befand, taumelt das wiedervereinigte Deutschland anscheinend einem Niedergang entgegen. Die veröffentliche Wirklichkeit, die dem Menschen via Staatsfernsehen (ARD, ZDF) und „gleichgeschalteten“ Massenmedien vermittelt wird, scheint im krassen Missverhältnis zu der von den Bürgern tatsächliche erlebten Realität zu stehen: Statt Wohlstand für alle, wird die Mittelschicht immer mehr zum Zahlmeister eines maroden Staates, der sich vampirmäßig vollsaugt und damit seinen schwerfälligen Beamtenapparat ernähren muss. Statt als innovativ vorgegaukelter politischer Kräfte, die angeblich unsere Republik ständig erneuern und verbessern, wird stattdessen der „Status quo“ geschützt, bei dem die Besitzstandswahrung der etablierten Eliten im Vordergrund steht. Statt angeblicher Freiheit erleben die Bürger eine bisher noch nie so dagewesene Gängelung durch Bürokraten, Schnüffelei und Meinungsterror durch einseitige Berichterstattung und Diffamierung Andersdenkender. Auch das Parteiensystem gleicht immer mehr dem der Ex-DDR, weil wie damals die „Blockparteien“ der SED nicht nur die Parteien der Koalition aus Union und SPD die Regierung stützen, sondern auch die „kleinen Parteien“, außer der AfD, ihre in der parlamentarischen Demokratie zugedachte Rolle der Oppositionsarbeit nicht mehr wahrnehmen.
  • Linke (?) Politik: Wenn man an eine „ausgleichende Gerechtigkeit“ glauben würde, dann könnte man fast zu der Auffassung kommen, dass die gegenwärtige „Linkslastigkeit“ in der Politik ein Ausgleich sein könnte für die restaurative Politik der Nachkriegszeit unter Adenauer oder der von Helmut Kohl nach einer kurzen Periode eines Mitte-Links-Bündnisses unter Willy Brandt und Helmut Schmidt ausgerufenen sechzehn Jahre andauernden Herrschaft des „Aussitzens“ von Probleme einer von konservativen Kräften dominierten Republik. Der Eindruck täuscht gewaltig, denn die scheinbare linke Ideologie ist auch nichts anderes als eine in ein rotes Tuch gehüllte konservative Politik, denn sie steht aufgrund der verbeamteten Politiker, die dieses Geschäft betreiben, für ein auf Machterhalt gerichtetes politisches Geschäft. Nicht Systemkritik ist angesagt, denn dann müssten auch die vielen Privilegien, die sich diese Art Politiker geschaffen haben, auf den Prüfstand gestellt werden, sondern Systemkonformität. Die nur am Machterhalt interessierte politische Kaste stabilisiert mit einer auf Verdummung der Massen gerichteten Politik nur auf die Sicherung der erreichten Privilegien.
  • Orwell lässt grüßen: Als George Orwell seinen Roman „1984“ geschrieben hatte, hätte er wohl nicht ahnen können, dass dies einmal tatsächlich Wirklichkeit werden könnte. Deutschland ist aber auf dem besten Wege dorthin. Die angeblich so große Freiheit, die den Menschen in Deutschland durch das Grundgesetz garantiert wird, entwickelt sich immer mehr zu einer Farce. Die Bespitzelung des Bürgers und die Diffamierung nicht systemgetreuer Menschen werden hoffähig. Die Sprache wird immer „uniformer“ und lässt keine Abweichungen zu, was in Orwells Roman als „Neusprech“ bezeichnet wurde. Die so genannte „gendergerechte“ Sprache ist ein gutes Beispiel für diese Entwicklung. Menschen, die es wagen, sich dem System zu widersetzen, werden zwar nicht immer in Gefängnisse gesperrt – obwohl dies durchaus passieren kann, wenn jemand z. B. nicht die Gebühren für das Staatsfernsehen bezahlt und die Bußgelder für dieses Vergehen nicht entrichten will – aber aus wichtigen politischen Ämtern entfernt, im Berufsleben benachteiligt und im Privatleben von anderen ausgegrenzt.
  • Abnehmende Gestaltungskraft der Alt-Parteien: Der Rückgang der „Volksparteien“ in der Wählergunst zeigt, dass den etablierten Parteien immer weniger zugetraut wird, die Probleme der Menschen in Deutschland zu lösen. Es entsteht auch der Eindruck, dass ihnen auch zunehmend „das Personal ausgeht“. Die alten etablierten Politiker klammern sich an ihren Machtpositionen und lassen kaum zu, dass sowohl jüngere Politiker als auch Quereinsteiger die Chance bekommen, andere Ideen oder Konzepte zur Problemlösung einzubringen. So verengt sich die Ideenvielfalt an der Basis der etablierten Parteien, in denen eher die Claqueure gefragt sind, die der von der Parteispitze vorgegebenen Richtung folgen. Eine breite Diskussion von Ideen findet kaum statt, sondern der Kadergehorsam gegenüber der Parteilinie hat Vorrang, um für anstehende Wahlen einen günstigen Listenplatz zu ergattern. So wird Politik für viele Parteigänger zum Beruf, die sonst nichts zustande bringen würden („wer nichts wird wird Wirt – und wer gar nichts wird Politiker“) und nur hier eine Chance sehen, für sich eine auf Absicherung gerichtete berufliche Karriere zu starten.  
  • Politischer Opportunismus: Diejenigen, die noch vor ein paar Jahren den Mut hatten, der Bundeskanzlerin zu widersprechen, fallen reihenweise um, werden wortbrüchig, passen sich dem Mainstream an. Innenminister Seehofer erweist sich einmal mehr als der „Drehhofer“, der sich inzwischen vom Kritiker des Kurses von Bundeskanzlerin Merkel zu einem seiner Vollstrecker gemacht hat. Ihm eifern einige aus der eigenen Partei nach, wie z. B. Markus Söder, der sich vom Kritiker der Grünen zu einem Verfechter des so genannten „Klimaschutzes“ gemausert hat. Die Anbiederung an den jeweiligen politischen Mainstream ist anscheinend für Politiker, die „im Geschäft“ bleiben wollen, ein Überlebensprinzip geworden. Nicht die eigene Prinzipientreue ist gefragt, sondern die Anpassung an die im Augenblick opportune politische Einstellung.
  • Klimahysterie: Es vergeht doch kein Tag, an dem uns nicht der Klimawandel mit den katastrophalen Folgen für die Menschheit vor Augen geführt wird. Es drängt sich der Eindruck auf, dass im Fahrwasser dieser Hysterie sich einige profilieren und auch gute Geschäfte machen wollen. Zu diesen gehört sich auch die Deutsche Umwelthilfe, die sich zum Spaßbremser der Autofahrer und Rambo gegen die Autoindustrie profiliert und mit „Feinstaubdiskussion“ und „Dieselfahrverboten“ auf der Welle der angeblichen Weltverbesserer reitet. Die Schüler laufen einer sechzehnjährigen Schulschwänzerin aus Schweden hinterher wie einst die Ratten hinter dem Rattenfänger von Hameln („Friday for Future“). Dieser Greta Thunberg wird sogar erlaubt, ihre kruden Ideen der UN vorzutragen, die sich anmaßt, die Erwachsenen zu beschimpfen, ihr die Jugend verdorben zu haben. Umweltaktivisten blockieren die Straßen, belagern Kohlekraftwerke und blockieren die Zugangswege zum Transport der Braunkohle. Und immer denselben Klimatologen werden via Fernsehen und Massenmedien das Wort erteilt, die eifrig dabei sind, die Angst vor der Klimaveränderung zu schüren, um dadurch den Politikern eine Steilvorlage zu geben, damit diese dann Gesetze erlassen können, die unsere Freiheit erneut einschränken und uns weiter Abgaben bescheren.
  • Die Gegenbewegung formiert sich: Abseits des politischen Mainstreams formiert sich allmählich eine Gegenbewegung. Das erinnert schon fast an die „sanfte Verschwörung“ von Marilyn Ferguson: Heimlich, nicht in den gleichgeschalteten Gazetten ist diese Bewegung spürbar, sondern im Internet und in Buchveröffentlichungen: Mutige „Blogger“, „Youtuber“ (z.  „Neverforgetniki“, Markus Gärtner), aber auch die „alten zornigen Männer“ (z. B. Thilo Sarrazin, Roland Tichy, Willy Wimmer, Hans-Joachim Maaz) sorgen mit ihren Veröffentlichungen für eine Allianz zwischen mutigen jungen Menschen, die die modernen Medien nutzen und gegen den linken Meinungsterror vorgehen, und erfahrenen, nicht gleichgeschalteten Querdenkern. Auch einige Journalisten schließen sich an (z. B. der verstorbene Udo Ulfkotte, Jürgen Elsässer) und liefern alternative Informationen, durch die die gängigen Feindbilder (Putin, Trump, Assad) in einem anderen Licht erscheinen und das gegenwärtige politische System infrage gestellt wird. Das gibt Hoffnung, dass diese Gegenbewegung sich so weit fortentwickelt, dass sie ein politisches Gewicht bekommt und das gegenwärtig pseudo-linke politische System beendet.

 

© Büren, 20.12.2019, Günther Birkenstock

Als Leserbriefe gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht (unbedingt) die Meinung der Redaktion wider, sondern stellen die subjektive Meinung des Einsenders dar.

 

Die Ausländer werden in Deutschland diskriminiert! Zu dieser Schlussfolgerung könnte man kommen, wenn man die Entwicklung in Deutschland oberflächlich beobachtet. Da wollte z. B. ein Vermieter in Augsburg aufgrund schlechter Erfahrungen mit Ausländern nur noch an Deutsche vermieten. Prompt fühlte sich ein Aspirant für die angebotene Wohnung diskriminiert und zog vor das Amtsgericht in Augsburg. Der aus Afrika stammende Mann bekam Recht (Az: 20 C 2566/19) und ihm wurde wegen Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) eine Entschädigung von 1.000 EUR zugesprochen. Außerdem droht dem Eigentümer ein Ordnungsgeld, wenn er noch einmal ein Inserat aufgeben würde, das Ausländer ausschließt. Dass er schon einmal schlechte Erfahrungen mit einem ausländischen Mieter hatte, wertete das Gericht nicht als ausreichende Begründung für die Ausgrenzung von Ausländern als potentielle Mieter (https://www.t-online.de/finanzen/immobilien/id_86969886/urteil-in-augsburg-afrikaner-abgelehnt-vermieter-muss-1000-euro-zahlen.html#).

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes kommt aufgrund einer Studie aus dem Jahr 2015 zu dem Schluss, dass sich 70 % der Menschen mit Migrationshintergrund benachteiligt fühlen, wenn es um die Vergabe von Wohnungen geht (https://www.morgenpost.de/wirtschaft/article227873883/Wohnen-Mann-will-nicht-an-Auslaender-vermieten-und-muss-Strafe-zahlen.html). In diese Studie werden eine Reihe von Urteilen aufgeführt, die in die Richtung gehen, die durch das Urteil von Augsburg angedeutet wird: Wer Ausländer bewusst wegen ihrer Herkunft bei der Wohnungsvergabe benachteiligt, verstößt gegen das AGG und muss damit rechnen, eine Entschädigung an den Benachteiligten zahlen zu müssen. In einem Urteil des Amtsgerichts Tempelhof-Kreuzberg wurde sogar eine Vermieterin verurteilt, 30.000 EUR an eine Familie mit türkischem Migrationshintergrund zu zahlen, weil sie eine ungleiche Mieterhöhung – im Vergleich zu anderen Mietern -  vorgenommen hatte, weswegen die Kläger die Wohnung kündigen mussten (https://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Downloads/DE/publikationen/Expertisen/Expertise_Wohnungsmarkt_20150615.pdf?__blob=publicationFile&v=3).

Es wäre mal interessant zu erfahren, ob die Diskriminierung von Ausländern bei der Wohnungsvergabe nur auf Vorurteilen basiert, wie es die Studie behauptet, oder auf realen negativen Erfahrungen.  Hierzu gibt es nur spärliche Hinweise im Internet. In einer Stellungnahme eines Vermieters zu der Frage eines Ausländers, warum er trotz ausreichendem Einkommen keine Wohnung bekomme – das sei doch Rassismus –, antwortete dieser, dass das kein Rassismus sei, sondern die Folgen von schlechten Erfahrungen. Er gab an, dass er nicht mehr an Ausländer vermieten wolle, weil er dreimal in den letzten 10 Jahren in einem Mehrfamilienhaus an Menschen aus islamischen Ländern vermietet und in allen drei Fällen in der Weise schlechte Erfahrungen gemacht habe, als die Polizei im Haus gewesen sei und die Mietverhältnisse mit Mietprozessen geendet hätten, bei denen er zwar Recht, aber nicht das ihm zustehende Geld für seine Mietansprüche bekommen habe. Er weist darauf hin, dass er durch einen erwirkten Titel gegen Deutsche 30 Jahre lang versuchen könne, seine Ansprüche durchzusetzen, dass aber bei Ausländern, die vielleicht wieder in ihre Heimatländer zurückgehen, die Forderungen nicht mehr durchsetzbar sind. (https://www.finanzfrage.net/g/frage/warum-kann-ich-in-deutschland-als-auslaender-keine-wohnung-mieten-). Es ist interessant, dass es anscheinend hierzu keine offiziellen Untersuchungen zu geben scheint, die der Frage nachgehen, ob die Vorbehalte der Vermieter, an  Ausländer zu vermieten, auf eigenen realen Erfahrung beruhen oder nur auf gängigen Vorurteilen. Nur der Diskriminierungsaspekt wird bei der Untersuchung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes ins Blickfeld genommen, aber nicht, ob die Diskriminierung vielleicht nur eine Reaktion auf berechtigte Gründe für eine Ablehnung eines Ausländers darstellt. Eine Diskriminierung stellt nur dann eine Benachteiligung nach dem AGG dar, wenn jemand wegen seiner Rasse oder seiner ethnischen Herkunft  bei der Vergabe einer Wohnung benachteiligt wird, also wenn der Vermieter diese zum negativen „Auswahlkriterium“ erklärt (siehe hierzu § 1 in Verbindung mit § 2 Abs. 1 Ziff. 8 und § 3 https://www.gesetze-im-internet.de/agg/). Hier wird juristisch gesehen die Kontrahierungsfreiheit von Parteien eingeschränkt. Diese Vertragsfreiheit ist grundgesetzlich geschützt (Art 1, Abs. 1), aber unter der Einschränkung, dass sie durch Gesetze und die „guten Sitten“ begrenzt ist. Das AGG stellt eine solche Behinderung der Vertragsfreiheit dar, die deshalb bedenklich ist, weil es für Vermieter ein großes Risiko darstellt, wenn er einen Mietvertrag nicht mit einem Ausländer eingehen will (und dies damit begründet!). Aber kann man es einem Vermieter verübeln, wenn er vor einer Vermietung an Nicht-Deutsche zurückschreckt?   

Auf dem Hintergrund dieser Entwicklung erscheint auch der Blick auf die Kriminalität von Ausländern bedeutsam, denn diese könnte doch auch manche Vermieter vor dem Abschluss eines Mietvertrages mit einem Ausländer zurückschrecken lassen. Hierbei ist insbesondere der Blick auf die Gewalttaten von Zugewanderten gegenüber Deutschen von Interesse. Nach einer Erhebung des Bundeskriminalamtes waren in 2018 von 101.956 Opfern von Straftaten gegen das Leben (Mord und Tötungsdelikte), die sexuelle Selbstbestimmung, die persönliche Freiheit und Rohheitsdelikte (vor allem Körperverletzung und Raub) mit einem tatverdächtigen Zugewanderten 46.336 Deutsche, also fast die Hälfte. Umgekehrt wurden aber nur 8.455 Asylbewerber und Flüchtlinge Opfer durch einen Deutschen. Also werden fast sechsmal so viele Deutsche Opfer von Zugewanderten als umgekehrt (https://www.welt.de/politik/deutschland/article191584235/BKA-Lagebild-Gewalt-von-Zuwanderern-gegen-Deutsche-nimmt-zu.html). Die Kriminalität von Ausländern gegenüber Deutschen wird aber meistens verharmlost oder aber durch die Lenkung der Aufmerksamkeit von einer berechtigten Empörung über eine Gewalttat hin zu einem Aufruf gegen „Hetze gegen Ausländer“ relativiert. So ist es auch zuletzt geschehen, als ein Feuerwehrmann in Augsburg durch Jugendliche mit Migrationshintergrund angegriffen und durch einen einzigen Faustschlag getötet wurde (https://www.focus.de/politik/gerichte-in-deutschland/angriff-auf-49-jaehrigen-feuerwehrmann-mutmasslicher-totschlaeger-von-augsburg-17-gilt-als-jugendlicher-maximal-10-jahre-gefaengnis_id_11443575.html). Der „Youtuber“ Niklas Lotz (neverforgetniki) moniert zu Recht diese Vorgehensweise und zitiert hierbei die Süddeutsche Zeitung, die mit dem Titel „Augsburg lässt sich nicht verhetzen“ versucht, der AfD zu unterstellen, sie versuche diese Tat für „ausländerfeindliche Reflexe“ zu instrumentalisieren (https://www.youtube.com/watch?v=2S_y9Eq_3GA). 

Die Zurückhaltung der Presse im Hinblick auf die Berichterstattung über Gewalttaten von Zugewanderten gegenüber Deutschen beruht zum Teil sicher auf einem Passus im Ehrencodex des Presserates, wo es heißt: „ In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.“(https://de.wikipedia.org/wiki/Ausl%C3%A4nderkriminalit%C3%A4t). Diese Beschränkung liegt auf der gegenwärtigen politischen Linie, durch die eine eher positive Bewertung der Zuwanderung gefördert, Nachteile möglichst „unter den Teppich gekehrt“ wird. Hier wird auch leichtfertig mit dem Begriff des Vorurteils umgegangen, denn, wie das Wort schon sagt, handelt es sich bei dieser Urteilsbildung zu bestimmten Einstellungen um ein vor aller Datenerhebung und Faktensichtung getroffenes Urteil. Wenn jemand aber Erfahrungen – positiver oder negativer Art – gemacht hat, dann entsteht ein Urteil aufgrund gemachter realer Fakten.

Dies wirft die Frage auf, ob die Kriminalität von Ausländern in Deutschland nur aufgebauscht wird oder da etwas dran ist. Die offiziellen Daten sprechen  eine klare Sprache:

 

Anteil ausländischer Tatverdächtiger in verschiedenen Verbrechenskategorien des Jahres 2017

Deliktgruppe

Anzahl strafmündige Tatverdächtige

davon Ausländer

Anteil an Tatverdächtigen insgesamt

       

Mord und Totschlag

2.707

1.145

42 %

       

Gefährliche und schwere Körperverletzung

145.658

54.993

38 %

       

Vergewaltigung und sexuelle Nötigung

9.414

3.483

37 %

       

Diebstahl unter erschwerenden Umständen

89.458

38.416

43 %

       

Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf Kraftfahrer

26.948

10.860

40 %

       

Straftaten gegen die Umwelt

8.112

2.205

27 %

       

Die Statistik des Bundeskriminalamtes von 2017 (https://de.wikipedia.org/wiki/Ausl%C3%A4nderkriminalit%C3%A4t#cite_note-28)  zeigt deutlich, dass bei Gewaltdelikten Ausländer häufiger vertreten sind, insbesondere bei „Diebstahl unter schweren Umständen“ (43 %), „Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf Kraftfahrer“ (40 %), „gefährliche und schwere Körperverletzung“ (38 %) und „Vergewaltigung und sexuelle Nötigung (37 %). Der Anteil der Ausländer in Deutschland liegt 2019 aber nur bei 13 % (https://orange.handelsblatt.com/artikel/29581). Im Hinblick auf alle Straftaten lag der Anteil der Ausländer an rechtskräftigt verurteilten Personen  im Jahr 2016 bei 31 % (https://de.wikipedia.org/wiki/Ausl%C3%A4nderkriminalit%C3%A4t#cite_note-28). Dies zeigt doch eindeutig, dass Ausländer im Vergleich zu ihrem Bevölkerungsanteil häufiger in kriminelle Handlungen verwickelt sind. Ein weiteres Indiz dafür, dass Ausländer in Deutschland stärker von Kriminalität belastet sind, ist der Anteil der Strafgefangenen in deutschen Gefängnissen. Er liegt im Jahr 2019 zwischen 27 % im Saarland und 61 % in Hamburg (https://de.wikipedia.org/wiki/Ausl%C3%A4nderkriminalit%C3%A4t#cite_note-28).

Ist es da nicht verwunderlich, wenn Deutsche Ängste vor weiterer Zuwanderung haben? Eine Studie der R+V-Versicherung nach einer Befragung von 2400 Deutschen ergab, dass 56 % Angst vor einer Überforderung des Staates durch Flüchtlinge haben und 55 % Spannungen durch Zuzug von Ausländern befürchten (https://www.morgenpost.de/politik/article226995167/Vor-Trump-und-Auslaendern-haben-Deutsche-am-meisten-Angst.html).

Von einer Diskriminierung von Ausländern aufgrund unberechtigter Vorurteile kann also keine Rede sein. Es handelt sich nicht um Vorurteile, die zu einer angeblichen Diskriminierung führen, sondern eine aufgrund realer Fakten entwickelte Vorsichtsmaßnahme vieler Deutschen im Umgang mit Ausländern.

Aufgrund der Ignoranz von manchen Politikern gegenüber diesen Ängsten der Deutschen könnte es einem doch ganz anders werden. Hier werden bereits seit ein paar Jahren Probleme absichtlich ignoriert und somit dem öffentlichen Diskurs entzogen. Eine willfährige Presse, die einen kräftigen „Linksdrall“ hat und deshalb in der Berichterstattung nicht nur einseitig ist, sondern mit einem „Haltungsjournalismus“  (https://de.wikimannia.org/Haltungsjournalismus) einseitig Partei ergreift und andere Meinungen diffamiert, tut ihr übriges (https://www.guentherbirkenstock.de/statt-einer-merkwuerdigen-7-woche-gibt-es-linken-meinungsterror). Es wird Zeit, dass sich das ändert. Vielleicht könnten ein paar mutige Bürger damit beginnen, die Abonnements dieser dubiosen Zeitungen zu kündigen. Das wäre zumindest schon mal der erste Schritt, diesen Sumpf auszutrocknen.

©Büren, 16.12.2019, Günther Birkenstock

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Der Mainstream ist ein modernes Schlagwort, das benutzt wird, um den Hauptstrom der Meinungsbildung in einer Gesellschaft zu charakterisieren. Der Vergleich mit dem Fluss drängt sich auf: Der Hauptstrom eines Flusses befindet sich immer in der Mitte, dort, wo sich hauptsächlich die meisten Wassermassen fortbewegen. Aber jeder Fluss hat auch Nebenarme, in denen sich das Wasser in der Landschaft verteilt, es fließt meistens ruhiger und dort befinden sich oft auch Laichplätze für Fische, weil die Fischbrut nicht durch die Geschwindigkeit des Hauptstromes hinweggerissen wird. Manchmal bildet sich aus den Nebenarmen des Flusses auch ein Hauptstrom, wenn dieser durch ein Hindernis am Fortfließen gehindert wird und er sich somit ein neues Flussbett suchen muss. Alle Gehölze oder andere schwimmende Gegenstände werden mit dem Hauptstrom mitgerissen und haben kaum eine Chance, irgendwo ans Ufer zu gelangen. Sie werden hinweggespült, bis der Strom irgendwann in einem See oder dem Meer ankommt. Ähnlich verhält es sich mit dem Mainstream in einer Gesellschaft: Hier werden die Menschen auch förmlich mitgerissen und scheinen keine Chance zu haben, dem Sog zu entkommen. Wer nicht mitschwimmt, wird zur Seite gedrängt oder landet in den Nischen der Gesellschaft, wo man keine Chance hat, „vorwärts zu kommen“. Vergleichbar mit dem Nebenarm des Flusses, verlangsamt sich das Tempo und diejenigen, die sich dem Mainstream entziehen – durch aktives Handeln - oder von diesem zur Seite gedrängt werden – durch Ausgrenzung durch die Gesellschaft – landen dort, wo sich diejenigen befinden, die anders denken, reden oder handeln. Diejenigen, die sich selbst aus diesem mitreißenden Strom herausbewegen, verweilen vergleichbar den Nebenarmen eines Flusses in ruhigeren Gewässern, in denen sie durch die Verlangsamung der Bewegung Zeit zum Nachdenken gewinnen. Sie überlegen sich, ob es wirklich sinnvoll ist, sich wieder in den Hauptstrom zurückzubewegen, in dem viele sich einfach mitreißen lassen in dem Glauben, dass die Richtung, die der Meinungsfluss nimmt, richtig ist. Diejenigen, die sich auf diesem Hauptfluss befinden, wähnen sich in der Sicherheit, dass die Richtung schon stimmen wird, weil ja alle, die sich neben ihnen befinden, in der gleichen Richtung davonschwimmen. Aber, um die Metapher weiter zu verwenden, wissen sie den wirklich, ob sich der Fluss tatsächlich in die richtige Richtung bewegt? Schließlich könnte ja der Fluss plötzlich an eine Grenze gelangen, an denen die Wassermassen in die Tiefe stürzen und alles vernichten, was sich auf ihm befindet. Die vermeintliche Sicherheit, die durch die gleichmäßige Fortbewegung aller, die sich auf dem Fluss der gemeinsamen Überzeugungen bewegen, kann täuschen. Die Täuschung liegt darin begründet, dass die Mehrheit glaubt, dass diese auch wisse, was richtig und wahr ist. Das ist aber nicht der Fall. Das bekannteste Beispiel ist sicher der Glaube, die Erde sei eine Scheibe. Die Mehrheit war dieser Überzeugung, diejenigen, die etwas anderes sagten und behaupteten, wurden sogar von der katholischen Kirche verfolgt und als Ketzer ausgegrenzt. Der Mainstream – damals wurde das nicht so genannt – war schon immer vorhanden. Er begründet sich durch die Eigenart des Menschen, sich dem Druck nicht aussetzen zu wollen, der entsteht, wenn sie eine andere Meinung als die Mehrheit vertreten. Dass es auch anders geht, zeigt der Film „Die zwölf Geschworenen“  (Originaltitel: 12 Angry Men“) aus dem Jahr 1957, der als Spielfilmdebüt des Regisseurs Sidney Lumet gilt (https://de.wikipedia.org/wiki/Die_zw%C3%B6lf_Geschworenen_(1957 ). Ein wegen Todes angeklagter Puerto-Ricaner wird beschuldigt, seinen Vater ermordet zu haben. Nur ein einstimmiges Abstimmungsergebnis der Geschworenen kann zu einer Verurteilung und zum Tod des Angeklagten führen. Alle Geschworenen, bis auf die Nr. 8, sind von der Schuld überzeugt. Nr. 8 gelingt es in langen Diskussionen zwar nicht, die anderen von der Unschuld des Angeklagten zu überzeugen, aber er kann seine Zweifel an der scheinbaren Eindeutigkeit der Beweise auf die anderen übertragen, bis diese ihm zustimmen, so dass eine Verurteilung des Angeklagten nicht möglich ist. Es hat sicher schon jeder einmal die Situation erlebt, dass in der Schule oder am Arbeitsplatz Schüler oder Arbeitnehmer sich über den Lehrer oder den Chef beschwert hatten und sich dann einer bereit erklärt hatte, diese Beschwerden an geeigneter Stelle vorzutragen mit dem Ergebnis, dass dann diejenigen, die sich zuvor vehement beschwert hatten, dann einen Rückzieher machten, als sie sich dann öffentlich zu ihrer Meinung bekennen sollten. Die Feigheit ist eine weitverbreitete Untugend, die jede Solidarisierung erschwert oder gar unmöglich macht. Wer heute sich nicht auf die Mainstream-Meinung einlässt, dass das Kohlendioxid ein gefährliches Gas ist oder dass die Einwanderung nach Deutschland für unser Land ein Gewinn ist, wird öffentlich diffamiert. Das gemeinschaftliche „Draufhauen“ – neudeutsch: Bashing genannt – wird zur Tugend erklärt (Beispiel: „Kampf gegen rechts“) und von den Presseorganen gefeiert. Die breite Mehrheit schweigt meistens dazu und erhebt nicht ihre Stimme dagegen, aus Angst, dann ausgegrenzt zu werden. Dabei wird häufig der Fehler begangen zu glauben, dass die Wahrheitsfindung gleichzusetzen sei mit der Mehrheitsbildung oder mit anderen Worten gesagt: Wer die Meinung der Mehrheit vertritt, glaubt, dass diese auch der Wahrheit entspricht, denn eine Mehrheit kann sich ja nicht irren. Das ist ein leider weit verbreiteter Irrglaube. Ein weiterer schwerer Irrtum ist es zu glauben, dass der Einzelne ohnehin nichts machen könne („da kann man ja sowieso nichts machen“). Dass das Gegenteil manchmal uns eines besseren belehrt, versuchte in seinem Vortrag mit dem Titel „Die Welt im Übergang“ Geseke von Lüpke (https://www.youtube.com/watch?v=ZfUERZHI9BM) deutlich zu machen, in dem er aufzeigte, dass Veränderungen in der Welt oft im Geheimen oder durch „Einzeltäter“ in Gang gesetzt wurden – außerhalb des gängigen politischen Betriebes (der nur den „Status quo“ erhalten will). Er berichtete in diesem Vortrag von zwei Beispielen, die beeindruckend sind. Das erste Beispiel handelt von der Entstehung der Perestroika (Min. 19.16). Geseke von Lüpke berichtete, der Physiker Hans-Peter Dürr (1929 – 2014) habe ihm erzählt, dieser habe einmal Michail Gorbatschow  gefragt, wie er auf die Idee gekommen sei, das politische System in der Sowjetunion zu verändern und der hätte ihm berichtet, sein Fahrer wäre krank gewesen und er musste mit dem Taxi fahren, und das wäre eine Fahrt von 1 ½ Stunden gewesen. Er habe den Taxifahrer – der den ehemaligen Präsidenten der Sowjetunion nicht erkannte – über die Zustände in der Sowjetunion befragt und der hätte ihm so ein chaotisches Bild des Landes gemalt, dass das für ihn der Wendepunkt gewesen ist. Das Bild vom Schmetterling, der einen Wirbelsturm auslöst, drängt sich auf: Dieser so genannte „Schmetterlingseffekt“ geht auf den US-Meteorologen  Edward N. Lorenz (1917 – 2008) zurück, der die Frage formuliert hatte: „Kann der Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien einen Tornado in Texas auslösen? (https://de.wikipedia.org/wiki/Schmetterlingseffekt). Es handelt sich um nicht-lineare Veränderungen, d. h. dass auch nicht nur minimale Anlässe große Wirkungen hervorrufen („Schneeballeffekt“: ein kleiner Schneeball kann eine Lawine auslösen), sondern diese auch nicht vorhersehbare (chaotische) Auswirkungen haben können, bei denen die Verbindung zwischen Anlass und Wirkung gar nicht mehr zu erkennen ist. Der Taxifahrer, so vermutete Geseko von Lüpke, wird wahrscheinlich niemals erfahren, dass  er den Anstoß für die Perestroika gegeben hat. Es gibt aber nicht nur die unvorhersehbare, unbeabsichtigte Veränderung durch kleine Anlässe, sondern auch Fälle, bei denen einzelne Menschen mit einer Idee aufwarten und diese in die Tat umsetzen, die dann „Schule machen“. Die „Green-Belt-Movement“ (Grüne-Welt-Bewegung)  geht auf die Trägerin des alternativen Nobel-Preises Wangeri  Maathai (1940 -2011), zurück, über die auch Geseko von Lüpke berichtete (Min. 21.37), die eines Tages im Jahr 1977 die zunehmende Versteppung ihre Landes Kenia mit begleitender Landflucht, Wachstum der Slums, zunehmende Gewalt festgestellt und gesagt hatte, dass dem Land die Verwurzelung mit der Erde fehle und anfing, an „einem Tag der Erde“ einen Baum zu pflanzen. Aus dieser beispielhaften Handlung ist eine weltweite Bewegung geworden mit der Folge, dass 45 Mio. Bäume gepflanzt worden waren (lt. Wikipedia sollen es 30 Mio. Bäume geworden sein (https://de.wikipedia.org/wiki/Wangari_Maathai).

 

Der betörende Glanz des Mainstream (die Formulierung ist angelehnt an den Buchtitel von Esther Vilar: „Der betörende Glanz der Dummheit“) besteht darin, dass sich diejenigen, die sich darin bewegen, in der vermeintlichen Sicherheit wähnen, von dieser Mehrheit geschützt zu sein. Doch die Masse schützt niemand – man könnte es „Titanic-Effekt“ nennen –, denn wenn es um das eigene Leben geht, hört jede Rücksichtnahme auf. Im politischen Alltag haben das schon viele erfahren müssen, dass es dort weder Rücksicht noch Einfühlungsvermögen gibt, hier zählt nur der Erfolg und die Kriterien sowie die damit verfolgten Ziele hierfür  – und das scheint das Paradoxon zu sein – werden von einer Minderheit diktiert. So gesehen ist der Mainstream doch nur eine durch wenige der so genannten Elite der Gesellschaft vorgegebene Marschrichtung, in die alle zu gehen haben, die am Machtgeschehen teilnehmen und die Früchte der  Machtausübung mit genießen wollen. Dem können einzelne ihre eigenen Ideen entgegensetzen, können etwas verändern, wenn sie dies nur wollen. Sie müssen nur den Mut haben, „aus der Reihe zu tanzen“, sich der Kritik auszusetzen, indem sie sich auf ihre eigene Person und auf ihre Überzeugungen verlassen. Es ist die Macht der scheinbar Ohnmächtigen, die mit Beharrlichkeit, Ausdauer und Geduld etwas verändern, weil sie sich nicht vom Mainstream beirren lassen. Vielleicht haben schon sehr viele etwas in die positive Richtung verändert, ohne dass sie selbst oder auch ihre Mitmenschen davon etwas gemerkt zu haben.

 

© Büren, 01.12.2019, Günther Birkenstock

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Weihnachten ist kein christliches Fest. Dies werden sicher viele Christen bestreiten, doch entspricht es den Tatsachen, dass sich weder in den Evangelien noch in den Berichten über die frühen Christenheit, wie etwa in der Apostelgeschichte, Anhaltspunkte für dieses Fest finden lassen. Nur im Lukasevangelium wird über die Geburt von Jesus berichtet und hieraus können wir erkennen, dass zu dieser Zeit Hirten nachts mit ihrer Herde auf dem Feld waren, somit es nicht „mitten im kalten Winter“ gewesen sein kann, wie es heute gerne feierlich gesungen wird, denn selbst im Palästina kann es nachts im Winter empfindlich kalt werden. Folgt man dem Lukas-Evangelium, dann könnte die Geburt vielleicht im Frühherbst gewesen sein, denn die Schafe der Hirten waren noch nicht von den Feldern geholt worden, was zu Beginn der Regenzeit im Oktober der Fall war(https://rcg.org/de/broschuren/ttooc-de.html). Im Übrigen galt das Feiern des Geburtstages einer für wichtig gehaltenen Person nach der Encyclopedia Americana, Auflage 1956, nicht als ein genereller christlicher Brauch, da eher der Tod einer beachtenswerten Person gefeiert wurde (https://rcg.org/de/broschuren/ttooc-de.html). Das Weihnachtsfest als Geburtstag von Jesus wurde wahrscheinlich erstmals im 4. Jahrhundert gefeiert, wobei der Geburtstag vor den vom Kaiser Aurelian festgesetzten Tag des heidnischen Sonnengottes gesetzt wurde (http://www.kunstsam.de/wie_ist_weihnachten_entstanden.html). Im römischen Reich war es zudem Brauch, Mitte Dezember die so genannten „Saturnalien“ abzuhalten, ein tagelanges Fest, bei dem ausgelassen gefeiert und die Häuser mit immergrünen Lorbeer geschmückt und die Freunde beschenkt wurden (https://www.ewigengottes.de/wp-content/uploads/2017/05/Christmas-grmn-11-14.pdf). Aber vielleicht ist das Weihnachtsfest noch viel älter, denn ein ähnliches Fest soll bereits 2.000 v. Chr. im heutigen Irak gefeiert worden sein. Bei dem  Sacaea Fest soll in einem Zeitraum von fünf Tagen zur Winter-Sonnwendzeit mit Umzügen, Darbietungen und gegenseitigen Geschenken sowie immergrünen Zweigen von Tannen und Misteln, die an Häusern angebracht wurden, gefeiert worden sein. Man entzündete Feuer, um die sterbende Sonne wieder zu beleben (https://www.ewigengottes.de/wp-content/uploads/2017/05/Christmas-grmn-11-14.pdf). In Deutschland wurde erstmals im 9. Jahrhundert das Weihnachtsfest als solches gefeiert, denn in der Synode von Mainz um 813 n. Chr. wurde dieses Fest offiziell angeordnet (https://www.bibel-offenbarung.org/falsche-anbetung/der-heidnische-ursprung-von-weihnachten.html). Verschieden Quellen weisen also darauf hin, dass die damaligen Christen das  heute als Weihnachtsfest bezeichnende Fest „heidnischen“ Bräuchen entlehnt hatte, die zum Anlass der Wintersonnenwende gefeiert wurden. Der Grund hierfür könnte daran liegen, dass die katholische Kirche sich diesem Brauchtum um die Sonnenwendzeit anschloss, um auch Heiden den jungen christlichen Glauben schmackhaft zu machen. Bibeltreue Christen, wie z. B. die Zeugen Jehovas, feiern deshalb Weihnachten nicht, weil es nicht biblisch begründbar ist.

Wie sieht es nun aus mit den um die Weihnachtsfeier herum gelagerten Bräuchen? Der Weihnachtsmann, der aus „dem hohen Norden“ kommt und eigentlich der „heilige St. Nikolaus“ ist, könnte sich bei näherem besehen auch nicht als so heilig herausstellen. Der St. Nikolaus, auf den sich der eigentliche Brauch bezieht und im englischen Sprachraum Santa Claus heißt, könnte sich als ein völlig unheiliger Mann herausstellen. Das Wort Santa könnte als Anagramm des Wortes Satan und das Wort Claus, das im Englischen genauso gesprochen wird wie das Wort Claws (Klauen), könnte dann als des Satans Klauen interpretiert werden (https://www.bibel-offenbarung.org/falsche-anbetung/der-heidnische-ursprung-von-weihnachten.html). Ist das ein Zufall? Selbst wenn der Nikolaus als unschuldig gelten sollte, wird er doch von seinem von allen gefürchteten „Knecht Ruprecht“ oder „Krampus“ begleitet, der aber als ein Dämon gilt, der die angeblich bösen Kinder mitnimmt (https://www.bibel-offenbarung.org/falsche-anbetung/der-heidnische-ursprung-von-weihnachten.html). Der Weihnachtsbaum, um den herum sich am Heiligen Abend die Familie versammelt, hat auch nichts mit dem Christentum zu tun. Es war schon immer ein heidnischer Brauch, der darin bestand, immergrüne Zweige, z. B. auch Tannen, als Symbol für die Wiedergeburt der Sonne, für den kommenden Frühling zu sehen. Erstmals soll 1419 von der Freiburger Bäckerschaft ein solcher Baum aufgestellt worden sein, der mit Nüssen und Früchten bestückt war (https://www-weihnachten.de/weihnachten-infos/christbaum.htm). Im Elsass sollen er im 16. Jahrhundert aufgetaucht sein. Um 1730 erschienen die ersten Kerzen. Die katholische Kirche soll angeblich gegen den Weihnachtsbaumbrauch gewesen sein – viele Wälder gehörten der katholischen Kirche, deshalb wollte sie nicht, dass zu Weihnachten die Menschen die Wälder plünderten (https://www-weihnachten.de/weihnachten-infos/christbaum.htm). Die Tradition des gegenseitigen Beschenkens kam im 15. Jahrhundert auf, als im Raum Konstanz die Kinder beschenkt wurden, allerdings am Nikolaustag. Martin Luther soll dann diesen Brauch in der Weise geändert haben, dass er das Christkind als Gabenbringer einführte (https://cms.vivat.de/themenwelten/jahreskreis/weihnachten/index.html).

Warum wird aber dann, wenn es keine Belege dafür gibt, dass Jesus in dieser Jahreszeit geboren wurde, das Weihnachtsfest immer noch gefeiert? Ganz einfach: Alle profitieren davon, und das im ganz profanen Sinne: Zunächst einmal ist das Weihnachtsfest ein immenser Wirtschaftsfaktor. Das liegt an der, wie ich es nenne, sich um diese Zeit ausbrechende „Schenkeritis“, die den Geschäftsleuten gerade zum Jahresabschluss noch einmal satte Gewinne beschert. Zu diesen Geschäftsleuten gehören auch z. B. diejenigen, die Jahrmärkte betreiben – von denen wiederum die Gemeindekassen durch Standgebühren klingeln - , die Weihnachtsbaumverkäufer, Baumschmuckhersteller, Kerzenmacher, Bäcker mit den verschiedensten Köstlichkeiten, angefangen vom Christstollen bis hin zum simplen Plätzchen. Auch die Kirchen freuen sich über das Weihnachtsfest, denn einmal sind die Kirchen mal wieder gefüllt, denn auch sonst abstinente Kirchenmitglieder wollen möglichst beim Glockengeläut zur Christmette marschieren und dort die schöne Stimmung mitnehmen („der Pfarrer hat so gut gepredigt…die Kinder haben so schön gesungen“…ach, es war alle so feierlich“). Um zum anderen freuen sie sich genauso wie der Staat selbst über die höheren Kirchen- und Einkommenssteuereinahmen, die durch das so genannte Weihnachtsgeld ausgelöst werden.  Manche  Arbeitnehmer freuen sich dann nur noch halb so viel über die Weihnachtszuwendung, weil durch die Steuerprogression ihnen verhältnismäßig mehr als sonst von den zusätzlichen Einnahmen abgezogen wird.

Das Weihnachtsfest gleicht einer kollektiven Lüge: Alle lügen sich und anderen etwas vor – und keiner wagt es zu sagen, dass es eine solche ist. Nur des Profits, der Geschenke, der vollen Kirchen, der „schönen Gefühle“ willen lügen alle mit – oder zumindest die meisten. Die Lüge ist aber gar nicht christlich! Die Lüge ist doch eigentlich die Domäne des Gegenspielers von Jesus Christus: Satan. Denn Jesus hat ihn als den Vater der Lüge bezeichnet (Johannes 8, 44). Wäre es dann nicht ein gutes Zeichen, dann diesem schlechten Ratgeber nicht zu folgen und Weihnachten nicht mehr zu feiern? Es wird Zeit ehrlich zu einander zu sein und den Mut zu haben, dem bösen Treiben ein Ende zu bereiten.

© Büren, 07.12.2019, Günther Birkenstock

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Wieder einmal steht unser jährliches Hermannstreffen an - Grund genug, einmal in kurzem Gedenken an den ehrwürdigen Namensgeber innezuhalten.
 
Ohne in stumpfe, missbräuchliche Heldenverehrung oder gar Kriegsverherrlichung abzudriften, ist es gerade in einem sogenannten "postheroischen" Zeitalter zuweilen angebracht, sich einmal auf jene "Wenigen" zu besinnen, denen die "Vielen" ihre Sicherheit und ihren Frieden oftmals überhaupt erst verdanken - eben den echten Helden, die bereit sind und waren, sich selbst für ihre Lieben, Anvertrauten und Schutzbefohlenen aufzuopfern. Wobei dieses auch früher stets den jeweiligen Zeitumständen und ihren konkreten Notlagen und gegebenen Möglichkeiten unterlag und durchaus nicht immer mit gewalttätigen Mitteln geschehen musste.
Gerade jedoch, wenn dieses Gedenken vernachlässigt wird, geraten wir in Gefahr, dass sich Geschichte wiederholt und die Unfreiheit ihr Haupt erhebt... 
 
Der nur mit seinem lateinischen Namen in den römischen Quellentexten überlieferte "Arminius"  - später im Mittelalter mit dem deutschen Behelfsnamen "Hermann" benannt und unter anderem von Martin Luther gefeiert und publik gemacht - war derjenige, der es als einer von ganz wenigen antiken Freiheitskämpfern geschafft hat, dem seinerzeit gefürchteten und allmächtig erscheinenden IMPERIUM ROMANUM nicht nur zeitweise zu trotzen, sondern die angriffslustigen Legionen und unterdrückerischen Herrschaftsstrukturen dauerhaft aus dem rechtsrheinischen Raum zu vertreiben und somit den Völkern seiner Stammeskoalition die dauerhafte Freiheit von brutaler, gewalttätiger Fremdbestimmung zurück zu geben.
 
LIBERATOR HAUD DUBIE GERMANIAE - "Ohne Zweifel der Befreier Germaniens und noch heute von den Barbaren in ihren Liedern besungen" - so ehrten ihn Jahrzehnte später sogar die Nachkommen seiner römischen Gegner; hier treffend formuliert durch die Feder Tacitus´, des bekanntesten römischen Historikers der folgenden frühkaiserzeitlichen Epoche.
 
Als solcher müsste er eigentlich partei- und ideologieübergreifend - gerade auch für die Linke  - als zeitloses Vorbild für alle Arten von Freiheitskämpfern geehrt werden.
Und weder die spätere Instrumentalisierung durch neuzeitliche politische Systeme wie das Deutsche Kaiserreich und auch durch das verbrecherische NSDAP - Regime noch ebenso wenig die darauffolgende weitgehende Stigmatisierung und Ignoranz dieses Themas können den Wesenskern dieser wahren (!) Geschichte auslöschen:
Ein absolut unterschätztes, diskriminiertes, schon niedergeworfen geglaubtes und unterdrücktes Volk erhebt sich noch einmal  - mit allen Nachteilen auf seiner Seite; in Technologie, Herrschaftssystem, Militärwesen, Kampfkraft und anfänglich wohl auch massiv an Zahl den unbesiegbar erscheinenden Legionen unterlegen, setzen die freiwilligen Gefolgsleute des Arminius alles auf eine Karte - und siegen gegen alle Wahrscheinlichkeit in der sog. `Schlacht im Teutoburger Wald´.
Und nicht nur das, in den folgenden erneuten römisch-germanischen Unterwerfungskriegen schaffen sie es, allen neuen Eroberungsversuche abzuwehren und das Imperium dauerhaft aus ihren angestammten Gebieten zu verbannen. Wie genau Arminius und seine Getreuen das geschafft haben, wird wohl auf ewig ein spannender Forschungsgegenstand bleiben - und ebenso auch ein Mythos, der Menschen in unterdrückter, unterlegener Position Kraft und Hoffnung geben kann.
 
Als einen solchen mutigen, inspirierenden, für seine Ideale und seine ihm anvertrauten Menschen das letzte, größte Risiko eingehenden Menschen sollten wir Arminius weiter ehren und ebenso an seiner Seite alle großen Namen der Freiheitskämpfer aus Antike, Mittelalter und Neuzeit, hier sei nur stellvertretend eine kleine Auswahl von Menschen genannt, die bis heute von ihren Völkern aus denselben Gründen geehrt werden:
 
I. (Antike)
 
- Viriathus (Portugal) - die Lusitanier gegen Rom
 
- Mithridates von Pontus - Provinz `Asia´ gegen Rom - Gebiete der heutigen Türkei
 
- Judas Makkabäus ("der Hammer") - erkämpfte kurzzeitig die Freiheit Iudaeas gegen die Seleukiden
 
- Ambiorix (Belgien)
 
- Vercingetorix (Gallien gegen Rom /später in Frankreich ähnlich wie Arminius in D geehrt) - aus "Asterix reichlich bekannt....
 
- Simon Bar Kochba ("der Sternensohn" - Iudaea) - letzter Aufstand gegen Rom - danach Beginn der Diaspora des jüd. Volkes
 
- Boudicca - Königin der kelt. Icener /Britannien gegen die Römer)
 
- Calgacus - (Caledonia gegen die Römer)
 
- Spartacus - (Anführer des bekanntesten Sklavenaufstandes der röm. Geschichte)
 
II. (Mittelalter)
 
- Widukind - Herzog der Sachsen, widersetzte sich Jahrzehnte dem übermächtigen Frankenreich -
 
- Jeanne d´Arc - bis heute DIE französische Nationalheldin
 
- William Wallace ("Braveheart"/ Guardian of Scotland) 
 
- Robert the Bruce  - gegen die Engländer siegreicher "King of Scots"
 
- Sultan Saladin - Rückeroberer Jerusalems für die muslimische Welt - Held Syriens und des vorderarabischen Raumes gegen die Kreuzzügler des
                           mittelalterlichen Papsttums 
 
- Werner Stauffacher und die ersten Eidgenossen von Uri, Schwyz und Unterwalden
 
- Thomas Münzer und Huldrych (Ulrich) Zwyngli - Die Anführer der Bauernkriege - (bereits frühe Neuzeit)
 
- Martin Luther schließlich, der große, gewaltlose Reformator des Christentums
 
 
III. (Neuzeit)
 
- John Locke, J.J. Rosseau, Montesquieu,I. Kant, u.a. europäische Denker der Aufklärer, u.a. besonders für die Prinzipien von Volkssouveränität und
   Gewaltenteilung bekannt
 
- Graf Mirabeau - gewaltloser (!) Reformator der Französichen Revolution, auf ihn geht maßgeblich die Abschaffung der Ständeprivilegien zurück...
 
- Francisco Castanos - spanischer Freiheitskämpfer gegen Napoleon
 
- Freiherr vom Stein -  Reformator Preußens, reorganisierte den preuß. Staat, ermöglichte den Wiederaufstieg gegen und nach Napoleon
 
- Die aus dem sog. "Wilden Westen" bekannten Freiheitskämpfer der nordamerik. Indianer - Chief Joseph, Crazy Horse, Sitting Bull, Geronimo und und
   und... ihr Kampf mag vergeblich gewesen sein, aber sie geben uns bis heute Inspiration und Stoff für Mythen und Legenden, leben somit weiter...
 
- Mahatma (sanskrit. "die große Seele") Gandhi - erfolgreicher und gewaltloser Freiheitsheld Indiens, entwickelte das Prinzip des gewaltlosen Widerstands  
   zur weitgehenden Perfektion; erstritt maßgeblich für Indien die Unabhängigkeit vom British Empire
 
- Eamon de Valera und Michael Collins - Freiheitshelden Irlands, erkämpften maßgeblich die Unabhängigkeit vom Empire 
 
- Martin Luther King - Kämpfer gegen den fortdauernden diskriminierenden und gewalttätigen Rassismus in Teilen der USA in den 1960er Jahren
 
- Ahmad `Schah´ Massoud - Nationalheld Afghanistan, maßgeblicher Kämpfer und Organisator gegen die Invasion der Sowjetunion  
 
- Nguyen Giáp ("Napoleon des Ostens") und Ho Chí Minh (umstritten) - ambivalent bewertet wg. ihrer kommunistischen Ideolgie, aber unzweifelhaft die
    Befreier ihres Landes vom westlichen (franz. u US-amerik.) Kolonuialismus und Imperialismus
 
 
- ... Die Liste ließe sich beliebig verlängern - lasst uns ihnen allen bewahren ein ehrendes Gedenken, denn sie alle erhoben sich gegen echte Not und Unterdrückung, nicht aus übermütiger Streit- oder Kampfeslust.
 
Und mögen wir jetzt wachsam sein, damit es uns nicht ergehe wie ihnen und ihren Leidensgenossen, denn wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf!
 
 
© Siegfried Göbel, Studienrat
 
Als Leserbriefe gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht (unbedingt) die Meinung der Redaktion wider, sondern stellen die subjektive Meinung des Einsenders dar.

 

Die Seenotrettung von Flüchtlingen aus dem Mittelmeer ist ein Phänomen, das viele Menschen bewegt und auch in zwei Lager spaltet: in die einen, die diese Seenotrettung befürworten und dies auch noch mit christlichen Motiven begründen und in die anderen, die dagegen sind. Die europaweit seit 2018 agierende Organisation „Seebrücke“  richtet sich gegen die angebliche Kriminalisierung der Seenotrettung (https://de.wikipedia.org/wiki/Seebr%C3%BCcke_(B%C3%BCndnis) und unterhält auch in Deutschland zahlreiche Stützpunkte (https://seebruecke.org/), von dort auch Aktionen gestartet werden, um die Rettungstaten im Mittelmeer zu unterstützen. Viele Städte haben sich einem Bündnis „Sichere Häfen“ angeschlossen, um die Aufnahme von so genannten Flüchtlingen zuzusichern, gehen dabei aber kein Kostenrisiko ein, da der Bund nach Aussage des Innenministeriums die Kosten übernimmt (https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Buendnis-Sichere-Haefen-Bund-traegt-die-Kosten,hafen1606.html). Ich zähle mich zu dem zweiten Lager, die die Seenotrettung ablehnen und will dies hier begründen:

  1. Die Seenotrettung begünstigt nur die Starken: Diejenigen, die es auf dem afrikanischen Festland bis zur Meeresküste am Mittelmeer geschafft haben, gehören in mehrerer Hinsicht zu den Starken. Sie sind physisch stark genug, die Strapazen auf sich zu nehmen. Sie haben aber auch genügend Geld, die Schlepper bezahlen zu können. Diese Konstellation begünstigt vor allem junge Männer, während Frauen und Kinder dafür weniger geeignet sind.
  2. Die Schwachen bleiben zu rück und werden allein gelassen: Die Schlussfolgerung ist, dass die Schwachen (z. B. Alte, Kranke, Behinderte, Kinder, Frauen) es nicht so leicht schaffen, sich bis zum Mittelmeer durchzuschlagen, sie bleiben eher zurück in ihrem Heimatland. Die starken jungen Männer fehlen aber dem Land, aus dem sie kommen, um dort beim Aufbau zu helfen.
  3. Unterstützung von unsolidarischem Verhalten: Wer seine Heimat verlässt, um nach Europa zu gehen, sucht primär für sich selbst bessere Lebensbedingungen. Das ist verständlich. Jedoch hat er damit nur seinen eigenen Vorteil im Blickfeld. Er nimmt keine Rücksicht auf Angehörige, die zurückbleiben. Vielleicht könnte er doch noch für seine Eltern, Ehefrau oder Kinder sorgen. Möglicherweise verspricht er, sie aus dem Ausland finanziell zu unterstützen. Aber er sucht zunächst einmal sein eigenes Glück und lässt die anderen im Stich.
  4. Handlangerdienste für Schlepper: Weil die Schlepper davon wissen, dass es Seenotretter von Nichtregierungsorganisationen (NGO) gibt, die die Flüchtlinge aufnehmen wollen, können sie die Flüchtlinge in nicht für die Überfahrt nach Europa geeignete Boote setzen. Die Flüchtlinge wissen davon, dass es solche NGO-Schiffe gibt und dass die Mannschaften dieser Schiffe sie retten wollen. Das erleichtert ihnen es, sich dem Risiko auszusetzen, sich in ein für die Überfahrt ungeeignetes Schlauchboot zu begeben. Sie provozieren damit ihre eigene Seenotlage. Ohne dass man eine direkte Absprache zwischen Schleppern und NGO-Rettern unterstellen muss, ist es für beide klar, dass sie indirekt „Hand-in-Hand“ arbeiten. NGO-Retter machen sich somit zu Komplizen von modernen Menschenhändlern.
  5. Moralische Nötigung: Es wird immer wieder das Argument von den Befürwortern gebracht, dass doch Seenotrettung nicht kriminell und damit gerechtfertigt sei, so auch der Außenminister Heiko Maas, der auf Twitter schreibt: „Menschenleben zu retten ist eine humanitäre Verpflichtung, Seenotrettung darf nicht kriminalisiert werden“ (https://twitter.com/HeikoMaas/status/1144949474076319744).Nur oberflächliche Menschen würden auch behaupten, dass Seenotrettung kriminell sei, denn nach internationalem Seerecht ist die Seenotrettung selbstverständlich legal. Problematisch ist aber die Anfahrt eines europäischen Landes, um dort die Lanhdung in einem europäischen Hafen zu erzwingen, denn es besteht nach dem Seerecht nur die Verpflichtung, den Geretteten an einen sicheren Hafen zu bringen, so dass auch die Anfahrt  eines Hafens an der afrikanischen Küste, die zudem i.d.R. näher ist, möglich ist. Wenn die Landeerlaubnis eines europäischen Landes nicht sofort erteilt wird, verschlechtert sich zwangsläufig die Situation der geretteten Flüchtlingen mit der Folge, dass die Nichterteilung einer Landerlaubnis eine Zugzwangssituation hervorruft: Wird diese nicht erteilt, erhöht sich dadurch der Druck auf das ablehnende Land, doch noch die Landeerlaubnis zu erteilen, um in der Öffentlichkeit nicht als menschenverachtend dazustehen.  Ein solches Verhalten der NGO-Retter kommt einer moralischen Erpressung gleich, denn wenn die Landeerlaubnis nicht erteilt wird, setzte sich das Land einem moralischen Protest der veröffentlichen Meinung aus. Schlimmer noch ist die Variante – siehe das bekannte Verhalten von der deutschen Kapitänin Carola Rackete – die Landung in einem Hafen mit Gewalt zu erzwingen.
  6. Seenotrettung ist nicht christlich: Kirchenvertreter begründen die Seenotrettung gerne mit dem Gebot der christlichen Nächstenliebe. Wenn dies der Fall wäre, dann müsste jeder, der einen Flüchtling aus dem Meer rettet und auf das europäische Festland bringt, alle Folgekosten übernehmen. Die Begründung ist die, dass Jesus in dem Gleichnis vom „barmherzigen Samariter“ erzählte, dass der Samariter den ausgeraubten Mann nicht nur gerettet hatte, indem er ihn auf seinem Reittier mitnimmt, sondern dass er ihn in eine Herberge brachte, für deren Kosten er selbst (!) aufkommt; er sichert dem Wirt auch noch zu, dass er ihm noch mehr Geld geben werde, wenn er zurückkommt (Matthäus 10, 35-37). Dass die Seenotretter sich bereit erklärt hätten, alle Folgekosten ihrer Lebensrettung zu übernehmen, ist mir nicht bekannt. Deshalb halte ich die Seenotrettung insofern für Heuchelei, als sie zwar vordergründig der Rettung von Menschenleben dient, aber alle Folgekosten der Allgemeinheit aufbürdet.
  7. Negierung des Willens der Bevölkerung: Man stelle sich folgendes vor: Es gäbe eine Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen vor der Obdachlosigkeit zu retten. Die Menschen dieser Organisation streiften durch belebte Straßen der Großstädte oder Parks, um dort Obdachlose aufzusammeln. Nachdem sie sie in ihren Wagen mitgenommen hätten, gingen sie auf die Suche nach geeigneten Unterkünften und versuchten die vor der Obdachlosigkeit geretteten Menschen in Häuser von aus ihrer Sicht wohlhabenden Leuten - durch moralischen Druck, notfalls auch mit Gewalt, gegen den erklärten Willen - unterzubringen. Sie kümmerten sich nach dem „Abladen“ der Obdachlosen nicht weiter um deren Schicksal, sondern bürdeten dieses den aus ihrer Sicht geeigneten Menschen auf, denen sie die Obdachlosen überlassen haben. Nichts anderes tun die NGO-Retter, in dem sie die Flüchtlinge einfach an Land bringen, ohne sich vorher zu vergewissern, ob dies auch dem Willen der Bevölkerung entspricht. 
  8. Verhinderung legaler Einreise: Wer auf dem Seeweg durch die NGO-Helfer auf das europäische Festland gebracht wird, muss sich nicht darum bemühen, bei der deutschen Botschaft in seinem Heimatland eine legale Einwanderung in die Wege zu leiten; letzterer Weg nach Deutschland ist nicht einfach, denn es müssten eine Reihe von bürokratischen Hürden überwunden werden, weil vor der Einreiseerlaubnis eine Überprüfung durch die deutschen Behörden stattfinden muss.
  9. Erhöhung des Drucks auf Benachteiligte: Man findet häufig Befürworter der Seenotrettung in der gehobenen Mittelschicht, die keine oder mäßige Existenzängste haben, die in bevorzugten Wohngegenden leben und dadurch wenig direkten Kontakt mit denjenigen haben, deren Einreise sie befürworten. Sie haben auch genügend Geld, um ihre Kinder auf Privatschulen zu schicken, wo der Migrantenanteil nicht so hoch ist. Anders sieht es in ärmeren Bevölkerungsschichten aus: Dort kommt es zur direkten Konkurrenz auf dem enger werdenden preiswerten Wohnungsmarkt. Außerdem müssen sie in Stadtteilen leben, die durch einen hohen Migrantenanteil mit dem dazugehörigen Konfliktpotential gekennzeichnet sind.
  10. Isolierte Betrachtung der Seenotrettung und Glorifizierung der Retter: Wer einen Menschen aus Seenot rettet, betrachtet sich selbst als einen großen Helden – und lässt sich gerne auch so feiern. So wurde z. B. Carola Rackete vom Katalanischen Parlament am 10.09.2019 eine Ehrenmedaille für ihre Seenotrettung verliehen und sie damit als „Verteidigerin der Menschenrechte“ gewürdigt (https://www.jungewelt.de/artikel/362490.katalonien-auszeichnung-f%C3%BCr-seenotrettung.html). Er isoliert diese Handlung von allen Vorbedingungen und Folgen. Nur so erscheint sie ihm und auch der willfährigen Presse als eine glorreiche Tat. Was zur Flucht eines Menschen geführt hat, ob dies mehr oder weniger lobenswerte Beweggründe hatte, interessiert ihn nicht sonderlich. Auch die Folgen sind ihm egal. Ob er möglicherweise hilft, dass Kriminelle nach Europa gelangen, ob die aufgekommenen Flüchtlinge aufgrund der kulturellen Unterschiede überhaupt eine Integrationsmöglichkeit haben, liegt auch nicht in seinem Blickfeld. Ihn interessiert allein die Rettungstat. Diese Einschränkung der Perspektive ist im Grunde genommen verantwortungslos, sowohl gegenüber den Geretteten also auch gegenüber der  Bevölkerung, die diese aufnehmen sollen.

Die Seenotrettung hat eine Affinität zum Gutmenschentum oder sie ist ein Ausfluss dieser Attitüde, bei der ebenfalls ein blinder Fleck existiert, der bewirkt, dass bestimmte Aspekte der Realität ausgeblendet werden, damit sie aufrecht erhalten werden kann. Die Beschränkung der Sichtweise, dass die Seenotrettung ausnahmslos eine gute Tat ist, resultiert aus dieser Beschneidung der Wahrnehmung der Wirklichkeit auf die den eigenen Menschen- und Weltbild entsprechenden Einstellungen.

©Büren, 28.11.2019, Günther Birkenstock

Als Leserbriefe gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht (unbedingt) die Meinung der Redaktion wider, sondern stellen die subjektive Meinung des Einsenders dar.

 

Die Älteren werden sich noch daran erinnern und auch diejenigen, die im Geschichtsunterricht aufgepasst hatten: Das gab es schon einmal in Deutschland, wenn wir in die jüngste Geschichte zurückblicken. Die Totalität des Staates in Form einer Diktatur, in der die Volksgemeinschaft gefangen war und nicht mehr herauskonnte. Es war die Zeit des Nationalsozialismus, die von dieser Totalität geprägt war. Totalität bedeutete in diesem Zusammenhang, dass das gesellschaftliche Leben und die gemeinsamen Vorstellungen über Recht und Unrecht so vereinheitlicht waren, dass Ausnahmen nicht zugelassen wurden. Hitlers Machtergreifung und die folgende Zeit waren die Folge einer desolaten gesellschaftlichen Gesamtsituation mit hoher Arbeitslosigkeit, Ertragen von Kriegsfolgelasten (des 1. Weltkrieges) und einer gedemütigten Volksseele, der man durch den verlorenen Weltkrieg sein Selbstwertgefühl genommen hatte. Hitler verstand es geschickt, dem deutschen Volk wieder das verloren geglaubte Selbstbewusstsein zurückzugeben. Er schaffte ein neues Wir-Gefühl, durch das die Massen wieder Hoffnung auf eine bessere Zukunft schöpften. Die Deutschen mussten aber hierfür einen hohen Preis zahlen: den Verlust der Freiheit. Denn Hitler hatte von Anfang das Ziel, einen totalitären Staat zu schaffen von einer Gesellschaft, die „wie ein Mann“ hinter ihrem Führer stand. Dazu war es notwendig, alle gesellschaftlichen Kräfte „gleichzuschalten“. Diese „Gleichschaltung“ lag darin, alle wichtigen Positionen in der Gesellschaft mit getreuen Gefolgsleuten zu besetzen. Das waren i.d.R. die Anhänger der NSDAP, die mit ihrem Treueschwur auf Hitler zu willigen Vasallen wurden. Regierungsämter, Presse, Rundfunk und Fernsehen und Justiz wurden auf diese Weise infiltriert. Selbst die noch freien Vereine und die Kirche mussten entsprechend dieser Ausrichtung auf die von ihm gewollte totalitäre Staatsform hin beeinflusst werden. Sein Vorhaben wurde konsequent durch eine getreue Gefolgschaft mit einer Günstlingswirtschaft – nur diejenigen, die den Treueschwur ablegten und in die Partei eintraten, hatten die Möglichkeit des beruflichen Fortkommens – umgesetzt. Die Art und Weise, wie dies umgesetzt wurde, kann heute nur aus noch vorhandenen Aufzeichnungen  der damaligen Zeit rekonstruiert werden. Für das Deutsche Rote Kreuz, mein früherer Arbeitgeber, habe ich die Geschichte des DRK auch in der Nazizeit für die Homepage des DRK-Kreisverbandes Korbach-Bad Arolsen durchleuchtet, und bin zu dem erschreckenden Ergebnis gekommen, dass auch das Rote Kreuz seine Unabhängigkeit aufgegeben hatte. Damals mussten auch Rotkreuzler auf Hitler einen Treueschwur ableisten der folgendermaßen lautete: „Ich schwöre Treue dem Führer des Deutschen Reiches und Volkes Adolf Hitler. Ich gelobe Gehorsam und Pflichterfüllung in der Arbeit des DRK nach den Befehlen meines Vorgesetzten. So wahr mir Gott helfe." Diese Verpflichtungserklärung wurde von dem Vorsitzenden des Kreisvereins Heinrich Bremer in Form einer "Verpflichtungstour" von jedem abverlangt (http://drk-korbach.de/ueber-uns/geschichte/drk-kv-kb-ba.html). In dem Brief des damaligen Präsidenten des DRK, Herrn von Winterfeldt, an den damaligen Reichskanzler hieß es: „Das Deutsche Rote Kreuz verehrt in Ihnen, Herr Reichskanzler, den Führer, der in wenigen Monaten stürmischer Entwicklung die Erneuerung des Deutschen Roten Kreuzes vollzogen hat. Im Namen anderthalb Millionen Männer und Frauen im DRK erkläre ich die unbedingte Bereitschaft, uns Ihrer Führung zu unterstellen und Ihnen zu folgen." (http://drk-korbach.de/ueber-uns/geschichte/drk-kv-kb-ba.html). Niemand konnte damals im Vorstand des Roten Kreuzes sein, der nicht auch Mitglied der NSDAP war. Durch das Gesetz über das Deutsche Rote Kreuz, das am 01.01.1938 in Kraft trat, ging die Unabhängigkeit in Form des Vereinsstatus verloren und das DRK wurde in eine Körperschaft des öffentlichen Rechts umgewandelt (http://drk-korbach.de/ueber-uns/geschichte/drk-kv-kb-ba.html).

Gibt es Parallelen zur heutigen Zeit? Diejenigen, die wie ich noch die Zeit miterlebt haben, als nach dem Krieg in Westdeutschland eine Aufbruchstimmung herrschte, können nur noch wehmütig zurückblicken. Die Welt war insofern noch in Ordnung, als die Menschen sich auf einander verlassen konnten, ein Grundkonsens vorhanden war, der auf einem christlichen Glauben gründete. Das später in der 68-iger Bewegung verächtlich gemachte „christliche Abendland“ hatte noch einen prägenden Einfluss auf die Menschen. Charakteristisch war ein gemeinsamer Wertekanon, der die Menschen zusammenhielt und der sich z. B. in festen Rollen der Geschlechter – Frauen waren noch weiblich und Männer maskulin – ausdrückte. Frauen mussten sich noch nicht schämen, dass sie „nur Hausfrau“ waren. Im Gegenteil: Sie waren stolz darauf und freuten sich daran, für Ehemann und Kinder zu sorgen. Und sie erhielten hierfür auch die notwendige Wertschätzung. Die Männer waren tatsächlich noch in der Lage, mit ihrem Lohn eine Familie ernähren zu können und die Mieten waren erschwinglich. Die Familie war noch der Mittelpunkt des Lebens und wurde hoch geschätzt. Schulden machen, um z. B. den Konsum zu finanzieren, war der absolute Ausnahmefall. Wenn Kredite aufgenommen wurden, dann für mittel- und langfristige Güter wie z. B. Autos oder Häuser. Kinder konnten noch draußen auf den Straßen unbesorgt spielen. Frauen mussten nicht ständig Angst davor haben, überfallen, vergewaltigt und umgebracht zu werden. Mit dem politischen Wechsel Ende der 60iger Jahre war diese schöne Zeit vorbei. Alles wurde infrage gestellt und diskutiert und der „Gammel- und Schlampenlook“ hielt Einzug im Alltag. Vor allem Frauen befreiten sich angeblich von der Unterdrückung durch den Ehemann und wollten die Hausfrauen- und Mutterrolle nicht mehr akzeptieren. Kinder zu bekommen wurde zum Risikofaktor für eine emanzipierte Frau, die sich immer mehr aus der Familie herauslöste und versuchte eigene Wege zu gehen. Die eheliche Treue wurde verächtlich gemacht („wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Estabilshment“). Der Ehebruch war noch ein Scheidungsgrund bis zur Reform des Eherechts in den siebziger Jahren, als dann nur noch das „Zerrüttungsprinzip“ nötig war. Folglich ging der „Babyboom“ der sechziger Jahre zurück und der „Kinderreichtum“ wurde zum Karriererisiko für die emanzipierte Frau. Die Familien begannen zu zerfallen und Jugendämter wurden immer aktiver, um in den zerrüttenden Familien die Kinder herauszuholen. Die rebellierenden Studenten haben den „Marsch durch die Institutionen“ angetreten, um die Republik nach ihren Vorstellungen zu verändern. Und sie haben ganze Arbeit geleistet: Die Familien wurden als Kerne der Gesellschaft abgewertet und nur Frauen, die auch „Karriere machen“ wollten, hatten einen hohen Stellenwert. Viele Frauen begriffen die Emanzipation als einen Versuch, nicht nur für sich gleiche Rechte einzufordern, sondern auch den Männern alles gleich zu machen. Dabei übernahmen sie auch alle Unarten des anderen Geschlechts: Rauchen von Zigaretten und trinken von alkoholischen Getränken in der Öffentlichkeit, eine Adaptation der Kleidung der Männer, so dass man nur noch bei näherem Hinsehen einen Unterschied zu Männern feststellen konnte, die leider auch die Fehler machten, weibliche Attitüden zu imitieren bis hin zu den langen Haarmähnen, die man glaubte auch haben zu müssen. Parallel mit dieser Entwicklung ging auch die Abwertung des christlichen Menschenbildes. Jetzt war mehr die Selbstbehauptung und die Selbstverwirklichung gefragt und nicht das gegenseitige Dienen, wie dies Jesus Christus gefordert hatte. Der „Pillenknick“ – die Entdeckung des empfängnisverhütenden Medikamentes erlaubte auch den Geschlechtsverkehr in der empfängnisbereiten Zeit der Frau – führte zu einem massiven Einbrechen der Geburtenzahlen und zu einem Bevölkerungsrückgang, der dann nur noch anscheinend dadurch ausgeglichen werden konnte, dass „Gastarbeiter“ in die Bundesrepublik einreisten. Damit begann eine Entwicklung, die sich bis in die heutige Zeit vorsetzte: Die eigene Identität des deutschen Volkes ging immer mehr verloren durch den Zuzug von Menschen aus anderen Nationen. Diese wachsende Entfremdung und das Verlorengehen deutschen Selbstbewusstseins geht bis in die heutige Zeit hinein und verschärfte die Probleme in bestimmten Regionen von Ballungszentren, wo ganze Stadtteile ihr typisches Gesicht verloren und durch Ansiedlung und wachsende Konzentration von Ausländern die dort noch lebenden Einheimischen verdrängten. In den letzten 15 Jahren hat sich diese Entwicklung unter der Regierung von Angela Merkel verschärft, die noch aus der Opposition heraus behauptete, dass „Multikulti“ gescheitert sei, aber nach der Regierungsübernahme genau das Gegenteil praktizierte, was sie vorher kritisiert hatte. Der Zuzug von Ausländern, die zudem die sozialen Sicherungssysteme zunehmend belasten, hält weiter an und führt auf allen Gebieten zu Problemen. Horst Seehofer hatte deshalb Recht, als er behauptete, dass die Migration die Mutter aller Probleme sei. Aber die Bundeskanzlerin hatte sich geschickt die politischen Positionen zu eigen gemacht, die sie vorher bekämpft hatte und rückte damit ihre eigene Partei mehr und mehr aus der konservativen Ecke in eine Richtung, die noch vor kurzer Zeit von den Linken oder Grünen eingenommen wurden. Folglich entstand ein politisches Vakuum, in dem die AfD als neue Partei Fuß fassen konnte. Sie sammelte die Wähler ein, die vorher noch in der CDU oder CSU beheimatet waren. Inzwischen hat sich dadurch eine Konfrontation zwischen der AfD und allen anderen Parteien gebildet, die sich im Grunde kaum noch in ihren Standpunkten unterscheiden und deshalb zu Recht als Blockparteien – in Anlehnung an die Zeiten der DDR – bezeichnet werden. Inzwischen hat sich eine Meinungsdiktatur entwickelt, durch die alle jene, die diese „Allparteienregierung“ kritisieren, als rechtsradikal bezeichnet werden. Da die Fernsehsender von diesen etablierten Parteien dominiert werden (die Fernsehräte werden hauptsächlich nach Parteienproporz besetzt – allgemein gilt: ARD ist etwas SPD-näher, ZDF etwas der CDU zugeneigt – die dann auch die Meinungsbildung entscheidend beeinflussen), ist auch die Objektivität der Berichterstattung verloren gegangen und die Kommentare zunehmend „regierungsfreundlicher“ geworden. Die Nachrichtensprecher dürfen z. B. danach immer noch – nach dem es mal als verpönt galt zu sagen – die AfD als "rechtspopulistisch" bezeichnen. Ich warte heute noch auf den Tag, an dem ein Nachrichtensprecher den Mut hätte zu sagen: „Das lese ich nicht mehr vor.“ Aber die Angst vor der Entlassung und der Ungewissheit, ob man wieder eine Arbeit bekommen wird, hält alle davon ab, diesen Mut aufzubringen. Duckmäusertum und einseitige Anpasserei an den „Mainstream“, ist stark ausgeprägt. Auch die Presse folgt anscheinend widerspruchslos diesem Mainstream. Gibt es so etwas wie einen linken Meinungsterror? Ja, denn Journalisten in Deutschland sind eindeutig links orientiert. Nach einer Studie der Freien Universität Berlin aus dem Jahr 2010 ergibt sich, dass von den Journalisten 26,9 Prozent sich den Grünen,  15,5 Prozent der SPD und 4,2 Prozent den Linken verbunden fühlten, während sich der CDU/CSU und der FDP nur 9 Prozent und 7,4 Prozent nahe sahen (https://www.nzz.ch/international/das-herz-des-deutschen-journalisten-schlaegt-links-ld.1434890). Also sind in den Redaktionen weitgehend diejenigen vertreten, die sich dem linken Spektrum der Meinungskultur zurechnen lassen. Das spürt jeder, der aufmerksam Zeitungen liest oder Diskussionen im Fernsehen mitverfolgt. Die Konservativen kommen entweder kaum zu Wort oder werden in so genannten Talk-Shows einer Horde von links-gestrickten und auf einer Linie stehenden Diskussionsteilnehmern fertig gemacht. Was bedeutet das? Nun, die linke Denkweise geht folgendermaßen: Jeder Bürger, der die traditionelle Ehe und Familie für noch erstrebens- und schützenswert erklärt, der sich auf das christliche Abendland beruft und sagt, dass unser Wertekanon auf das Christentum zurückgeht, wird als konservativ und rückständig erklärt. Wer nicht in einer modern „Patchwork-Familie“ lebt, nicht geschieden ist, nicht den Zustrom von Migranten in unser Land für eine Bereicherung hält und nicht für das Recht der Frauen auf Selbstbestimmung hinsichtlich eines Schwangerschaftsabbruches ist („mein Bauch gehört mir“), wird für nicht mehr zeitgemäß erklärt. Wer gegen die Homo-Ehe ist und meint, dass Kinder in den ersten drei Jahren ihres Lebens in der Kleinfamilie mit Vater, Mutter und Kind am besten aufgehoben ist und es ablehnt, dass die Mutter sofort nach der Mutterschaftsschonfrist wieder arbeiten geht, wird als Feind der fortschrittlichen Gesellschaft verunglimpft. Wer meint, die nationalen Interessen gingen den internationalen Interessen vor, wird für rechtsradikal bezeichnet. Wer stolz darauf ist, ein Deutscher zu sein, wird als Nazi beschimpft. Diese konstruierte Verbindung zwischen einer konservativen Lebenseinstellung und dem Nationalsozialismus Adolf Hitlers ist eine beliebte Methode, um diejenigen in Misskredit zu bringen, die sich nicht dem linken Meinungsterror anpassen wollen. Ich hatte bereits in meiner Zeit als Student in den siebziger Jahren an der Uni Marburg diese linke, immer schon recht intolerante Szene beobachten können, die zwar stets Toleranz predigte und sie von anderen verlangte, aber diese nie gegenüber Menschen mit einer anderen Gesinnung als der eigenen gelten ließ. Ich kann mich noch an die Zeit erinnern, als Dr. Helmut Kohl damals auf dem Marktplatz in Marburg gegen die Pfiffe der linken Studenten ankämpfte und versuchte, seinen Standpunkt zu vertreten mit der Bemerkung, die mir noch gut in Erinnerung geblieben ist: „Ja, ich weiß, Sie bestreiten ja alles, nur nicht ihren Lebensunterhalt.“ Ich hatte sie erlebt in den Vorlesungen: Meistens völlig undiszipliniert (das Zuspätkommen war an der Tagesordnung), ewig über alles diskutieren wollen, wobei immer ein sehr aggressiver, agitierender Sprachstil gepflegt wurde. Junge Studentinnen hatten sich angewöhnt, wie mein verstorbener Schwiegervater zu sagen pflegte, im „Schlampenlook“ zur Uni zu kommen. Gelangweilt saßen sie herum und hatten sogar die Frechheit, während der Vorlesung endlos an einem Pulli zu häkeln, bis einem alten Professor einmal der Kragen platze und sie ermahnte, sie solle demnächst ihr Strickzeug zu Hause lassen. Diese so genannte 68-iger Generation hat es nun in ihrem „Marsch durch die Institutionen“ geschafft, auch in der Politik und in den Verlagshäusern der Tages- und Wochenzeitungen anzukommen und terrorisieren wie damals in ihrer Studentenzeit jeden, der nicht ihrer Meinung ist. Dabei leben sie meistens recht komfortabel, sind in gesicherten, vom Staat garantierten Positionen angekommen, und leben eben anders als es nach ihrer linken Ideologie sein sollte: bürgerlich, auf den eigenen finanziellen Vorteil bedacht, in bevorzugten Wohnlagen fernab ihrer stets propagierten „multikulturellen Vielfalt“, Kinder schicken sie auf Privatschulen und halten sie von den bitteren Erfahrungen der breiten Masse in der staatlichen Regelschule ab. Sie wollen also gar nicht eine Veränderung der bestehenden Verhältnisse (was eigentlich eine linke Position wäre), sondern partizipieren lieber von dem Staat, den sie einst vorgaben bekämpfen oder zumindest verändern zu wollen. Joschka Fischer und Daniel Cohn-Bendit sind Musterbeispiele für nur scheinbar linker Lebensstile, die sich aber durch die oft sehr großzügige Alimentierung durch den Steuerzahler sehr schnell als eine heuchlerische Maskerade entlarven lassen.

Die Gefahr ist ganz real, dass wir in dieser Totalität der Meinungen, der Wertvorstellungen und gesellschaftlichen Normen stecken  b leiben, so dass die Ausgrenzung und Diskriminierung durch das von angeblich linken Gedankengut geprägten, quasi „gleichgeschalteten“ Medienkartellen und Allparteienkoalitionen weiter geht. Ich warne aber davor, dies wirklich als „links“ zu bezeichnen, da es, wie schon gesagt, nur als Floskel herhalten muss für eine entsprechende politische Ausrichtung, die aber in Wirklichkeit gar keine Veränderung will, sondern eine Stabilisierung des staatlichen Machtapparates mitsamt den infiltrierten Meinungsträgern wie Presse und Rundfunk.

 

 © Büren, 25.11.2019, Günther Birkenstock

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Heuschrecken sind Insekten, die durch ihre Gefräßigkeit ganze Landstriche verwüsten können. Ihre einzige Lebensaufgabe scheint es zu sein, sich durch Abnagen von Blättern zu ernähren, die abgegrasten Anpflanzungen zu verlassen, um sich dann neue Gebiete zu suchen, in denen sie aufs Neue das Spiel wiederholen können. Sie waren schon zu biblischen Zeiten eine Plage, als nämlich Moses versuchte, mit einer Heuschreckenplage den Pharao dazu zu bringen, sein Volk, die Israeliten, aus Ägypten ziehen zu lassen.  Auch heutzutage können Heuschreckenschwärme große Schäden anrichten und die mühsame Arbeit von Bauern und Farmern binnen kürzester Zeit zu Nichte machen.

Eine gute Metapher könnten diese Heuschrecken sein für Menschen, die sich ähnlich wie diese Insekten verhalten und nur darauf aus sind, sich durch das Abgrasen der Früchte und Bemühungen anderer zu bereichern, um dann, nachdem es nichts mehr zu holen gibt, über andere herzufallen. Das Phänomen ist nicht neu. Wer sich an die alten Wild-West-Filme erinnern kann, kennt diese Szenen: Eine Räuberbande zieht durch die Prärie, überfällt harmlos Farmer, die sie um ihre Viehbestände, ihre Pferde, ihre mühsamen Ersparnisse und andere Güter bringen, um dann weiter zu ziehen. Um lästige Zeugen der Überfälle zu vermeiden, wurden die armen Menschen oft auch noch umgebracht. In modernen Zeiten haben sich die Umstände geändert, unter denen solche Raubzüge stattfinden, aber das Ziel ist das gleiche: andere Menschen ausplündern, ohne Rücksicht darauf, dass diese dann in Schwierigkeiten geraten. Vielleicht denken einige dabei an Bankräuber, Straßenräuber oder Menschen, die in andere Leute Wohnungen und Häuser einbrechen, um diese um ihr Hab und Gut zu bringen. Das mag schon sein, dass diese Verbrecher auch das für Heuschrecken typische Verhalten an den Tag legen: Sie haben nur im Sinn, sich selbst auf Kosten eines anderen dessen Früchte zu ergattern. Aus dem Bühnenwerk von Bertold Brecht „Die Dreigroschenoper“ stammt der bekannte Satz: Was ist ein Dietrich gegen eine Aktie? Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank? Siehe auch. Der Sozialkritiker hat es wohl richtig erkannt: Derjenige, der „am Ende der Verbrecherkette“ steht, ist der klügere Verbrecher, also der „Hehler ist schlimmer als der Stehler“. Es sind die „Hintermänner“ der Kette der Drogendealer, auf welche die Polizei es abgesehen hat, wenn sie eine Verbrecherbande endgültig zur Strecke bringen will. Es sind die Bordellbesitzer, die die Prostituierten ausbeuten und es sind diejenigen, die mittels eines perfiden Zinssystems die Menschen versuchen auszuplündern: Die Geldverleiher, wie sie früher hießen und die Banken, die anderer Leute Geld verleihen. Es ist die „White-collar-Kriminalität“, bei der die raffiniertere Täter die wahren Meister ihres Faches sind. Der US-amerikanische Soziologe Edwin H. Sutherland hat diesen Begriff mit seinem Buch „White collar crime“ 1940 geprägt, in dem der darauf hinwies, dass auch Mitglieder der Mittelschicht und Oberschicht kriminell werden. Nur haben die Angehörigen dieser Bevölkerung eine geschicktere Vorgehensweise, um ihre Kriminalität zu tarnen. Die Rechtsbrüche werden oft im Geschäftsleben, im Staatsdienst oder in freien Berufen begange. Siehe auch Aber es werden immer noch Straftaten begangen, also Gesetze übertreten. Nur werden diese Täter aufgrund ihrer Intelligenz, die sie hierbei einsetzen, seltener bei den Gesetzesbrüchen ertappt. Wäre es dann nicht klüger, die Gesetze so zu ändern, dass die Raubzüge nicht als Straftaten gelten?  Das wäre doch die geschickteste Art der Ausbeutung von Menschen: Man „legalisiert“ die nach moralischen Gesichtspunkten zu verurteilende Verhaltensweisen. Warum fällt mir dabei ein, dass vielleicht Abgeordnete eines Parlamentes für ein solches Verhalten in Frage kommen? Wenn Abgeordnete ihre „Diäten“ erhöhen, ist dies ein solch geschickter Schachzug. Kaum war der Bundestag im Jahre 2017 gewählt, da beschlossen die frisch gewählten „Volksvertreter“, dass die Regelung aus der alten Legislaturperiode übernommen werden solle, wonach ihre Abgeordneten-Bezüge jeweils in der Mitte des Jahres auf der Basis der vom Statistischen Bundesamtes errechneten Lohnentwicklung „angepasst“ werden sollen. Siehe auch Der Automatismus dieser Anpassung wurde von Abgeordneten der AfD scharf kritisiert, weswegen diese Fraktion das Gesetzesvorhaben ablehnte, aber durch die Stimmen der anderen Parteien überstimmt wurden. In den Jahren zuvor musste jeweils neu über die Frage, welche Diäten die Abgeordneten bekommen sollten, abgestimmt werden, was in der Öffentlichkeit für Unmut („Selbstbedienung“) sorgte. Durch die Gesetzesregelung der Automatisierung der Diätenerhöhung, die erstmals im Jahr 2016 erfolgte, entzogen sich die Abgeordneten auf diese geschickte Weise der öffentlichen Diskussion zur Diätenerhöhung. Siehe auch Ist das nicht ein gutes Beispiel für die geschickteste Art, moralisch verwerfliches Verhalten durch eigene Gesetze zu legalisieren?

Wenn über das Thema Heuschrecken als Metapher für ausbeuterisches Verhalten nachgedacht werden soll, kann man an den Kirchen nicht vorbeikommen. Wenn man sich die deutschen Verhältnisse ansieht, dann stellt man fest, dass die heutige Haupteinnahmequelle der Kirchen die Kirchensteuer ist. Im Jahr 2017 nahm die katholische Kirche 6,43 Mrd. EUR und die evangelische Kirche 5,67 Mrd. EUR an Kirchensteuer ein. Die Einnahmen sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen (2010 lagen die Einnahmen bei 4,79 Mrd. bzw. 4,26 Mrd. EUR), obwohl die Anzahl der Kirchenanhänger rückläufig ist. Siehe auch Etwa 2/3 der gesamten Einnahmen werden für die Bezahlung des Klerus und des anderen Kirchenpersonals verwendet (https://ibka.org/de/infos/ksteuer.html).  Nur ein geringer Anteil der Kirchensteuereinnahmen kommt so genannten sozialen Zwecken zu Gute. Die Schätzungen liegen zwischen 5- und 10 %. Siehe auch. Zu den Steuereinnahmen kommen aber noch staatliche Zuwendungen aufgrund vielfältiger Verträge zwischen Staat und Kirche hinzu, die zum Teil Jahrhunderte zurückliegen. Die Schätzungen für diese Steuersubventionen liegen bei ca. 20 Mrd. Siehe auch.cMit diesen Geldern werden z. B. die Gehälter der Bischöfe gezahlt, die zwischen 7.000 und 10.000 EUR im Monat verdienen (damit zahlt auch der nicht-konfessionell gebundene Steuerzahler die Bezüge der Bischöfe!), aber auch die Kosten für die Militärseelsorge und die Unterhaltung von Kirchengebäuden bestritten. Blickt man auf die Jahrhunderte alte Geschichte zurück, dann kann man feststellen, dass die Kirche immer schon sehr einfallsreich im Genieren von Geldquellen war. Die hauptsächlichen Geldquellen waren früher der Sklavenhandel (der Papst unterstützte den Sklavenhandel und unterhielt selbst Sklaven), Leibeigene (wurden von Klöstern gehalten und ausgebeutet), Urkunden- und Titelfälschungen (Fälschung von Urkunden, aus denen hervorging, dass Landstriche durch einen Fürsten einem Kloster vermacht wurden, „konstantinische Schenkung“), Verkauf von Segensbriefen und Titeln (aus einer Preisliste des Vatikan aus dem Jahr 1990 geht hervor, dass ein Segensbrief des Papstes 2.500 EUR kostet, 15.000 EUR kostet eine Privataudienz mit Video, für 25.000 EUR erhält man einen Ehrendoktortitel, für eine Spende von 60.000 EUR erhält man den Orden das Großkreuz des St.Gregor-Ordens, ein Heiligenprozess kostet 100.000 EUR), Ablasshandel (für die Zahlung eines Geldbetrages wurden Sünden erlassen), Raubmord (geraubtes Gold von den Völkern vor allem Lateinamerikas nach Eroberung Amerikas), die Inquisition (das Vermögen der Opfer wurde einkassiert), Erbschleicherei (es war früher sogar päpstlich verboten, dass kein Testament ohne Beisein eines kirchlichen Vertreters gültig war, vor allem alleinstehende Menschen wurden beerbt), der Zehnt (Abgaben der Grundbesitzer an die Ortskirche in Höhe von 10 % der Einnahmen) und sogar Prostitution (eigene Bordelle wurden von Päpsten errichtet, die Prostituierten mussten für das Ausüben des Gewerbes Steuern an den Papst abführen). Pfarrer und Bischöfe der deutschen Kirchen befinden sich in Deutschland in der privilegierten Position, quasi Staatsbeamte zu sein, die bis zu ihrem Lebensende eine sichere Stellung haben und sich um ihre Zukunft aufgrund ihres unkündbaren Status keine Sorgen machen müssen. Das liegt an dem Tatbestand, dass die Kirchen als Körperschaften des öffentlichen Rechts gelten, somit einen hoheitlichen Status haben, der normalerweise nur den Körperschaften des Staates, wie z. B. die Kommunen, selbst zukommt. Der Staat – namentlich die Finanzämter – treiben die Kirchensteuer mit der normalen Einkommenssteuer ein, notfalls auch durch Zwangsvollstreckung. Somit hat es die Kirche geschafft, den Staat zu ihrem Büttel zu machen. Sie selbst macht sich nicht die Hände schmutzig, sondern sitzt wie der Hehler am Ende der Geldkette und kassiert nur die Einnahmen aus der Kirchensteuer ein. Der Sündenfall der Kirche liegt nicht so sehr in dem „Missbrauchsskandal“ („Unzucht“ mit Minderjährigen), was selbstverständlich nicht verharmlost werden soll, sondern vielleicht in diesem Zusammenhang für ein Ablenkungsmanöver herhalten soll, sondern in dem Umgang mit dem Geld. Dabei hatte Jesus eine klare Trennung empfohlen, als er davor warnte, man könne nicht zwei Herren gleichzeitig dienen: Gott und dem Mammon (Matthäus 6,24). Warum die Kirche glaubt, an diese Empfehlung sich nicht zu halten zu müssen, wird ihr Geheimnis bleiben. Auch bei der Frage, ob man dem Kaiser Steuern zahlen solle, machte er deutlich, dass man zwischen der Welt und Gott unterscheiden müsse („gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gotte was Gottes ist“, Matthäus 22,21). Wie harmlos erscheint unter diesem Aspekt gesehen derjenige, der in einer Kirche den „Opferstock“ stiehlt, obwohl hier eine solche Tat nicht verharmlost werden soll. Aber es macht deutlich, dass auch die Kirche nicht davor zurückschreckt, wie eine Heuschrecke das abzugrasen, was andere erarbeitet haben, denn die Kirche selbst schafft keine materiellen Werte, sondern sie nutzt die in der Volkswirtschaft erarbeiteten Einnahmen, in dem sie sich durch die Kirchensteuer und andere Subventionen einen Teil davon nimmt, ohne hierfür eine entsprechende Gegenleistung zu erbringen. Die oft zu hörende Begründung, dass doch die Kirche auch durch die von ihr unterhaltenen Heime, Pflegedienste, Krankenhäuser, Kindergärten, Obdachlosenunterkünfte oder anderen sozialen Einrichtungen einen Beitrag zum Gemeinwohl leistet, sticht nicht, da hier über die Versichertengemeinschaft  oder über aus dem allgemeinen Steueraufkommen finanzierter Sozialleistungen in Form von Sozialhilfe eine Kostendeckung erfolgt.

„Die Aliens sind unter uns“ lautete ein im Jahr 1999 erschienenes Buch von Christoph Beer. In diesem Buch schildert er diese besondere Spezies, die es selbst in einem demokratischen Zeitalter schafft,  ein auskömmliches Lebens zu führen, ohne sich großartig selbst anzustrengen. Über diesen Menschentypus wird im Einbandtext informiert: „Sie gehen nicht einkaufen, sie ziehen ihre Kinder nicht selbst groß, produzieren nichts, was man essen, anziehen, lesen oder anschauen kann. Dafür haben sie andere: Menschen eben. Denen können sie ganz genau begründen, warum sie effizienter werden und den Gürtel enger schnallen müssen.“  „Mitnichten geht es um Außerirdische, sondern vielmehr um die Aliens innerhalb unserer menschlichen Gesellschaft. Wer die sind? All diejenigen, die still und heimlich dafür sorgen, dass viele Mitbürger ohne zu murren ihre alltägliche unbefriedigende Arbeit verrichten, und die davon profitieren. All diejenigen, die uns Demokratie vorgaukeln, in Wahrheit aber ein verlogenes System von Lobbyisten und Machtgeilen stützen.“ Quelle bzw. hier. Beer beschreibt als markanten Punkt, ab dem diese Aliens die Herrschaft übernehmen: Es ist der Übergang von der persönlichen und zur abstrakten Herrschaft, die nicht so leicht zu erkennen und zu durchschauen ist und die doch von einigen genutzt wird, um ein fast unsichtbares Netz von Beziehungen der Herrschenden untereinander und ein Abhängigkeit  erzeugendes Netz von einem Wust an Regeln und Rechtsvorschriften zu kreieren, um die „Massen“ besser kontrollieren zu können. Kontrolle und Ausbeutung ist das Ziel dieser in den Spitzen der Wirtschaft, Politik und anderen gesellschaftlichen Institutionen befindlichen Aliens, die sich eben wie die Heuschrecken verhalten: Sie grasen nur ab, was andere mühsam erzeugt haben, ohne selbst einen eigenen Beitrag zu leisten, indem sie uns vorgaukeln, unser Bestes zu wollen, uns zu schützen, uns durch Regeln ein sicheres Leben zu garantieren, aber in Wirklichkeit uns nur für den Verkauf dieser Illusionen ausbeuten und uns zu ihren modernen Sklaven machen. Es wird Zeit, dass wir diese Heuschrecken der Neuzeit verjagen, statt sich von ihnen ausbeuten zu lassen.

©Büren, 23.11.2019, Günther Birkenstock

Als Leserbriefe gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht (unbedingt) die Meinung der Redaktion wider, sondern stellen die subjektive Meinung des Einsenders dar.

 

 

 

 

 

 Wenn eine Schiffskatastrophe passiert, dann heißt es häufig: „Frauen und Kinder zuerst“. Das bedeutet: Sind zu wenig Rettungsbote vorhanden, sollen diese zuerst einmal für Frauen und Kinder reserviert sein. Die Mär hat sich sehr lange gehalten, dass im Katastrophenfall die Ritterlichkeit der Männer den Frauen und Kindern eine bessere Überlebenschance bieten würde. Das Gegenteil ist der Fall, wie eine Studie aus Schweden zeigte: Mikael Elinder und Oscar Erixson von der Uppsala Universität werteten Daten von insgesamt 18 Schiffsunglücken aus, an denen mehr als 15 000 Menschen aus 30 Nationen beteiligt waren. Das Ergebnis ist eindeutig: Frauen haben bei maritimen Katastrophen nicht bessere, sondern schlechtere Überlebenschancen als Männer.

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Das zeigt sich ja auch, wenn sich Flüchtlinge auf den Weg in das gelobte Land jenseits des Mittelmeeres machen. Es sind doch hauptsächlich die jungen Männer in den Rettungsbooten zu sehen. Die Frauen und Kinder bleiben vorwiegend an Land zurück. Der Mythos von der besseren Überlebenschance der Frauen rührt von den Berichten vom Untergang der Titanic her, als auf Geheiß des Kapitäns zuerst den Frauen und Kindern der Zugang zu den Rettungsboten erlaubt werden sollte mit der Folge, dass 74 % der Frauen und 52 % der Kinder gerettet wurden, während aber nur 20 % der Männer überlebte.

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Aber ist die Bevorzugung der Frauen und Kinder als besonders schutz- oder rettungsbedürftig gerechtfertigt, denn welcher moralische Grundsatz sollte dieser Verhaltensregel zugrunde liegen? Sind Männer weniger wert als Frauen und Kinder? Und wie sieht es mit Alten oder Kranken aus? Hätten diese nicht dann, wenn man moralische Grundsätze anlegen wollte, eine Bevorzugung verdient? Lässt man alle moralischen Bedenken beiseite, könnte man auf die Idee kommen zu überlegen, wer das Überleben der Menschen am ehesten sichert. Es sind die Gesunden und nicht die Kranken. Es sind die Jungen und nicht die Alten. Und es sind die Frauen und nicht die Männer. Also doch? Frauen sichern dadurch das Überleben, weil sie allein zum Gebären von Kindern fähig sind. Ein Mann könnte potentiell mehreren Frauen seinen Samen spenden, also braucht es nur eine Minderzahl von Männern, um das Überleben der Menschheit zu sichern. Moral stößt sich hier an der Maxime, dass vorwiegend das Überleben wichtig ist. Schaut man sich in der Natur um, dann stellt man fest: Männer sind oft überflüssig. Bei den Löwen z. B. herrscht ein dominantes Männchen über einen Harem von Weibchen. Die übrigen „Junggesellen“ schließen sich zu umherstreunenden Vagabunden zusammen und einzelne Tiere lauern darauf, wann sie ein Alphamännchen einmal durch einen Kampf ablösen können. Gelingt ihm die Ablösung, dann geschieht das Unvorstellbare: Er tötet alle Jungtiere seines Vorgängers, um allein für seinen eigenen Nachwuchs zu sorgen. Die Weibchen haben keine Chance gegen das stärkere Männchen, ihre eigenen Kinder zu schützen. Das dominante Männchen eines Rudels wird als notwendiger Spender des Samens gesehen und als Beschützer der Herde aufgrund seiner physischen Stärke. Er kann mühelos eine Hyäne als einen Hauptfeind der Löwen allein zur Strecke bringen, Weibchen haben da ihre Probleme. Ihre Stärke ist die Jagd im Rudel, weil dort nicht der Einzelkämpfer gefordert ist, sondern die Gruppe und die Kooperation der einzelnen Teammitglieder untereinander. Auch bei den Bären haben die Weibchen eine größere Bedeutung. Hier sind die Männchen vorwiegend Einzelgänger. Sie suchen nur die Nähe der Weibchen, wenn die Empfängniszeit der Bärinnen naht. Die Weibchen kümmern sich alleine um den Nachwuchs, männliche Tiere werden nicht gebraucht. Die Weibchen müssen sogar den Nachwuchs vor den männlichen Bären schützen, denn diese scheuen nicht davor zurück, ein Junges für eine Mahlzeit zu verzehren. Auch im Reich der Insekten sieht es nicht viel anders aus. Bei den Bienen ist die Königin die absolute Herrscherin. Ihre Aufgabe allein ist die Produktion von Eiern aus denen die Maden schlüpfen, die von den weiblichen Mitgliedern des Stammes, den Arbeiterinnen, genährt und gepflegt werden, bis sie zu ausgewachsenen Bienen werden. Die Königin entscheidet allein auch über das Geschlecht, d. h. ob sie ein von einem Drohn befruchtetes Ei (daraus entsteht eine Arbeiterin) oder unbefruchtetes Ei (daraus entsteht ein Drohn) zur Welt bringt. Die Drohnen, die nicht zum Sammeln von Blütennektar fähig und somit auf die Hilfe durch die Arbeiterinnen angewiesen sind, verlieren ihr Lebensrecht, wenn sie ihre Schuldigkeit, nämlich der Königin das Sperma im „Hochzeitsflug“ zu verabreichen, getan haben. Sie werden nicht mehr von den Arbeiterinnen ernährt und sogar aus dem Nest gedrängt.

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In der Natur zählt also nur das Überleben der Art, nicht die Moral. Und deshalb ist es so, dass die weiblichen Tiere eine bevorzugte Rolle spielen, weil sie i.d.R. für das Gebären und die Aufzucht der Jungen sorgen. Also ist doch die Bevorzugung der Frau gegenüber dem Mann gerechtfertigt? Bei den Menschen waren die Männer lange Zeit aufgrund ihrer physischen Stärke nötig. Deshalb bevorzugten Frauen vielleicht eher die Mitglieder des „starken Geschlechts“. Aber Maschinen haben die Männer weitgehend abgelöst und ihnen diese Funktion genommen. Das hatte weitgehende Konsequenzen, denn nun brauchten die Frauen aus diesem Grund nicht mehr den Mann als den stärkeren Part. Mehr noch: Sie entwickelten eine eigene physische und psychische Stärke. Sigourney Weaver  als die Darstellerin der Ellen Louise Ripley in dem Film „Alien“ aus dem Jahr 1979 markierte für mich diesen starken Frauentyp, dem auch ein außerirdisches, anscheinend unbesiegbares Monster, nichts anhaben kann. Sie bleibt als einzige Überlebende des Raumschiffs Nostromo im Kampf gegen den Eindringling übrig; und ihr gelingt es sogar, das Alien dadurch zu töten, dass sie es in den Weltraum katapultier.

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Die Frauen sehen sich also nicht mehr als „das schwache Geschlecht“ an. Und es scheint auch so zu sein, dass die gesellschaftliche Entwicklung dem neuen Rollenverständnis der Frauen Tribut zollt: Frauen entdecken immer mehr ihre Eigenständigkeit und emanzipieren sich aus der patriarchalischen Vorherrschaft des Mannes. Bereits im Jahr 2007 haben Frauen zu 56 % die Scheidung eingereicht.

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Während noch 1960 rund jede 10. Ehe geschieden wurde, ist das heutzutage jede 3. Ehe. Dazu weiterlesen hier

Und das liegt mit Sicherheit an den Frauen, die die Ehe nicht mehr so sehr als die „Versorgungsinstitution“ ansehen. In der Blütezeit der Emanzipationsbewegung, die mit Alice Schwarzers Buch „Der kleine Unterschied und seine Folgen“, eingeleitet wurde, in dem der Mann als despotisches Wesen  beschrieben wurde, trat Esther Vilar mit ihrem Buch „Der dressierte Mann“ den Behauptungen der Emanzipationsbewegung entgegen. Aus ihrer Sicht gehörten schon immer die Frauen zum klügeren Geschlecht, das von der größeren Wahlmöglichkeit der Lebensweise begünstigt war: „Die Frauen können wählen, und das ist es, was sie den Männern so unendlich überlegen macht: Jede von ihnen hat die Wahl zwischen der Lebensform eines Mannes und der eines dummen, parasitären Luxusgeschöpfes – und so gut wie jede wählt für sich die zweite Möglichkeit. Der Mann hat diese Wahl nicht.“

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Für Frauen ist deshalb der Status und das damit verbundene Vermögen und Einkommen des Mannes so wichtig. Sie bilden die Anziehungskraft, die die Frauen wie das Licht die Insekten anlockt. Aus Esther Vilars Sicht ist der Deal zwischen den Geschlechtern folgender: Männer sorgen für das Überleben durch ihren Status und der damit verbundenen Wirtschaftskraft. Die Frauen geben hierfür Sex und häusliche Geborgenheit. Mit der Emanzipationsbewegung haben die Frauen diesen Handelsvertrag gekündigt. Denn nun wurde ihnen ein neues Rollenbild vorgelebt: Die emanzipierte Frau benötigt nicht mehr den finanzstarken Statusmann, sondern sie kann ihre finanzielle Unabhängigkeit aus eigener Kraft selbst erreichen. Folglich braucht sie dem Mann auch als Gegenleistung keinen Sex und keine Häuslichkeit mehr gewähren. Und deshalb haben aus Sicht mancher Frauen die Männer fast nur noch die Rolle der Drohnen im Bienenvolk: Sie werden zu reinen Samenspendern. Für viele Frauen ist die Lebensgemeinschaft mit dem Ehemann – höchstens als Luxusweibchen eines reichen Magnaten – nicht mehr unbedingt erstrebenswert. Und wie die Bärinnen ziehen sie es vor, ihre Kinder allein groß zu ziehen und den Männern in der Rolle der Väter das Recht auf die eigenen Kinder streitig zu machen. In den Sorgerechtsprozessen und in der Frage des Umgangsrechts mit Kindern ziehen die Väter oft den Kürzere.

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Ist unter diesen Gesichtspunkten die Bevorrechtigung von Frauen noch gerechtfertigt? Wenn ein Nachrichtensprecher verkündet: „Es sind bei der Katastrophe oder bei einem Terroranschlag soundso viele Menschen umgekommen, darunter auch Frauen und Kinder“, dann stellt sich doch der Gedanke ein: Ist es also besonders schlimm, wenn Frauen und Kinder sterben? Männer haben eben gelernt zu sterben, denn sie sind es ja sowieso gewohnt, wenn sie in den Krieg ziehen oder gefährliche Berufe ausüben, in denen sie immer irgendwie mit dem Tod anderer konfrontiert werden oder selbst zum Opfer werden. Ich kann mich mit dieser einseitigen Bevorzugung des angeblich schwachen Geschlechts nicht anfreunden. Denn bei Lichte besehen sind sie doch meistens besser dran: Frauen haben eine höhere Lebenserwartung, lernen leichter und haben es deshalb in der Schule nicht so schwer, haben eine lautstarke Lobby in Form der Feministinnen hinter sich, wenn sie sich mal wieder im Daseinskampf anscheinend benachteiligt sehen, gewinnen beim Sorgerechtsstreit eher vor Gericht und genießen einen Bonus aufgrund ihres unter ästhetischen Gesichtspunkten gesehen besseren Aussehens als Männer. Warum also diese Bevorzugung? Bei mir haben die Frauen schon längst ihren Anspruch auf die vorgetäuschte beschützungswürdige Rolle verloren, die sie immer dann für sich selbst in Anspruch nehmen, wenn es ihnen zum Vorteil gereicht. Soll ich ihnen die Türe aufhalten? Quatsch, sage ich da, sie haben doch auch starke Arme! Soll ich, wenn ich mit einer Frau auf dem Gehsteig gehe, die zur Straße weisende Seite benutzen, weil sie gefährlicher ist? Pah, sage ich da, warum soll ihr Leben wertvoller sein als das meine. Wohl gemerkt: Ich bin kein Frauenhasser! Dieser Eindruck könnte aufkommen. Aber es müssen auch Frauen sein. Leider haben sie sich aus meiner Sicht doch leider zum Nachteil verändert: Die weiblichen Eigenschaften wie Sanftmut, Geduld und Fürsorglichkeit werden von modernen Frauen heute oft weitgehend abgelehnt. Sie wollen auch Stärke zeigen, in dem sie sich im Kampfsport wie Boxen oder Fußball zu beweisen suchen, wollen mit Ehrgeiz auch Karriere machen und lassen ihre Kinder lieber von Fremden betreuen, als sich selbst um sie zu kümmern. Gerade unter den Akademikerinnen gilt sogar das Kinderkriegen als Karrierehemmnis. Statistiker haben herausgefunden, dass 30 %  dieser Frauen der gehobenen Mittelschicht der Jahrgänge 1964 – 1968 überhaupt keine Kinder bekomme.

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Frauen reklamieren für sich die Gleichbehandlung mit Männern. OK, sollen sie haben. Dann gilt dies auch für Katastrophenfälle in Konflikt- oder Friedenszeiten und auch für den Alltag: Keine Bevorzugung mehr als „Gleichstellungsbeauftragte“, die bei näherem Hinsehen eher Frauenbeauftragte sind. So hatte z. B. das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein entschieden, dass ein Mann von der Bewerbung aufgrund seines Geschlechts ausgeschlossen werden darf und damit das Urteil des Arbeitsgerichts Lübeck (Az. 2 Sa 262 d/17) bestätigt. Ähnliche Urteile wurden bereits in Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern gefällt.

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Und warum dann noch eine Frauenquote? Warum soll bei der Vergabe einer Stelle in Wirtschaft und Politik eine Frau nur wegen der Einhaltung einer solchen Quote bevorzugt werden?  

Ich hoffe darauf, dass irgendwann einmal bei einem Terroranschlag, bei denen Menschen ums Leben kommen, der Nachrichtensprecher den Mut aufbringt zu sagen: „ Es haben soundso viele Menschen ihr Leben verloren, darunter waren auch viele Männer Opfer dieses Anschlages."

©Büren, 22.11.2019, Günther Birkenstock

Als Leserbriefe gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht (unbedingt) die Meinung der Redaktion wider, sondern stellen die subjektive Meinung des Einsenders dar.

 

 

 

 

Eine der bedeutendsten Stelle im Neuen Testament ist für mich die, als Satan Jesus in der Wüste versuchte zur Sünde zu verführen (Matthäus 4, 1-11). Er versuchte es über seine Bedürfnisse nach Nahrung (Steine in Brot verwandeln), nach Hochmut (sich hinabstürzen von einem Tempel, ohne dass ihm dabei etwa passiert) und nach Macht (als er ihm die Welt übergeben wollte dafür, dass er ihn anbetete). Gerade die letzte Versuchung zeigt, wer der Herr dieser (materiellen) Welt ist: Satan selbst (und seine Gefolgschaft). Die Antwort von Jesus ist klar, indem er ihn darauf hinwies, dass man Gott allein dienen solle. Das Dienen ist also die vornehmste Art des Gottesdienstes. Auch an einer anderen Stelle wird auf das Dienen hingewiesen, als nämlich die Jünger in Streit darüber gerieten, wer von ihnen der größte sei. Jesus Antwort war, dass es derjenige sei, der den anderen diene (Matthäus, 20, 26-27). Dem Dienen als ein Modus des Verhaltens steht der des Herrschens diametral gegenüber. Er ist grundverschieden vom Dienen, geradezu damit unvereinbar. Dienen und Herrschen stehen in einem dualen Gegensatz gegenüber. Um die Unvereinbarkeit zu verstehen, muss man die zwei Arten der Zweiheit kennen: Polarität und Dualität (folgende Überlegungen wurden angeregt durch den Vortrag von Armin Risi: Der verbotene Baum im Garten Eden; https://www.youtube.com/watch?v=PqHwJ72-9Pg). Polarität ist die gegensätzliche, sich aber ergänzende Zweiheit. Die konträren Pole stehen zudem auf einer Ebene der Gleichwertigkeit, d. h. dass der eine Gegensatzpol nicht mehr wert ist als der andere. Dunkelheit und Helligkeit, Kälte und Hitze sind polare Gegensätze, von denen man nicht sagen kann, dass z. B. die Helligkeit mehr Wert sei als die Dunkelheit: beide haben ihre Vorzüge und Nachteile, sie sind gleichwertig. Ein wichtiger Aspekt kommt noch hinzu: Weil sie gleichwertig sind, liegen sie gewissermaßen auf einer Dimension und haben deshalb fließende Übergänge, denn es gibt z. B. so etwas wie Halbdunkelheit oder Dämmerung als Zwischenstufen. Bei der Dualität als der anderen Art der Zweiheit ist dies ganz anders. Duale Gegensätze sind miteinander unvereinbar, sie schließen sich gegenseitig aus. Deshalb gibt es auch keine fließenden Übergänge. Und sie haben eine unterschiedliche Wertigkeit. Krieg und Frieden sind unvereinbar, es gibt keine fließenden Übergänge und der Frieden ist doch wohl wertvoller als der Krieg. Das Dienen oder das Herrschen sind duale Gegensätze, sie schließen sich gegenseitig aus: entweder man dient einem anderen oder man herrscht über andere.

Polarität

Dualität

gleichwertige Gegensätze

nicht gleichwertige Gegensätze

Gegensätze ergänzen sich

Gegensätze schließen sich aus

gleiche Dimension

verschiedene Dimensionen

Fließende Übergänge

Hartes: Entweder – oder

 

Folgt man dem, was Jesus darüber sagt, dann ist das Dienen wertvoller (in Gottes Augen) als das Herrschen. Warum ist das so? Das Herrschen hat drei wichtige Aspekte: Der erste ist ein eher innerer, denn er betrifft das Gefühl der Mächtigkeit, der Unabhängigkeit von anderen. Wer herrscht, braucht sich nicht nach anderen richten. Er ist sein eigener Herr. Der zweite Aspekt betrifft die Außenwirkung, denn wer mächtig ist, kann seinen Willen anderen Menschen aufzwingen, kann erreichen, dass sie das tun, was er selbst will. Er ist Herr über die Möglichkeit, das Verhalten anderer zu sanktionieren, nämlich durch loben („Zuckerbrot“)  oder strafen („Peitsche“), je nachdem was er von anderen erwartet. Der dritte Aspekt ist der, dass jeder Herrscher das Bedürfnis hat, von anderen verehrt zu werden. Das war auch Inhalt der dritten satanischen Versuchung. Satan wollte, dass Jesus ihn anbeten solle. Anbeten ist eine Form der Huldigung einer höherstehenden Person, bei der sich diese erhaben fühlt und abgehoben von den anderen, die er beherrscht. Bei dem Dienen ist es umgekehrt. Wer anderen dient, der macht sich nicht zum eigenen Herrn über sein Leben, sondern erkennt an, dass sein Leben nur durch das sich in den Dienst stellen für einen anderen Sinn ergibt. Es geht sogar so weit, dass der Mensch in der Empfehlung von Jesus sich damit einverstanden erklären solle, dass Gottes Wille geschehe und nicht der eigene, was aus dem „Vaterunser“ ganz klar hervorgeht. Wie viele Christen beten diese Stelle gedankenlos, ohne sich klar zu machen, was dies tatsächlich bedeutet: Den eigenen Willen aufgeben zu Gunsten des Willens Gottes. Jesus hatte dies auch vorgelebt, in dem er seine Gefangennahme und seinen Tot in Kauf genommen hatte, weil er nicht gegen den Willen Gottes („Abba“) verstoßen wollte. Dies klingt für viele wie eine Zumutung. Aber die Volksweisheit „der Mensch denkt, Gott lenkt“ deutet darauf hin, dass unser Denken nur eine beschränkte Einflussmöglichkeit auf unser Leben hat. Gott billigt man einen „besseren Überblick“ zu, dass er besser weiß, was für den Menschen gut ist. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Es war oft gut, dass nicht immer meine Wünsche in Erfüllung gegangen sind, sondern es oftmals gegen meinen Willen zu laufen schien. Aber es hatte sich oft im Nachhinein als gut erwiesen, dass meine Absichten sich nicht erfüllt hatten. Der zweite Aspekt des Dienens steht dem des Herrschens auch diametral gegenüber: Während der Herrschende seinen Willen anderen aufzwingen will, gibt der Dienende keine Befehle, kontrolliert nicht andere, sondern in dem er dient, richtet sich seine Intention auf das, was für den, dem er dient, nützlich und gut ist. Seine Begehrlichkeit steht nicht im Mittelpunkt, sondern das, was für den anderen gut ist. Auch das ist schwer verdauliche Kost, sind wir es doch eher gewohnt zu versuchen, eher unseren Willen durchzusetzen und nicht uns nach dem zu richten, was andere wünschen. Nicht jede Willfährigkeit in dem Erfüllen der Wünsche des anderen ist damit gemeint, sondern das Bemühen des Dienenden richtet sich nach dem, was für das Wohlergehen des anderen, seine Entwicklung förderlich ist. Eine Mutter, die eine gute Entwicklung ihrer Kinder im Auge hat, wird nicht den Kindern dadurch dienen wollen, dass sie diesen alle Mühseligkeiten des Lebens abnimmt, sondern sie wird ihr Augenmerk darauf lenken, wie sie deren Entwicklung zu autonomen, aber auch moralisch wertvollen Menschen durch ihren Dienst fördern kann. Der dritte Aspekt des Dienens unterscheidet sich auch von dem des Herrschens, denn während der Herrschende die Bewunderung seiner Umgebung einheimsen will, liegt dies nicht im Interesse des Dienenden. Ihm reicht es, wenn er weiß, dass durch sein Dienen er einen förderlichen Einfluss auf seine Umwelt ausübt, benötigt hierfür keine Bewunderungsbekundungen. Er will nicht im Rampenlicht stehen und den Applaus des Publikums einheimsen, sondern ihm reicht die Rückmeldung, dass er durch seine Handlungen etwas Positives bewirkt hat, auch wenn dies nicht lobend erwähnt wird.

Wie sieht nun die Praxis aus? Wenn wir uns in der Gesellschaft umsehen, dann können wir doch leider feststellen, dass diejenigen, die Herrschaft ausüben, nicht immer moralisch die besseren Menschen sind. Sie dienen nicht anderen, sondern lassen sich lieber bedienen, stellen ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt, anstatt sich zu überlegen, wie sie ihre Fähigkeiten so einsetzen, dass andere etwas davon haben und sich die Gesellschaft weiter entwickelt. Sie wollen vor allem auch bewundert oder bestaunt werden, wollen, dass ihre Werke als besonders wichtig angesehen werden, obwohl sie bei Lichte besehen doch nur ihrem eigenen Ego dienen. Esther Vilar hat in ihrem Buch „Der betörende Glanz der Dummheit“ die Dummheit so definiert, dass sie diese als die Summe der Phantasielosigkeit gepaart mit mangelndem Einfühlungsvermögen darstellt. Kurzum: diejenigen, die keine Vorstellungsfähigkeiten besitzen darüber, wie eine Sache sich weiter entwickeln könnte, sei es im Bereich der Technik, der Medizin oder auf einem anderen Gebiet der Gesellschaft und völlig unsensibel sind gegenüber den Gefühlen und Bedürfnissen anderer Menschen, dickfällig über deren Probleme hinweggehen, sie sogar verletzen, kommen in unserer Gesellschaft weiter voran, weil sie keine Skrupel haben, trotz  offensichtlichem Versagen weiter zu machen. „Denn der Klügere gibt nach, der Dumme macht weiter“, lautet einer ihrer Kernaussagen. Der unsensible, selbstverliebte Streber (nach Herrschaft) „geht über Leichen“. Ihn kümmert es nicht, dass auf dem Weg nach oben andere zu Schaden kommen, dass er durch seine Ellenbogenmentalität andere zur Seite stößt und diese liegen bleiben. Er sieht nur seinen eigenen Nutzen, seinen eigenen Erfolg, sein eigenes Fortkommen. Während der Sensible, Vorsichtige, Skrupel hat, Entscheidungen zu treffen, weil sie vielleicht anderen schaden könnten, geht der unsensible, nach Herrschaft drängende Mensch über diese Bedenken hinweg. Diese Skrupellosigkeit zeigt auch noch eine andere Eigenschaft des Herrschens auf: Sie führt zu einer Art Sucht. Man spricht nicht umsonst von Herrschsucht. Wer einmal geherrscht hat, kann nicht mehr davon loslassen, er scheint von diesem Modus des Verhaltens geradezu besessen zu sein. Und ein weiterer Aspekt tritt zutage: Der Herrschende muss nicht unbedingt destruktiv wirken, aber wenn die Zerstörung eine Folge seines Handels ist, macht ihm dies keine Gewissensnot. Es gibt sicher auch Herrschende, die direkt in ihrer Absicht die Zerstörung im Auge haben. Der Dienende steht mit seinem Tun wiederum diametral der Herrschsucht und der Zerstörungswut gegenüber, denn in dem  Dienen liegt keine Absicht zugrunde, dem anderen den eigenen Willen aufzuzwingen. Wenn der Dienende meint, der andere verhalte sich zum eigenen oder fremden Schaden, dann wird er ihn darauf hinweisen, um ihn zur Umkehr zu bewegen. Der Dienende hat auch keine Freude am Zerstören, sondern am Aufbauen und Erhalten. Er will ja die Welt positiv verändern und das geschieht durch ein Verhalten, bei dem etwas Neues entsteht, also durch eine kreative Kraft die Welt in Richtung Vollkommenheit verbessert wird. Er wird auch versuchen, wenn er schon nichts erschaffen kann, doch die guten Dinge zu erhalten; er hat somit eine etwas konservative Triebfeder: Das was gut ist und sich bewährt hat, soll erhalten bleiben.  

Dienen

Herrschen

Dasein auf andere bezogen

Unabhängigkeit von anderen

Anderen dienlich sein und weiterhelfen

Anderen den eigenen Willen aufzwingen

Wissen um dienlichen Einfluss

Verehrt und bewundert werden wollen

Anderen nicht eigenen Willen aufzwingen

Neigung zu Herrschsucht

Aufbau und Erhalt

Neigung zur Zerstörung

 

Ich weiß nicht, warum mir jetzt Frau Dr. Angela Merkel einfällt. Aber ist sie nicht ein Prototyp eines Menschen, auf den alle Aspekte des Herrschens und Charakterzüge des Herrschenden passen? Passt nicht das absolute Herrschenwollen zu ihrem Charakterzug? Hat sie auf dem Weg zur Macht und zum Machterhalt davor zurückgeschreckt, anderen zu schaden? Wohl kaum, denn ihren Weg nach oben pflastern doch einige Personen, die sie zur Seite geschoben hat, um nach oben zu gelangen. Hat sie sich in den Dienst des Willens des Volkes gestellt? Sie hat doch ihre eigenen Ziele verfolgt und dabei  ihre Möglichkeiten, ihre Absichten durchzusetzen, voll ausgeschöpft.  Gibt es eine satanische Agenda der sie dabei folgt? Frappierend für mich war ein Fotovergleich, den ich im Internet gefunden hatte. Sie zeigt ihr schadenfrohes Grinsen im Vergleich mit dem gleichen Gesichtsausdruck der Hauptdarstellerin Linda Blair als Regan Teresa MacNeil in dem Film „Der Exorzist“. Der von unten nach oben gerichtete Blick, bei dem die Hände scheinbar versuchen, das heimtückische Lachen zu verbergen, zeugen davon, dass es ihr Freude macht, einen für sie vorteilhaften Plan verfolgen zu können. Sie scheint auch geradezu davon besessen zu sein, herrschen zu wollen. Sie kann nur durch politischen Druck dazu gebracht werden, Herrschaftsbefugnisse abzugeben, wie die nur widerwillige Aufgabe des Postens der Parteivorsitzenden zeigte. Hat sie eigene Visionen, Ideen oder Vorstellungen über zukünftige Entwicklungen? Wohl kaum. Sie wartet immer die jeweiligen gesellschaftlichen Trends ab und tut dann so, als ob dies etwas sei, was sie 100 % immer schon vertreten hätte.

 

Sie verfolgt dabei keinen besonderen eigenen Prinzipien, sondern ihr bedenkenloser Opportunismus ermöglicht es ihr immer, sich scheinbar auf der Welle des Erfolges bewegen zu können. Wirkt sie dabei konstruktiv? Zumindest kann man sagen: Wenn ihr Machterhalt es ihr erlaubt, dann fragt sie nicht danach, ob andere dadurch zu Schaden kommen. Dies wird vor allem in der Flüchtlingspolitik deutlich. Als sie noch in der Opposition war, schien es ihr opportun, die damals von der SPD geführte Regierung wegen ihrer Migrationspolitik zu kritisieren, um vor allem die Stimmung in der damaligen CDU zu nutzen, die gegen diese Art der Politik opponierte. Kaum war sie selbst an der Regierung, übernahm sie bald die von ihr selbst noch kritisierten Positionen der SPD, wahrscheinlich um diese zu schwächen.  Ein Adliger mit dem Namen Coudenhove-Kalergi trat schon in den 20iger Jahren durch seine Ideen von einem multikulturellen Europa – damals war dieser Begriff so noch nicht geprägt –auf, die er in seinem Buch „Praktischer Idealismus“ 1925 veröffentlichte. Seine Vision war die: „Der Mensch der fernen Zukunft wird Mischling sein. Die heutigen Rassen und Kasten werden der zunehmenden Überwindung von Raum, Zeit und Vorurteilen zum Opfer fallen….Die eurasisch-negroide Zukunftsrasse, äußerlich der altägyptischen ähnlich, wird die Vielfalt der Völker durch die Vielfalt der Völker ersetzen.“ (https://www.youtube.com/watch?v=dArh3rMAOns) Diese Idee wurde von  seiner Nichte Barbara Coudenhove-Kaergi in ihrer Kolumne vom 07.01.2015 weiterentwickelt, in dem sie ankündigt, dass durch eine Völkerwanderung das Europa sein Gesicht verlieren werden, ob es nun den Alteingesessenen passe oder nicht (https://www.derstandard.at/story/2000010102927/eine-voelkerwanderung).  Da Frau Merkel im Sinne dieser Agenda ihre Politik betreibt, wurde sie im Jahr 2010 mit dem Europapreis der Coudenhove-Kalergi-Stiftung ausgezeichnet. Ob dies wirklich in dem Sinne der Völker Europas ist, steht auf einem anderen Blatt. Sie scheint aber hier die Strategie der Völkervermischung durch die Masseneinwanderung vorantreiben zu wollen, wobei sie die Zerstörung des alten Europa mit ihren gewachsenen geschichtlichen Strukturen in Kauf nimmt. Dabei handelt sie auch gegen die Interessen ihres eigenen Landes. Ihre Deutschlandfeindlichkeit kam nach der Bundestagswahl  während einer Wahlparty der CDU am 22.09.2013 zum Ausdruck, als sie angewidert die Deutschlandfahne zur Seite legte (https://www.youtube.com/watch?v=siqHZsMMwkM).

Wie aufgezeigt wurde, ist das Dienen eine dem Göttlichen eher zugeneigte Verhaltensweise, da sie in ihrem defensiven Charakter immer den Respekt gegenüber dem Andersdenkenden und Andershandelnden zollt und eine kreative oder bewahrende Funktion erfüllt. Das Herrschen scheint einer satanischen Agenda zu folgen, da sie die eigene Person in den Mittelpunkt stellt, um den sich alles zu drehen hat. Diese Egozentrik ist ein Hauptmerkmal von narzisstischen oder gar psychopathischen Persönlichkeiten. Diese wollen immer dabei ihren eigenen Willen durchsetzen –koste es was es wolle. Der Herrschaftsanspruch wird im schlimmsten Fall zur Sucht und Manie, die den Herrschenden ständig antreibt, ohne Einhaltung moralischer Grenzen, die eigenen Ziele durchzusetzen, wobei die Destruktivität nicht primär beabsichtigt sein muss, bei der aber die Zerstörung von allem Lebendigem billigend in Kauf genommen wird. Das Böse ist nach Aussagen von Mephisto in dem Drama „Faust“ von Wolfgang von Goethe eben diese Kraft, die stets verneint und will, dass alles zugrunde geht und am liebsten nichts entstehen lassen würde (https://www.aphorismen.de/gedicht/676) . Dies ist der Ausfluss der satanischen Herrschaft in Reinkultur.

©Büren, 19.11.2019, Günther Birkenstock

Als Leserbriefe gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht (unbedingt) die Meinung der Redaktion wider, sondern stellen die subjektive Meinung des Einsenders dar.

 

Ich hielt es bislang für ein Gerücht, dass so genannte Flüchtlinge auf Steuerzahlerkosten von Afrika nach Deutschland einflogen werden, um sie hier neu anzusiedeln. Aber es ist tatsächlich der Fall. Das so genannte Resettlement-Programm ist eigentlich eines des Uno-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), wodurch in der Welt Menschen, die unter schwierigen oder gefährlichen  Bedingungen leben, in anderen Ländern neu angesiedelt werden sollen. Beim UN-Gipfel zur globalen Flüchtlingskrise verpflichteten sich 48 Staats- und Regierungschefs am 20. September 2016 in New York, am Tag nach der Abfassung der New Yorker Erklärung für Flüchtlinge und Migranten dazu, in Drittstaaten den Zugang zu dauerhaften Lösungen durch Resettlement auszuweiten (https://de.wikipedia.org/wiki/Resettlement) . Es handelt sich also nicht um Menschen  die vor politischer Verfolgung leiden und deshalb Asyl  in einem anderen Land  beantragen. Ausgeweitet und präzisiert wurde das Resettelement-Programm durch den so genannten „Migrationspakt“, der unter Vorsitz von Deutschland und Marokko in den Jahren 2017 und 2018 in Teilen unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt wurde (https://de.wikipedia.org/wiki/Globaler_Pakt_f%C3%BCr_eine_sichere,_geordnete_und_regul%C3%A4re_Migration). Das erklärt vielleicht, warum dieses Vorhaben erst sehr spät im Novembe2018 vollständig an die Öffentlichkeit gelangte und nur unter massiven Druck diskutiert wurde. Die Trump-Regierung dagegen hatte bereits im Jahr 2017 erklärt, dass  die USA nicht mehr an der Erklärung aus dem Jahr 2016 festhalten werde. Auch unser Nachbarland Österreich hatte sich 2018 aus dem Resettlement-Programm verabschiedet. (https://de.wikipedia.org/wiki/Globaler_Pakt_f%C3%BCr_eine_sichere,_geordnete_und_regul%C3%A4re_Migration). Die damals geäußerten Bedenken, dass damit die Einwanderung beschleunigt würde, wie sie etwa von der AfD im Rahmen einer Petition vorgetragen wurden, hatten nur beschwichtigende Erklärungen des Auswärtigen Amtes zu folge, dass man mit der Annahme des Migrationspaktes keine Beschleunigung und Vervielfachung der Migration in Kauf nehme (https://de.wikipedia.org/wiki/Globaler_Pakt_f%C3%BCr_eine_sichere,_geordnete_und_regul%C3%A4re_Migration). Dass dieser Migrationspakt aber keine rechtliche Wirkung entfalte, wie dies oft in Kommentaren von Regierungsseite zu hören war, wird konterkariert durch die Tatsache, dass tatsächlich z. B. Afrikaner mit dem Flugzeug nach Deutschland geholt werden, wie dies auf dem Flughafen Kassel-Calden zu sehen war, als am 18.10.2019 154 Flüchtlinge aus Somalia eingeflogen worden waren (https://www.hna.de/welt/resettlement-programm-bundesregierung-fluechtlinge-landen-kassel-zr-13130652.html). Wie aus einer Stellungnahme der Bundesregierung zu einer Anfrage des AfD-Abgeordneten Steffen Kotré hervorgeht, hat die Bundesregierung für die Jahre 2018 und 2019 für insgesamt 10.200 Personen eine Neuansiedlung in Deutschland zugesagt. Im vergangenen Jahr waren es laut Bundesregierung 2.844 Resettlement-Flüchtlinge, die Deutschland aufgenommen hat, und in diesem Jahr bis Ende Oktober 3.617. Weitere sollen noch folgen.  Kosten hierfür sollen bei 6,3 Mio. EUR liegen (https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2019/regierung-laesst-tausende-fluechtlinge-einfliegen/?fbclid=IwAR0K3llfoyHsHwMqO8TplcdyAsNvZcBmr65S90wRUF-DORJbAAd1l8Rt0yE#comments). Das Resettlement-Programm hat auch Eingang in die EU gefunden, die laut EU-Kommission den Mitgliedsstaaten der EU Gelder in Höhe von 500 Mio. EUR zugesichert hat, um Menschen „sichere und legale Zugangswege in die EU“ zu garantieren (https://resettlement.de/eu-resettlement-programm-50-000-plaetze-bis-oktober-2019/). Auf der von der Caritas errichteten Internetplattform ist hierzu folgendes zu lesen: „resettlement.de ist ein Kooperationsprojekt des Caritasverbandes für die Diözese Hildesheim/ Caritasstelle im GDL Friedland und des Deutschen Caritasverbandes. Ziel des Projektes ist es, über die verschiedenen Aufnahmeprogramme zu informieren und die am Aufnahmeprozess beteiligten Akteure zu vernetzen. Das Projekt fördert lokale und regionale Netzwerke zur Unterstützung der aufgenommenen Flüchtlinge und den Erfahrungsaustausch zwischen ehemaligen und neu eingereisten Personen.“ (https://resettlement.de/). Nach einer Auflistung der eingereisten Personen nach Nationalität stammen die meisten aus Syrien, wobei viele häufig über die der Türkei nach Deutschland gekommen sind (https://resettlement.de/aktuelle-aufnahmen/). Rechtliche Grundlage der Aufnahme ist der § 23 Abs. 4 AufenthG, wonach ein eigener Aufenthaltstitel, i.d.R. erst einmal für 3 Jahre, erteilt wird. Damit verbunden ist das Recht auf Bezug von ALG II und die Teilnahme an Integrationskursen (https://www.neustartimteam.de/).  Um die Umsetzung der Neuansiedlung zu koordinieren, wurde im Mai 2019 das Projekt „Neustart im Team“ (NesT) gegründet, an dem auch der Caritasverband federführend beteiligt ist, wie aus dem Impressum zu ersehen ist (https://www.neustartimteam.de/impressum/). Daneben sind aber auch das Deutsche Rote Kreuz und die Evangelische Kirche von Westfalen beteiligt. „Das Programm ‚Neustart im Team‘ wird verantwortet vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration (IntB) sowie dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Die Zivilgesellschaftliche Kontaktstelle (ZKS) ist Partnerin im Pilotprojekt „Neustart im Team“ (https://www.neustartimteam.de/ueber-uns/). Es ist also um dieses in Deutschland eingerichtete Resettlement-Programm ein dichtes Netzwerk von Helfern entstanden, die an dieser Neuansiedlung beteiligt sind. Die ZKS wird gesponsert von der Bertelmann Stiftung, der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Stiftung Mercator. Der Ablauf der Arbeit des NesT ist der, dass sich eine Gruppe aus mindestens 5 (juristischen oder natürlichen) Personen bildet, die an einem eintägigen Informationsseminar der ZKS teilnehmen. Danach stellen diese Personen einen Antrag auf die Vermittlerliste über das BAMF. Nachdem die Gruppe in die Vermittlerliste aufgenommen wurde, erarbeitet diese so genannten Mentoring-Gruppe einen Integrationsplan und bringt für die Dauer von 2 Jahren die notwendigen finanziellen Mittel für eine selbst besorgte Wohnung auf (!), die sich am Wohnort der Mentoring-Gruppe befindet. Das UNHCR identifiziert danach die Personen, die einreisen können und teil diese der Mentoring-Gruppe mit. Die Einreise erfolgt dann über das Aufnahmelager in Friedland, wo sie von der Mentoring-Gruppe selbst abgeholt und in die neue Wohnung gebracht werden sollen. Die Neuankömmlinge werden von de Mentoring-Gruppe danach noch ein Jahr ideell bei der Integration unterstützt (https://www.neustartimteam.de/).

Es stellt sich mir die Frage, wer will dann tatsächlich selbst – auch wenn es dann gemeinschaftlich gestemmt wird – die Kaltmiete für 2 Jahre sicherstellen? Es gibt überhaupt keine Gegenleistung hierfür! Nach den negativen Erfahrungen mit den so genannten „Flüchtlingsbürgen“ für die Jobcenter hat man von staatlicher Seite gelernt, diesen Begriff tunlichst zu vermeiden und zu suggerieren, dass die finanziellen Verpflichtungen der Helfer einer solchen Mentoring-Gruppe in Grenzen bleiben. Das von der Bundesregierung mit Vorschusslorbeeren ausgestattete Resettlement-Programm - Die Integrationsbeauftragte Annette Widmann-Mauz (CDU) nannte es „ein starkes Zeichen gelebter Solidarität“ (https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2019/neustart-im-team-fluechtlingsbuergen-als-mietzahler-fuer-migranten/) – wird auch von der Kirche unterstützt. Der Weihbischof Ansgar Puff, Weihbischof in Köln, appellierte in seinem Video vom 31.05.2019 (Domradio.de), sich als Mentor zu melden und kündigte gleich an, dass das Erzbistum Köln auch hierfür im Rahmen eines Sonderfonds finanzielle Mittel  bereitstellen wolle. Er erklärte, dass er in seinem Nachtgebet darum bete, dass „viele Menschen ihrem Herzen ein Ruck geben und sich als Mentoren zur Verfügung stellen.“( https://www.facebook.com/watch/?v=2185614571487702). Na, da wird es einem doch so richtig warm ums Herz.

 © Büren, 13.11.2019, Günther Birkenstock

Als Leserbriefe gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht (unbedingt) die Meinung der Redaktion wider, sondern stellen die subjektive Meinung des Einsenders dar.

 

Der Kampf gegen rechts nimmt immer bizarrere Züge an. Jetzt hat er schon die ältere Generation erreicht. Man muss es schon genauer sagen: Die „Oma-Generation“ ohne die dazugehörigen Männer, denn die sind weitgehend ausgeschlossen. Sie sind eben gerne unter sich und Männer werden nur ausnahmsweise in den eigenen Reihen geduldet. Mit selbst gestrickten Mützen (https://www.youtube.com/watch?v=qugBZr3vNLo)  – eine Art Markenzeichen – versammeln sie sich auf öffentlichen Plätzen mit Transparenten und Schildern in der Hand mit der geistreichen Aufschrift „Omas gegen rechts“. Wie Frauen so sind, gibt es sogar für das Stricken der Mützen eine entsprechende Anleitung (https://www.omasgegenrechts-berlin.de/2019/09/09/ebbas-strickanleitung-fuer-omas-gegen-rechts-muetzen-aus-baumwolle/).  Es gibt inzwischen eine eigene Homepage (https://omasgegenrechts.at/), auf der die Aktivitäten dargestellt werden. Begonnen hatte die Bewegung im November 2017 in Österreich, als die FPÖ an die Regierung kam, sie schwappte aber schnell über die Grenze unseres Nachbarlandes nach Deutschland über, wo es in über 30 Städten die gleichnamigen Gruppierungen von „reifen Damen“ gibt, die ihre Spruchband  („Omas gegen rechts“) bei Demonstrationen vor sich hertragen wie die katholischen Priester die Monstranz. Diese Bewegung eint diese so genannten Omas eben im Kampf gegen rechts, was auch immer damit gemeint ist, vor allem sind sie für Frauenrechte und Minderheitenrechte sowie gegen Rechtspopulismus. Die Presse geht behutsam mit dieser Bewegung um, so auch die Wochenzeitschrift, „Die Zeit“. Nach einem Online-Bericht vom 25.09.2019 von Ursula März „…laufen sie bevorzugt zwischen den Fronten mit, wo es brenzlig werden könnte. Notorisch ist dies der Fall, wenn Neonazis und Antifa-Gruppen aufeinandertreffen. Die Erfahrung zeigt, dass jedes der Lager davor zurückzuckt, die "Omas" physischer Gefahr auszusetzen. Oder zumindest davor, die Welt mit Bildern zu Boden gedrückter 70-jähriger Frauen zu beliefern.“ (https://www.zeit.de/2019/40/aktivismus-demonstranten-strategie-klimaschutz-rechtsextremismus/komplettansicht). Auf jeden Fall ist man gegen die AfD (https://www.spiegel.de/plus/proteste-gegen-die-afd-omas-gegen-rechts-a-bae25726-9e01-4669-8727-1c199919630d), deren Veranstaltungen gerne gestört  (https://www.youtube.com/watch?v=6vNOHrzVHFA&t=3055s) und deren Mitglieder gleich mit „Nazis“ in einen Topf geworfen werden. Eigenartigerweise sind diese Frauen für den Islam, obwohl nachweislich die muslimischen Männer mit dem Flüchtlingsstrom ein Frauenbild nach Deutschland transportieren, das wir glaubten inzwischen überwunden zu haben. Selbstverständlich engagiert man sich in und solidarisiert man sich mit der „Friday-for-Future“-Bewegung, deren Protagonistin, Greta Thunberg, wie eine Ikone vor sich hergetragen wird. Sie sind auch für die Seenotrettung und meinen, dass alle Geretteten, die ausnahmslos als „Schutzsuchende“ gesehen werden, das Recht hätten, nach Europa gebracht zu werden (https://www.youtube.com/watch?v=h64Ijr5n0Zk). Die Treffen haben meistens einen gewissen „ Event-Charakter“: Hauptsache man ist dabei und hat Gleichgesinnte um sich herum, die der gleichen Meinung sind. Echte Diskussionen mit Andersdenkenden sind nicht gefragt. Wenn sie mit Übergriffen von Muslimen gegenüber Frauen konfrontiert werden, wollen sie davon nichts wissen und verweisen sofort darauf, dass deutsche Männer die Haupttäter seien. Ob diese Frauen tatsächlich „Omas“ sind, wie behauptet wird, sei dahingestellt, sehen sie doch auch oft ehr so aus, als ob sie im „mittleren“ Alter angesiedelt sind.

Ich nehme an, dass viele dieser Omas inzwischen sehr viele Flüchtlingskinder zu Hause bei sich aufgenommen haben und die geflüchteten Männer bei ihnen im Garten die schwere Arbeit abnehmen.  Zu den Demonstrationen fahren sie sicher mit dem Fahrrad und nicht mit dem Auto, um Kohlendioxid zu sparen.

© Büren, 11.11.2019 Günther Birkenstock

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