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Die Thüringenwahl hat medial wie gesamtgesellschaftlich einen neuen Höhepunkt der Verwendung
von ideologischen Kampfbegriffen gezeigt und damit die Massenhysterie der Gesellschaft, wohl
besonders hervorgerufen durch die neue Informationsgesellschaft des digitalen Medienkonsums,
ähnlich wie schon Jahre zuvor im US Wahlkampf 2016, dargelegt. Die Begriffe „Faschist“ und
„Nazi“ wurden nun nicht nur, wie fast schon gewohnt, in unsere Richtung gefeuert, sondern galten
nun auch der CDU und der FDP. Von einem Damm-, ja gar einem Zivilisationsbruch war die Rede,
als ein Liberaler von der FDP mit den Stimmen unserer konservativen AfD demokratisch zum
Ministerpräsidenten gewählt werden wurde. Mit solchen Begriffen war die Relativierung der NSZeit
und ihrer Verbrechen an Millionen Opfer seitens des politmedialen Mainstreams wieder mal
auf eine neue Spitze getrieben. In moralischer Hysterie gleichgeschaltet redeten die Vertreter der
Altparteien hysterisch von diesen Begriffen und machten das, was sie als moralische Überinstanzen
am besten können: Haltung zeigen und sich abgrenzen. Doch von was denn? Von der Demokratie?
Das größte Problem unserer heutigen Zeit ist es, dass wir alle, und damit sind alle politischen
Akteure gemeint, mehr übereinander reden als miteinander und uns auf diese Weise gegeneinander
stigmatisieren, sodass die Diffamierungsspirale in der Gesellschaft immer krudere Züge annimmt.
Bundesweit formieren sich, seitdem die AfD an immer mehr Zuspruch gewinnt, Vereinigungen
von Altparteien und Kirchen, die sich mit den Begriffen wie „Vielfalt“, „Buntheit“ und
„Menschlichkeit“ im konstruierten „Kampf gegen Rechts“, der nichts anderes als ein repressiver
Kampf gegen die Meinungsfreiheit auf offener Straße ist, moralisch im höchsten Maße labeln, um
eben mit dieser Erhöhung problemlos intolerant, einfältig und unseren Parteimitgliedern die
Menschlichkeit absprechend, gegen uns zu agieren und Übergriffe der faschistoid agierenden
„Antifa“ auf unsere Familie oder unser Eigentum als „Notwehr“ zu rechtfertigen oder unsere
Gastwirte, die uns als AfD bedienen, wie vor dem AfD-Grünkohlessen beim Gasthof Erftemeier in
Bad Wünneberg, als das „Paderborner Bündnis gegen Rechts“ zur Nötigung des Restaurantbesitzers
aufrief und kurze Zeit später – wie bestellt - Graffiti wie „Wir kriegen euch alle!“ mit roter Farbe
auf die Hauswand gesprüht wurde.
In der DDR gab es bekanntermaßen den „Antifaschistischen Schutzwall“ gegen die seitens des
Staatsfunks propagierten Klassenfeind der „kapitalistischen Faschisten“ der BRD. Antifaschismus
war Staatsdoktrin und anscheinend haben die Regierenden der Gegenwart, die teilweise unmittelbar
von dieser Zeit geprägt sind und in der DDR aufgewachsen sind, wie Kanzlerin Merkel, aber auch
viele Vertreter des politisch medialen Mainstream, der in Deutschland sozialistisch ist, diese
Staatsdoktrin nun wohl für die Gegenwart wieder aufgenommen. Damals wie heute gilt der
sogenannte Antifaschismus eben nicht dafür, vor dem konstruierten Faschismus zu schützen, der
eine der schlimmsten politischen Perioden der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts darstellt und deren
schablonenhaftes Übertragen auf die Gegenwart ahistorisch ist, sondern eben dafür, im
Klassenkampf der Sozialisten jeden Liberalen und Konservativen zum Staatsfeind zu erklären und
repressiv zu bekämpfen, der nicht ihrer Meinung ist. Also für die Gegenwart gesprochen: Wenn
jemand gegen die Vertragsbrüche der Eurorettungspolitik ist, die Massenmigration in unsere
Sozialsystem kritisch sieht und nicht glaubt, in zwei Jahren gehe wegen des Klimawandels die Welt
unter, gilt diese Person heutzutage schneller denn je als „Faschist“ und „Nazi“. Wenn in einem
System wie in Deutschland auf hysterische Weise Millionen von Menschen also Millionen
Menschen mit solchen höchst negativ konnotierten Begriffen diffamiert werden, dann werden nicht
nur geschichtlich die echten Nazis relativiert, was moralisch verwerflich ist, sondern dann ist das
eben auch ein Beleg dafür, dass es eben keine Nazis und Faschisten mehr gibt und das die
deutschen Linken in einer erheblichen Identitätskrise befinden.


Ihr
Marvin Weber (Stadtverbandsvorsitzender AfD Paderborn)

Als Leserbriefe gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht (unbedingt) die Meinung der Redaktion wider, sondern stellen die subjektive Meinung des Einsenders dar.

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