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Die CDU hat massive Stimmenverluste bei der Landtagswahl in Thüringen hinnehmen müssen (https://www.welt.de/…/Thueringen-Wahl-2019-Wahlergebnisse-u…). Die "Gretchen-Frage" für die Unionsanhänger müsste jetzt eigentlich lauten: Wie hältst du es mit Frau Dr. Merkel? Denn selbst dem treuesten Anhänger der früheren Parteivorsitzenden müsste es doch dämmern, dass die letzten Wahlschlappen der CDU etwas mit der jetzigen Bundeskanzlerin und ihrer Politik zu tun haben könnte. Die "K-Frage" stellt sich unmittelbar nach dieser letzten Wahlniederlage, und ich bin mal gespannt, ob sich die CDU-Anhänger irgendwann mal trauen, sich von "Mutti" zu emanzipieren. Muss die Bundeskanzlerin jetzt versuchen zu eruieren, ob die Entwicklung in der CDU mit ihrer Politik in Verbindung steht? Eigentlich wäre dies ihre Pflicht und sie müsste zumindest umdenken und ihre bisherige Politik infrage stellen. Dies wird sicher nicht geschehen, da sie ja von sich selbst glaubt, immer alles richtig zu machen. Ein Umdenken reicht auch nicht mehr aus, sie müsste als Bundeskanzlerin ausgewechselt werden. Es gleicht dem Andersen-Märchen vom „Des Kaisers neue Kleider“: Frau Dr. Merkels „Hofstaat“ – ihre engsten Mitarbeiter und Minister – traut es sich nicht, ihr zu sagen, dass sie eigentlich nicht die große Staatsfrau ist, für die sie sich hält, nur das „dumme Wahlvolk“ wagt es in der Weise, dass es die CDU bei allen Wahlen durch Stimmverweigerung abstraft. Wir sind das Opfer zweier Prinzipien geworden, die sich unheilvoll verbunden haben: Dem Peter-Prinzip und dem Dunning-Kruger-Effekt, denn in unserem politischen System kommen nur diejenigen in Spitzenpositionen, die an maßloser Selbstüberschätzung leiden, es aber trotz ihrer Inkompetenz schaffen, bis zur höchsten Stufe der Karriereleiter zu gelangen, um dann aus dieser Position heraus nur diejenigen hochkommen zu lassen, die nicht ihre Position gefährden können. Nur von außerhalb kann ein solches System verändert werden, weil innerhalb der Hierarchie alle noch die Hoffnung haben, aufgrund einer Günstlingswirtschaft, doch noch irgendwie nach oben zu gelangen. Hier können wir von den USA lernen, denn dort hat es ein Donald Trump geschafft, der nicht aus dem politischen Establishment kommt, an die Spitze zu gelangen. Kein Wunder, dass dieses nun versucht, gegen ihn ein Amtsenthebungsverfahren einzuleiten, um ihn loszuwerden. Auch in Deutschland kann nur eine Veränderung gelingen, wenn von außerhalb der „Altparteien“ ein politischer Machtwechsel gelingt. 

©Büren, 02.11.2019, Günther Birkenstock

Als Leserbriefe gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht (unbedingt) die Meinung der Redaktion wider, sondern stellen die subjektive Meinung des Einsenders dar.

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