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Der Kampf gegen rechts nimmt immer bizarrere Züge an. Jetzt hat er schon die ältere Generation erreicht. Man muss es schon genauer sagen: Die „Oma-Generation“ ohne die dazugehörigen Männer, denn die sind weitgehend ausgeschlossen. Sie sind eben gerne unter sich und Männer werden nur ausnahmsweise in den eigenen Reihen geduldet. Mit selbst gestrickten Mützen (https://www.youtube.com/watch?v=qugBZr3vNLo)  – eine Art Markenzeichen – versammeln sie sich auf öffentlichen Plätzen mit Transparenten und Schildern in der Hand mit der geistreichen Aufschrift „Omas gegen rechts“. Wie Frauen so sind, gibt es sogar für das Stricken der Mützen eine entsprechende Anleitung (https://www.omasgegenrechts-berlin.de/2019/09/09/ebbas-strickanleitung-fuer-omas-gegen-rechts-muetzen-aus-baumwolle/).  Es gibt inzwischen eine eigene Homepage (https://omasgegenrechts.at/), auf der die Aktivitäten dargestellt werden. Begonnen hatte die Bewegung im November 2017 in Österreich, als die FPÖ an die Regierung kam, sie schwappte aber schnell über die Grenze unseres Nachbarlandes nach Deutschland über, wo es in über 30 Städten die gleichnamigen Gruppierungen von „reifen Damen“ gibt, die ihre Spruchband  („Omas gegen rechts“) bei Demonstrationen vor sich hertragen wie die katholischen Priester die Monstranz. Diese Bewegung eint diese so genannten Omas eben im Kampf gegen rechts, was auch immer damit gemeint ist, vor allem sind sie für Frauenrechte und Minderheitenrechte sowie gegen Rechtspopulismus. Die Presse geht behutsam mit dieser Bewegung um, so auch die Wochenzeitschrift, „Die Zeit“. Nach einem Online-Bericht vom 25.09.2019 von Ursula März „…laufen sie bevorzugt zwischen den Fronten mit, wo es brenzlig werden könnte. Notorisch ist dies der Fall, wenn Neonazis und Antifa-Gruppen aufeinandertreffen. Die Erfahrung zeigt, dass jedes der Lager davor zurückzuckt, die "Omas" physischer Gefahr auszusetzen. Oder zumindest davor, die Welt mit Bildern zu Boden gedrückter 70-jähriger Frauen zu beliefern.“ (https://www.zeit.de/2019/40/aktivismus-demonstranten-strategie-klimaschutz-rechtsextremismus/komplettansicht). Auf jeden Fall ist man gegen die AfD (https://www.spiegel.de/plus/proteste-gegen-die-afd-omas-gegen-rechts-a-bae25726-9e01-4669-8727-1c199919630d), deren Veranstaltungen gerne gestört  (https://www.youtube.com/watch?v=6vNOHrzVHFA&t=3055s) und deren Mitglieder gleich mit „Nazis“ in einen Topf geworfen werden. Eigenartigerweise sind diese Frauen für den Islam, obwohl nachweislich die muslimischen Männer mit dem Flüchtlingsstrom ein Frauenbild nach Deutschland transportieren, das wir glaubten inzwischen überwunden zu haben. Selbstverständlich engagiert man sich in und solidarisiert man sich mit der „Friday-for-Future“-Bewegung, deren Protagonistin, Greta Thunberg, wie eine Ikone vor sich hergetragen wird. Sie sind auch für die Seenotrettung und meinen, dass alle Geretteten, die ausnahmslos als „Schutzsuchende“ gesehen werden, das Recht hätten, nach Europa gebracht zu werden (https://www.youtube.com/watch?v=h64Ijr5n0Zk). Die Treffen haben meistens einen gewissen „ Event-Charakter“: Hauptsache man ist dabei und hat Gleichgesinnte um sich herum, die der gleichen Meinung sind. Echte Diskussionen mit Andersdenkenden sind nicht gefragt. Wenn sie mit Übergriffen von Muslimen gegenüber Frauen konfrontiert werden, wollen sie davon nichts wissen und verweisen sofort darauf, dass deutsche Männer die Haupttäter seien. Ob diese Frauen tatsächlich „Omas“ sind, wie behauptet wird, sei dahingestellt, sehen sie doch auch oft ehr so aus, als ob sie im „mittleren“ Alter angesiedelt sind.

Ich nehme an, dass viele dieser Omas inzwischen sehr viele Flüchtlingskinder zu Hause bei sich aufgenommen haben und die geflüchteten Männer bei ihnen im Garten die schwere Arbeit abnehmen.  Zu den Demonstrationen fahren sie sicher mit dem Fahrrad und nicht mit dem Auto, um Kohlendioxid zu sparen.

© Büren, 11.11.2019 Günther Birkenstock

Als Leserbriefe gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht (unbedingt) die Meinung der Redaktion wider, sondern stellen die subjektive Meinung des Einsenders dar.

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