Pin It
Bildquelle: imagii
 
 
 
Die vom 17.05.2019 bis vorraussichtlich März 2020 im Kloster Dahlheim präsente Daueraustellung zu "Verschwörungstheorien" erhebt laut WDR ganz offen den Anspruch, als "Gegengift" gegen das "[..] zunehmende Misstrauen gegen Regierungen und Medien" wirken zu wollen.
Grund genug für uns, uns einmal mit den Themen und Methoden der Ausstellung näher auseinander zu setzen.
 
In einem Rundgang durch die Epochen der Weltgeschichte werden dem Besucher, in chronologischer Abfolge aufbereitet, alle möglichen tatsächlichen oder auch angeblichen Gerüchte, Fehlinterpretationen und Verleumdungen der Weltgeschichte präsentiert, ohne dabei allerdings wissenschaftlich in die Tiefe zu gehen.
Die eher sparsam mit Quellen belegten Aussagen folgen letztlich dem einfachen didaktischen Nenner, dass der Besucher bitte sehr möglichst der offiziell, bzw. gegenwärtigen, regierungsamtlich verlautbarten Geschichtsversion Glauben schenken soll. Alle möglichen davon abweichenden Interpretationen werden wahlweise als Unterstellungen, Vereinfachungen, Gerüchte, Verleumdungen oder scheinbare Mythisierungen diffamiert.
 
Als Beispiel von vielen soll hier der vereinfachende Umgang der Ausstellung mit den komplexen, widersprüchlichen Ermittlungsergebnissen zum Kennedy-Mord aus dem Jahre 1963 dienen. Weder erfährt der Besucher etwas von der umstrittenen`Magic-bullet-Theorie´ noch von der Unterschlagung des sog. `Zapruder-Films´(benannt nach dem Amateurfilmer Zapruder) als möglicherweise wichtiges Beweismittel im Zuge der Ermittlungen. Der Möglichkeit, dass es tatsächlich ein Auftragsmord aus den Kreisen des sog. `Tiefen Staates´ war, wird durch die Art und Weise der Gesamtdarstellung von vornherein die Existenzberechtigung genommen. 
(Quellen zum Einlesen z.B. hier:
- David R. Wrone: The Zapruder Film. Reframing JFK's Assassination, University Press of Kansas, 2003, ISBN 0-7006-1291-2
- JFK-Akten: Britische Zeitung erhielt anonymen Hinweis vor dem Attentat. In: Zeit Online. 27. Oktober 2017, abgerufen am 27. Oktober 2017.)
 
 
Ebenso sei an dieser Stelle erwähnt, dass die Erfindung des Kampfbegriffs "Verschwörungstheorie" (`Conspiracy talk /theory´) durch die CIA genau in den Zeitraum der Aufarbeitung des Kennedy-Mordes fällt, um Zweifler an der offiziellen Regierungsversion lächerlich zu machen, bzw. mundtot machen zu können.
 
Wir wissen aber nun aus der Geschichte, dass es nun einmal tatsächlich Verschwörungen gibt - andernfalls wäre
a.) Julius Cäsar niemals ermordet worden,
b.) Ludwig XVI. niemals wegen nachgewiesenen Landesverrats zur Wiederherstellung der Monarchie im revolutionären Frankreich verurteilt worden,
c.) hätten die Nürnberger Prozesse den Anklagepunkt "Verschwörung gegen den Frieden" niemals erhoben, da ja Hitler niemals - anfangs heimlich - aufgerüstet hätte - kurz, der II. Weltkrieg hätte niemals stattfinden können....
 
Wir könnten diese Liste tatsächlich existierender Verschwörungen nahezu endlos fortsetzen, beschränken uns aber hier darauf, zwei wesentliche Fakten festzustellen:
1.) Ja, es gab und gibt zu allen Zeiten skrupellose, machtbewusste Menschen, die unter Umgehung der Öffentlichkeit ein Höchstmaß an krimineller Energie entfalten, um ihre Ziele zu erreichen.
2.) Da diese Menschen, einmal in Regierungspositionen, ihre wahren Ziele nicht öffentlich ehrlich zu erkennen geben, ist ein Höchstmaß an Misstrauen gegenüber jeglichem Regierungshandeln geradezu geboten.
Zahllose Regierungsverbrechen der jüngeren Zeitgeschichte geben uns hier recht, vom Prinzip der gezielten Verleumdung (z.B. Watergate-Affäre) bis hin zu den sog. False-Flag-Operations, um durch Verleumdung Kriegsgründe zu schaffen - vgl. z.B. den Tonkin-Zwischenfall [Vietnam], die `Brutkastenlüge´ [Irak I.], die unsägliche Powell-Präsentation zur Rechtfertigung des 2. Irakkrieges...auch diese Liste nachgewieser Tatsachen ließe sich beliebig verlängern, zumal auch die üblichen, mehrere Jahrzehnte langen, regierungsamtlichen Sperrfristen zu zeitgeschichtlichen Schlüsseldokumenten Tür und Tor zu nachträglichen Manipulationen öffnen. 
 
Warum also will man uns Bürgern das regierungskritische Denken abgewöhnen?
 
Die eingangs zitierte, demaskierend wirkende Absichtserklärung des WDR (s.o.) zeigt, allerdings ungewollt, dass es eben nicht nur darum geht, aus "volkspädagogischen Gründen" möglicherweise radikalisierend wirkenden Gerüchten entgegen zu treten. Hier wird also ganz offen das "Misstrauen gegen Medien und Regierungen" an sich als etwas Unerlaubtes, Anrüchiges, gar Verwerfliches abgetan.
Wir als AFD hingegen halten ein gesundes Misstrauen gegenüber einer juristisch und moralisch fragwürdig agierenden Regierung für unerlässlich für das Funktionieren einer Demokratie, stellt es doch die unabdingbare Basis der notwendigen Oppositionsarbeit dar.
Wer diese allerdings zunehmend als unerwünscht erklärt, zeigt die politische Richtung an, die er in Wirklichkeit einschlagen will. (Gell, Herr Tauber und Konsorten?)
 
In diesem Sinne halten wir dem Kampfbegriff von der "Verschwörungstheorie" entgegen:
"Besser ein Verschwörungstheoretiker als ein Verschwörungsleugner!"
 
In diesem Sinne, liebe Leser, haben Sie den Mut, sich Ihres eigenen Verstandes zu bedienen.
 
Ihre /Eure AFD Paderborn

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren